Ausgabe 
16.5.1889
 
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Lokales.

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snäbe arbeitenbe Maurer führten ben Verletzten nach feiner Wohnung 3 '

Aer Strikt im rheinisch-westfälischen KohlenbestrK.

hl, y*^ai* .Die ^Rhein.-Weftf. Ztg." meldet: Bis heute Vormittag ist die Ruhe undOrdnung nirgends gestört. In den Dortmunder und den Essener Re- ß^inhrnrf^h E>^etts die Zahl der Zechen, auf denen die Belegschaften unter dem Eüldrucke der von den einzelnen Zechenverwaltungen sofort angeordneten Lohn- ganz oder theilwetse die Arbeit wieder ausgenommen haben. Im Mühlhelmer Revier wird fast ausnahmslos gearbeitet. Ueberall wird ein wobl- Kaistr^erhoff?"^ DOn bCr bcut 0Cn 2tubien8 ber Abordnung der Bergarbeiter bet dem

Esten, 14. Mai. Heute herrscht überall Ruhe. Morgen reist eine Devutation ^ani^"^^besitzer, bestehend aus dem Bergassessor Krabler, dem Geheimrath S06.1' ^^?rath von Velsen, nach Berlin, wo sich Abgeordneter Hammacher als nachzusuchen bergbaulichen Vereins anschlteßt, um eine Audienz bet dem Kaiser jn M.A^rkM«Nd, 14. Mat. Die neuesten Nachrichten über die Arbeiterbewegung lassen erkennen, daß der Strike noch größere Dimensionen annimmt doch hCn Übliche Ruhestörungen nicht vorgekommen. Auf einigen Gruben ist der Betrieb noch nicht unterbrochen, auf anderen sind Arbeiter willta salls ihnen beim Schichtwechsel und auf dem Wege von und zur aiCmäbä*ra^b\ ^^ser Richtung geschieht von der Behörde das Möglichste. Zum Schutze der GrubenMaria-Anna" Steinbank fSnentrnn" kpi E°chuni ist in Aussicht genomm-n, eine ÄtlttSr-Ab,hettung"zu stollontrm -b Aus dem Kreise Hagen wirb berichtet, baß her Sinke auch dorthin sich ausgedehnt Drei Zechen mit der Belegschaft von 1000 Mann sind davon ergriffen. Es scheint daß die betreffenden Arbei er, welche meist ansässige ruhige Leute und bisher keinerlei Lohn h?h? ?^n«fOrbcrle[nbrd>^leute anderer Reviere überredet worden sind Sie ÄÄ BfiftÄÄSÄ «««»»>> « ÄÄ

eine Versammsung der Bergleute anberaumt. ' r0cn xu

w waL (Volkszeitung" zufolge nimmt der Strike in Höngen

im iB^rkbe6 T e 91 .sm fhH^re,en .®tUbcn .bC ^tbdt -'ngestellt, andere sind noch verlangen eine 15procentige Lohnerhöhung und die­selbe Schichtzett wie im Ruhrgebiet. Die Ordnung ist bisher nicht gestört.

Vermischtes.

~ . Darmstadt, 14. Mai. Wie aus Kiel gemeldet wird, hatte geleaentlick der Fahrt zur See und nach dem Nord-Ostsee-Canal welcke Seine ?

Großherzog und Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog mit Setmr Majestät dem Kaiser auf einem und demselben Boote machten, Herr Wiegand, Bauunternebmer non ^hp?t' h e 5 re' vorgestellt zu werden. Seine Strecke wurde besucht auch seine Arbeiterbaracken und seine Kuchen. Herr Wiegand hat 4 Millionen Cbm E?de aus zubaggern, Holtzmann von Frankfurt hat 16 Millionen zu bewegen

Darmstadt, 12. Mat. Herr Rabbtnatsoerweser Mannheimer welcüer kick RO aIQ F^a/ iFtCÖ w jüdischen Literatur erworben hat, vollendet ?M«SS(», |** »»->» km s»>« .1,11,4,

Ä'ÄtXXÄ'EfS Handelskammer hat der Präsident der Letzteren dem Bankhaus ein Schreiben ruaeben ihrer1,mit^rphm tg®1 h roirrb' ?ic Handelskammer nach der Ansicht der Mehrheit Ausku^zu erthettm/ Verhältnisse von Angehörigen ihres Bezirks

-- - Die Köln-Düsseldorfer Dampfschifffahrtsgesellschaft macht bekannt, daß dte Md mifh^pHp a11600 c "ßatte.r" undWilhelm", welche von morgen an beginnen sollten, bis auf Weiteres von genanntem Tage an noch nicht ausgeführt werden.

