zählt bercithalten. Die Befolgung dieser Rathschläge würde der Post und den Versendern gleichmäßig zum Nutzen gereichen.
— Mit dem 15. Dccember ist die Winterschouzeit für Fische in allen fliegenden Gewässern des Großherzogrhums beendet. Mit dem gleichen Tage beginnt auch die Hegezeit für weib liches Rehwild und dauert bis zum 15. October des nächsten Jahres.
— Beim Einkauf von Nüssen achte man daraus, so schreibt die „D. HauSfr.-Ztg.", daß dieselben frei von Schimmel sind, da sich unter den Schnnmelpilzen, welche die Nüsse heimsuchen, eine giftige Species, Rhizopus nigricans, befindet, welche nach dem Genüsse gefährliche Zufälle herbeiführen kann. Man muß deshalb darauf sehen, daß die Nüsie von gehörigem Gewichte sind. Dazu muß man entweder die Anzahl der Nüsse zählen, die aus 1 Kilo gehen, oder dieselben aus einen Augenblick ins Gasser schütte«: und vergleichen, wie viele davon zu Bodcit sinken. Die vorjährigen oder zwei jährigeit ausgetrockneten werden obenauf schwimmen, die halb- vertrockneten, aufgefrischten und vielleicht schimmeligen schwimmen mitten im Gaffer, nur die ganz guten fallen zu Boden. Wer seinen Einkauf erst nach einer solchen Probe bewerkstelligt, kann sich leicht durch Abzählen nnd Oeffnen einzelner Nüsse von ihrem Werth überzeugen und davon, ob er heurige oder alte und neue Maare gemischt angeboten erhält.
— Betreffs der auf den preußischen Staatsbahnen all- gcmcin zur Einführung gelangenden Heizung der Personenzüge mit Dampf hat sich ergeben, daß der Wärmegrad in den Wagen eines Zuges mehr und mehr abnimmt, je weiter dieselben von der Locomotive, aus deren Kessel der für die Heizung nöthige Dampf vermittelst Rohrleitungen entnommen wird, entfernt sind, so daß in den letzten Wagen eines längeren Zuges die Heizeinrichtung keine genügende Wirkung zu haben pflegt. Diesem Mangel soll jetzt durch die Beschaffung und Einschaltung besonderer Wagen, in denen ein von einem Heizwärter bedienter Dampfkessel Aufstellung findet, abgeholfen werden, so daß bei längeren Zügen nur der vordere Theil von der Locomotive, der Hintere Theil dagegen von dem Dampfkesselwagen aus geheizt wird.
- Im Jahre 1880 eingetragene Waarenzeichen müssen gesetzlich im Jahre 1890 gelöscht werden, wenn nicht die weitere Beibehaltung angemeldet wird. Es ist deshalb den Interessenten zu rathen, daß sic diese Neuanmeldung zur rechten Zeit bewirken.
— Die Feuerspritzen nachsehen.' Bei Frostwetter empfiehlt es sich, in jeder Gemeinde sich zu versichern, ob auch, trotz seiner Zeit bei den Hcrbstübungen vorgenommener Leerung und Austrocknung der Spritzen-Cylindcr und -Ventile nicht wieder Wasser in denselben sich gesammelt hat. In vielen Fällen wird man sich überzeugen müssen, daß eine mehr oder weniger mächtige Eisschicht in den Maschinen deren sofortige Inbetriebsetzung zur Unmöglichkeit machen. Aufthauen'mittelst Petroleum oder Spiritus, Austrocknen des Wassers mittelst Schwamm, Reinigung der die Bewegung versagenden Theile und Einschmieren derselben mit flüssigem Glycerin ist das einzige Mittel, vor Schaden bewahrt zu bleiben.
Aus Oberhefien, 16. Dccember. Am Samstag mürbe in Ober-Ohmen ein Bursche von 24 Jahren verhaftet, welcher in dem dringenden Verdacht steht, seinen Vater,. den Landwirt!) Kretschmann, mit dem er in einer Wirtschaft vorher Händel gehabt, ermordet zu haben. Unter dem Verdacht der Beihilfe wurde auch der 17jährige Stiefsohn des K. verhaftet.
Vermifcbtes.
Eisenach, 16. Dccember. Ein Schüler der Forstakademie wurde vergangene Nacht bei einer Srraßenprügelci von einem Arbeiter erstochen. (F. Z.)
Magdeburg, 15. December. Ein zwölfjähriger »nabe aus Kloster Neuendorf war vor einigen Tagen beim Schlittschuhlaufen eingebrochen und kam ganz naß nach Hause- die Mutter wollte schnell den Slnabcn ausziehen, nnd nahm, um das Hemd am Halse zu lösen, eine Scheere zur Hand. Die selbe fuhr aber leider bei einer unglücklichen Bewegung dem Knaben in's Auge und zwar so heftig, daß dasselbe in der hiesigen Augenklinik herausgenommen werde«! mußte.
