Keudell, der frühere Minister Delbrück und Geheimrath Krupp. Unter den sonstigen Geladenen befanden sich größtenteils höhere Militärs und Hofchargen, auch der russische General Kutusow und der österreichische Oberst Steininger.
Spandau, 29. November. Die Militärbehörde genehmigte den Bauentwurf von 1350 Wohnungen für Arbeiter von Staatsfabriken.
Gelsenkirchen, 29. November. Der Redacteur Möller wurde wegen Aufreizung zum Strike im Verbandsorgan der Bergarbeiter verhaftet.
Esten , 29. November. Der „Rheinisch - Westfälischen Zeitung" zufolge sind viele Zechen wegen ganzer oder theilweiser Sperrung der Eisenbahnwagenzufuhrlinien durch die Ueberschwemmung und in Folge dessen eingetretenen Mangels an Eisenbahnwagen genöthigt, ihren Betrieb erheblich einjuschränken. Auf mancher Zeche feiert deßhalb ein größerer Theil der Belegschaft. Freitag konnten von 9197 angeforderten Doppelwagen 1976 Wagen nicht gestellt werden.
Köln, 29. November. Aus der Bahnstrecke Arnsberg- Hüsten ist in Folge der Beschädigung der Ruhr-Eisenbahn- brücke durch das Hochwasser der Verkehr eingestellt. Am Rhein ist starker Schneefall eingetreten.
Breslau, 29. November. Der „Breslauer Zeitung" wird von informirter Seite mitgetheilt, daß binnen Kurzem die Einfuhr lebenderrussischerFleisch-Schweine in die Schlachthäuser von Beuthen und Myslowitz >zur sofortigen Abschlachtung in Aussicht stehe.
Klausthal, 29. November. Die städtischen Behörden beschlossen die Ernennung Robert Kochs zum Ehrenbürger Y und die Aufstellung seiner Büste im Sitzungssaale der städtischen Behörden.
München, 29. November. Professor Ziemssen erklärte heute in der Klinik, die Koch'schen Jmpserfolge seien hier sehr gute gewesen. Die Reactionen waren gering und durchaus unbedenklich,- das Befinden der Kranken hat sich erheblich gebessert^ sie haben guten Appetit, Schlaf und der quälende Husten ist verschwunden. — Außer dem Münchener Sanatorium und dem Gumpenberghause miethete ein Consortium noch das Edelmann'sche Haus in Starnberg, um daselbst Cur- anstalten nach Kochs Heilmethode zu errichten.
Detmold, 29. November. Landtag. Bei der Be- rathung des das Versammlungs- und Vereinsrecht betreffenden Gesetzes wurde der Antrag, die Regierung zu ersuchen, aus Erlaß eines diesbezüglichen Reichsgesetzes hinzuwir^n, angenommen.
Metz, 29. November. Nach Miltheilung des „Lorrcme" wäre in Folge von zwischen Rom und Straßburg geführten Verhandlungen der Director deS bischöflichen Gymnasiums Montigny-Metz, Dr. Fritzen, für den Straßburger Brschofs- stuhl in Aussicht genommen.
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Wien, 29. November. Die gestern unter dem Verdacht des Diebstahls Verhafteten wurde:n als die russischen Unter« thanen Pochalski und Lateiner recognoScirL Die Untersuchung ergab, daß beide an dem im französischen FinLnz- .ministerium verübten Biertelmillione n-Diebstahl, sowie an dem Diebstahl bei der Marmeversicheru ngs-Gesellschast in Loudon Letheiligt waren.
Budapest, 29. November. Die ungarischen socialdemo- kratischen Organe kündigen für den 7. und 8. December einen Parteitag der ung «arischen Soeial.demo- fraten in Budapest an.
