Dresden, 16. December. Minister Nostiz bezeichnete in der heutigen Sitzung der zweiten Kammer den Antrag Bebel und Genossen auf Befreiung der in den Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter re. von den gesetzlichen Kranken-, Invalidität^- und Altersversicherungsbeiträgen als formell und materiell unausführbar. Derselbe widerspreche den reichsgesetzlichen Bestimmungen. Der Antrag wurde der Finanzdeputation überwiesen.
Stuttgart, 16. December. Der „Staatsanzeiger" meldet: Am 19. December werden vier württembergische Truppen- theile eine Jubelfeier begehen. Dann sind 25 Jahre vergangen, seit der König sich als Chef des Grenadierregiments Nr. 123 und des Ulanenregiments Nr. 19 erklärte, sowie daß die Königin Ches des Grenadierregiments Nr. 119 und des Dragonerregiments Nr. 25 geworden ist. Beide Majestäten begründeten zur Erinnerung an den Tag Stiftungen für wohlthätige Zwecke, nämlich zum Besten der Unteroffiziere und der Hinterbliebenen und in Nothstandsfällen auch der Mannschaften. Die Stiftungen bestehen in jährlichen für alle Zeit gewährten Renten von je 500 für die Grenadier- und 250 Mk. für die Cavallerieregimenter.
Wien, 16. December. Der „Pol. Corr." zufolge verknüpfte die Kaiserin Friedrich mit der Danksagung für den beabsichtigten Besuch des italienischen Königspaares in Neapel den Wunsch, mit ihren Töchtern das italienische Königspaar in Rom zu besuchen. Das Königspaar nahm bereitwilligst den Vorschlag an; in Folge dessen wird die Kaiserin im Anfang Januar 1890 in Rom erwartet.
Wien, 16. December. Das „Fremdenblatt" meldet aus Belgrad: Die Vertreter der Salzmonopolpächter seien mit Unterstützung der österreichischen Regierung bemüht, Schadloshaltung zu erlangen, bevor sie die Rechtshilfe anriesen. Der serbische Gesandte habe sich Namens der Regierung Kalnoky gegenüber feierlich gegen die Unterstellung verwahrt, daß dem Vorgehen in der Salzmonopolfrage eine feindliche Tendenz gegen Oesterreich zu Grunde liege. Das Vorgehen der serbischen Negierung sei ausschließlich durch drängende finanzielle Rücksichten, durch gewisse Unregelmäßigkeiten der Pächter des Monopols, sowie ihrer Organe dictirt worden. Gleichzeitig habe derselbe den Wunsch einer freundschaftlichen Verständigung ausgesprochen. Das „Fremdenblatt" hofft, Serbien werde diese Versprechungen einlösen und den ungünstigen Eindruck verwischen, welchen die wiederholte rechtswidrige Vergewaltigung und der einseitige Vertragsbruch auf das Ausland und namentlich die Geschäftswelt hervorbringen müßten.
Wien, 16. December. Die Donau-Dampfschifffahrts- Gesellschaft stellte ihre Schifffahrt aus der Donau von Regensburg bis Turnseverin ein; nur auf der Savestrecke Semlin-Sissek und aus der Donaustrecke Turnseverin-Galatz wird die Schifffahrt bis auf Weiteres noch aufrecht erhalten.
Paris, 16. December. Bei Gelegenheit der heute erfolgten Aufstellung zweier Broncegruppen vor dem Eingänge in das Schlachthaus von La Billette versprach der Director im Ackerbauministerium, Tisserand, die Regierung werde alle Fragen, welche den Schlachthandel interessiren, und insbesondere die Einfuhrzölle auf lebendes Schlachtvieh einer sorgfältigen Prüfung unterziehen.
Paris, 16. December. Der von Paris nach Köln verkehrende Personenzug stieß gestern Abend um 10 Uhr 30 Min. bei Ereil mit einer Güterzug-Maschine zusammen; drei Wagen des Personenzuges entgleisten, drei Militärpersonen und zwei andere Reisende wurden ziemlich erheblich verletzt. Gegenwärtig ist der regelmäßige Betrieb wieder hergestellt.
