Ausgabe 
20.12.1889
 
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49,952 Kg., Rohzucker aller Art 107,747 Kg., d. zusammen Eingang in den freien Verkehr (a und b) raffinirter Zucker aller Art 50,514 Kg., Rohzucker aller Art 87,776 Kg., e. Gesammteingang über die Zollgrenze (a und c): raffinirter Zucker aller Art 56,553 Kg., Rohzucker aller Art 151,653 Kg.

Neueste Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Saarbrücken, 18. December. Alle Mannschaft ist an- gesahren auf den Zechen Heinitz, Dechen, Reden, Jtzenptitz, Friedrichsthal, Ensdorf. Auf Maybach arbeiten gegen gestern 50 Mann mehr, es stehen noch 200 aus, aus Erknershöhe fehlen 100, auf Sulzbach und Altenwald 740. Auf Dudweiler find 60, aus Camphausen 30 mehr als gestern angefahren, aus Louisenthal 1150, 150 mehr als gestern, auf von der Heydt ebensoviel wie gestern. In Dudweiler und Riegelsberg sind Nachmittags Bergmannsversammlungen.

Sternberg, 18. December. Der Landtag nahm mit 96 gegen 72 Stimmen die neue Regierungsvorlage wegen Verstaatlichung der meklenburgischen Eisenbahnen an.

Breslau, 18. December. In Karsten in Oberschlesien ist aus SteinkohlengrubeCentrum" ein erheblicher Bruch- theil der Schlepper heute nicht ein gefahren. Ober­bergrath Brunn reist dorthin zur Untersuchung der Angelegen­heit. Am Mittag ist von den ausständigen Schleppern eine Anzahl wieder eingesahren. Der Rest dürste morgen oder in den nächsten Tagen die Arbeit wieder aufnehmen.

Wien, 18. December. Die Beisetzung der Leiche des Cardinals Ganglbauer erfolgte heute Nachmittag im Stesansdom in Anwesenheit des Kaisers, der Erzherzoge, der Fürstlichkeiten, Minister, Diplomaten, der Präsidien des Par­laments, des Bürgermeisters und einer zahlreichen Menschen­menge. Der Nuntius vollzog die Einsegnung.

Wien, 18. December. Die Morgenblätter, auch die hervorragendsten oppositionellen, erklären sich durch den das Versassungsrecht betreffenden Theil der Rede Ta aff es befriedigt. DasFremdenblatt" bemerkt, die Antwort sei so ausgefallen, wie ein kaiserlich österreichischer Minister sie geben mußte- alle wahren Freunde der Verfassung fänden in der unumwundenen Zusicherung des Cabinetschefs Beruhigung. DiePresse" meint, die Regierung habe durch Hinweg­räumung jeden Anlasses zu weiteren Beunruhigungen eine klare Situation geschaffen. Die Antwort bedürfe keines Commentars- sie bedeute eine ernste Zusicherung für die Integrität der Verfassung. DieNeue Fr. Pr." sieht nun­mehr die Verfassung außer Frage gestellt, nachdem Taaffe die Verfassung als die alleinige Grundlage einer fortschreitenden ruhigen Entwickelung bezeichnet habe.

Wien, 18. December. Der Strike der Perlmutter­knopfdrechsler ist nach authentischer Meldung nunmehr beendet. Die Preise wurden um 10 bis 40 pCt. erhöht. Sämmrliche 400 Meister, sowie das Comito der 400 Arbeiter mit Familien beschlossen einstimmig, ausschließlich für das hier etablirte Newyorker Haus, welches eine Lohnsteigerung zugestand, zu liefern und den Vorschlägen desselben, auf Ein­schränkung der Production entsprechend, nur die halbe Zeit zu arbeiten.

Bern, 18. December. Der Nationalrath und Ständerath haben einstimmig 171/2 Millionen Francs für die Beschaffung kleinkalibriger Gewehre und 3,038,000 Francs für die Befestigungen auf dem Gotthard bewilligt.

London, 18. December. DreGazette" veröffentlicht einen Erlaß, welcher das Parlament zum 11. Februar zusammenberust.

