KkaZr fik 17 ^ruppenrevuen und vielfache Festlichkeiten begangen. Wo das
ÄÄ Roms auf das Sympa.h.fchstc
Bermtschtes.
nß ,, , f i| . L. '*♦/**♦*•» vv|upv4i ^lvui UUU/ VUy ^JllUllvUlUUL vul
Berechtigungsschein zum Einiahrig-^reiwtlltgendtenst zu ertheilen, der Andrang zu den j «brr deßhalb größer, weil diese alle Privilegien besaßen und
s>nn„.rrVao<S' }4' dRärz. Boulangisttsche Blätter kündigen an, Baulanaer werde
N7 l4. März. Die Angabe des Deputtrten Turquet in der gestrigen SiKuna
».«.»«,™«b„ ww.„
3" den Arrondissements Lille und Cambrai strikcn die Arbeiter neuerdinas Mht s»Vm oein Egemetner Strike, der 100,000 Arbeiter umfassen würde b-^ furchtet. Auch die Lage in Armentieres ist wieder eine ernstere.
hnfc i14‘ k ®ine Meldung des „Bureau Reuter" aus Malta besagt
daß das bei Comiew gestrandete englische Panzerschiff „Sultan" gesunken ist. 9 ' ben ®et Mutige Geburtstag des Königs wurde in Rom und in
»Ä Ä ^d o'elsach-Festlichk-N-n begangen. Wo, das
H-rborn, 13. März. Das Gauturnfest des Lahn-Dill,Gaues sindit bekanntlich m di-Icm Jahr«In unseren Mauern statt und ist zur Abhaltung desselben der 21. und 22. ,jun festgesetzt. (H. j
Der Streit zwischen Gymnasium und Realschule ist nichts speziftsch Preußisches, er ist in allen Staaten entbrannt, und darum wird ein Vortrag über dieses Thema auch die Leser des „Gießener Anzeigers" interesstren. Im Kaufmännischen Verein Hierselbst sprach gestern Abend Herrvr.Jos. Stern über den „streit um das höhere Schulwesen". Der Vortragende, welcher mit ebenso großer Sachkenntntß wie Gewandtheit den Gegenstand behandelte, äußerte seine Ansicht dahin, daß beide streitenden Parteien Extreme vertraten. Die klassische Bildung lasse sich ebenso wenig ganz abschaffen wie Gymnasium und Realschule in ihrer gegenwärtigen Beschaffenheit beibehalten. Stichworte, wie Ueberbürdung rc., welche man in bem Strett so oft nennen höre, seien weiter nichts als Redensarten, in Wahrheit drehe es stch lediglich um die Frage: „Für ober gegen das Gymnasium ?" Das Gymnasium, heroorgegangen aus der früheren Lateinschule, darf nach des Redners Ansicht nicht ferner das Late Nische als die Hauptsache betrachten. Latein sei heute nicht mehr die Sprache der Gelehrten, sondern eine tobte Sprache, welche nur noch als Mittel dazu biene, einen Blick in die klassische Zett zu werfen, auf der auch heute noch unsere ge- sammte Literatur, unsere Kunst und Wissenschaft basire. Diese Reform müßten die Gymnasien eintreten lassen und auch dahin kommen, als den wichtigsten Unterrichtsgeaen- standdie deutsche Sprache zu bettachten. Auch der Primaner des Gymnasiums sollte nicht entlassen werden dürfen, wenn er nicht über ein Thema mündlich und schriftlich sich in deutscher Sprache geläufig auszudrücken vermöge. Im Laufe der Reit [eien neben den Gymnasien Schulen entstanden, welche mehr den Ansprüchen des modernen Lebens Rechnung tragen, die Realschulen, und zwischen diesen und den Gymnasien sei nun ein heftiger Streit entbrannt, weil letztere mit allen Vorzügen und Privilegien ausgestattet seien, wahrend man die Rechte der ersteren auf ein Minimum beschränkt habe. Herr vr. Stern untersuchte zunächst, woran die Lateinschulen fronten, feiner Ansicht 1) an den staatlichen Privilegien, 2) an den Lehrplänen, 3) an ben Lehrern. Unter ben ersteren mißfällt ihm am meisten dasjenige, die Berechtigung K ®ini^d0:5retn)mt0enbtenft mit Absolvirung ber Unterfefunba zu ertheilen Durch bi!Äi™riD k0iu^ ’el r?cr Andrang zu den Gymnasien ganz besonders groß. Die Berechtigung werde ersessen und nur wenige von den zahlreichen Schülern der unteren 9n?^n^ma^tcn *br Abtturimten - Examen. Das Verhältniß sei etwa so, daß von 20000 Sextanern 3000 die Prima absolvirten. Diejenigen, welche eine höhere Lehranstalt mit Sekunda verlassen, brächten eine verkrüppelte Bildung mit in's Leben, nicht aber eine halbe, wie man meist sage. Man könne bei einem Sekundaner, der von 9 Stationen 0 passirt, ebenso wenig von einer halben Bildung sprechen, wie sich ein jSUjIappen, der von den 12 zu passirenden Stationen 6 durchgemacht habe, als ein «clt(?nen a%; .?te Realschulen besäßen zwar auch das Privilegium, den
Alexandria, 14. März. vr. Peters ist heute früh nach Aden abgereist.
