Einzelbild herunterladen

Reichswegen oder die Besteuerung in den einzelnen Bundesstaaten in Angriff ge­nommen werden solle. Da der Reichskanzler an dem Monopol als der richtigsten Form der Branntweinbesteuerung festhalte, so liege kein vernünftiger Grund vor, daß derselbe ' der Commissionsberathung beiwohne. Da ein Erfolg der Vorlage aus­geschlossen, so sei auch die Frage über die Theilnahme des Reichskanzlers entschieden.

Das Abgeordnetenhaus setzte die Berathung des Cultusetat fort und erledigte denselben bis zum KapitelKatholische Geistlichkeit und Kirche" unverändert. Gegen­über dem Antrag Bachems, die Position für den Kirchengerichtshof zu streichen, hob der Cultusniinister hervor, daß diese Position auf einem Gesetz beruhe, die neue Kirchen­vorlage aber, die die Aufhebung des^Gerichtshofes vorsehe, noch nicht Gesetz geworden ist. Gegenüber Neubauer, der die Stellung der Negierung zu dem Bischof Marwitz zur Sprache brachte, legte der Kultusminister dar, daß die polnische Agitation dem Amtsoorgänger des Bischofs seine Stellung unerträglich machte. Mit dem Eintritt Marwitz', dessen Loyalität nicht zu bezweifeln sei, habe die Agitation zwar aufgehört, die Folgen derselben hätten aber zur Zurückdrängung der Deutschen geführt. Bei dem KapitelZuschuß für den altkatholischen Bischof" wird die Berathung auf morgen vertagt.

Paris, 9. März. Der Ministerrath beschäftigte sich heute Morgen mit den Arbeiteroerhältnissen in Decazeville. Nach den dem Minister des Innern vorliegenden Berichten hat sich die Lage daselbst gebessert.

Eine Depesche aus Saigon vom heutigen Tage theilt mit, daß die Auf­ständischen in der Umgegend von Tonrane einen Eapitän und 10 Soldaten getödtet haben und bis Quinhone vorgerückt sein sollen; eine amtliche Bestätigung liegt jedoch bisher nicht vor.

Die Akademie der Wissenschaften hat gestern dem Project zugestimmt, für Pasteur ein Heilinstitut gegen die Tollwuth zu errichten, welche zur Aufnahme sowohl von Franzosen wie von Ausländern bestimmt sein soll. Die Morgenblätter fordern das Publikum zur Subscription für das Institut auf.

Petersburg, 9. März. Durch kaiserlichen Befehl werden die lutherischen Parochial- und Landgemeindeschulen Livlands, sowie die Dorfvolksschulen Esthlands, Kurlands und die Lehrerseminare der baltischen Provinzen, dem Ministerium für Volks­ausklärung unterstellt.

Das Gesetz, welches die Prägung von 6 Millionen Rubel Silber-Scheide­münze anordnet, ist veröffentlicht worden.

Newyork, 9. März. Gestern haben hier 4000 Tischler und Zimmerleute die Arbeit niedergelegt, von einzelnen Arbeitgebern wurden die Forderungen der Strikenden alsbald bewilligt. Auch unter den Kohlenarbeitern in Maryland ist ein Strike aus­gebrochen, aus mehreren anderen Gegenden der Vereinigten Staaten werden gleichfalls Strikebewegungen gemeldet.

Lokale-.

G. Gießen, 10. März. (Sterblichkeit in Gießen.] Die Sterblichkeitsziffer blieb während der Woche vom 28. Februar bis 6. März genau auf demselben Stande, wie in der unmittelbar vorausgegangenen Woche, nämlich auf 7. 2 Kinder starben, nur wenige Stunden nach der Geburt, an allgemeiner Schwäche. Erwachsene starben 5, nämlich je eine Person an Lungenentzündung, Bronchienerweiterung, Lungenschwind­sucht, Gehirnerweichung, Krebs.

UrriversttätS - Chronik.

Zürich, 7. März. Nach derN. Z. Z." wurde durch den Regicrungsrath Herr Dr. Justus Gaule aus Darmstadt, bisheriger Stellvertreter des Herrn Pro­fessor Luchsinger, zum ordentlichen Professor der Physiologie an der med. Fakultät der Hochschule gewählt.

In der philosophischen Fakultät der Universität Berlin habilitirte sich vr. Wahn sch affe mit einer Vorlesung über die Loeßartigen Bildungen am Rande des norddeutschen Flachlandes und Dr. Jeune mit einer Vorlesung über den heutigen Standpunkt der Anschauungen über Mimesie.