— Anstößige Verpackung, Daß man unter Umständen durch die Art der Verpackung einer Waare im Auslande Anstoß erregen kann, lehrt eine Mitthcilung der Zeitschrift „Nähmaschinen-Tcchniker". Eine Nadelfabrik hatte eine nach Aleppo in der Türkei bestimmte Sendung Nadeln mit grünen Packfaden umschnürt, was den muharnedanifchen Besteller veranlaßte, das Packet umgehend zurückzusenden, mit der Begründung, daß die Verwendung der grünen, dem Propheten geheiligten Farbe zu einem so gemeinen Zweck eine Rcligions- schmähnng sei. Eine andere, nach China abgegangene Sendung derselben Fabrik, die in weißes Papier verpackt war, kam deßhalb zurück, weil der chinesische Empfänger Maaren, die in „Trauerpapier" verpackt seien, nicht annehmen wollte. Weiß ist bekanntlich die Trauerfarbe der Chinesen.
llniecrfitäfs. Nachrichten.
Berlin, 9. December. Prioatdocent Dr. Fritz Bramann, welcher sich vor etwa Jahresfrist an der hiesigen Universität habili- ttrt hat, ist, wie die „Nat.-Ztg." mtttheilt, nach Ablehnung eines Rufes nach Greifswald, jetzt zum außerordentlichen Professor der Chirurgie in der hiesigen medicinischen Facultät ernannt worden.
Literatnr und Nnnst.
Kat;»iSmus der Baustile oder Lehre der architectonischeu Lttlarten von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, nebst einer Erklärung der im Werke vorkommenden Kunstausdrücke von Dr. Ed. Fretherrn von Sacken. Neunte Auflage. Mit 103 in den Text gedruckten Abbildungen. XII und 196 Setten. In Leinwand gebunden. Preis 2 X Verlag von I. I. Weber in Leipzig.
Ein Buch, welches die öigenthümlichkeiten und Gesetze der verschiedenen Baustlle und ihre Geschichte kurz und in allgemein verständlicher Weise auseinandersetzt, ist nicht nur von allgemeinem Interesse, sondern auch von besonderer Wichtigkeit für Gewerbsleute, welche mit architectonischen Formen ober Ornamenten zu lhun haben, wie Bauleute, Tischler, Steinmehe rc., dmn um etwas in einem bestimmten Stile ausführen zu können, und die verschiedenen Formen nicht zu verwechseln, ist eine genaue Kenntntß der verschiedenen Stile, die jedem eigenthümlichen Detailformen, der Zusammenhang derselben und die mit ihnen in Verbindung stehende
I Ornamentik erforderlich. Das vorliegende Werkchen, welches eine I Charactertsttk der verschiedenen Baustile und die Grundzüge der ,
Geschichte der B >s,'nn enthält, und dessen zuhlieiche Illustrationen den Text ergänzen und veranschaulichen, ist so recht geeignet, die Kenntnitz der Baustile, ihrer Merkmale und Grundlagen den weitesten Kreisen zugänglich zu machen.
— Nr. 38, IV. Band, der Naturwissenschaftliche« Wochenschrift, Redacteur Dr. H. Potonis, Verlag von Ferdinand Dümmler« VerlagSbuchdandlung in Berlin, hat folgenden Inhalt: John Milne: seismologische Arbeiten in Japan. — DaS Museum für Naturkunde in Berlin. — Die geogropdische Verbreitung der Elstern. (Genus Pica VieilL) — Die Entdeckung der Zähne des Schnabellhteres. — Einwirkung starken Druckes auf feste Körper. — Literatur.
Schiffsnachrichten.
Der Postdampfer „Rhynland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 13. December wohlbehalten in Newyork angekommen.
verkehr, Land- und volkrwirthschnft.
Gießen, 17. December. (Marktbericht.! Auf dem heutigen Wochemnarkt kostete: Butter pr. Pfd- .* 1,08—1,12, Hühnereier 1 St. 7-9, 2 St. —. X Enteneier 1 St. 0— H, 2 St. — X Gänseeier — X Käse pr. St. 5—8 X Käsematte pr. St. 3 X Erbsen pr. Liter 17 H, Linsen vr. Liter 30 X Tauben pr. Paar X 0,50—0,60, Hühner pr. Stück X 0,85—1,00, Hahnen pr. St. X 0,60-1,20, Enten pr- Stück X 1,70—2,00, Gänse pr. Psd. 58—65 X Ochsenfleisch pr. Pfd 65-72 X Kuh- und Rindfleisch 56—60 X Schweinefleisch 60—70 H, Hammelfleisch 50—66 Kalbfleisch 56—60 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 4,00—0,00, Weißkraut pr. St- 6—8 X Zwiebeln per Centner X 8,00—9,00, Milch pr. Liter 12-18 X
Frankfurt, 16. December. (Viehmarkt). Angetrieben waren: 35 i Ochsen, 12 Bullen, 450 Kühe, Stiere und Rinder, 258 Kälber, 494 Hammel, 186 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 68—70, 2. Qual. X 58—62, Bullen 1. Qual. X 51—53, 2. Qual X 48—50. Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. X 57—59, 2. Qual. X 42—48, Kälber 1. Qual- pro Pfund Schlachtgewicht 70—75 H, 2. Qual. 60—65 Hämmel 1. Qual- 56—58 H, 2. Qual. 40—45 H, Schweine 1. Qual. 68—69 X 2. Qual. 65—66 X
Frankfurt, 16. December. iGetreidemarkt). Weizen hiesiger X 20,25—20,50 fremder X 20,50—22,50, Roggen hiesiger X 18,00 bis 18,25, fremder X 18,25—18,50, Gerste, Brauerwaare X 20,23 bis 23,00, do- zu Mahlzwecken X —, Hafer hiesiger X 16,00—16,50, fremder X —,— .
