Amerika.
New Bork, 29. October. General Mc Clellan ist heute Mitternacht auf seinem Wohnsitze The Grange in New.Yersey an einem Herzleiden gestorben. _________________________________________________
Vermischtes.
Mainz, 28. October. [Bum Wothe'schen Mord.j In dem Abort des Brauhauses „Bum Täubchen" wurde heute Nachmittag die Reisetasche gefunden, in welcher der Mörder die Körpertheile des Wothe aufbewahrt hat.
— Der älteste Proceß in Deutschland dürfte wohl der sein, welchen die Gemeinde Burgsinn gegen die Frhrn. v. Thüngen in Thüngen, Weißcnbach, Roßbach und Burgsinn angestrengt hat, und in dem es sich um die Nutzungen handelt, die die Frhrn. von Thüngen von 1713—1848 aus den Waldungen hatten, welche durch reichskammergerichtliches Urtheil vom Jahre 1755 der Gemeinde Burgsinn zugesprochen und 1862 gerichtlich überwiesen worden sind. Am 22. September dss. Js. erfolgte rir dieser Sache die Hinterlegung der Anträge bei der Zivilkammer in Würzburg und der Antrag des Vertreters der Gemeinde Burgsinn geht dahin, die Frhrn. v- Thüngen zur Bahlung von 746,324 eventuell 658,336 Gulden und Tragung der Kosten yt »erurtheilen.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'- telegr. Eorrefporrdenz-Burearr.
Berlin, 29. October. Der Kaiser empfing Nachmittags 3Vz Uhr den Unter; staatssecretär Bismarck zum Vortrag. ’
— Dem heutigen Festgottesdienste zur Säeularserer der französischen Colonie wohnten der Kronprinz, die Kronprinzessin, Prinzessin Victoria, die Minister v. Putt- kamer und Goßler und eine Deputation des Magistrats und der Stadtverordneten, geführt von dem Oberbürgermeister Forckenbeck, bei. Letzterer überreichte eine Glückwunschadresse der städtischen Vertretung, wofür Prediger Neßler Namens der franzo- stschcn Colonie dankte. Die Festpredigt hielt Prediger Tournier, welcher die Hoch- hersigkeit, womit der große Kurfürst den „Refugiös" sein Land und seine Schatzkammer geöffnet habe, feierte und die landesväterliche Fürsorge, welche alle Hohenzollernfursten der französischen Colonie unablässig bethätigt hätten, so daß die Abkömmlinge der RetuaiLs" aller großen Geistesgüter des deutschen Volkes theilhaftig geworden feien. Mit dem Absingen der Choräle: „Eine feste Burg" und „Nun danket Alle Gott schloß die erhebende Feier, welche die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt hatte.
— Bur Säcularfeier der französischen Colonie fand heule Abend im großen Saale der Philharmonie eine Festfeier statt, wobei nach einem Prolog von Fontane aus der Geschichte der Hugenotlenkriege bis zur Aufnahme der „Refugiös in Brandenburg lebende Bilder gestellt wurden. Am Schlüsse des darauf folgenden Festspiels wurde, während auf der Bühne die Colossalbüste des Kaisers und der Kaiserin, das Reliefbild des Großen Kurfürsten und die Büsten aller preußischen Könige in -magischer Beleuchtung erglänzten, von der ganzen Versammlung stehend die Nationalhymne gesungen. ~ . ... .cm f £
München, 29. October. Die Kammer nahm einstimmig den Gesetzentwurf betreffs Ausführung des Reichsgesetzes über die Ausdehnung der Unfall- und Krankenversicherung an, ferner mit großer Majorität das provisorische Fortbestehen des bisherigen Malzaufschlags, verwarf dagegen die von der Regierung beantragte Fixirung desselben.
Rom, 29. October. Cholerabulletin von gestern. Provinz Palermo 35 Erkrankungen, 22 Todesfälle. Hiervon in der Stadt Palermo 18, resp. 13.
Alexandrien, 29. October. Drummond Wolff ist heute Vormittag hier eins getroffen.
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1. Alle Opera! heroorbringen, stets nehmen.
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3. Die Arbeit- Atittagspausen.
4. Im Somni nehmen. Derjenige, ebenso häufige Adwa
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Lokales.
* * Gießen, 29. October. [Wohlthätigkeits - Concert.s Von allen Vergnügungen, deren Zweck die Wohlthätigkeit ist, gehören Concerte und Aufführungen wohl zu den edelsten, und daß sich hier eine Anzahl junger Leute gefunden, die mit Energie den am Donnerstag stattgehabten Musikabend planten und durchführten, um ben Hinterbliebenen der auf der Corvette „Augusta" Verunglückten eine Hilfe in der Noth zu bringen, gereicht den betreffenden Herren gewiß zur größten Ehre. Das Publikum ließ sich auch keineswegs nöthigen, das Concert zu besuchen, was die über 500 JL zählende Einnahme am besten beweist. Freilich war eine Klasse der haute volSe durch bedeutende Abwesenheit glänzend, und zwar eine Klasse, die in erster Linie ihr Scherflein zu dem schönen Zweck hätte beitragen müssen, nämlich--wir
wollen dieselbe lieber nicht nennen.