- In Leipzig habilitirte sich als Historiker Dr. W. Busch, ein Sohn des verstorbenen Bonner Chirurgen.

Prinatdocent Dr. H. Grosse in Berlin ist zum stellvertretenden Director der Lebens-, Pensions- und Leibrenten-VersicherungsgesellschaftIduna" zu Halle ge­wählt und wird in diesen Tagen diese Stellung antreten.

Der Weltpostverein und die deutsche post.

Das internationale Postbureau in Bern veröffentlicht soeben eine Statistik der Postverwaltungen der dem Weltpostverein angehörigen Staaten auf das Jahr 1884 (Statiatique G6n6rale du Service Postal dana les Paya de lUnion Postale Universelle), aus der wir bezüglich Deutschlands und einiger anderer europäischer Länder Folgendes entnehmen:

Was zunächst die Zahl der Postämter anlangt, so steht von den europäischen Staaten England mit 16,434 obenan, sodann folgt Deutschland mit 15,428, Oester­reich-Ungarn mit 7804, Frankreich mit 6587, Rußland mit 4764, die Schweiz mit 2936, Schweden mit 1965, die Niederlande mit 1274, Norwegen mit 1070, Portugal mit 1051, Belgien mit 855, Dänemark mit 696. Rumänien mit 248, Griechenland mit 213. Für Italien sind keine Notizen vorhanden. In der Schweiz kommt schon auf 14,1 qkm ein Postamt, in England auf 19,3, in den Niederlanden auf 25,8, in Belgien auf 34,4, in Deutschland auf 35, in Dänemark auf 56,9, in Oesterreich auf 71 6 in Frankreich auf 80,2, in Portugal auf 87,8, in Ungarn auf 89,2, in Schweden 'auf 225,4, m Norwegen auf 297,4, in Griechenland auf 298,6, in Rumänien auf 645,8, in Rußland kommt erst auf 4663,3 qkm ein Postamt.

.. . Ein anderes Bild ergibt sich, wenn wir die Zahl der Beoölkerungsköpse, auf Postamt: fallt, in's Auge fassen. Hier steht die Schweiz wieder obenan, schon auf 964,5 Menschen kommt ein Postamt. In Norwegen kommt sodann auf 1814 -"lAn"". Postamt, in@nflIanb Quf 2188,2, in Schweden auf 2342,8, in Dänemark auf 284a,8, in Deutschland auf 2931,9, in den Niederlanden auf 3358,1, in Ungarn i" Portugal auf 4329,9, in Oesterreich auf 5283,8, in Frankreich auf 5719,1, in Belgien auf 6691, in Griechenland auf 9291,8, in Rumänien auf 20 322 6 und in Rußland auf 21,272,5. '

. , . Zahl der Postbeamten steht England obenan mit 95,553, sodann

folat ?n^ld,lanb mit 83-116 Frankreich mit 53,516, Oesterreich mit 18,485, Nutziand mit 16,880, Ungarn Mit 742a re.

dL/^hl der ausgestellten Briefkästen steht Deutschland an erster Stelle mit 66,626 Briefkasten. An zweiter Stelle erscheint Frankreich mit 56,541, an dritter Eng­land mit 33,000, an vierter Oesterreich mit 10,242, an fünfter Rußland mit 9026 so­dann folgen Dänemark mit 7883, Belgien mit 5992, die Schweiz mit 5782 Ungarn mit 5286, die Niederlande mit 3295, Schweden mtt 3284, Portugal mit 2351 Ru­mänien mit 767, Norwegen 522 und Griechenland mit nur 454 Briefkästen

Im inneren Dienst beförderte Deutschland 633,808,900 Briefe, 202 948 400 ein­fache Postkarten, 2,064,100 Postkarten mit Antwort. Sendungen von' Zeitschriften wurden 3,226,900 mit 489,198,100 Nummern befördert, sowie 157,391 400 andere Drucksachen. Weiter beförderte die deutsche Reichspost 9,974,700 Waarenproben , 12,862,400 recommandirte Sendungen, 7,575,300 Geldbriefe mit einem deklarirten Werthe von ca. 8000 Millionen JL, sowie ca. 87 Millionen Pallete. Die genannnten Zahlen sind nur die für den inneren Verkehr, ausschließlich des Verkehrs von und »ach dem Auslande.

