Ausgabe 
12.2.1889
 
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lichem Zeiger haben, der mechanisch wirkt und zwar dergestalt, daß, wenn die dazu ge­hörige Feder aufgewunven, mittels eines Druckers die richtige Anzahl der getrunkenen Seidel festgestellt werden. Der Untersotz setzt seine Thättgkeit brs zum zwölften Glase fort; dann aber muß der Kellner die Feder von Neuem aufwinden.

[Siebentes Deutsches Turnfest.) Der Hauptausschuß zur Vor­bereitung des siebenten deutschen Turnfestes in München hat in seiner kürzlich stail- gehabten ersten Sitzung die gemäß der Turnfestordnung für die deutsche Turner schäft bestimmten drei Festtage auf Sonntag den 28., Montag den 29. und Dienstag den 30. Juli ds. Js. angesetzt und wird nun ehestens die Aufrufe und Einladungen zum Feste ertasten. Auch die größere Zahl der 10 Fachausschüsse ist bereits in Thäiigkeit getreten und wird insbesondere der Turnausschuß die auszuführenden Freiübungen baldigst in derDeutschen Turnzeitung" veröffentlichen. Daß Se. Königl. Hoheit der Prinzregent Luitpold die Gnade hatte, auf Ansuchen das Protektorat über das Fest und ebenso Se.K. H. Prinz Ludwig von Bayern das Ehrenpräsidium des Festausschusses zu übernehmen, ist durch verschiedene Blätter schon bekannt geworden und erregte in allen betheiligten Kreisen die dankbarste Befriedigung.

Cuxhaven, 6. Februar. Drei Lootsen sind in der Ausübung ihres Berufes ertrunken. Ein Helgoländer Lootsenboot wollte die Hamburger BarkeJuno" mit Lootsen versehen, der Mast dcs Bootes hakte jedoch hinter eine Raae desJuno" und das Boot fenterte. Die deutsche BarkeTheodor Behrend" ist bei Noordergronden verunglück. Von der Besatzung sind vier gerettet, zehn ertrunken.

Der Einfluß, welchen die Musik nicht nur dem Liede zu Folge auf Kroko­dile, sondern auch aus Wölfe ausübt, wird neuerdings durch folgende Geschichte be­leuchtet, die man aus Czernowitz berichtet. Als Nachts der Postwagen sich auf der Straße zwischen Jakobeni und Dorna (südliche Bukowina) bewegte, bäumten sich plötz­lich die Pferde des Postwagens und wichen zurück. In demselben Augenblicke bemtrfte der Postkutscher, daß drei Wölfe seinem Wagen entgegenliefen. In seiner Hilflosigkeit begann der Kutscher äus allen Kräften sein Horn zu blasen, wobei er die schrecklichsten Töne hervorviachte. Die Wölfe blieben stehen; dann kehrten sie, fürchterlich heulend, um und eilten pfeilschnell aus und davon.

HandeS unv Verkehr.

"Neue Stationsbezeichnungen. Nachdem durch Allerhöch^n Er- j laß vom 20. Februar o. I. genehmigt ist, daß der Bezirk der totabtgen.eLbe Deutz j nach der Vereinigung mit der Stadt Köln den "NamenKöln-Deutz" führe, w.rden die betreffenden Eisenbahn Verwaltungen den bergisch-märkischen Güt.rbahnhos Deutz '

für den Güterverkehr künftig mitKöln-Deutz L.und die Station DeutzX.Ll. mitKöln-Teutz" bezeichnet. In Bezug auf die beiden Stationen Ehrenfeld und Nippes liegt sine Veranlassung zu einer solchen Aenderung nickt vor, weshalb der j Handelsstand zur Vermeidung von Mehrkosten und Zeitveilnst gut chun wird, seine i Maarenbezüge nach wie vor nachEdrenfeid" (bezw.Nippes") und nicht etwa nach j Koln-Ehrenfeld ober Köln-Nippes adressiren zu lassen.

Cantos Brdefts,

Grünberg, 9- Februar. (Fruchtpreise). Weizens 19,60, Korn 00,00, Gerste JL 13,40, Hafer JL 00,00, Erbsen JL 00,00, Samen JL 00,00, Wicken JL 00,00, Kartoffeln JL 0,00. Linsen JL 00.00.

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Kirchliche Anreizen der evangelischen Gemeinde.

Bibelstunde: Montag den 11. Februar, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule, 1. Mos. Kap. 24, Eliesers Brautwerbung um Rebekka für Isaak. Gottes Führung auf dem Wege. Pfarrer Dr. Naumann.

Bei dem außerordentlich hohen Schnee in Feld und Wald bitten wir der hungernden und frierenden Vogel nicht zu vergessen. Auch der hiesige Thierschutzverein möge Angesicht- dieser Nothlage auch im weiteren Umkreise der Stadt Futterplätze errichten. Mittel hierzu werden ja vor­handen sein resp. sich erschwingen lassen.

Holzverfteigerung

in der

Fürstlichen Oberförsterei Lich.

Die Holzversteigerungen, welche am Montag Den 11. und am Dienstag den 12. Februar abgehalten werden sollten, können der eingetretenen Schnee­verwehungen wegen erst Montag den 18. und Dienstag den 19. Februar abgehalten werden.

Lich, am 10. Februar 1889. 1193 Dr. Dieffenbach.

Mittwoch -en 13. Ftbrusr,

versteigere ich gegen Baarzahlung:

I. Vorm. 10 Uhr im Hause Licher- straße Nr. 9 folgende von mir dort aufs bewahrte Gegenstände:

1 Faß ord- Branntwein, 100 Flaschen Liqueur;

II. Nachm. 2 Uhr in der Flett'schen Hosraithe:

verschiedene Möbel, darunter 1 nußb- Secretar und 1 Verticow, ferner 1 Hobelbank.

Versteigerung unter I bestimmt.

Gettzler, 1188 Gerichtsvollzieher.

Ileilgevotenes.

Mchäsls-Hous.

Mein HauS, Marktplatz 5, worin ich seit 12 Jahren ein Mannfacturwaaren- geschäft betreibe, will ich wegen Aufgabe des Geschäfts, wenn möglich mit Laden­einrichtung, verkaufen, event. verpachten.

Selbftreflrktanten wollen sich birect an mich roenben- 1176

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Durch öftere eingegangene Aufträge bezüglich der Lieferung von Ge- i räthen und speciell von Turngeräthen, habe ich mich veranlaßl gesehen, eme \ Vertretung meiner Fabrik nach Gießen zu verlegen und dieselbe dem Herrn j Gg. Stosser, Kaufmann, Gießen, Brandgaffe Nr. 5, zu übertragen.

Ich richte daher an alle Interessenten, wie auch Vereine und hochlöbl. j Schulbehörden die ergebenste Bitte, bei event. Bedarf meinen Vertreter Herrn Stosser gütigst in Kenntniß setzen zu wollen.

Ich halte mich in der Lieserung von sämmllichen Turn- und Feuer- ' wehr-Geräthen, wie Turnspiel- und Gartenturngeräthen unter Garantie bestens empfohlen.

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