Das Concert nahm einen glänzenden Verlauf. Alles, was geleistet wurde, mit wenigen Ausnahmen, erhob sich weit über das Dilettantenhaste und der jugendliche Violinist trug den Löwenantheil davon, lieber sein Spiel, das technisch sowohl, wie im Vortrage, welcher Gefühlsinnigkeit verlangt, gleich bedeutend ist. herrschte nur eine Stimme im Publikum, die Stimme wahrhafter Bufriedenheit und wir glauben, daß manches schöne Herz warm für den talentvollen Jüngling geschlagen hat.
Auch das Clavier fand einen tüchtigen Vertreter und der Gesang war nicht minder in bewährten Händen. Im Triospiel leistete auch der Cellist recht Ansehnliches und können wir den wackeren Dilettanten nur unseren herzlichsten Glückwunsch aussprechen. —a—
Gieße«, 29. October. Die diesjährige Generalversammlung des landwirth- schaftlichen Provinzialvereins der Provinz Oberhessen wurde, nachdem vorher eine Sitzung des Ausschusses stattgefunden hatte, heute Vormittag 11 Vs Uhr durch den Präsidenten des Vereins, Freiherrn Adalbert von Nordeck zur Rabenau im Saale des Hötel Einhorn eröffnet.
Der erste Punkt der Tagesordnung: Nechnungsablage, sand, wie in früheren Jahren, dadurch seine Erledigung, daß der Vorsitzende darauf hinwies, der Rechenschaftsbericht werde demnächst in dem Vereinsorgan zum Abdruck gelangen.
Der zweite Punkt betraf die Frage: „Wie erklärt es sich, daß 1 bie kleineren Landwirthe stets mit nur verhältnißmäßig geringer Stückzahl an Vieh sich bei den landwirthschaftlichen Preisvertheilungen betheiligen?
Der Referent, Herr Landwirthschaftslehrer Leithiger von Alsfeld erörterte, nachdem er die in der Frage bezeichnete Thatsache als zweifellos bingestellt, die Gründe für dieselbe und sand als Hauptgründe 1) den Bwischenhanoel und 21 die System- losigkeit der Prämiirungen. Als Mittel zur Abstellung des Uebelstandes bezeichnete der Vortragende eine Revision der Prämiirungsordnung nach der Richtung, daß erstens die großen Viehzüchter mit Collectionen und die kleinen mit einzelnen Stücken Vieh, jede Classe unter sich, concurrirten und daß zweitens für die größeren Vieh- schauen größere, für die kleineren entsprechend kleinere Preise ausgesetzt würden. Redner beantragt, eine Commission zur Prüfung seiner Vorschläge einzufetzen.
Herr Amtmann Nover weist auf die Schwierigkeit der Unterscheidung zwischen großen und kleinen Viehzüchtern hin und empfiehlt den Antrag Leithiger, umsomehr als ähnliche Tendenzen von dem Provinzialverein Starkenburg befolgt würden.
Von anderer Seite wird die Bweifcllosigkeit der von Bittiger behaupteten That- sache bestritten. Nach einigen weiteren Repliken wird der Antrag einstimmig angenommen.
Es folgt nunmehr der Antrag des Freiherrn Adolf zur Rabenau wegen Errichtung einer besonderen landwirthschaftlichen Versuchsstation zu Gießen.
Herr Professor Dr. Thaer schildert als Referent die Arbeiten der zur Prüfung dieses Antrages eingesetzten Commission. Letztere habe sich zunächst damit befaßt, zu prüfen, ob nicht eine Vereinigung der geplanten Station mit dem landwirthschaftlicben Institut der Universität möglich sei, habe aber die Ansicht gewonnen, daß der gegebene Raum nicht ausreiche. Da auch eine Unterbringung der Station in dem neu zu erbauenden chemischen Laboratorium als schwerlich ausführbar erschienen fei, habe sich die Commission um Gutachten an die Herren Landwirthschaftslehrer Leit Higer-Alsfeld und Tobi sch-Friedberg, sowie an Herrn Prof. Dr. Wagn er, Vorsteher der Versuchsstation zu Darmstadt, gewandt.
Leithiger schlug eine Vereinigung der geplanten Station mit der Landwirth- schaftsschule zu Alsfeld vor, was den Verein jährlich gegen 1200 JL kosten könne.
