und das Parlament anzugreifen, worauf die Menge anfing, die Laternen einzuschlagen. Von den etnschrettenden Polizeibeamten wurden mehrere mit Stöcken, Messern und durch Stetnwürfe verwundet. Auf dem linken Ufer der Tiber setzte die tumulluirende j Menge in den Straßen Frattina und Macellt und auf dem Corso Vittorio das Zer- | störungswerk fort und versah sich in den dortigen Verkaufsläden mit Messern. Als > um 4 Uhr Truppen einschritten, verliefen sich die Ruhestörer. Die Zahl der Verhafteten beläuft sich auf nahezu 100. Viele derselben wurden im Besitze verbotener Waffen, von denen einige mit Blut befleckt waren, gefunden. Drei verwundete Cioil- personen mußten in das Spital gebracht werden.
— Die „Riforma" meint, daß der Mangel an Arbeit die Ruhestörungen nicht erkläre. Irgend Jemand trachte danach, Agitationen zu provociren und zu unterhalten zu einem Zwecke, der mit der Arbeiterfrage nichts gemein habe.
— In der Deputirtenkammer stellten mehrere Deputtrte Anfragen an den Ministerpräsidenten Crispt über die von der Regierung beabsichtigten Maßnahmen zur Verhütung neuer Ruhestörungen.
Amerika.
Washington, 8. Februar. Präsident Cleoeland hat dem Congreß den Vorschlag des Fürsten Bismarck betreffend die Wiede-.aufnahme der Conferenz von 1887 mitgethetlt; dieselbe soll erfolgen auf den Grundbedingungen der Unabhängigkeit der Eingebornen auf Samoa, wwie der Gleichberechtigung der contrahtrenden Mächte. Ebenso hat der Präsident auch die Antwort Bayards auf diesen Vorschlag mitgethetlt. Darnach fordert Bayard unter Annahme desselben, daß Waffenstillstand eintrete und die deutschen Offiziere angewiesen würden, die kriegerischen Operation n etnzustellen und das Resultat der Conferenz abzuwarten.
Telegraphische Depeschen.
Wolff's teiegr. Korrespondenz-Bureau.
München, 10. Februar. Zur Feier des hundertsten Geburtstages Gabelsbergers fand gestern Abend hier eine sehr zahlreich besuchte Festversammlung statt, an welcher neben den Mitgliedern des Central-Stenographen-Vereins eine Tochter Gabelsbergers, viele Ehrengäste und Deputationen von Vereinen Theil nahmen. Von auswärts ging eine große Anzahl von Begrüßungstelegrammen ein. Heute Vormittag vereinigten sich die Verehrer Gabelsbergers an seinem Grabe zu einer feierlichen Kundgebung, bei welcher der Oberlandesgerichtsrath Allfeld die Festrede hielt, in der er die Verdienste des Gefeierten hervorhob. Am Grabe wurden zahlreiche Kränze niedergelegt.
Paris, 10. Februar. In Deputirtenkretsen glaubt man, daß die Vorlage über die Wiedereinführung der Beztrkswahlen, welche morgen in der Kammer zur Berathung steht, ohne größere Debatte werde angenommen werden. Dagegen gilt das Ergebniß über die Berathung der Verfassungsrevision, welche am nächsten Donnerstag beginnt und bei welcher man sehr lebhafte Debatten erwartet, für durchaus ungewiß, weil über diese Frage unter den republikanischen Deputaten Ansichten, welche wett aus- etnandergehen, bestehen.
Rom, 10. Februar. Der gestrige Abend und die Nacht sind ruhig verlaufen. Der von den Ruhestörern angerichtete Schaden wird auf 100,000 Lire geschätzt. Die Zahl der bis jetzt Verhafteten beträgt 260. Der Bürgermeister hat gestern Abend eine zur Beruhigung auffordernde Kundmachung an bk Bürger erlassen, welche mit den Worten schließt: „Die Vaterlandsliebe und die Ehre der Stadt fordern, daß Ihr mit Ruhe und männlicher Festigkeit zeigt, daß Ihr Euch nicht einschüchtern, noch von Gewaltthätigkeiten fortretßen lassen wollt." — Der Cardinal Pttra ist heute gestorben.