Brüssel, 18. December. Der König führte heute zum ersten Male in dem neuen Staatsrathe des Congo- staates den Vorsitz und hielt eine Ansprache über die Be­deutung der Einrichtung. Nach dem Fortgang des Königs übernahm Staatsminister Pirmez den Vorsitz. Der Staats­rath ernannte darauf zwei Vicepräsidenten und zwei Secre- täre und theilte sich in zwei Commissionen, um für den Conga­staat ein bürgerliches Gesetzbuch und eine Prozeßordnung vor­zubereiten.

Kairo, 18. December. Die Generalversammlung nahm die Regierungsvorlage, betreffend die Aufhebung der Fr o h n- arbeit und die Erhebung eines Zuschlags zur Grundsteuer bis 41/2 Piaster pro Acker an.

dieser Jahres Zeit ist Franksurth mit Frembten immer ge- propst voll es ist wie eine Volcks-Auswanderung so gar von Norwegen kommen sie, und alle sind erstaunt über die Schön­heit in Franksurth besonders aber außer der Stadt die alten Wälle sind abgetragen die alten Thore eingerißen um die gantze Stadt ein Parck man glaubt es sei Feerey

man weiß gar nicht mehr wie es sonst ausgesehen hat

.....bey dem kleinsten Sonnenblick sind die Menschen ohne Zahl vor den Thoren Christen Juden pele mele

alles durcheinander in der schönsten Ordnung es ist der rührenste Anblick den man mit Augen sehen kan" u. s. w.

Nicht ohne Interesse für uns Oberhessen ist eine Stelle aus einem Briefe von 1796, der auch zugleich für die Schreibweise von Goethes Mutter so recht characteristisch ist: Mit denen alten Freunden sieht es ohngefähr so aus: Krespel*) ist ein Bauer geworden, hat in Laubach Güter gekauft daS heißt etliche Baumstücke baut auf dieselbe ein Hauß nach eigner Jnvenstion hat aber in dem Gickelsort weder Maurer noch Zimmerleute, weder Schreiner noch Gläßer das ist er nun alles selbst es wird ein Hauß werden wie seine Hoßen, die er auch selbst Fabriciert Muster leihe mir deine Form!!" Hoffentlich sind jetzt in Laubach die Verhält­nisse für Bauherrn günstiger. Dr. R.

*) Kresvel, ei» Jugendfreund Goethes, Thurn und Taxisscher Hofrat unb Archivar, galt stets für ein Original.

Cocaics und promstsieKes.

Gießen, 19. December.

Der deutsche Weihnachtsbaum. Zur kalten kahlen Winterszeit, wenn die Natur scheinbar erstorben unter ihrer weißen Schneedecke sich schlummernd ausruht, dann kommt die Haupt- und Ehrenzeit des immergrünen treuen Nadel­holzes, das die Zier des Nordens bildet, und das schönste Sinnbild für das stete, unerschöpfliche Walten der Gottheit, auch dort, wo das Menschenauge rings nur Tod erblickt. Dann ragt sie hoch, ein Bild des Lebens, unsere frischgrüne Tanne, die ihre Sprößlinge zu glänzender Verherrlichuug des Festes der Feste: Weihnachten, als Sendboten in alle Welt schickt. Wer könnte wohl ein echtes, rechtes Christfest ohne den weibnachtlichen, süßen Tannenduft sich denken, ohne den weihevollen Lichterglanz, der aus den grünen Zweigen nieder­schimmert? Und doch ist dieser schöne Brauch erst neueren Datums, das heißt in unserem eigenen Jahrhundert erst all­gemein geworden, obwohl die Uranfänge bis in altheidnische Germanenzeit zurückreichen, als die nordische Tanne nochder Baum der Götter" war. Nachdem das Christenthum und Mittelalter ihn in den Schatten und Hintergrund gestellt, taucht der immergrüne Baum der heiligen Weihnachtszeit erst nach der Reformation wiederum aus einem Dunkel auf und galt zuerst als gunz specielles Abzeichen der Reformirten und deren Weihnachtsfeier, doch war in jenen Zeiten Wachs ein viel zu theuerer Artikel, um die Sitte des geschmückten, licht­glänzenden Tannenbaumes einbürgern zu können, und unsere heutigen Kerzen gab es dazumal noch nicht. Erst die Neuzeit also ließ den Baum des Nordens überall so tiefe Wurzel fassen, sogar im Auslande, wohin deutsche Treue das deutsche Immergrün verpflanzt, oft durch hohe, allerhöchste Hände. So in England durch einen deutschen Prinzen: Albert, Gemahl der Königin Victoria, nach Frankreich aber von einer deutschen Fürstentochter: Helene von Mecklenburg, Herzogin von Orleans, die Mutter des jetzigen, legitimen Thronerben, Graf von Paris. Viele Jahre sind seitdem verflossen, Leben und Tod haben wie oft gewechselt im Menschendasein und im Wallen der Natur, doch nach wie vor ragt er empor als Symbol der Frühlings-Hoffnung durch Winters-Schnee, alljährlich erstrahlend als lichter Mittelpunkt des Christfestes, der frischgrüne Baum des Lebens: unser deutscher Weihnachtsbaum!