Topisch meinte: Die Friedberger Landwirthschaftsschule könne die Station nicht übernehmen; übrigens genüge die Versuchsstation in Darmstadt vollständig, wenn inan neben derselben recht viele Auskunftsstationen durch die ganze Provinz «tablire.
Professor Wagner übermittelte der Commission eine Statistik der aus Ober- chessen eingegangenen Proben, deren es im Ganzen 148 gewesen, wovon 32 Dünger-, 57 Futtermittel-, 16 Bucker-, 10 Milch- und 33 Samenproben waren. Dafür feien den Einsendern 163 JL berechnet worden.
Aus Grund dieses Materials habe die Commission in einer weiteren Berathung beschlossen, den Verein zu ersuchen, die ganze Frage vorerst auf Jahresfrist zu vertagen, während dieser Beit aber, um auch kleineren Landwirthen das Einschicken von Proben zu ermöglichen, einen Theil der Kosten bis zum Betrage von 100 Jü aus Vereinsmitteln zu bestreiten. Der Antrag wird angenommen.
Der folgende Punkt betraf den wichtigsten Gegenstand der ganzen Tagesordnung: Das Viebversicherungswesen im Großherzogthurn Hessen.
In gediegenem, klarem, weitschauendem Vortrage entwickelte der Referent, Herr Kreisrath Schönfeld zu Lauterbach, die Geschichte der Frage der Rindviehzwangsversicherung in unserem Großherzogthurn, beleuchtete die Wichtigkeit der Viehzucht für den Nationalwohlstand unseres Landes, zeigte aus Grund der Bählung vom 10. Januar 1883r daß der Viehbestand des Großherzogthums einen Werth von 97 Millionen JL re- präsentire, wovon allein 63 Millionen auf das Rindvieh kommen, und daß dcr- elbe, während der Gesammtwcrth der Getreideproduction gegen 1873 hcruntergegangen et, um 16 pCt. werthvoller sei als 10 Jahre vorher. Die Viehzucht verdiene daher mit Recht die höchste Beachtung. Trotzdem beständen Versicherungskassen in nur 369 von 1137 Gemeinden und Gemarkungen unseres Großherzogthums; es fehlten solche also noch in Vz der Gemeinden. (Für Oberhessen stellt sich das Verhältniß wie 214:504.) Deßhalb liege die Frage nahe, ob man nicht einen Versicherungszwang tatuiren solle.
Der Referent empfiehlt und motiuirt einen solchen. Allein dieser Bwang sei zu beschränken auf die Versicherung des Rindviehes.
Bur Ausführung dieser Versicherung schlägt Herr Schönfeld vor: Allgemeiner Versicheriingszwang des eigentümlichen Rindviehes auf Grund örtlicher Ver- icherungsgemeinschaften auf Gegenseitigkeit.
Für jede Gemeinde, in welcher mindestens 200 Stück Rindvieh vorhanden sind^ muß eine Kasse gegründet werden. Kleinere Gemeinden (deren gibt es im Kreise Gießen allein 28 von 95, in Oberhessen 169 von 504, im Großherzogthurn 446 von 1137) können ihre Vereinigung mit anderen Gemeinden beantragen, worüber nöthigen- alls der Kreisausschuß entscheidet. Um den Viehzüchter selbst an einer guten Haltung und Pflege zu intercssiren, hat er 20 pCt. des Schadens zu tragen; um die Orts- । viehoersicherungskasse zu einer regen Controle anzuspornen, ersetzt sie 40 pCt.; der Rest (40 pCt.) ist durch den Kreisoerband, der etwa mit den politischen Kreisen zusammcn- ällt, aufzubringen.
Freiherr zur Rabenau senior ist gegen dieses Project, weil 1) der Bwang mit der Selbstverwaltung nicht harmonire, und 2) der Bauer schon genug zu zahlen habe und nicht noch neue Lasten tragen könne.
Leithiger tritt für den Bwang ein: „Es fei nöthig, das Betriebskapital deskleinen Bauern sicher zu stellen, um diesen vor der Ausbeutung und dem wirthschaft- lichen Ruin zu schützen."
Freiherr zur Rabenau junior tritt dem Einwand von Seiten des Freiherrn zur Rabenau senior entgegen, indem er ausführt, daß die Versicherung dem Landwirthe keine neuen Lasten und Kosten auflege, sondern ihn nur vor großen Verlusten schütze.
Dr. Weidenhammer, principiell Gegner von staatlichen Bwangsmaßregeln,. ist nicht abgeneigt, für diesen Zwang zu stimmen.
Nachdem noch einige andere Redner sich zu dieser Frage geäußert, wurden die Vorschläge der Commission gegen etwa 12 Stimmen abgelehnt.
Die beiden folgenden Positionen der Tagesordnung wurden wegen vorgerückter Beit vertagt.