Gießen, 11. Februar. Die Betriebsstörungen im Eisenbahndienste, welche die Schneestürme der letztey Tage veranlaßten, machten sich auch hier in besonderer Weise bemerkbar. Infolge Schneeverwehungen waren die Stationen zwischen Gießen und Frankfurt so gut rote gänzlich von jeder Verbindung abgeschlossen, Frankfurt selbst aber nur auf dem Umwege über Gelnhausen-Hanau ober Wetzlar-Ntederlahnstein« Rübesheim zu erreichen, da auch der Verkehr auf der Linie Limburg-Frankfurt eingestellt werden mußti: Auch die Linie Gteßen-Fulda der Oberheffischen Bahnen dürfte jur Zeit, 11 Uhr Vormittags, noch gesperrt sein. Die Verkehrsstörungen scheinen nach den vorliegenden Berichten sich über ganz Deutschland verbreitet zu haben; in Rheinland, Westfalen, Hannover, Braunschweig, Thüringen, Sachsen, ganz Bayern, Hessen- Nassau u. s. w. sind nach den Bekanntmachungen der betr. Eisenbahndirectionen auf einzelnen Strecken mehr ober weniger bebeutenbe Störungen durch Schneeverwehungen entstanden. Daß in Gießen, als Knotenpunkt verschiedener Eisenbahnlinien, die etn- getretenen Verkehrsstörungen sich besonders bermerkbar machten, konnte man an der großen Zahl der Passagiere wahrnehmen, die die Wartesäle des Bahnhofes füllten, da ihnen die Weiterreise, hauptsächlich nach Frankfurt, unmöglich geworden war. Viele Reisende entschlossen sich auch, soweit das ihre Mittel und sonstige Umstände zuließen, auf den oben bezeichneten Umwegen nach dem Süden zu gelangen, während andere zurückrersten und wieder andere ausharren mußten, bis die Verkehrshindernisse beseitigt wurden. Es muß ein ungeheurer Aufwand von Arbeitskräften stattgefunden haben, um die bei Lang-Göns, Friedberg u. s. w. aufgehäuften Schneemassen zu entfernen. Eine größere Abtheilung des hiesigen 116. Regiment ging am gestrigen Vormittag mit Schanzzeug nach Lang-Göns ab, um beim Schneeabräumen verwendet zu werden. Gegenwärtig ist der Verkehr zwischen Gießen und Frankfurt wieder her- gestellt, so baß bie Züge, soweit bies auf dem einen freigeworbenen Geleise möglich ist, roieber verkehren. —
Nachstehend lassen wir eine Zusammenstellung der Nachrichten über die Schneeverwehungen und bie dadurch herbeigeführten Verkehrsstockungen folgen:
Darmstadt, 9. Februar. Der gestern Abend und heute Nacht tobende Schneesturm hat mancherlei Verkehrsstörungen im Gefolge gehabt. Der gestern Abend fällige Odenwaldzug traf erst mit drei Stunden Verspätung hier ein, der Güterzug der Main- Neckarbahn, welcher sich bis Arheilgen durchgekämpft hatte, blieb dort liegen, weil die Maschine defect wurde. Ein Milchsuhrmann aus Weiterstadt blieb heute in der Nähe der Windmühle mit seinem Fuhrwerk im Schnee stecken. Auf telephonisch requirirte Hilfe wurde das Fuhrwerk nach dreistündigem Harren durch bas Straßenpersonal aus seiner üblen Lage befreit.
Mainz, 8. Februar. Heftiges Schneetreiben, das heute Abend stundenlang ununterbrochen am Rhein und ganz besonders in der Pfalz stattsand, hat im Bahnbetrieb Verkehrsstörungen verursacht. Die hier und in Bingen fälligen Abendzüge aus der Pfalz sind ausgeblieben. Der erste von Kaiserslautern kommende Zug steckt zwischen Morschheim und Kirchheimbolanden im Schnee, der andere Zug sitzt auf der Route von Alzey nach Bingen fest. Von hier wurde ein Hilfszug in der Richtung nach Alzey abgelassen.
