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Wendigkeit neuer Creditbewilligungen. Nach den letzten vom 18. v. Mts. datirten Nachrichten von der ostafrikanischen Westküste erneuerten Truppen von Dahomey die Angriffe gegen Porto-Novo.

Rom, 29. Juli. In der Anrede des Papstes heißt es: Frankreich legt uns außergewöhnliche Sorge auf in Folge der zahlreichen ernsten Hindernisse, welche dort der Gang der öffentlichen Angelegenheiten der Kirche bereitet. Dasselbe muß von Deutschland gesagt werden, bezüglich dessen wir sicherlich nichts so sehr und mit allen unseren Kräften wünschen, als Harmonie zwischen den bürgerlichen und religiösen In­teressen auf eine dauerhafte Weise herzustellen. Es sind aber große Anstrengungen er­forderlich, um die bestehenden Schwierigkeiten zu überwinden.

Die marokkanische Gesandtschaft wurde heute Nachmittag vom König in Gegenwart von Dcpretis und der Hofwürdenträger empfangen.

Peschawar, 29. Juli. Der britische Gesandte ist nach Kabul abgereist.

Petersburg, 29. Juli. Zu der Meldung derDail.) News" über die Zul- ficarfrage bemerkt dasJournal de St. Petersbourg": Wir brauchen nicht weiter zu constatiren, daß dieDaily News" nicht gut unterrichtet waren, als ihnen der angeb­liche Inhalt der russischen Antwort gemeldet wurde. Die Zulsicarfrage ist noch in der Schwebe und bildet den Gegenstand von Unterhandlungen zwischen den beiden Regierungen. So lange keine der beiden Regierungen den Augenblick gekommen glaubt, um über den Stand der Verhandlungen Mittheilungen zu machen, wird die öffentliche Meinung gut thun, diesbezügliche anderweitige Nachrichten mit Vorsicht aufzunebmen.

Rewyork, 29. Juli. Die Beerdigung Grant's wird auf den Wunsch der Familienangehörigen des Verstorbenen nicht im Newyorker Eentralpark, sondern im Riversidepark am Ufer des Hudson stattfinden.

Die Todlengraber im Kaufmannsstande.

Gewiß ist es ein achtenswerthes Beginnen, schreibt dieColonialw.-Ztg.", wenn ein Kaufmann einem in Concurs gerathenen Collegen eine anderweite Existenz anbietet und meist wird Letzterer die ihm dargebotene Hand dankbar ergreifen und diesegünstige Gelegenheit zum Erwerb und Wiederemporkommen mit Freuden benutzen. Mag das Einkommen auch nicht gleich groß sein, so ist doch wenigstens die Familie vor der größten "Roth bewahrt und das Selbstbewußtsein des Mannes kehrt gleichzeitig mit der Arbeit zurück.

Ein verachtungswürdiges Gebahren ist es aber, wenn diese Nothlage eines Kaufmannes vom Eollegen in egoistischer Weise ausgebeuret und aewissermaßen ein Geschäft damit gemacht wird. Wir würden es nie geglaubt haben, daß es solch niedrig denkende Leute gibt, welche auch noch Nutzen ziehen wollen aus dem letzten Bischen, das dem falliten Kaufmann übrig geblieben ist, der Kenntniß der ehemaligen Kundschaft und deren Bedürfnisse, wenn uns nicht die im Original vorliegenden und im Abdruck nachsiehenden vielversprechenden Prospecte einer Hamburger Kaffee-Handlung, welche einer Kölner Firma zugegangen sind, eines Anderen belehrten.

Der Brief lautet:

Hamburg 1885. Geehrter Herr! Aus der Zeitung ersehen wir den Sie leider betroffen habenden Unglücksfall und erlauben uns Ihnen als lohnenden Erwerb unsere Agentur für dort und Umgegend anzutragen.

Wir sind fest überzeugt, daß Ihnen unsere Agentur bald eine neue und lohnende Existenz bieten wird und behändigen Ihnen einliegend unsere Bedingungen nebst Preis- courant zur gefl. Durchsicht. Sie werden finden, daß einige unserer Preise oft um 20pCt. billiger sind als dort, was Ihnen Gelegenheit bieten wird, Ueberpreise zu er­zielen, welche Ihnen mit Ihrer Provision gutgeschrieben werden.