Paris, 29. November. Die ^ollcommission beschloß dte Ausnahme eines Artikels, bet reffend Dextrin und andere Stärkemehl-Producte mit 20 Frc- s. nach dem Maximal- und mit 16Frcs. nach dem Minimaltc irif für 100 Kilo, amenbirte-. ferner die Regierungsvorschläge bi Treffs des Zolles auf Waffe» dahin, daß im Inland und Ai lslcmd gebräuchliche Kriegswaffen, sowie gewöhnliche Hande lswaffen mit dem Maximum von 700 und dem Minimum vor i 600, Luxuswaffen mit dem Maximum von 1400, Minimun-c von 1200 Fr. per 100 Kilo e'nizusteüen seien. Ebenso mir d der Zoll aus Dynamit auf 2 Frcs., der auf Waggons urib Tramways «auf 5 Frcs. erhöht. Für andere Wagen we rden die Sätze der Regierung angenommen.
Paris, 29.November. Professor Pean berichtete heute m seiner Vorlesung über bve von ihm awgesteüten Versucht mit dem Koch'schen Mittel und er fügte hinzu: „Wir sind derzeit in der Periode der Versuche und können noch keine Schlüsse machen. Wir dürfen nicht sagen, es sei bewiesen, Koch habe eine dauernde heilbringende Entdeckung gemacht. Koch sand zweifellos ein Heilmittel, welches der Medicin nützlich sein wird, aber mir werden abmarten müssen, ob es dauernde Heilerfolge bruigi.*
Konstantinopel, 29. November. Der vorgestrigs Bescheid der Pforte auf die letzten Forderungen des ökumenischen Pairiarchats, namentlich bezüglich der Testa'mentssraze, der Schulsrage und der Trachtänderung der bulgarischen Geistlichkeit, stzsttet durchaus entgegenfommcnb, und hebt hervor daß der Sultan stets die Cultusfreiheit aufrecht hielt und schützte. Der Bescheid fordert schließlich die Patriarchen auf ihre gottesdienstlichen Functionen wieder auszunehmen. Bisher fand jedoch kein Gottesdienst statt. Die diplomatischen Kreise billigen die versöhnliche Haltung der Pforte.
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Neueste Nachrichten.
fBolftÖ leleg' aphischeS LorrespvnLenz.Burecur.
Charlottenburg, 30. November. Heute Nachmittag erfolgte die Enthüllung des Denkmals des Heimgegangenen Kaisers Wilhelm und die Ucbergabe desselben an die Stadtbehörden. Der Cabinetschef Lucanus überbrachte den Kaiserlichen Dank. An die Enthüllung schloß sich eine weihevolle Feier.
Köln, 30. November. Der Nh ei nisch-Westsalische Krankenkassentag, der im Gürzenich unter dem Vorsitze
des Oberbürgermeisters Bollmann (Bochum) tagte, nahm die vom Referenten Redacteur Dr. Schmitz (Berlin) begründeten Abänderungsvorschläge der Commission zum Krankenverfiche- rungsgesetz an, stellte den zweiten Punkt der Tagesordnung betreffend die Einziehung der Invaliden- und Altersversicherungsbeiträge Seitens der Krankenkassen zurück und nahm alsdann eine von Dr. Busch (Creseld) empfohlene Resolution an, nach welcher die Errichtung von Lungenherlanstalten empfohlen und dem Professor Koch der Dank für seine Entdeckung telegraphisch ausgesprochen wird.
Köln, 30. November. Infolge des noch andauernden starken Schneefalls treffen fast alle Eisenbahnzüge sehr verspätet ein. Durch die theilweisen Verkehrsablenkungen von den rechtsrheinischen auf die linksrheinischen Bahnen sind letztere derartig überfüßt, daß die Annahme von Gütern über Rheinhausen nach Finnentrop und darüber hinaus beschrankt ist. Aus den östlichen Linien des Directionsbezirks Elberfeld' und nach Thüringen sind' die Verkehrsstörungen so erheblich, daß die Annahme von Gütern therlweife eingestellt wurde.
München, 30. November. Die Bahndirection meldet: Bei der Einfahrt des gestrigen Postzuges 12 in die Station- Staffelstein wurde der Post-Beiwagen durch die Explosion- keiner Lampe entzündet. Der Pofteonducteur wurde verletzt, die Poststücke sind beschädigt.
Wien, 30. November. Das „Fromdenblatt" erklärt, die Nachrichten über verschiedene Perso nalver än d er ung ew im Ministerium des Auswärtigen anläßlich des feit- längerer Zeit besprochenen Eintritts des Sectiouschefs v. Szögyenyi in das ungarische CaÄnet für ausschließlich- auf Combinationen beruhend,- Gras Kalnokh, der erst kürzlich zurück-gekehrt, sei nicht in der Lage gewesen^, sich mit diesen Personalfragen zu beschäftigen.
