— Da- Treiben der »«rke«. (Nachdruck verboten.) Mit der Treiberei der Gurken kann von Mitte December an begonnen werden; es richtet sich dies jedoch ganz darnach, zu welcher Zeit man dieselben auf den Tisch haben möchte. Bei der Aussaat der Gurken fülle man einen Topf halb voll Erde, auf diese bringe man etwas Sägespäne von Tannen- oder Fichtenholz, streue nun den Samen darauf und bedecke diesen mit Sägefpänen; hieraus stelle man den Topf in einen warmen Kasten und befeuchte die Sägespäne derartig, daß die Feuchtigkeit bis auf den Samen durchdringt; iobald sich nun die Samenlappen entwickelt haben, pstanze man die Gurken einzeln in Töpfe und bringe sie in einen Kasten, der noch genügend warm ist; hier können sie nun so lange stehen, bis dex zu ihrer Aufnahme denimmte Kosten genügend vorbereitet ist, jedoch darf daS Verpflanzen nicht eher erfolgen, als bis tie Pflanzen in den Töpfen richtig durchgewurzelt sind. Zur Treiberei der Gurken nimmt man am besten einen Dopoelkaften, da bitter nicht so schnell auSkühlt al- ein einseitiger. Beim Packen des Kastens achte man genau darauf, daß die Lagen fest und regelmäßig gepackt sind, damit die zum Treiben der Gurken nöthige Bodenwärme von 20—25" R. länger andauert. Auch versehe man den Kasten mit einem warmen Umsatz, welcher, wenn nöthig, oft erneuert werden muß. Ist der Mist im Kasten nun abgekämpft und hat sich die 15—18 Ctm. hoch aufgebrachte Erde etwaS zusammengesetzt, so kann mit dem Bepflanzen begonnen werden und -war setze man unter jedes Fenster nur eine Pflanze, damit dieselbe genügenden Platz zum Ausbilden hat; in der ersten Zeit kann ja als Nebenfrucht noch Salat getrieben werden; daS Pflanzen desselben muß aber vor dem Pflanzen der Gurken geschehen, weil es die Gurken nicht vertragen können, wenn sie längere Zeit der Lust ausgesetzt sind. Mit dem Gießen kann nun gewartet werden, bis die
Oberfläche der Erde anfängt trotten zu werden, waS gewöhnlich erst dann geschieht, wenn der Mist ganz abgedampft hat, man hüte sich aber, bei trübem Wetter aus die Blätter der Ranken zu gießen, da dies den Pflanzen nachthetltg sein würde; an warmen Tagen und bei Sonnenschein thut man jedoch gut, die Gurken zu spritzen, welches ihnen sehr zuiagt, Luft muß sparsam gegeben werden, bis sich die Blüthen entwickeln, wo es zur besseren Befruchtung gut ist, wenn etwas Luft Zutritt erhält; später kann bei warmem trockenem Wetter etwas mehr Lust gegeben werden. Die beste bis jetzt bekannte Treibgurke ist unstreitig Noas Treib. Außerdem sind noch sehr zu empfehlen RollisonS Telegraph, Berliner Aal, Mittellange Treib- und Pariser Trauben-Gurken.________________________________________
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Man verbrenne ein Müfterchen des Stoffe?, von dem man taufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Acckte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „(SAufjföben- weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seidenfabrik-Depöt von G. Henne-
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Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde.
Adventsabendgottesdienst heute Donnerstag, den 19- December, Abends 8 Uhr, in der Kirche; Text Ezech 37, 25—27, das steinerne und das fleischerne Herz. Pfarrer Schrenk aus Marburg.
Es wird zu diesem Gottesdienst geläutet werden.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschaft.
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