x. Theater. Für Freitag Abeud, an dem das dritte Gastspiel des Herrn Janez Mally stattfinden wird, ist Der Herrgottschnitzer von Oberammergau"von Ludw. Ganghofer und Schauspieler Neuer: zur Aufführuug bestimmt. Es hieße Eulen nach Athen tragen, wollte man viel Worte über das berühmte Lustspiel machen. Handelt es sich doch um die aller Welt bekannre Bauerncomödie, die zum eisernen Bestände im Repertoire des berühmten Münchener Ensembles gehört, das denHerrgottschnitzer" aller Orten mit dem stürmischsten Beifall aufführt. Ernst und Scherz kommen in dem Stücke gleichmäßig zu ihrem Rechte, er­greifende und witzige Scenen wechseln mit einander ab und machen den Herrgottschnitzer zum Lieblingsstücke desjenigen Publikums, das für Humoristisches und Comisches ebenso viel Sinn besitzt, wie für tiefer angelegte Scenen und Charactere. Der Gast, Herr Janez Mally, wird die Rolle des Gais- buben Loisel spielen und in dieser hervorragenden und inter­essanten Partie Gelegenheit haben, sein großes schauspielerisches Können zu entwickeln.

* Grünberg, 18. December. Im Jahre 1890 finden öffentliche Schöffengerichtssitzungen an folgenden Tagen statt: 8. und 29. Januar, 5. und 12. Februar, 12. und 26. März, 2. und 23. April, 7. und 14. Mai, 4. und 11. Juni, 2. und 9. Juli, 6. und 13. August, 10. und 24. September, 1. und 8. October, 12. und 26. November, 3. und 10. December. Oeffentliche Sitzungen für Civil- proceß-Angelegenheiten finden jeden Dienstag, Vormittags 9 Uhr, statt für die Orte Atzenhain, Grünberg, Harbach, Lauter, Lehnheim, Nieder-Ohmen mit Königsaasen, Queck- born, Reinhardshain und Stangenrod; jeden Donnerstag für die Orte: Beltershain, Flensungen, Geilshausen, Göbelnrod, Groß-Eichen, Ilsdorf mit Solms-Ilsdorf, Kesselbach, Linden­struth, Londorf, Lumda, Merlau mit Kirschgarten, Ober- Ohmen, Odenhausen mit Appenborn, Ruppertenrod, 'Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirberg, Stockhausen, Weickarts­hain, Weitershain und Wettsaasen. Oeffentliche Sitzungen der Feldgerichte finden statt am 26. Februar, 30. April, 25. Juns, 27. August, 22. October, 17. December, der Forstgerichte am 27. Februar, 24. April, 26. Juni, 21. August, 23. October, 18. December. Für freiwillige Gerichtsbarkeit ist jeden Freitag, Vormittags von 812 und Nachmittags von 24 Uhr Amtstag.

Ortenberg, 16. December. Herrn Postverwalter Schaaf dahier hat aus Anlaß seiner bevorstehenden Versetzung in den Ruhestand Se. Königl. Hoheit der Großherzog das Ritter­kreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen verliehen und wurden die betreffenden Insignien heute von Herrn Kreisrath Klietsch aus Büdingen dem Decorirten überreicht.___________________________________________________________

vemnischtes.