Meran, 30. November. Zur Behandlung derTubevkulofe nach der Koch'schen Heilmethode sind hier schon mehrere. Sanatorien errichtet.
Paris, 30. November. Nach einer hier eingegetngennt Meldung beschloß em zu dem Ende zusammengetretener Verein hervorragender Persönlichkeiten der Hyerischsn Inseln, Herrn Dr.. Koch in Berlin ein Etablissement für die Aufnahme und Behandlung, von Tuberkulosen anzubietrn resp. zur Verfügung zu stellen.
Rom, 30. November. Nach einer Meldung der „Agenzia Stefani" hat der König ein Am ne st i>e de er et unterzeichnet, durch welches Personen begnadigt werden, welche wegen Preßvergehens und einiger anderer Vergehen und Ueber- tretungen; einschließlich politischer Demonstrationen, verurthrilt waren. Das Decret begnadigt - ferner Stellnngsflüchtige, die vor dem 1. Januar 1851 geboren sind.
RowL 30. November. Eine heute ertaffene Königliche Verordnung gestattet die Einfuhr gesalzener, geräucherter oder aus irgendwelche andere Weise conservirter deutscher Fleischwaaren nach Italien, sofern dieselben mit nnem «Nefundheitszeugniß deutscher Behörden, versehen sind.
Conftautinopel, 30. November. Wie die „Agenee ds? Corrstantinople" meldet, wäre von der Pforte beabsichtigt, an bie hiesigen Vertreter der ansläl^ischew Mächte ein Circular? schreiben des Inhalts zu richten, daß. die Pforte angesichts der constatirten Theilnahme frrmder Unterthanen an. den jüngsten Kundgebungen gegen die Regierung entschlossen sei, in jedem Wiederholungsfälle die Ausweisung der betreffenden Untertanen zu verlangen. Die Pforte werde zu diesem Schritt durch den Umstand vevanlaßt,^ daß bei der jüngst in Smyrna in der Angelegenheit des griechischen Patriarchats veranstalteten Kundgebung etwa, ein- Drittel der Theilnehmer aus griechischen Unterthanen bestanden habe.
CocMe» unt pmwinjieBe».
Gießen^» 1. Deeember.
— Ihre Königl. Hohöiten der Großtzerzog von Prinz und Priazesfiu Heinrich vsn Preußeni. sowie Ihre Groß- herzagl. Hoheit Prinzessin Alix trafen gestern Mittag zum Besuch Sr. Königl. Hoheit des Erdgroßherzogs hier ein. Die hohen Herrschaften kehrten Abends mit den entsprechenden Zügen nach DarrnstLdt bezw. Kiel zurü/L.
— In der Restauration „Bavaria^ fand gestern Nachmittag eiua Versammlung von JnteAfsentett des Obstbaues unter Vorsitz. des Herrn Amtmann Nebel statt. Nachdem Herr Amtmann Nebel auf den Werth des Obstbaues und die Nothwendigksit, dvs Interesse für denselben in Vereinen zu pflegen, hingewieson, hielten die Herren Obstbautechniker Metz und Laudwirthschastslehrer Reichelt von Friedberg die angekündigten Vorträge über Zwergobstbau, bezw. den Obstbau im Allgemeinen betreffende Fragen, besonders über Sorten-Auswahl. Anknüpfend en den Wahlspruch: „Auf kleinsten Raum pflanz" einen Baum, und pflege sein, er bringt dir's ein" gab Herr Obstbautechniker Metz in einer selbst dem Laien verständlichen Weise eine Reihe von Fingerzeigen, in welcher Weise die verschiedenen Formen des Zwergobstes gepflanzt, gezogen und gepflegt werden müßten, wenn fit Ertrag liefern sollten. Die sich an diesen Vortrag anschließende, durch mehrfache Fragen aus der Mitte der Versammlung veranlaßte Besprechung trug zur Darlegung und Erläuterung manches Wissenswerthen bei. Herr Landwirth- schaftslehrer Reichelt sprach an der Hand einer ausgestellten Sammlung von Zwergobstsorten, Birnen und Aepfel, über für unsere Gegend besonders zur Anpflanzung geeignete Sorten, deren Ertrag und Reifezeit, und gab schließlich auf besondere