London, 16. December. Die hiesige Abtheilung der deutschen Colonialgesellschaft nahm in einer heute Abend stattgehabten Sitzung einstimmig die von Oldemeyer vorgeschlagene und von Hermann Meyer unterstützte Resolution an, welche dem deutschen Reichstage die Genehmignng der zu
subventionirenden ostafrikanischen Dampferlinien auf das Wärmste und Nachdrücklichste anempfiehlt.
Brüffel, 16. December. Die erste Commission des Antisclaverei-Congresses begann heute die erste Lesung des neuen Abschnitts der Vorlage, der sich aus die Ueber- wachung und Verfolgung von Sclaventransporten im Innern Afrikas bezieht und sich zugleich mit den polizeilichen Maßregeln beschäftigt, die gegenüber den an der Küste anlangenden sowie den von der Küste abgehenden Karawanen anzuwenden sind.
Brussel, 16. December. Eine Depesche der „Jndepen- dence belge" aus Lissabon vom 15. December gibt Aufklärungen über den Ursprung des englisch-portugiesischen Conflikts in Afrika und bemerkt, die portugiesische Regierung sei entschlossen, ganz energisch ihre Ansprüche aus das Nyassa- land gegenüber England aufrecht zu erhalten.
Rom, 16. December. Der König empfing heute in Gegenwart der Minister, sowie seines Civil- und Militär- Hofstaates die Präsidien und Deputationen des Senats und der Kammer, welche die Adresse auf die Thronrede überreichten. Der König erklärte, er freue sich über die Ueber- einstimmung zwischen Parlament und Regiernng hinsichtlich der Reformen, welche durch den Europa gesicherten Frieden ermöglicht seien.
Genua, 16. December. Der Dampfer „Brazil", welcher in der vergangenen Nacht mit 410 Auswanderern nach Rio de Janeiro von hier abgegangen ist, colli dirte bei Bado mit der griechischen Brigante „Eleferios". Die letztere sank. Der Capitän und zwei Matrosen ertranken; sieben Schiffsleute wurden gerettet. Der „Brazil" ist nach hier mit beschädigtem Bug zurückgekehrt.
Madrid, 16. December. Nach dem heute in der Gazette" veröffentlichten Bulletin über das Befinden des jungen Königs war die Nacht ruhig und ist der Schnupfen in der Abnahme begriffen.
Madrid, 16. December. Nach dem amtlichen Bulletin verbrachte der König eine sehr ruhige Nacht. Das Eintreten seiner Wiedergenesung ist nahe bevorstehend.
Zanzibar, 16. December. (Meldung des Bureau Reuter.) Die Nachricht ist hierher gelangt, daß Bushiri in der Nähe von Pangani von Dr. Schmidt gefangen genommen worden ist. Wißmann befindet sich in Pangani.
Zanzibar, 16. December. (Reutermeldung.) Beim Sultan fand heute die feierliche Ueberreichung der von Kaiser Wilhelm und der Königin von England verliehenen Ordensauszeichnungen statt. Es waren zahlreiche zanzibaritische Würdenträger anwesend. Alle Schiffe im Hasen hatten geflaggt und gaben Salutschüsse ab.
Chicago, 16. December. In dem anstehenden Proceß Cron in sprachen die Geschworenen nach dreitägiger Be- rathung Conghlin, O'Sullivan und Burke des Mordes schuldig. Der Richter verurtheilte sie zu lebenslänglichem Gefänguiß. Kunze erhielt eine Gesängnißstrafe von drei Jahren; Beggs wurde freigesprochen.
Locales und provinzielles.
Gießen, 17. December.
— Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 19. December 1889, Nachmittags 4 Uhr:
1. Gesuch des Peter Dürr um Ertheilung der Con- cession zum Wirthschaftsbetrieb. 2. Die Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen vom Jahre 1888/89. 3. Erläuterung der Revisionsbemerkungen zur Rechnung des Gas- und Wasserwerks für 1886/88. 4. Gesuch des Hermann Katz um Erlaubniß zum Bauen in der Steinstraße. 5. Reinigung der Straßen; hier Lohnerhöhung u. s. w. 6. Verkaufsoffert bezüglich der Schüler'schen Besitzung.
s. Gießener Concertverein. (Zweites Concert.) Angesichts der Thatsache, daß diejenigen Concerte des Concert-
| Vereins, in denen lediglich Streichquartette zur Ausführung gelangten, von . jeher weniger Anklang bei der Zuhörerschaft fanden, hat man in dem zweiten, der Quartettmusik gewidmeten Concerte dieses Vereinsjahres zuerst den Versuch gemacht, das Programm durch die Einfügung von Gesangsvorträgen unterhaltender zu gestalten. Gleichwohl war die Zuhörerschaft nicht allzu zahlreich und verhielt sich dem Gebotenen gegenüber ziemlich kühl. Diese Zurückhaltung war keineswegs berechtigt. Namentlich hätten die Quartettvorträge der Herren Gustav Holländer, Joseph Schwarz, Carl Körner und Loms Hegyesi eine weniger kühle Aufnahme wohl verdient. Die geschätzten Künstler hatten allerdings drei oft gehörte Piecen (Quartett in B-dur von Mozart, Quartett in E-moll von Beethoven, Variationen aus dem Quartett in D-moll von Schubert) auf das Programm gesetzt. Aber die Wiedergabe der gewählten Musikstücke erfolgte mit solcher technischen Vollendung, Exactheit und Klarheit und gewann vornehmlich in geistreicher Auffassung den Compositionen so viel neue Seiten ab, daß sie eine wärmere Aufnahme reichlichst verdient hätten. Den gesanglichen Theil des Concertes hatte Frl. Amalie Hänsel aus Frankfurt a. M. übernommen. Die Dame sang gestern zum ersten Mal öffentlich vor einem größeren Publikum und darf wohl mit ihrem Debüt recht zufrieden sein. Sie besitzt eine ziemlich große, namentlich in der Tiefe ergiebige und ansprechende Stimme, während ihrer Höhe noch eine sorgfältige Weiterausbildung nöthig sein wird. Es war darum auch keine ganz glückliche Wahl, an erster Stelle die Arie aus dem Freischützen „Wie nahte mir der Schlummer" zu bringen, indem diese Fräulein Hänsel nicht zum Besten zu liegen scheint. Zudem war die Clavierbe- gleitung bei dieser Nummer viel zu stark und beeinträchtigte die Wirkung des Gesanges wiederholt ganz wesentlich. Volle Anerkennung verdienen dagegen die Liedervorträge. Mit poetischer Auffassung und feinem Verständniß brachte Fräulein Hänsel die „Sapphische Ode" von Brahms, das reizende Liedchen „Die Schuldlose" von ihrem Lehrer B. Scholz und die Brahms'sche „Mainacht" zu Gehör. Namentlich gefiel uns die Ausführung des letztgenannten Liedes. In einer auf lebhaftes Verlangen gemachten Zugabe (Mignon) besonders zeigte die Sängerin, daß sie sich auch die virtuose Ausbildung im colorirtem Gesänge mit großem Eifer und gutem Erfolge angelegen sein läßt. \
t Je näher das Weihnachtsfest heranrückt, desto mehr bilden die Verkaufsläden mit ihren geschmackvoll hergerichteten Auslagen einen Hauptanziehungspunkt für das Publikum. Dies war namentlich vergangenen Sonntag der Fall, wo bei einbrechender Dunkelheit in den Geschäftsstraßen ein großartiges Leben herrschte. Zur Zeit überwiegt allerdings noch die Begierde, zu sehen und anzustaunen, die Kauflust bedeutend; dieselbe tritt erst mit dem Näherkommen des Festes mehr zu Tage und konzentnrt sich auf den letzten Sonntag vor Weihnachten, an welchem Tage nicht allein die Stadtbewohner, sondern auch die Landbevölkerung mit Vorliebe ihre Einkäufe zu machen Pflegen. Auf die Herstellung der Auslagen in den Läden ist auch in diesem Jahre viel Sorgfalt verwendet worden und es bleibt zu wünschen, daß die Geschäfte nicht hinter den Erwartungen der Verkäufer zurückbleiben.