Die Provision und erzielten Ueberpreise stehen Ihnen nach Eingang der Beträge sofort zur Verfügung.

Falls Sie nun geneigt sein sollten, die Agentur zu übernehmen, bitten um Ihren w. Bescheid und stehen Ihnen dann gerne Proben zu Diensten.

Bemerkungen zur Uebernahme der Agentur.

Wir übergeben Ihnen die Agentur für dort und Umgegend und erhalten Sie für alle in Ordnung gegangenen Geschäfte folgende Provision: Auf Postcolli von 9'/, Pfd. ( 43/4 Kilo) netto Inhalt 10pCt. und auf Bahnsendungen von 25 Kilo ( 50 Pfd.) an, wofür besondere Preise gelten, 5pCt.

Und außerdem, falls Sie uns pro Tag nur zwei Ordres überschreiben, das wäre also pro Jahr circa 720 Ordres, so erhalten Sie ein Fixum von 800 pro Anno, bemerken jedoch, daß dieses Fixum bei geringerem Verkauf als 700 Ordres per Jahr der niedrigen Preise wegen nicht bewilligt werden kann.

Es wird Ihnen aber bei einiger Thätigkeit nicht schwer werden, dieses Quantum abzusetzen, zumal Sie von unseren billigen Preisen bet Detail- und Engros-Verkauf sehr unterstützt werden und bemerken wir zugleich, daß wir Agenten haben, welche sich täglich 1020 JL an Provision verdienen. Auch wird das Publikum sich sehr bald und leicht davon überzeugen, daß unsere Preise um 1015pCt. billiger sind als die der Concurrenz, was auch schon von verschiedenen Zeitungen lobend an­erkannt wurde.

Große directe Importe, Comptant-System beim An- und Verkauf unserer Waaren, setzen uns in den Stand, dieselben mit einem geringen Nutzen wieder abzu­geben, so daß wir überall die Eoncurrenz in Preis und Qualität aus dem Felde schlagen können und wird Ihre Thätigkeit bei einiger Ausdauer Ihnen leicht eine ein­trägliche und sichere Existenz bieten.

Der Versandt kann nur gegen Nachnahme geschehen, da wegen der bei einer Ereditgewährung als unvermeidlich in Rücksicht zu ziehenden Verluste die Preise nicht so billig gestellt werden können."

Es ist ein Wucher schlimmster Art, den diese Finna ganz geschäftsmäßig betreibt, und nur zu bedauern ist etz, daß die Paragraphen des Wuchergefetzes hier nicht in Anwendung kommen können, nach welchem Derjenige mit Gefängniß bestraft wird, welcher sich, die ihm bekannte Nothlage des Anderen benutzend, einen besonderen Nutzen verschafft. Während hier der Darlehensempfänger durch hohe Zinsen am Capital geschädigt wird, soll in unserem Falle dem bereits nothleidenden Kaufmann auch der letzte Rest von Ansehen und Selbstgefühl noch genommen und ausgebeutet werden, indem man unter gleißnerifchen Vorspiegelungen aus dem wohl nothleidenden, aber immer noch achtbar sein könnenden Kaufmann einen Hausirer schlimmster Art macht, einen Menschen, der von seinen Collegen verachtet und von seinen Bekannten gemieden wird, dem also die Brücke zu einem Zurückerobern der verlorenen gesellschaftlichen Stellung durch das menschenfreundliche Anerbieten der Hamburger Finna abgebrochen wird, sowie er darauf eingeht.

Und wie Viele sind charakterfest genug, um eine derartige Offerte unter den obwaltenden Umständen abzulehnen'. Außer 800 Fixum pro Jahr werden auch noch 10 bis 20 JL. Provision täglich in Aussicht gestellt und sollen von einzelnen Agenten verdient worden fein, wie der Profpect besagt. Ist das nicht ein brillantes Einkommen?! Dabei selbstständig und ohne großes Risico! Es ist also nicht zu verwundern, wenn in den meisten Fällen das Anerbieten acceptirt und die Thättg- feit begonnen wird.