Berlin, 9. Februar. Das König!. Eisenbahn-Betriebs-Amt Berlin (Directions- dezirk Erfurt, Anhalter Bahnhof) theilt mit: In Folge der Schneewehen heute Nacht sind auch erhebliche Störungen im Zugverkehr, soweit er die uns unterstellten Linien Berlin-Halle, Berlin-Leipzig, Berlin-Röderau resp. Elsterwerda betrifft, eingetreten, j Stach den bis jetzt — Samstag den 9. Februar, Vormittags H'/rUhr — vorliegenden Meldungen ist die sächsische Strecke Elsterwerda-Dresden noch vollständig gesperrt • eine Personenbeförderung ist deshalb nur bis zur Grenze der preußischen Staatsbahnen (Elsterwerda) gesichert. Die Strecke Röderau-Dresden, welche ebenfalls bei Priestewitz gesperrt war, ist nach soeben eingetroffener Meldung wieder fahrbar, sodaß der Verkehr nach Dresden daher über Röderau gelenkt wird. Die zeitweisen Storungen bezw. die theilweisen Sperrungen eines GeleiseS auf anderen Strecken haben zum Theil erhebliche Zugoerspätungen im Gefolge. Nach den vorliegenden Mittheilungen sind ) nachstehende Linien durch Schneeverwehungen noch vollständig gesperrt- Sangerhausen- ‘ Oberröblingen, Gotha-Ohrdruf, Roßlau-Desfau, Jeßnitz-Dessau, Halle-Nordhausen, ! Halle-Halberstadt, Leipzig-Riesa, Weißenfels-Zeitz und Wutha-Ruhla.
Koblenz, 10. Februar. Das Eisenbahn-Betriebsamt Koblenz-Altenbach macht bekannt: Unsere Strecken Cöln-Bonn, Bonn-Euskirchen und Kottenheim-Mayen sind seit gestern (Samstag) Abend durch Schneeverwehungen gänzlich gesperrt. Die voraussichtliche Dauer der Sperrung kann noch nicht angegeben werden.
®J?nnA 91 Februar. Heute herrschte in unsererlGegend ein fürchterlicher Schnee- fturm. Die Bahnstrecken Bonn-Euskirchen und Bonn-Köln sind durch' eingeschneite
Züge versperrt. Der Personenzug, welcher um 4 Uhr Nachmittags von hier nach Köln abgeht, steckt im Schnee; 500 Mann Arbeiter sind oeim Freilegen des Eisenbahnverkehrs nach Köln beschäftigt.
Camberg, 9. Februar. Der Abendzug auf der Strecke Limburg-Frankfurt ist bei Camberg im Schnee stecken geblieben.
Aachen, 9. Februar. Außer der englischen Post ist auch die heutige Berliner Post wegen Schneesturms ausgeblieben. Der Frühzug von Malmedy steckt bei Sour- brodt im Schnee.
Herbesthal, 10. Februar. Die erste englische Post vom 9. über Ostende ist ausgeblieden. Grund: Schneesturm im Kanal.
Kaldenkirchen, 10. Februar. Die erste englische Post am 9. über Vliessingen ist ausgeblieden. Grund: Nebel auf der See.
Hannover, 10. Februar. Das Betriebsamt Hannover - Altenbecken mach bekann,: Die Strecken Bergheim-Altenbecken und Baddeckenstedt - Grauhof sind durch Schneeverwehungen vollständig gesperrt. Die Dauer der Störung ist noch nicht genau zu bestimmen, voraussichtlich bis Montag Abend. Der durchgehende Personen- und Güterverkehr wild über andere Linien umgeleitet.
Northeim (in Hannover), 9. Februar. In Folge von Schneeverwehungen stockt der Eisenbahnverkehr von hier aus nach dem Süden. Zwischen Göttingen und hier ist Mililär requtrirt, um die Bahngeleise frei zu machen. Gegenwärtig hält der Schneefall noch an.