An jedem Tage ist eben eine neue Arbeitseinstellung zu verzeichnen Von qr?rS^ an rotrb ber bcr hiesigen Glasergefellen feiern. Die schön seit

Wochen wegen einer Lohnänderung zwischen Meister und Gesellen schwebenden Ver- ?*nb^n?.Cn infolge des Widerstandes der elfteren zu keinem Ausgleich der sind"mit^r beschäftigten Erd- und Grundmbeite! sind mit ihren Löhnen nicht mehr zufrieden. Von den bei den Festungsbauten ver- wendeten Arbeitern ho gestern ein großer Th-ll bie Arbeit eingestellt; dieselben v-r- langen einen höheren Lohn und einen anderen Auszahlungsmodus.

Die bei den Großhandlungen hier und in Kastel noch vorhandenen Koblen werden van Agenten und Industriellen wie von verschiedenen Bahnverwaltungen zu normen Preisen zu kaufen gesucht Um ihre ständige Kundschaft keinen Manml l"tden s' Vicn nür einzelne Handlungen geringere Quantitäten an befreundete Firmen ^gegeben. Auf den großen Fabriken auf der Amöneburg ist man ehr gesorgt, die Betriebe wegen Kohlenmangel nicht fortsetzen zu können und werden von den einzelnen Fabriken vorab von der Dyckerhof'schen Cementfadrtk allseits große Anstrengungen zum Bezug von Kohlen gemacht. B

, *Irankfurt, ^:^i. Der große Strike im niederrheinischen Kohlen- ^^/erfangt an sich auch hier bemerkbar zu machen. Die Homburger Bahn beab- sichtigt bet fernerem Andauern des Strikes die Zahl der Personemüae ru verminen - die Weser- und Main-Neckar-Bahn haben die GüterzügeXÄ Ä& K?£e ser ^hienersparniß wegen, nur das Nothwendigste arbeiten.

7 ?Äen, daß sich die Folgen 6er Ereignisse im rheinisch - west- M^^ohi^bezirk baldigst noch viel schroffer bemerkbar machen, denn neuesten

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fc-~ viachte ein Droschkenkutscher in der Meisengasse seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Ein Vviamentter in der Ziegelgasse Namens Hacker vergiftete sich.. Tlrtmpn weniger Monate ist hier wiederholt der Fall vorgekommen, daß

Da^en mit Vitr ol begossen wurden, ohne daß der schändliche Thäter erwischt worden ?are. Gestern Abend ereignete sich ein neuer solcher Fall. Zwei Damen, welche aus b.»?»d^mcngarten kamen und nach der Zeil gingen, mußten an ihrer Garderobe die unangenehme Entdeckung machen, daß die Kleider mit Vitriol begossen worden waren Unb Dc^?\ö nl n0eP* t Der elende Mensch, der diese Stretche ausführt, hat es iihten? SÜh üCb 6 Schädigung abgesehen, wenigstens tst bis

jetzt eine Verletzung glücklicherweise nicht vorgekommen.

, . Die Süddeutsche Edel- und Unedelmetall-Berufsgenossenschafd ani 3. Junt imFrankfurter Hof" Hierselbst ihre diesjährige ordentliche Genossen­schafts-Versammlung abhalten. Die Tagesordnung ist eine sehr reichhaltige.