A Mainz, 18. December. Im Anschluß an die Bahn­hofsumbauten in Kastel hat die preußische Regierung eben wieder ein neues Project im Auge, durch dessen Ausführung nicht nur die Verkehrsverhältnisse in den Mainzer und Gustavsburger Rheinhäsen wesentlich beeinflußt werden, son­dern auch die Hessische Ludwigsbahn in ihrem sich durch die Gustavsburger Hafenanlagen ergebenden Güterverkehr beträcht­lich schädigen müßte. Das Project geht dahin, auf dem rechten Rheinufer direct oberhalb Kastel einen großen sich bis nach Kostheim hinziehenden Hasen anzulegen und zwar derart, daß die sogenannteLache", die heute einen kleinen Sicherheitshafen bildet, bis zu dem Festungsabschluß aus der rechtseitigen Mainspitze stromaufwärts erweitert und land­einwärts bis zu den Bahnanlagen der Linie Kastel-Frankfurt

ausgedehnt werden soll. Nach Lage der Verhältnisse dürfte eine derartige Anlage keine allzu kostspielige werden, dagegen aber der Nassauischen Staatsbahn den unberechenbaren Vor- theil gewähren, mit ihrer Linie Kastel-Frankfurt unmittelbar an einen großen Rheinhafen zu kommen. Unter Anwesenheit eines Rathes aus dem preußischen Ministerium fand vor­gestern und gestern durch Sachverständige' oon Würzburg eine Terrainbesichtigung statt.

Da hier in Folge einiger Erkrankungen bei einzelnen ängstlichen Gemüthern eine Jnfluenzafurcht aufgetreten iftr die nachtheiliger zu wirken droht, als die Influenza selbst, ist auf Veranlassung der Bürgermeisterei der städtische Orts­gesundheitsrath heute Abend zu einer Sitzung zusammen­getreten. Es wurde constatirt, daß überhaupt nur eine nicht beachtenswerthe Anzahl Erkrankungsfälle vorhanden, die einen sehr leichten Character haben.

Die Diöcese Mainz zählt nach dem neuesten Diö- cesen-Kalender zur Zeit 261 katholische Geistliche.

Frankfurt a, M., 18. December. Am Freitag den 12. dss. Mts. traf hier eine sich Elise Wagner nennende Frauensperson, angeblich aus Odenhöfen ein, logirte in einem hiesigen Hotel und meldete sich am folgenden Tage als Kranke im städtischen Krankenhause. Nachdem ihr hier ein Zimmer- angewiesen war, trank sie aus einem mitgebrachteu Fläschchen Schwefelsäure, worauf sie trotz sofortiger ärztlicher Hilfe am Nachmittag verstarb. Die Verstorbene war etwa 30 Jahre alt, 1,54 Meter groß, hat dunkelblonde Haare, corpulente Statur, sprach süddeutschen Dialect und war bekleidet mit schwarzem Sammetbarett mit zwei großen Straußenfedern im Barett die Firma C. Mayer, Baden - Baden, schwarzem Tuchmuntel mit Pelz besetzt, schwarzem Kleid, leinenem Hemd, gez. R. K., trug Ohrringe und Brosche mit anscheinend, unechten Brillanten nnd war im Besitze eines Portemonnaies mit 121 Mk. und zweier weißer Taschen­tücher, von welchen das eine R. K., das andere F. u. P. gezeichnet ist. Die Identität der Verstorbenen konnte bis jetzt nicht festgestellt werden.

Wöllstein, 15. December. Die hiesige Secundärbahn (Babettchen) hat heute ihren ersten Unfall zu verzeichnen. Westfälische Schäfer mit ca. 1500 Schafen aus dem Wege nach Frankreich begriffen, übernachteten mit einem Theile ihrer Herde in der Nähe der sog. Spatzenmühle. Eine An­zahl Schafe durchbrach den Pferch und lagerte bei dem Weg­gang des Frühzuges, etwas nach 6 Uhr auf dem Bahngeleife. In Folge dessen wurden ca. 14 Stück getödtet und einige gelähmt oder sonst leicht verletzt. Das Fleisch der Getödteten wurde gegen einen mäßigen Preis alsbald abgesetzt.

Aus Bayern, 15. December. Im October desertirten die beiden Rekruten Büttner und Hofmann aus der Garnison Amberg. Büttner kehrte aus freien Stücken zurück, erhängte sich aber sofort bei seiner Ankunft noch im Bahn- Hof- Hofmann wurde gefangen- jetzt dafür zu 14 Tagen Mittelarrest verurtheilt, hat er sich im Arrest gleichfalls erhängt.