* Ueberfüllung der Postschalterräume in der Weihnachtszeit ist eine alljährlich wiederkehrende Klage. Bis zu einem gewissen Grade würden die Versender selbst leicht Abhülfe schaffen können. Die Einlieferung der Weihnachtspäckereien sollte nicht lediglich oder vorwiegend bis zu den Abendstunden verschoben, namentlich müßten Familiensendungen thunlichst an den Vormittagen aufgegeben werden. Selbst frankirung der einzuliefernden Weihnachtspackete durch Postwerthzeichen sollte die Regel bilden. Mit seinem Bedarf an Postwerthzeichen müßte sich ein jeder schon vor dem 19. December versehen. Ebenso dürften Zeitungsbestellungen nicht in den Tagen vom 19. bis 24. December bei den Postanstalten angebracht werden. Für die am Postschalter zu leistenden Zahlungen sollte der Auflieferer das Geld abge-
lich gesehen, wie Thorer seiner Flamme heimlich die Hand gedrückt, — kehrte sie am Abend zurück, zu müde, um sich um irgend Jemand, selbst um ihre Mama, zu ängstigen.
Als aber der ganze nächste Tag verging, ohne diese zu bringen, ward sie ernstlich unruhig. Gegen Abend bestand sie darauf, daß Möller nach S. telegraphirte. Die Antwort lautete^ „Zwei Tage vor Weihnachten nach P. abgereist."
„So ist sie richtig irgendwo eingeschneit," meinte Möller nicht ohne heimliche Schadenfreude. „Bis morgen wird die Strecke frei, dann kommt sie gewiß."
Sie kam aber nicht.
„Sollte ihr wirklich etwas zugestoßen sein?" dachte Möller, von einem vergeblichen Gang vom Bahnhof zurückkehrend. Hm, er liebte seine Schwiegermutter nicht besonders, aber er mar kein Unmensch. Einen ernstlichen Unglücksfall hätte er ihr nicht gewünscht, schon um Luciens willen nicht. Da hielt ihn ein ihm bekannter Polizeidiener an mit der Aufforderung, sogleich auf dem Polizeicommiffariat zu erscheinen. Sicher hing diese Aufforderung mit dem Verbleib seiner Schwiegermutter zusammen. So schnell er konnte, eilte er aus das Commissariat. Die Auskunft, die ihm dort zu Theil wurde, mußte aber eine vollständig überraschende für ihn gewesen sein.
Als er, seine Frau durch einen Boten benachrichtigend, daß er ihrer Mutter entgegenfahre, wieder auf den Bahnhof eilte, mischte sich auf seinem Gesicht das maßloseste Staunen mit einer so stürmischen Heiterkeit, daß sie zuweilen laut her- vorbrach, so sehr er gegen sie ankämpfte. Verwundert sahen die Mitpassagiere auf den seltsamen Reisegefährten, der schweigsam in seiner Ecke saß und sich von Zeit zu Zeit in förmlichen Lachkrämpfen wand, ohne daß die geringste äußere Veranlassung hierzu auffindbar gewesen wäre.
In G. angekommen, fuhr Möller direct zur Polizei. Nachdem er ein paar Minuten mit dem Commissar gesprochen, erhielt der Schließer den Auftrag, ihn nach Nr. 120 zu
führen. Die Thür öffnete sich. Er trat aus die Schwelle. Ein lauter Aufschrei von dem kleinen vergitterten Fenster her, und — „in den Armen lagen sich beide und weinten vor Lust und vor Freude".
Es fiel Möller nicht schwer, die schwarzen Wolken des Verdachts, die sich um das würdige Haupt seiner Schwiegermutter gesammelt hatten, zu zerstreuen.