H Die seit Monaten hier im Gange besindltche Lohnbewegung ist immer noch nicht zu Ende. Die Zimmerleute, welche zu den ersten gehörten, welche in die dbw^ung eintraten, in Folge ihrer Uneinigkeit jedoch bislang nichts erreichten, sind, angespornt durch dte Erfolge anderer Fachvereine, zu ihien alten Forderungen zurück- gekehrt. Ausgang voriger Woche fand in Stein's Saal eine von mehreren hundert ^m^leuten be uchte öffentliche Versammlung statt, in welcher nach lebhafter Dis- ku sion einsttmmia der Beschluß gefaßt wurde, einen Minimallohn von 40 H pro Stunde und lOstilndige^Arbetlszett zu fordern. Eine aus 6 Mitalledern bestthende nnmroc!Lrrb «exa)<^4Ubeauftragt, den Meistern zunächst durch ein Eirkular vondiesen Beschlüssen Kenntniß zu geben und sie gleichzeitig zu einer mündlichen Ver» nrtnn!Unß Das erwähnte Eirkular ist heute an die Zimmermeister abge-

3" demselben wird gefordert: vom I.Junt 1889 bis 1. Mat 1890 ein Mtni- Es tmh n h ?ro Stunde, eine zehnstündige Arbeitszeit, Beschränkung der Sonn- M&ntri*? Überstundenarbeit auf die Fälle, wo Menschenleben in Gefahr sind und die

0<j?^t ^ÜTebe Ueberftundt 50 Am Donnerstag soll m^ä^"^mmisston mit den Meistern persönlich verhandeln. Ob die Meister in der Qh^Prf0Htrf4)C T' iftx mc^r alL fraglich. Bisher haben sie sich den Wünschen tvenig geneigt gezeigt. Falls die letzteren einig sind und der Strike. bricht aus, durften gegen 1000 Zimmerer die Arbeit einstellen.

frist nicht eingehalten habt, nach deren Ablauf ihr gesetzlich berechtigt gewesen sein s t)te Arbett einzustellen. Infolge dessen seid ihr contractbrüchtg geworden. Es ift selbstverständlich, daß dieser Contractbruch die geschädigten Arbeitgeber reizte. Ferner sind dteienigen Arbeiter, welche nicht strtken wollten, mit Gewalt oder durch Drohungen verhindert worden, die Arbeit fortzusetzen. Sodann haben sich einzelne Arbeiter an obrigkeitlichen Organen und fremdem Eigenthum vergriffen, sogar der zu deren Sicher­heit herbeigerufenen militärischen Macht in einzelnen Fällen thätlichen Widerstand ent­gegengesetzt. Endlich wollt ihr, daß die Arbeit erst bann gleichmäßig wieder aus­genommen werde, wenn auf allen Gruben eure sämmtlichen Forderungen erfüllt sind. Was dte Forderungen selbst betrifft, so werde ich dieselben durch meine Regierung genau prüfen und euch das Ergebniß der Untersuchung durch die dazu bestimmten Behörden zugehen lassen. Sollten aber Ausschreitungen gegen die öffentliche Ordnung und Ruhe Vorkommen, sollte sich ein Zusammenhang der Bewegung mit den socialdemokratischen Kreisen Herausstellen, so würde ich nicht im Stande sein, eure Wünsche mit meinem königlrchen Wohlwollm zu erwägen, denn für mich ist jeder Socialdemokrat gleich­bedeutend mit einem Reichs- und Vaterlandsfeind. Merke ich daher, daß sich social- demokratische Tendenzen in die Bewegung mischen und zu ungesetzlichem Widerstande anreizen, ,o würde ich mit unnachsichtlicher Strenge einschreiten und die volle Gewalt, die mir zusteht unb bieselbe ist eine große zur Anwenbung bringen. Fahret nur nach Hause, überlegt, was ich gesagt, sucht auf eure Karneraben einzuwirken, baß dieselben zur Ueberlegung zurückkehren; vor Allem aber dürft ihr unter keinen umstanden solche von euren Kameraden, welche dte Arbeit wieder aufnehmen wollen, daran bindern."

14. Mai. Bei der heutigen Stadtoerordnetenwahl in der zweiten Abtheiiung des ersten Wahlbezirkes wurde der Candidat der Liberalen, Rechtsanwalt Sachs, mit 266 Stimmen gewählt; der Gegencandidat, Bezirksvorsteher Pietsch, erhielt 106 Stimmen. v

BreSlarr, 14. Mai. DerBreslauer Zeitung" zufolge ftriken die Bergleute m Hermsdorf.