Daß es für die Dauer nichts sein kann, sagt sich wohl Mancher selbst, aber es ist doch wenigstens Etwas für den Augenblick; denn 10pCt. Provision von Kaffee ä Pfund 1 JL macht 10 Pfg. pro Pfund, 10 Pfg. pro Pfund kostet das Porto incl. Nachnahmegebühr und Verpackung bei Postpacketen (auf diese Ordres ist es selbstver­ständlich doch nur abgesehen, da die Hamburger Firma nicht so einfältig fein kann und auf ein Geschäft mit Wiederverkäufern rechnen wird) macht zusammen 20 Pfg. und hierzu kommt nun noch das Fixum von 800 JL auf 700 solcher Ordres pro Jahr 12 Pfg. auf 1 Pfund, also in Summa 32 Pfg. auf 1 Pfd. Kaffee für 1 oder ca. 33Vz pCt. Spesen. Daß von einem dauernden und von einem reellen Geschäfte nicht die Rede sein kann, ist selbstverständlich; denn wer einmal ein Postpacket gehabt bat, wird bald einsehen, daß er bei dem kleinsten Tetailhändler billiger und besser kauft. Der Agent darf schließlich zu Niemand mehr kommen und wird für diesen Schwindel mit verantwortlich gemacht, der College will nichts mehr von ihm wissen und er ist somit in eine schlimmere Lage gekommen, als in welche ihn der Concurs gebracht hatte. Das Proletariat ist um eine Person reicher, was der Hamburger Firma natürlich sehr gleichgültig, sein wird, der Zweck ist erreicht worden, indem sie wieder Jemand gehabt, der das Geschäft eine Zeit lang für sie gemacht hat, sicherlich aber fein Jahr und keine 700 Ordres, um das in Aussicht gestellte Fixum von 800 erheben zu können.

Es ist dies also wieder einmal ein neuer Industriezweig der allergefährlichsten Art unö kann derselbe nicht genug gebrandmarkt werden. Das Publikum, der Agent und der reelle Kaufmann, sie alle werden geschädigt und nur der Hamburger nährt |id) dabei.

Leider durchziehen auch Annoncen, wo Lehrer, Beamte ?c. sich einen sicheren (') Nebenverdienst durch Verkauf vonKaffee" erwerben können, unsere Tagespresse. Vorsicht ist die Mutter der Weisheit.

Universität-- Chronik.

(m^°r^ur9' 28. Juli. Der Privatdocent an hiesiger Universität, Herr Dr. Max Koch, ist zum außerordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät ernannt worden.

Der ordentliche Professor des Sanskrit und der vergleichenden Sprach­forschung zu Kiel, Dr. G. Pischel, wird im October einem Rufe nach der Universität Halle folgen.

An der Universität Kiel hat sich als Privatdocent der Chemie Dr. B erend habilitirt.

Professor Dr. Stammler in Gießen hat einen Ruf als ordentlicher Professor des römischen Rechts an die Universität Halle an Stelle des nach Marburg be­rufenen Prosesfors Leonhard erhalten und angenommen.

Der bisherige Privatdocent Lic. theol. Dr. Ed. König ist zum Professor an der theologischen Fakultät der Universität Leipzig ernannt.

Lokales.

V «ietze«, 29.Juli. sAbt-Denkmal.j DieHessischeVolkszeitung" brachte kürzlich einen Aufruf an die Gesangvereine unserer Stadt, sich zu einem Concert zu vereinigen, dessen Ertrag zur Errichtung eines Abt-Denkmals dienen soll. Es ist eine recht löbliche Absicht, welche der Berichterstatter des genannten Blattes ausspricht, doch müssen wir erwidern, daß ein solches Concert schon seit langer Beit geplant ist und daß wir auch vor mehreren Wochen bereits an dieser Stelle "eine Notiz darüber brachten.

Der Gesangverein der Bürgergefellschaft hat die Sache in die Hand genommen und wird dieselbe mit seinem rührigen Dirigenten an der Spitze auch durchführen, natürlich würde derselbe gern sehen, wenn sich die geplante Aufführung zu einer all­gemeinen gestaltete und wäre daher die Betheiligung der vielen hiesigen Sangesfreunde und Sänger in jeder Hinsicht erwünscht.