Seine Bestätigung ihrer Eigenheit, stets zwei Portemonnaies und doppelte Taschentücher bei sich zu tragen, die genaue Inhaltsangabe seiner verlorenen Brieftasche, das Zeug- niß des von ihm leicht aufgefundenen Juweliers, dazu die inzwischen eingelausenen amtlichen Auskünfte und die von dem Sicherheitsbeamten von Anfang an nicht geleugnete Aehnlich- keit der beiden Portemonnaies, das Alles vereinigte sich, Frau von Brandt als das Opfer eines leicht entschuldbaren Versehens hinzustellen.
Mit höflichen Entschuldigungen des bedauerlichen Mißverständnisses wegen sah sie sich entlassen, schon am Nachmittag konnte sie in Begleitung ihres Schwiegersohnes ihre Reise nach P. fortsetzen.
„Hier bringe ich Dir Deine Mutter wieder," rief Möller, als er Frau von Brandt in die Arme feiner kleinen Frau führte. Aber war das wirklich ihre Mutter, diese Frau, die so schutzbedürftig an Möllers Arm hing, so vertrauensvoll zu ihm aufsah, die jedem seiner Worte so respect- voll lauschte und ihrer Tochter Schweigen zuwinkte, wenn sie ihn unterbrechen wollte?
War das wirklich seine Schwiegermutter? so fragte auch Möller sich zweifelnd, als Frau von Brandt ihm nicht nur die Verwaltung von Luciens Vermögen übergab, sondern ihn auch dringend bat, ihr bei der Verwaltung ihres eigenen Vermögens behülflich zu sein, da ein Mann in Geldangelegenheiten doch immer so viel zuverläßlicher als eine Frau sei.
Die Veränderung kam ihm anfänglich zu plötzlich und zu seltsam vor, als daß er an ihren Bestand geglaubt hätte;
als sie aber immer dieselbe blieb und auch dann fortbauerte, als Frau von Brandt ihren Wohnsitz in S. ausgegeben und ganz zu ihren Kindern nach P. gezogen war, da konnte er nicht länger an der erfreulichen Thatsache zweifeln, daß die Angst und Beschämung, die sie in G. ausgestanden, die Freude über sein Kommen und die Bewunderung seines thatkrästigen Einschreitens seine Schwiegermutter total und für immer umgeändert habe.
Wenn feine Freunde und Collegen, ja selbst der junge Thorer, der die eine der beiden Schwägerinnen inzwischen heimgeführt, gelegentlich über ihre Schwiegermütter jammerten, so zuckte er mitleidig die Achseln. Für ihn hatte das keinen Sinn. Seine Schwiegermutter und er harmonir- ten stets.
War aber Fran von Brandt das ganze Jahr hindurch voller Liebenswürdigkeit, so war sie dies in den Weihnachtstagen stets in doppeltem Maße.
Noch nie hat Möller sich bis zur heutigen Stunde versucht gefühlt, von dem Mittel, das er sich für den äußersten Fall reservirt, Gebrauch zu machen und feine Schwiegermutter daran zu erinnern, wo und wie sie einst ihre Weihnachtsfeiertage verbrachte.
— Musikalische Beine. Ein sonderbarer Heiliger war ein italienischer Tänzer, welcher in Paris auf einer Probe das Orchester mit der Frage unterbrach : „In welcher Tonart spielen Sie, meine Herren? Es kommt mir vor, als wenn mein Stück mich beim Tanzen mehr als gewöhnlich anstrenge." — „Wir spielen in E." — Darauf gab der Tänzer zurück: „Da wundert es mich nicht. Sind Sie so gut und transportiren Sie das Allegro einen Ton tiefer; ich kann es blos in D tanzen."
— Aus eigener Erfahrung. Professor: „Können Sie mir aus der Klasse der Kaltblütler noch eine andere Gattung nennen, welche eine solche staunenswerthe Vermehrungsfähigkeit besitzt?" — Candidat: „Die Gläubiger!"