Anfrage Auskunft über die zweckentsprechende Ver- werthung des Obstes, die ebenfalls der Wetterauer Obstbauverein, gletchwie die Beschaffung aller Obstbaumaterialien und Geräthe, in die Hand nehmen werde. Auch an diesen zweiten Vortrag schloß sich ein in vieler Beziehung recht lehrreicher, anregender Gedankenaustausch. Um nun dem Obstbau hier und in der Umgegend eine bessere Förderung angedeihen laffen zu können, wurde die Gründung eines Obftbau- vereinS, als Glied des Wetterauer Obstbauvereins, beschlossen. Bei der hohen Wichtigkeit des Obstbaues für unser ganzes
| wirthschaftliches Leben, sowie dessen nicht hoch genug cmzu- I schlagender Bedeutung für unsere Landwirthschaft im Beson- f deren, ist nur zu wünschen, daß dem neuen Verein recht viele Obstzüchtrr und Gartenfreunde beitreten mögen. — Eine Versammlung deS „Obstbauvereins", dessen Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender bereits gewählt sind, wird kurz nach Beginn des nächsten Jahres stattfinden.
— Theater. Vor ausverkaustem Hause ging am Sonntag die Sudermann'sche „Ehre" zum zweiten Mat in Scem'r und fand den stürmischsten Beifall. Die begeisterte Aufnachme bekundet, wie ein wahrer Dichter, der das Geistesleben seines Volkes wirklich kennt und zu schildern weiß, immer auch von seinem Volke verstanden wird. Namentlich schlug wieder der dritte Act mit seinem wuchtigen, aufs höchste erschütternden Inhalte durch. In diesem Acte vornehmliche hat Sudermann zweifellos auch eine Kunst in dramatischen Aufbau anzuwenden verstanden, wie sie außer ihm keiner der lebenden Dichter mehr besitzt. Er selber ist in seinem' neuesten Drama „Sodoms Ende", wenn dieses auch einen Fortschritt in dichterischer Beziehung bedeutet, hinsichtlich der dramatischen Gestaltung hinter seiner „Ehre" zurückgeblieben, lieber diese technischen Vorzüge ragt natürlich weit hinaus der außerordentliche sittliche Gehalt des Dramas, der durchaus auf dem Boden realistischer Denkart -erwachsen vst, aber . mit seiner überwältigenden Predigt von einer Toleranz auch auf moralischem Gebiete und in Bezug | aus die sittliche Benrtheilung der Mitmenschen auf Niemanden 1 -einen ergreifenden Eindruck verfehlen kann,- man erinnere sich nur an die wunderbare Charakterzeichnung der Alma, die uns unserer Alltagsauffassung nach abstoßen müßte, aber in "der Beleuchtung des Dichters einen seltsamen, schmerzlich- sympathischen Eindruck, möchte man sagen, macht und uns ■mit alle dem,, was wir von unserem Standpunkte als eine schwere Verirrung des Mädchens ansehen, so ergreifend verständlich wird. — Gespielt wurde durchweg gut, manches, was uns bei der ersten Aufführung mißfallen hatte, war verbessert worden und die Darstellung der „Ehre" gehört » nunmehr zu den besten im Repertoir des „Neuen Theaters".
— Die Eisbahn des Eis-Vereins wurde vergangenen Freitag bereits- eröffnet, mußte aber am Samstag durch den eingetretenen Sckneefall wieder geschlossen werden; durch Inanspruchnahme einer großen Anzahl Arbeitskräfte war es dem Vorstand gelungen, die Bahn für den gestrigen Sonntag wieder Herstellen zu laffen.
— Am Samstag den 29. v. Mts. wurde die Dienstmagd Minna König aus Homberg, a. d. Ohm verhaftet, weil sie während ihrer nur kurzen Dienstzeit ihrem Dienstherrn mittelst Nachschlüssels 11 Mk. aus der Commode entwendet hatte. Bei der Durchsuchung fand man ferner im Besitz des Mädchens den ihrer Dienstherrschaft an der Hausthür abhanden gekommenen Brödchenbeutel mit 30 Pfg. Inhalt.