Von großem Interesse für die Beurtheilung der wirtschaftlichen und Cultur- verhältnisse eines Landes erscheint die Zahl der pro Kopf der Bevölkerung entfallenden Briefe und Postkarten. In England entfielen auf den Kopf 42,3, in der Schweiz 25 4 in Deutschland 19,8, in Belgien 19,4, in den Niederlanden 19,3, in Frankreich 17 02' in Dänemark 15,5, in Oesterreich 14,3, in Schweden 8,7, in Norwegen 7,5, in Ungarn 6,4, in Portugal 4,2, in Griechenland 2,3, iu Rumänien 1,8 und in Rußland 1 3 Briese und Postkarten. '

Recht interessant ist auch das Kapitel der Einnahmen und Ausgaben der einzelnen Postverwaltungen. In England wars die Post über 64 Millionen Francs ab in Deutschland über 33 Millionen, in Frankreich über 27 Millionen, in Oesterreich-Ungarn über 15 Millionen Francs. Von den angeführten 15 Staaten erfordern drei einen Zu­schuß zur Postverwaltung, Rußland, Portugal und Norwegen.

Vermischtes.

Friedberg, 6. März. Die Ausführung der längst erstrebten Eisenbahn Homberg-Friedberg ist der Verwirklichung um einen Schritt näher gerückt. Die Kgl Eisenbahndirection in Frankfurt a. M. ist Seitens des hessischen Ministeriums zur Vornahme der Vermessungs- und Vorarbeiten auf hessischem Gebiete ermächtigt worden, woran sich selbstverständlich die gleichen Arbeiten auf preußischem Ge­biete schließen.

Darmstadt. Im Jahre 188485 waren im Großherzogthum 306 Bier­brauereien (173 in den Städten, 133 auf dem Lande) vorhanden, von diesen sind im Laufe des Jahres im Betrieb gewesen 256, die zusammen an steuerpflichtigen Brau­stoffen 19 311288.5 Kilogramm verwendeten und 808 931.5 Hectoliter Bier (7463.78 Hectoliter mehr als im Etatsjahr 1883-84) bereiteten. Die Brutto-Einnahme der Brausteuer belief sich, nach Abzug der 37 431.85 JL betragenden Steuerrückvergütung für ausgefuhrtes Bier, auf 734 421.25 JL (8483.50 mehr als im Etatsjahr 1883-84). Dazu kommen 43 388.87 JL Uebergangsabgaben von namentlich aus Bayern ein- geführtem Bier (11496 JL mehr als im Etatsjahr 1883-84) und 746.15 (1772 jl

weniger als 188384) Eingangszoll von aus dem Zollvereins-Ausland eingeführtem Bier. Die Gesammteinnahme vom Bier betrug mithin 778 556.27 JL Die drei be­steuerten Essigbrauereien im Großherzogthum entrichteten im Rechnungsjahr 188485 an Steuer 422.35 jl (N. H. P)

Mainz, 4. März. Das Großh. Kreisamt Mainz hat auf Grund de? Reichs- gesehes vom 8. December 1884, die Ergänzung des § lOOe der Gewerbe-Ordnung betreffc!ib, unterm 26. v. M. verfügt, daß diejenigen hiesigen Bäckermeister, welche der Backer-Innung zu Mainz nicht angehören, aber zur Aufnahme in dieselbe fähig sind, vom 1. Mai d. I. ab Lehrlinge nicht mehr annehmen dürfen.

Ober-Rosbach. Auf dem benachbarten Bainhards und zwar im Unlcr- bainhards. wo schon seit Jahren ein Fuchsbau sich besindet, hat Revierjäger Stein­brenner, da die Füchse sich in letzter Zeit sehr unangenehm bemerkbar machten, ein Euchsgraben veranstaltet und die ganze Gesellschaft erwischt. Etz befanden sich im Bau: Vater Reinecke mit 2, sage zwei Weibern, von denen die eine 4, die aridere 7 Junge hatte, ein gewiß seltener Fall.

Fulda, 5. März. Ein unvermuthetes Ende haben gestern Vormittag zwei werthvolle große Hunde, der eine dem Herrn Bürgermeister und der andere dem Herrn Brauerelbesitzer Thiel von Horas gehörig, dadurch gefunden, daß dieselben in freier Bewegung über den Bahnkörper in dem Augenblicke sprangen, als der Oberhessische 10 Uhr-Zug daherbrauste und den einen in der Mitte von einander, dem andern den Kopf abfuhr.