14‘ ^?ärz. Die Arbeiten an dem Canal von Korinth sind nicht ein- Zruwn entknbeterbm f°rt0cfc6t ®e0en c"entueIIe Ruhestörungm daselbst sind ™ I4- März. Zu Vertretern der hiesigen Regierung auf der in
Berlin abzuhaltenden Samoa - Conferenz sind John Kasson, ber neue Gesandte ber ÄÖ 0 @taatm in lowie William^ Phelps'7nb Georg"B?tes er^
Darmstadt, 15. März. II. KK. Hoheiten ber^Großherzog und der Erbgroß- Herzog, nebst Ihrer Großh. Hoheit Prinzessin Alix sind heute früh 7 Uhr 45 Min hier eingetroffen.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau.
14; März. Die ,?Rordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Kaiser richtete an ben Re'chskanzler eine Eabinetsordre vom 13. b. M., worin es heißt: „Ich habe von bem Bericht welchen Sie mir unter bem 4. b. über bie Verwaltung ber Reichsbank pro 1°88 erstattet, eingehenb Kenntniß genommen. Mit großer Befriebigung habe ich ^raus ersehen, in welch' erheblichem Umfange bie Geschäfte in ben meisten Zweigen beS Bankoerkehrs und dementsprechend bie Umsätze gestiegen sinb. Von besonderem Interesse war für mich bie bebeutenbe Entwickelung des Giroveikehrs unb die dadurch herbeigefuhrte Umgestaltung des Geldumlaufs in Deutschland. Auch die jetzigen finan- *-J01«?’r.?ebniX obwohl nicht unerheblich hinter den Erträgnissen früherer Jahre zurückgeblieben, sind hinsichtttch der andauernden Geldflüssigkeit und des niederen Rins- lußes oerhaltniMaßig als günstige zu bezeichnen. Im Ganzen aber legen dir Ent- wickelung des Geschäftsverkehrs der Reichsbank und die auf verschiedenen Gebieten ihrer Thatigkeit gewonnenen Erfolge Zeugniß ab, daß eine umsichtige energische Leitung und Verwaltung, unterstützt von der dienstfreudtgen Mitwirkung sämmtlicher ^s^^u ^er Reichsbank, sowie die Mitglieder-Ausschüsse die Ziele des Instituts richtig und ollen Aufgaben gerecht zu werden bestrebt ist. Ich beauftrage Sie
allen Betheilraten meine Zufriedenheit auszusprechen." 0
rJ4; März« Abgeordnetenhaus. Eingangs der heutigen die zweite Be- rathung des ^ultusetats fortsetzenden Debatten erklärte Minister von Goßler auf eine m1 num ™i(£ert n betreff des angekündigten Gesetzes über die Fürsorge für ^^"men und Waisen von Geistlichen, daß die Staatsregierung die Einbringung eines solchen für bie nächste Zeit noch nicht in Aussicht stellen könne. Hinsichtlich ^"br zweiten Anfrage erklärte ber Minister, mit einer neuen Apothekenorbnung hoffe er baldigst heroortreten zu können Ueber ben Hanbel mit Geheimmitteln seien einige Verfügungen ergangen, welche anscheinend die gröbsten Ausschreitungen beseitigt hätten: ^ /^?ierung bleibe aber unausgesetzt bemüht, ben hierzu geäußerten Wünschen gerecht zu werden. Auf Antrag der Budgetcommission werden die zur Aufstellung der Pläne ©aJulaK 'ß«°aarPC^ O? ?bubau eines Domes und einer Gruft des Preußischen Königshauses in Berlin ^forderten 600 000 jl. bewilligt, nachdem Windthorst die Erklärung abgegeben, das Votum des Centrums sei nicht präjudiciell aufzufassen Unter unerheblicher Debatte wird der Rest des Cultusetats in Gemäsibeit der Com- missionsvorschläge genehmigt. Nächste Sitzung Freitag 11 Uhr Eisenbabnetat^ . _ Berlin, 14 März DerNordd. Allg.'Ztg." zufolge ist'stitens^d-S MiÜist«iumS
«AMXtÄtÄSS See8mt«rn auf ein« mangelhafte Ausrüstung der Schiff- mit Booten und sonstigen «MFlhm«0Chtä m a'inof0e Üirt tD<rb' t^cn Reichskanzler veranlaßt haben, die gesetzliche Ziegelung der Ausrüstung der deutschen Kauffahrteischiffe mit Booten wieder aus- Ja"hre"1878 ?o?gA-gtern cnlftanllcnE Gesetzentwurf entspricht im Wesentlichen dem im
Landgerichtsdirector Bachmann ist gestorben.