Braunschweig, 9. Februar. Seit gestern herrscht ein furchtbarer Schneesturm hier und in der weiteren Umgebung. Infolge dessen sind große Verkehrsstockungen zu verzeichnen. Einzelne Eisenbahnzüge blieben im Schnee stecken, und verschiedene Bahnlinien sind gänzlich unfahrbar.
Halle, 9. Februar. Bei der benachbarten StationsNiembcrg verunglückten heute durch einen heranfahrenden Personenzug eine Anzahl mit,Schneeschaufeln beschäftigter Arbeiter.
Chemnitz, 9. Februar. Der Schneesturm der vergangenen Nacht hat zahlreiche Verkehrsstörungen herdeigesührt. Der gestern Abend fällige Berliner Zug ift Ai heute früh V23 Uhr hier eingetroffen; beide Leipzig-Dresdener Linien sind zum ^heil verwebt; zwischen Döbeln und Oschatz steckt ein Zug im Schnee.
Augsburg, 9. Februar. Durch den anhaltenden Schneefall und orkanartigen Sturm sind bedeutende Verkehrsstörungen eingetreten, sämmtliche Posten aus dem Norden und Westen sind ausgeblieben.
München, 9. Februar. Der Schneefall in vergangener Nacht hat sehr weitgehende Verkehrsstörungen verursacht. Sämmtliche Züge von Nord und Süd sind ausgeblieben. Für die Frankfurter Post sind bis hieher 33/< Stunden Verspätung au- gezeigt. Der italienische Kurierzug ist ganz liegen geblieben. Die Post kommt mit dem Posting Abends 6 Uhr.
München, 10. Februar. Nach hier vorliegenden Meldungen dauern die Schnce- stürme im ganzen Lande fort und haben zahlreiche Verkehrsstörungen veranlaßt. An verschiedenen Orten sind Eisenbahnzüge im Schnee stecken geblieben. Zwischen Türkheim und Buchloe ist ein Güterzug entgleist. Auf den Sekundärbahnen im Fichtelgebirge ist der Verkehr eingestellt.
Berviers, 9. Februar. Die englische Post vom 8. dss. Mts. Abends ist ausgeblieben. Grund: Schneesturm im Canal.
H « h I.
Gießen, 11. Februar. Die Festrede, welche Herr Professor Dr. Dettweiler an Kaisers Geburtstag im Gymnasium gehalten und die durch ihre Gedankentiefe und Gediegenheit allgemeinen Beifall erregte, wird, wie wir hören, demnächst in dem renommtrten Verlag von Velhagen und Klasmg in Bielefeld und Leipzig erscheinen.
— Wie die Leser unseres Blattes aus dem Annoncentheil ersehen werden, eröffnet der Gabelsberger Stenogravhen-Verein nächsten Donnerstag einen Fortbildungscursus, um solchen, welche bereits einen AnfangseursuS durchgemacht haben, Gelegenheit zu geben, sich in der Stenographie weiter auszubilden.
Gießen, 11. Februar. Neben anderen Legaten ist auch der Vogelsberger Höhenelub von den Erben des jüngst verstorbenen Herrn Georg Roll mit einer höchst dankenswerthen Gabe von 250 JL gütigst bedacht worden. Herr Noll war es, der in den letzten Jahren die Section Gießen des V. H. C. vorwiegend vertrat und die Geschäfte derselben führte. Schon dadurch war der Centralausschuß in Schotten Herrn Stoll zum größten Danke verpflichtet. Und dazu kommt nun noch die hochherzige Stiftung, die dem Verein um so erfreulicher ist, als ihm bei dem für den größeren Verkehr aufzuschließenden weiten Gebiete des Vogelsberges durch Geldklemme nicht selten die »Hände gebunden sind. Für Wegbezeichnungen muß noch sehr viel geschehen, die Ausstattung des Wirthshouses auf dem Hoherodskopf läßt noch mancherlei zu wünschen und so wartet noch vieles der Erledigung; die Freunde des Vogelsbergs, namentlich auch die Mitglieder der Section Gießen Haden die Aufgabe, an dem Werke thätig mitzuwirken, um den mancherlei berechtigten Wünschen entsprechen zu können. Herr G. Noll, obgleich er seit vielen Jahren nicht mehr in den Vogelsberg kam, kann als leuchtendes Vorbild dienen, wie namentlich Jüngere für den Verein thätig sein können.