Berlin, 3. März. Auf wiederholtes Vergehen gegen dasKrankenversichcrungs- gesetz lautete die Anklage, welche gestern gegen den Schneidermeister Friedrich Elages vor der Berufungskammer des hiesigen Landgerichts I zur Verhandlung kam. Der Angeklagte hatte mit seinen Gesellen das Privatabkommen getroffen, daß sich dieselben den ganzen Beitrag zur Krankenversicherung von ihrem Lohn sollten abziehen lassen. Das Gesetz schreibt aber vor, daß der Arbeitgeber den dritten Theil dieser Beiträge aus seiner Kasse zu bezahlen hat, und verbietet die Schließung von Verträgen mit den Arbeitern, welche den Bestimmungen des Gesetzes widersprechen. Ferner wurde er auch dafür verantwortlich gemacht, daß die Arbeiterinnen, welche in seiner Wohnung bei seiner Frau beschäftigt und von dieser auch bezahlt wurden, sich in gleicher Weise den Abzug des ganzen Versicherungsbetrages mußten gefallen lassen. Das Urtheil gegen den Angeklagten lautete auf eine Geldstrafe von 150 JL eventuell 15 Tage Gefängniß.

Von der mutbigen That eines Kindes wird aus Halle Folgendes be­richtet: Am vorigen Sonntag Nachmittag vergnügte sich eine Anzahl Kinder auf dem Eise der Saale bei Wörmlitz mit Schlittschuhfahren und Glendern. Ein kleiner drei­jähriger Knabe kam einer schwachen Stelle am User zu nahe, er brach ein und ver­schwand im Wasser. Der nur 2 Jahre ältere Bruder desselben, dies bemerkend, warf stü) schnell entschlossen ber Länge nach auf's Eis, ließ sich von einem anderen Knaben bte §uße festhalten, erfaßte den wieder an die Oberfläche kommenden Bruder und zog ihn mit Aufbietung aller Kraft glücklich auf's Eis. Der Kleine, schnell nach Hause gebracht, erholte sich hier bald wieder, hoffentlich hat es bei dem kalten Bade fein Bewenden gehabt.

Ein Gastgeber in Nordhausen ist zu 50 JL Entschädigung an einen Beamten verurtheilt worden, weil er vor seinem Hause bei Glatteis nicht hat streuen lassen. In Folge davon war der Beamte ausgeglitten, gefallen und hatte einen Arm­bruch erlitten.

Man schreibt aus Braunschweig: Mit dem Ausscheiden des letzten unserer Welfenherzöge stirbt auch die Heinrichslinde dahin, jener weltbekannte, stolze, uralte Baum vor dem Braunschweiger Dome, welcher nach alter Uebcrlieferung von Heinrich dem Löwen gepflanzt worden ist. Höheren Ortes ist nun beschlossen, den Baum so lange wie irgend möglich zu erhalten und dies sucht man jetzt durch Ab- lectiren zu bewerkstelligen, d. b. man bringt durch Einschnitte mehrere um die Hein­richslinde angepflanzte junge Lindenbäume mit letzterer in Verbindung und leitet die Säfte derselben in den absterbenden Baum ab. Daneben müssen die tobten Acste be­seitigt werben; einer berselbcn ist von so kolossalem Umfange (1 Meter Durchmesser), bafe seine Entfernung bic Erbauung eines großes Gerüstes und bie Anwenbung eines Flaschenzuges erforderlich macht. Hoffentlich werden die Bemühungen um die Er­haltung der Heinrichslinde von einigem Erfolge gekrönt fein.