Literatur und "Uunst.

P. K. Roseggers SlnsgewLhlte Werke. Pracht-Aus­gabe. Mit 900 Illustrationen von A. Greil und A. Schmid- Hammer. In ca. 115 Lieferungen, Lexikon - Octav . ä 50 (A. Hartleben s Verlag in Wien.) 75 Lieferungen (vier Bände) erschienen.

Die uns heute vorliegenden Lieferungen 66 bis 75 der illu- strirten Prachtausgabe von P. K. Roseggers Werken sind textlich wie illustrativ wieder außerordentlich whaltreich und das ganze Unternehmen gestaltet sich mehr und mehr zu einem Juwel für den deutschen Büchermarkt, der die Lieblingsschriftsteller des lesenden Publikums nur selten in einer so prächtigen Ausstattung zu bieten vermag. Mit den letzten Stücken aus Roseggers gemüthoollen, un­erreicht dastehenden HeimathschttderungenDas Volksleben in Steier­mark" und einem AnhängeSonderlinge aus dem Volke der Alpen" schließt der vierte Band mit Heft 75 genau programmgemäß. Die Verlagshandlung erklärt aber und wer sollte sich darüber nicht freuen? daß sie, durch den Wunsch einer großen Anzahl ihrer Pränumeranten veranlaßt, diesen nun auch noch die neuesten Werke P. K. Roseggers in der illustrirten Prachtausgabe darbieten wolle, sowie einige der hervorragendsten älteren Schriften, welche bisher nicht Platz gefunden hatten. Dadurch wird die Sammlung um zwei Bände mit 300 Illustrationen der bisherigen Künstler, also auf 6 Bände (etwa 115 Lieferungen) erweitert, mit zusammen über 900 Bildern. Die Ergänzungsbände werden folgenden Inhalt haben: Jacob der Letzte Martin der Mann Allerhand Leute Dorfsünden Feierabende Sonntagsruhe, denen wir mit freudiger Erwartung entgegensetzen und denen wir ein recht zahl­reiches Publikum wünschen, welches die so würdig und gewiß mit großen Kosten durchgeführte schöne Unternehmung nicht ent­behren kann.

P. K. Roseggers Werke, illuftrirte Prachtausgabe, sind auch in sechs Prachtbänden zu beziehen (ä JL 12.50), von denen bereits vier vollendet vorliegen. Wer Herz, Gemüth und Auge gleichzeitig erfreuen will, möge diese Sammlung der Werke eines echt deutschen Poeten anschaffen.

verkehr, Land« und volkswirthschaft.

Limburg, 18. December. (Fruchtmarkt). Rother Weizen JL 16.70, weißer Weizen JL Oo 00, Korn JL 13 65, Gerste JL 12.20, Hafer JL 7.50, Erbsen JL 00.00, Kartoffeln JL 0.00.

Frankfurt, 18. December. Erbsen ganze per Pfd. 1218 do. geschälte 1620 H, Linsen 1525 H, weiße Bobnen 1626 fldöe Kartoffeln per Gescheit» 1416 H, rothe Kartoffeln per Gescheit» 14-16 Butter per Pfd. JL 1,15-1,20 Eier das Stück 79 X

Blumenkohl 50-90 H, Weißkraut das Stück 8-15 4, Rothkraut 1225 H, Wirsing 1015

- Aus der Eisenbahn verlorene Sachen. Die in den Vorhallen und Warteräumen der Bahnhöfe aushangendm Bekannt­machungenVerlorene Sachen" erhalten auf Anordnung der Königl. Eisenbahn-Directionen bei Absatz 4 und 5 folgende Aenderung: Depeschen zum Zweck der Wiedererlangung abhanden gekommener Gegenstände werden innerhalb Deutschlands mit dem Bahntelegraphen befördert. Wird die Fassung der Depesche dem Stationsbeamten überlassen, so wird hierfür eine feste Gebühr von 50 H, andernfalls die tarifmäßige Depeschengebühr erhoben. Gefundene Gegenstände werden dem Berechtigten auf Wunsch mit der Post, bew. als Fracht­oder Eilgut kostenpflichtig ober innerhalb Deutschlands mit dem nächsten Schnell- ober Personenzuge auf Gepäckschein unter Erhebung einer festen Gebühr von 50 übersandt."