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Kirchliche Antigen der evangelischen Gemeinde.
Btbelstunde am Mittwoch den 18.December. Abends8Uhr, in der Kleinkinderschule, Pbilipper-Brief Kap. 4, von Vers 10 an (Schluß). Irdischer Besitz, Dank für Liebesgaben, Gruß und Segen. Pfarrer Dr. Naumann.
Adventsabendgottesdienst am Donnerstag, den 19. December, Abends 8 Uhr, in der Kirche; Text Ezech. 37, 25—27, das steinerne und das fleischerne Herz. Pfarrer Schrenk aus Marburg.
Gedenket der hungernden Vögel im Schnee!
Bekanntmachung.
Zur Empfangnahme oder Beischreibung der Zinsen pro 1889 für Einlagen zur hiesigen Spar- und Leibkasse sind folgende Zahltage festgesetzt worden:
Mittwoch den 18. December 1889,
Donnerstag „ 19. „ „
Samstag „ 21. „ „
Montag „ 23.
Dienstag „24.
Die Einleger werden deßhalb ersucht, ihre Zinsen an einem der oben genannten Tage unter Vorlage der Scheine in Empfang zu nehmen ober beischreiben zu taffen. Die Vorlage der Scheine ist diesmal um so nothwendiger, als mit dem 1. Januar k. I. Einlagebüchelchen ausgegeben und die alten Scheine eingezogen werden.
Die Gr. Bürgermeistereien des Sparkastebezirks werben ersucht, vorstehende Bekanntmachung im Interesse ihrer Orts- angehörigen auf geeignete Weise zu deren Kenntniß zu bringen.
Gießen, am 11. November 1889. Der Rechner der Spar-u Leihkasse Gießen.
Doering.
Mittwoch den 18. Drcbr. I. I.,
Nachmittags 2 Uhr, werden in der Restauration «lingenberg (früher Bramm) gegen Baarzahlung versteigert:
Sophas, Commoden, Kleiderschränke, Glasschränke, Tische, Stühle, Spiegel', Bilder, 1 Secretär, 1 Nähmaschine, 1 Regulator, 1 Comptotrpult, 2 nußb. Hochs. Buffets, 1 gr. Parthie Blech- «aaren, Lampen rc-, 1 Fleischwiege mit Klotz, 1 Ladentheke mit Waage, 1 Eisschrank, 2 Schweine, 5 Dutzend Arbeiterhemden, 1 Parthie f- Spitzen u a. m
Versteigerung voraussichtlich theilweise oesttmmt.
. . Geissler,
10034 Gerichtsvollzieher-
Jeikgeöotenes.
10053] StechpalmenkrLnre «nd »arrnkränze empfiehlt zu Weihnachten sehr billig Friedrich Georg, Handels- gärtner, Seltersweg.
Bekanntmachung
der Bilanz des in Liquidation getretenen Spar- und Vorschußvereins (e. G.) ;u Leihgestern
am 3 0. September 1889.
A. Vermögen.
1 Am 30 September 1889 auf Hypotheken ausgeliehen . 24 084,28 JL
2. Hiervon fällige Zinsen 819,77 „
3. Auf Schuldscheine (Bürgschaften) ausgeliehen .... 61 943,35 „
4. Fällige Zinsen 2 027,15 „
5 Kaufschillinge 25 685,66 „
6 Pachtgelder ........ 1026,80 „
7. Kaffendestand ......... . . . 2074,02 „
Summe Vermögen: 117 661,"3 «X.
B. Schulden
1. Auf Einlagejcheine (Schuldscheine) der Genoffenschaft ausgenommen ...... 108 310,64 X.
2. Fällige Zinsen am 30. September 2 700,71 „
3. Geschästsarztheile der Genostenschaster 1 150/ »0 „
4. Reservesonb . . 5 499,68 „
Summe der Schulden: 117 661,03 JL
Leihgestern, den 14 December 1889. [10055
Die Liquidatoren
des Spar- und Dorschuß-Dereins (E. G) ;u Leihgestern. Johannes Heß XVI. Iobanne- Seipp XI. Peter Weller ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦
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