. , dreSla«, 14. Mai. Wie die Bresl. Ztg." berichtet, haben gestern in Herrns- vvrs mehrere Abtheilungen Schlepper die Arbeit eingestellt. Heute brach in den Glück- yuls-Gruben bei Hermsdorf ein Strike aus. Gegen 3000 Arbeiter legten die Arbeit nieber. DieSchles. Ztg." meldet aus Königshütte, baß am Vormittag eine Anzahl Bergleute von ber siskalischen Königsgrube einen Strike zu insceniren versuchte. Nachdem sie jedoch kaum die Arbeit niebergelegt halten, würbe bieselbe auch schon alsbalb roieber ausgenommen.

^.dtünchen. 14. Ma! Nach dem heutigen Bulletin fchreitet derKräfteverfall bei der Königin-Mutter fort und ist das Schlimmste ,u befürchten.

Prinzregent begibt sich auf Wunsch der Königin- Mutter heule Abend 8 Uhr nach Hohenschwangau.

^aL k*ner bei dem Bundesrath eingegangenen Nachricht wttb ber König von Italien bei seiner Reise nach Deutschlanb osficiell burch bie MaPrahmenb?reffen^ 93unbc8rat^ wirb morgen bezüglich ber Begrüßung bie nöthigen nnn i S W Die Regierung beabsichtigt, eine Tombola im Werthbetrage ^nhHftrb e nzurichten, deren Reinertrag bestimmt ist, bie Lehrer ber

Snria rnmmph Ackerbauschulen aus der Provinz zum Besuche der Ausstellung nach nommen w7rdm^ @crotnne foüßn ben ausgestellten Gegenständen ent-

51er ^bdenscongreß nahm mit großer Majorität eine Tagesordnung an, Süftunnpn b c Regierungen behufs der Verminderung der

thHhKn ra verständigen, daß die mUitärische Organisation viel mehr zur Ver- ^abfl?Atn0r a k |um Angriff diene, daß die Bürger von Kindheit auf zur Vertheidigung ^Daterlanbes wenn es angegriffen wird, vorbereitet weiden und daß Presse und tüeputnte diese Ideen popularisiren.

14 Mai. DerStandard" veröffentlicht den Text der vom Schah dem Baron Reuter gewährten Concession für die Gründung einer Reichsbank in Persien afiält fit? 60^ab^d^^ Pfund Sterling. Die neue Reichsbank

Sta o b b ? ausschließliche Recht der Ausbeutung aller Etsen>, Kupfer-,

Blei-, Oueckiilber-, Kohlm-, Petroleum-, Borax- unb Asbest-Minen Perstens> . Mai. Zwischen der Verwaltung der Steinbrüche in Quenast und

b«n® tUiftnarl)e tCrn e ne aSercinb«rung getroffen worden, in Folge deren der Sttike mit Pürhfrh^itahPA^?1*Spione" zufolge ging heute eine Compagnie Soldaten

? a Arluno im Bezirk Hallarate (Lombardei) ab, wo die

fwb!» Usbk°«ne Sorw°nb das Eigenthum der Grundbesitzer verwüstet

re k und dessm Umgebung herrscht gleichfalls Aufregung; in Easocezzo worden^nb* ^ube^brun0en stattgefunben, so baß mehrere Inbioiduen verhaftet ßinib ^» Anwesenheit des Fürsten Ferbinanb, ber Minister,

sowie einer zahlreichen Menschenmenge fanb gestern die

^um Bau der Eisenbahn Burgas^Yamboli statt. Nach einer ?o^.^jbsichvf Seraphim geleiteten kirchlichen Feier hielt Fürst Ferdinand eine An- 0PnHbhp ^bie Wichtigkeit der Eisenbahnlinie, die ausschließlich durch bul-

garische Kräfte hergestellt werden soll, hervorhob. Hierauf fand ein Bankett statt.

C ncS Journalisten sprach Fürst Ferdinand die Hoffnung aus, daß die hrt heute na4eeofia7urücf Sortf<btie bcä £'flnbcS °n°rk-nnm werd-. Der Fürst