(Ein hundertjähriger Freiheitskämpfer von 1813.] In Lübeck beging kürzlich ein Veteran aus den Freiheitskriegen seinen 103. Geburtstag. Von allen Seiten wurden demselben Geschenke und Glückwünsche entgegengebracht. Geboren in Ahrensbök im Fürstenthum Lübeck, hat der jetzt 103jährige I. H. F. Dohse viele Jahre als Soldat, zum Theil unter der Dänenherrschaft, gedient. Er machte sowohl 1806 als auch 181315, dann später im Jahre 1848 Feldzuge mit und immer ging er unverwundet aus der Schlacht hervor, nur einmal traf ihn ein Säbelhieb. Dohse, ber in ben 102 Jahren seit seiner Geburt noch nie in Berlin gewesen war, wollte im vorigen Jahre auch einmal bie Reichshauptstabt sehen. Einmal bort, suchte er auf Veranlassung seiner Verwanbten um eine Aubienz beim Kaiser nach, bic ihm auch ge- wahrt wurde. Kaiser Wilhelm bewilligte Dohse als einem Veteran aus dem Felb- ivge 181315 jährlich 240 Jl. aus feiner Privatschatulle. Dohse ist vor Sorgen geschuht. Täglicherhält er Besuche von Neugierigen, welche den Mann mit dem weihen Haare und ben rothen kräftigen Gesichtszügen sehen wollen. Die Zahl seiner Kinber, Enkel unb Urenkel soll 100 weit überschreiten.

Bei Waldsee (Pfalz) kam am vorigen Samstag eine Schafheerde von 400 Stuck in Folge mangelhafter Beaufsichtigung des Hirten auf einen nur schwach Wk.storenen Weiher. Das Eis brach in Folge der Belastung und nur ein kleiner Theil der Miere, kaum achtzig Stück, konnten gerettet werden, während bie übrigen ertranken.

. Ein neues lenkbares Luftschiff von gewaltigem Umfange wirb bemnächst

in Berlin von einem Erfinber Hermann Ganswinbt gebaut werben. Es soll durch seine Größe, welche aus mathematischer Nothwendigkeit erforderlich ist, das er- reichen was allen früheren lenkbaren Ballons in genügendem Maße zu erreichen nicht möglich war und allem schon ihrer zu kleinen Ausdehnung wegen nicht möglich sein konnte, nämlich eine so große Eigengeschwindigkeit (relativ zur Luft), daß sie diejenige der stärksten Winde unserer Zone noch zu übertreffen vermag. Die Ausführung erfordert ungefähr 100,000 JL Kosten. Unsere Wünsche zum Erfolge hat Herr Ganswindt.

- Eine verrätherische Branntwcinflasche wurde dieser Tage in einem Hause ju ^oln gefunben, woselbst Spitzbuben einen Officier bestohlen hatten. Die Diebe, welche bet ihrer schweren Arbeit das Trinken nicht vergessen hatten, ließen beim Weg- gange oufjer emem Brecheisen auch die Branntweinflasche zurück. Nun wäre bas vielleicht rucht idihmm jur sie gewesen, wenn sich nicht ein eigenthümlicher Kork auf der H-lasche gefunben hatte, nämlich bas zusammengerollte Stück einer gerichtlichen Vorladung. Auf bicfem stand zwar nicht der Name des Geladenen, wohl aber die Wohnung. Dieses Paplerstück führte die Polizei schleunigst nach einem Hause am

.Dort auf dem Speicher saßen mehrere Männer friedlich beisammen und sahen barem wie bie liebe Unschulb. Aber einer von ihnen trug ein Paar ber Alefel, welche noch vor wenigen Tagen bem Officier gehört hatten. Was weiter ge­schah, braucht nicht erzählt zu werben. 0

r. ,J^rcitag als Zahltag.] Die bebeutenberen Jnbustriellen in Cannstatt er­liefen nach berNeck.-Ztg." ein Circular an sämmtliche Fabrikanten, in welchem bie

S liiiner^ große \ nMti

^«is der

ji Berlin!) 4 "WI

SÄSS

Lped'"

* f**wsoitn'

Pol au, JMmi $ LWt,

6,n 9.1 c,t

01 liefe

ei.it

_ [flur nobel Slbtnbe ganz W A uttldtlc sich bei ber Pol

MM MdasProvin dahier jott die 8 stehend genannte! unb Verbrauchs Brod, Erbsen, Reis, Gerste, E katnuß, Essig, schmal;, Mehl, li Lorbeerblätter, : löffeln, Wirsing,, grünes, Pelrole Besen verschiedei schruppet, Bütsi (Seife, Cchmierse

Jintjanb, lerner bie Absu

Ötubeninbal ni-ung der lagen

Pir die Zeit vom 21. März 1887 \\ vergeben werben Mstlich bis läng!

Lawstag bei

Borwitta Wer einzureiche ungen können aus Staatsanwaltschas Zimmer Nr. 43) ju bem obi 'M Gebote aus S'cknGuseerge M Lmpen, foro W ergebende ab rnt»n genommer Men, an) 9 .

Großh.

----Amme

^Äillig^Ttü,