,, i,?* 'i/orz.^ Die Gerüchte, welche von ungartschm Oppositionsblättern
«uVden^ sinh vollständig unbegründet^ ItUpptn an b,r fcr6ito<n ®E°n,e verbreitet
4 Uhr Nachmittags fanb'to. bZ WÄX’gfi’JSS Kronprinzen die feierliche Grundsteinlegung des Justizpalastes statt. 8
bk (Se^n!6*^ XL a”a9,"- AL^Enister des Innern, Tauschanovic, ordnet- an^ daß toMfSrM erern di- ausländischen Blätter im liberalsten Geiste gehandhabt werde. zu?^V-rsendung kommen "Endigte Rundschreiben des Ministers soll am Sonntag
Lokale,.
der heute unter dem Vorsitze des Herrn Ob-rschulra,Hs «bgeJaltenen mündlichen Prüfung der Abiturienten des Real- 5«, Raiten” 15, 2 traten 00t^cr zurück unb 2 andere konnten das Rcife- Ob-rheff-N'o'L oL 1889?^ der Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Alta ^Montag den 18. Marz, Vormittags 9 Uhr, gegen Carl Jmmel, Postgehilfe, aus Dexheim, wegen Verbrechens im Amte. Die Anklage vertritt Groüb Erste/ Staatsanwalt Jockel; die Vertheidigung führt Rechtsanwalt vr. Reatz.
_„r Montag den 18. Marz, Nachmittaas 3 Uhr, gegen Carl Haas, Ackerbau- fchuler, aus Ilbenstadt, wegen Urkundenfälschung. Die Anklage vertritt Großb Erster Staatsanwalt Jockel; die Vertheidigung führt Rechtsanwalt Wei big.
Dienstag den 19. Marz Vormittags 8</2Uhr, gegen Joseph Schlitt, früherer Gemernberechner^ aus Seibelsdorf, wegen Verbrechens im Amte. Die Anklage^ver- tritt Großh. Staatsanwalt Theobald; die Vertheidigung führt Rechtsanwalt lsrünewalo.
Mittwoch den 20. März, Vormittags 8V- Uhr, gegen Alexander Lauer, aus Appenrod, wegen Todtschlagsversuchs. Die Anklage vertritt Grotzh. Staatsanwalt Seeger; die Vertheidigung fuhrt Rechtsanwalt Baist.
r, .. Donnerstag den 2LMärz, Vormittags 8VrUhr, gegen Adolf Seum, Gerichts- fchretber-Aspirant, aus Nidda, wegen Verbrechens tm Amte. Die Anklage vertritt Großh. Staatsanwalt Seeger; die Vertheidigung führt Rechtsanwalt vr. Reatz.
siattgefunden hat, das konnte man bei ben Agitationen für die Berliner Stadtverordnetenversammlung und für den Reichstag sehen. Hier sollten die Socialdemokraten unterdrückt werden, dort gönnte man den Berliner Stadtverordneten einige Social- demokraten. Solchen Thatsachen gegenüber nimmt es sich seltsam aus, wenn man stets von der Loyalität bei der Handhabung des Socialistengesetzes reden hört. — In Berlin steckt sich die Polizei hinter die Gastwirthe, damit diese ihre Lokale zu Arbeiter- Versammlungen nicht hergeben. Mit _ber Handhabung des Socialistengesetzes habe der Staat das Recht verwirkt, sich einen Schützer der Arbeit zu nennen. Bei den Geheim- bundprozessen hat sich ergeben, daß die Polizei mit Mitteln operilt, bie man vernichten würde, wenn sie von Seiten ber Arbeiter angewenbet werden sollten. Die Jhring- Mahlow-Affaire, bie in ben Socialistenprozessen bekannt geworbenen Polizeibeamtm, die als Zeugen vernommenen Spitzel, das Alles sind Thatsachen, die jedem anständigen Menschen die Schamröthe in's Gesicht treiben.
Abg. Schrader (dfr.) erklärt, daß seine Partei das Gesetz nicht billige; selbst wenn man es aber billige, so erscheint die Handhabung desselben durch den Bericht nicht gerechtfertigt.