UniverfitätS-Ghronik.
Jena, 9. Februar. Der Kaiser hat Herrn Professor Dr. Reichard hierselbsb auch auf die Jahre 1889, 1890 und 1891 zum außerordentlichen Mitglied des kaiserlichen Gesundheits-Amtes ernannt.
— Aus Leipzig wird mitgethetlt, daß die philosophische Fakultät deu Universität Prof. Dr. A. Schmidt anläßlich seines 50jährigen Doctorjubiläums zum Ehrcndoctor ernannt hat.
Vermischtes.
Darmstadt, 10. Februar. Die„Neuen Hess. Volksblätter" schreiben: Heber den so schmerzlich tragischen Todesfall des jungen Herrn Wünzer erfahren noch, daß derselbe gestern Vormittag auf Befehl des Militärgerichts secirt wurde, um den objec- tiven Thatdestand in der gegen den unglücklichen Einjährigen Haas eingeleiteten Untersuchung festzustellen.
— Frankfurt, 10. Februar. Der Schneesturm der beiden letzten Tage hat auch hier mancherlei Verkehrsstörungen und -Stockungen zur Folge gehabt. Freitag Abend war der Schneesturm so heftig, daß die Frankfurter Lokalbahn den Beiried einfteUen mußte; ebenso erging es den Trambahnomnibussen, welche zwischen dem Centrum der Stadt und dem Nordende verkehren. Die Droschken mußten zweispännig fahren, um vom Platze zu kommen. Wie es auf den Eisenbahnstrecken aussieht, ist bekannt; gestern Nachmittag gegen 5 Uhr traf hier die erste Berliner Poft ein, die etwa um 8 Uhr Morgens fällig ist. Wie der Sturm gehaust hat, beleuchtet aber am besten die Thatsache, daß die hiesigen großen Blätter den üblichen telegraphischen Parlamentsbericht nicht erhielten, ein Vorfall, der lange nicht zu verzeichnen war. Heute war es tagsüber ziemlich warm und sonnighell, gegen Abend wurde es kalt und z. Zt. friert es wieder fest. Gegen das Frostwetter wäre wenig einzuwenden, wenn nur das Schneegestöber nachlassen wollte. Der auch heute Abend auftretende Sturmwind läßt indeß nichts Gutes ahnen.
Osnabrück, 8. Februar. Ein nicht allein der Jahreszeit wegen, sondern noch weit mehr seiner außerordentlich kurzen Dauer wegen interessantes Gewitter entlud sich heute Abend gegen 6 Uhr über unserer Stadt. Dasselbe bestand in einem einzigen grellen Blitz, dem ein ziemlich heftiger Donner nach etwa 3 Secunden folgte. Damit war das Gewitter als solches beendet, dagegen trat zu dem unter heftigstem Südwind schon den ganzen Tag über andauernden Schneefall vorübergehend ein lebhafter Regen hinzu, und die Temperatur stieg merklich über 0°, sodaß sich fast unver-
■ mittest Thauwetter einstellte. Das merkwürdigste ereignete sich indeß um 1 Uhr Nachts, indem sich dieselbe Staturerscheinung, also abermals ein einzelner blendender Blitz, gefolgt von rollendem Donner und starkem Regen, in genau derselben Weise wiederholte, ohne daß vorher oder nachher irgendwelche Gewittererscheinungen wahrzunehmen waren.
— Einem tiefgefühlten Bedürfnisse hat ein Berliner Erfinder abgeholfen, in- ' dem er Bierseidel-Untersätze anfertigte, welche in ihrer Mitte ein Zifferblatt mit beweg-