— Am Samstag wurde ein hiesiger Bretzeljunge ver- haftet, weil er seinem Arbeitgeber mit Korb und Backwaaren durchgegangen war und den Erlös aus denselben unterschlagen hatte. Der Junge hatte schon verschiedene Unterschlagungen bei einem andern hiesigen Bäckermeister begangen.
— Zwei Backsteinmacher von auswärts, welche von ihrem Arbeitgeber dahier ungehalten wurden, sich das nöthige Arbeitsgeschirr anzuschaffen, gingen in der Nacht vom 7. aus 8. v. Mts. an die Arbeitsstätte des Bergwerks von E. W. Fernie dahier und entwenbete» zwei anderen Arbeitern die Hacken, womit sie am andern Morgen bei ihrem Arbeitgeber erschienen. Die Backsteiumacher wurden zur Anzeige gebracht.
*** Büdingen, 30. November. Seit einigen Wochen werden in den Wohn? und Geschäftsräumen, des Herrn H. I. Albert dahier Versuche mit electrischem Lichte gemacht, welche wahrscheinlich binnen Kurzem die Aufmerksamkeit der Kenner und Techniker auf sich ziehen werden. Zur näheren Erläuterung bemerken wir Folgendes: Das Licht wird nicht durch eine electrische Maschine erzeugt, sondern durch eins eleetrische Batterie, wie man sie bei electrischen Leitungen, bei Telegraphen u. s. w. verwendet. Die Zusammenstellung der Batterie bezw. der Stoffe, welche die Electricität in hinreichender Menge erzeugen und eine Dynamo-Maschine überflüssig erscheinen lassen, sind das Ge* heinmiß des Herrn Entdeckers, des Herrn Berkholz zu Frankfurt a. M. — Herr Berkholz ist kein Fachmann, sondern Versicherungsbeamter. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Electricität, insbesondere mit der electrischen Beleuchtung aus Liebhaberei. Ueber die Sache selbst möge» nachstehende Notizen hier folgen: Die Batterie besteht aus 20 Elementen, wovon jedoch nur 6 in Thätigkeit waren,- sie stehen in einem kleinen hölzernen Kasten unter der Treppe und nehmen einen unbedeutenden Raum ein. Es wurden drei Lampen viele Stunden an mehreren Abenden in Thätigkeit gesetzt. Das Licht ist wundervoll- rein weiß und durchaus ruhig, zeigt also nicht das unruhige Hin- und Herflackern und Schlucksen der Maschinenflammen. Die Kosten sind viel geringer als bei Gas und Petroleum, das Licht ist ungleich schöner und das Herrichten, Anzünden und Auslöschen der Flammen ist reinlicher und einfacher als bei allen übrigen Beleuchtungsarten. — Die Versuche werden fortgesetzt,- was jetzt beobachtet werden konnte, berechtigt zu den größten Hoffnungen. Herr Berkholz ist um Ertheilung eines Reichspatentes eingekommen. Möglich ist es, daß man vorstehende Mittheilungen mit ungläubigem Kopsschütteln aufnimmt; doch die genaue Angabe über die Räumlichkeiten, wo die Versuche vorgenommen werden und über die Persönlichkeiten selbst werden hinreichen, zu conftatiren, daß von einem Schwindet oder einer Mystification nicht die Rede sein kann. Nicht selten sind epochemachende Erfindungen von Laien entdeckt worden; der berühmte Entdecker Koch wurde weder von der Universität Breslau noch von derjenigen in Berlin als Docent zugelassen und überstrahlt jetzt alle durch seine großartigen Entdeckungen.
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Mai«; leitet der ersten die Redaetion de Beleidiguno Feuilleton der sich mit Mainz diesen Reisebrie unö toe^rSDer^ Centraldah/chofes M die Mainze einmal antzsGetz Diesen gesehei Passagiere - v mit rührender l hältnisse von L gehend hier aus Behauptung dui kommenden Ri ^Rheinische Hof' welch blt”' ’
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