Damit ist der Gegmftand erledigt.
2. Erste Berathung des Antrages Kulemann (natl.) auf .Abänderung des gerichtlichen Zustellungsverfahrens.
Das Zustellungsverfahren soll durch Gerichtsvollzieher, welche mit festem Gehalt angestellt werden und Gebühren nicht beziehen dürfen, besorgt werden.
Hiermit wird zugleich debattirt ein Antrag des Abg. Frhr. o. Buol (Ctr.), welcher die Regierung um eine Vorlage ersucht, durch welche das Zustellungsverfahren vereinfacht wird. Der Antrag Kulemann enthält einen ausgearbetteten Gesetzentwurf.
Der Antragsteller Kulemann bittet die Vorlage an eine Commission zur Vor- oerathung zu verweisen.
Abg. Rinke len (Ctr.) vermißt ben Beweis für bie Nothwendigkeit der verlangten Aenderung, die nicht bargetban sei. Die Hauptsache übersieht der Antrag Kulemann, nämlich bie Ermäßigung ber Kosten. Bei geringeren ©treitgegenftänben seien die Zustellungskosten heute theurer als früher die ganzen Gerichtskosten.
Abg. Ackermann (cons.): Die Reichsprozeßgesetze haben sich im Allgemeinen bemabrt; einzelne Einrichtungen, darunter das Zustellungsverfahren, haben Unzuträg- iichkeiten im Gefolge gehabt, bie namentlich heroorgegangen sinb baraus, baß man bie Zustellung den Gerichtsvollziehern übertrug und diese Beamten anfangs nur auf ihre Gebühren anwies. Eine Reform der Gelichtskosttn mit der Aenderung des Zustellungswesens in Angriff zu nehmen, scheint nicht rathsam. Die Kostenfrage wird ohnchin in nächster Zeit allgemein in Angriff genommen werden müssen.
Abg. Schneider (natl.) tritt für ben Antrag Kulemann unb gegen benAntrag o. Buol ein, weil letzterer bie freie Disposition ber Parteien zu sehr einschränke. Die Nothwenbigkeit ber Reform bes Zustellungswesens steht außer Zweifel.
Achsen (cons.) schließt sich bem Abg. Schneiber an; eine partielle Reform ber Prozeßorbnung sei jetzt schon nöthig, namentlich des Zustellungsverfahrens.
Abg. Graf v. Mirbach (cons.) hält die Zustellung durch die Postboten für besonders bedenklich.
Damit ist die Debatte geschlossen.
Die beiden Anträg- gehen an eine besondere Commission von 21 Mitgliedern. Es folgen Petitionen.
Der im Kriege 1870/71 verletzte Stabs-Veterinär Ableitner bittet um Gewährung einer höheren Militärpension. Die Commission schlägt vor, bie Petition bem Reichskanzler zur Erwägung zu überweisen. Diesem Vorschläge gemäß beschließt das Haus.
detition bes Verbanbes deutscher Schlosser-Innungen verlangt: a. den ausschließlichen Verkauf von Schlüsseln rc. durch Schlosser der Innung und b. Ver- ftßgemänerung ber Strafbestimmung, wonach nur Schlosser bestraft werden, wenn sie Schluyel zur Deffnung fremder Behältnisse hergeben.
Die Commission beantragt ad a Uebergang zur Tagesordnung, ad b Ueber- Reichskanzler als Material für eine in Aussicht zn nehmende Revision des Reichsstrafgesetzbuchs.
» (cons.) beantragt die Worte „für eine in Aussicht zu nehmende
Revision des Strafgesetzbuchs" zu streichen. Die Forderung sei dringlich und leide feine Verzögerung. 0
($fri)«rU!Lb Hrohme (Soc.) erklären sich gegen, Bkehl udd Metzner (Ur.) für den Antrag Ackermann, der die Zustimmung des Hauses findet. Mit dieser Modification wird ber Commissionsantrag angenommen.
Damit ist die Tagesordnung erschöpft.
Nächst- Sitzung Freitag 2 Uhr. Tages-Ordnung: Nachlrags-tai. Schluß 5Vr Uhr.
Z sw,», ü sjaassw ------
tat. Ä.S“'» „r
ÄfAma«UIikkn.86Pl‘ln 6e6“f§ aa0emeiner Empörung bestände, in welchem alle
. . . . deßhalb großer
! ihre Abiturienten zu jeder Fakultät entlassen könnten. Die Rechse der Realschulen , mutzten erweitert werden, wolle man das Gymnasium entlasten; hier sei ber Hebel anzusetzen und so lange das nicht^geschehe, aller Streit müßig An den Lehrplänen