Schließlich wurde die Neuwahl des Präsidiums üorgenommen; durch Accla- mation wurden wiedergewählt Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau als Präsident und Herr Amtmann Nover als Vicepräsident.
Schluß der Versammlung um 2 Uhr. L.
%* Aus Karlsruhe geht uns Bericht über ein Concert des Londoner Pianisten Herrn Max Pauer zu, in welchem unsere beliebte Concertsängerin Fräulein Marie Langsdorfs mitgewirkt hat. Es heißt.in dem Bericht: Die Dame sang mit schöner und gleichmäßig entwickelter Mezzosopran- (fast Alt-) Stimme ein Sanctus von Cherubini und 3 Lieder von Schubert, Schumann und Abt, welchen Leistungen reicher und verdienter Beifall entgegengebracht wurde.
Hoffentlich haben wir auch hier in Gießen Gelegenheit, Fräulein Langsdorfs im Laufe der Concertsaison zu hören.
— Wir erhielten nachstehende Bufchrift:
Darmstadt, 29. October 1885.
An
verehrliche Redaction des „Gießener Anzeiger"
Gießen.
Das in Nr. 252, erstes Blatt Ihrer Zeitung enthaltene, den 46. Turntag des- Mittelrhein-Kreises betreffende „Eingesandt" ist unrichtig und bedarf der Berichtigung, um welche wir Sie, durch gef. Aufnahme des Nachstehenden, ergebenft ersuchen.
1. Der Commissions-Antrag: „Bei Gelegenheit der Kreis-Turnfeste findet ein Preisfechten statt, was jedoch nur am Fest-Dienstag abgehalten wird. Der technische Unter-Ausschuß wird beauftragt, der Regelung des Fechtens im Kreise feine volle Aufmerksamkeit zu schenken und durch passende Kooptation einen Fechtausschuß zu schaffen" — sowie der Busatz-Antrag Danneberg: „welcher vor dem nächsten Kreisfeste eine Fecht-Ordnung aufzustellen hat" — wurden vom Turntag angenommen, folglich ist das Fechten ein integrirender Bestandtheil der Kreis-Turnfeste und in diesem Sinne allerdings obligatorisch geworden. Man soll und will aber nicht verlangen, daß Jeder, der fechten will, auch ein vorzüglicher Turner fein soll.
2. Der Antrag des Gauvertreters Stahl in Offenbach: „Nach § 2 des Kreis- Grundgesetzes steht bei Verweigerung der Aufnahme Seitens des Gaues dem betreffenden Verein die Beschwerde bei dem Kreisausschuß frei, welcher darüber endgiltig entscheidet. Ich beantrage nun, die beiden Vereine, vorbehältlich der Einreichung ihrer Beschwerde, in den Kreis aufzunehmen, womit selbstverständlich ihre Mitgliedschaft in der Deutschen Turnerschaft und dem Gau verbunden ist" — wurde vom Kreis-Ausschuß angenommen und solches dem Turntag mi tg ethei lt, ob nun, worauf es dem „Einsender" hauptsächlich anzukommen scheint, der Beschluß des Kreis-Ausschusses, oder die Aufforderung an die bett. Vereine „allseitige Buftimmung" fand, ist für uns nebensächlich.
Ergebenst
Emil Reuter, Kreisvertreter. Karl Rothermel, Kreis-Schriftführer.
Für uns hat die an und für sich nicht so sehr wichtige Angelegenheit hiermit im redactionellen Theil ihren Abschluß gefunden und verweisen wir etwaige Weiterunge» in den Jnferatentheil. Red, d. G. A. |
UniverfitätS»Chronik.
— Der außerordentliche Professor Dr. phil. B a rtholornae zu Halle ist mit Beginn dieses Wintersemesters in gleicher Eigenschaft in die philosophische Fakultät zu Münster versetzt worden.
— Bevor der Bakteriologe Dr. Van Ermengem die ihm übertragene Professur an der Genter Universität antritt, begibt er sich auf 4 Wochen nach Berlin, um im Laboratorium des Geh. Rath Dr. Koch zu arbeiten. Van Ermengem, welcher sich ganz den Koch'schen Principicn angeschlsssen, hat sich dircct an Geheimerath Koch mit dieser Bitte gewandt und Letzterer hat sie in liebenswürdiger Weise sofort erfüllt.
— Der berühmte Augenarzt, Universitätsprofessor Dr. Horner in Bürid?, welcher aus Gesundheitsrücksichten für das Wintersemester einen Urlaub nehmen mußte, wird durch Dr. Haab in Niesbach und Dr. Stolting vertreten. Für Professor Luch finger, ebendaselbst, welcher aus demselben Grunde, Urlaub genommen hat, wird Dr. Gaule, Privatdocent an der Universität Leipzig, eintreten.