Wer also gewillt ist, seine Kraft für einen fo schönen Zweck einzusetzen, der soll willkommen sein und möge sich bei dem Dirigenten der Bürgergesellschaft melden.

Es gilt ja dem deutschen Liedermeister, der besonders den Männerchor so schön bedacht hat mit seinen hübschen Liedern, dem edlen Barden Franz Abt.

Vermischtes.

Darmstadt, 28. Juli. Gestern Nachmittag gegen 6 Uhr bemerkten Leute in der Kirchstraße und auf dem Marktplatz, daß ein Frauenzimmer an der Balustrade auf dem Stadtkirchthurm herumklettere und herunter zu stürzen drohe. Ein Mairn eilte mit dieser Meldung auf das Polizeibureau im Rathhause, von wo der Revier- commiffär den Thürmer sofort per Telephon anrief. Letzterer erwischte die Dame noch im letzten Augenblicke, als sie sich voii dem Geländer an der Spitze des Kirchthurms herunterstürzen wollte. Sofort abgesandte Schutzleute brachten dieselbe auf das Nevier- bureau, wn sie nach längerem Zögern ihren Namen angab und auch die Absicht, sich das Leben zu nehmen, zugab. Die Dame, ein älteres Fräulein aus angesehener Bürgersfamilie, war offenbar in einem überaus krankhaften und geistig gestörten Zu­stande, der durch fortgesetzte Schlaflosigkeit herbeigeführt worden sein soll. Herr Revier- commissär Becht ließ die Bedauernswerthe in das Alicehospital verbringen. Das Ereigniß hatte auf die Zuschauer, welche jeden Moment erwarten mußten, den Körper herunterstürzen zu sehen, einen geradezu nervenerschütternden Eindruck gemacht. (N.H. V.)

Mainz, 27. Juli. Ein schrecklicher Unglücksfall hat sich heuteNachmittag'nach 4 Uhr an der Schusterstraße ereignet. Das 9jährige Söhnchen eines hiesigen Bürgers wurde von der Straßenbahn überfahren. Dem Kinde gingen die Räder über den Kopf und den Fuß. Das Kind lebt zwar noch, doch ist keine Hoffnung vorhanden, dasselbe am Leben zu erhalten.

Bad Kreuznach, 29. Juli. Das hiesige Hotel du Nord steht in vollen Flammen. Die Entstehung des Brandes ist noch unbekannt. (F. Z.)

Hannover, 27. Juli. Ein kühner Raubanfall hat die Stadt Hannover in große Erregung verseht. Am Samstag Mittag ging ein 71jähriger Mann durch den dicht an die Stadt grenzenden Wald, welcher viel von Spaziergängern und Arbeitern begangen wird. Ungefähr auf der Mitte eines 15 Minuten langen Weges zwischen dem zoologischen Garten und der Försterei Pferdethurm gesellte sich ein junger Strolch zu dem alten Mann. Dieser kehrte um und nahm in geringer (Entfernung von Wald­arbeitern auf einer Bank Platz. Der Vagabund blieb noch einige Minuten, dann ging er nach dem zoologischen Garten weiter. Als er außer Sehweite war, schlug der Greis den Weg nach einer anderen Försterei ein, aber er war kaum 5 Minuten gegangen, so trat der unheimliche Gesellschafter wieder auf ihn zu, diesmal mit öer Forderung, die Börse herzugeben. Als diesem Verlangen genügt war, wollte er auch die goldene Uhr haben. Kaum hatte der Greis eine Weigerung ausgesprochen, war auch schon sein Hals umklammert und auf sein Haupt fielen' wuchtige Schläge nieder, daß das Blut ihm über das Gesicht lief und er bald besinnungslos niederstürzte. In diesem Zustande fanden ihn einige Herren, welche ihn nach dem zoologischen Garten brachten, von wo aus er nach einem Krankenhause übergeführt wurde. Den ärztlichen Be­mühungen gelang es, ihn bis zum Abend vernehmungsfähig zu machen und er konnte die Person des Räubers so bezeichnen, daß eine baldige Ergreifung desselben zu hoffen ist. Wie es gekommen ist, daß die Uhrkette abgerissen, die Uhr aber nicht geraubt wurde, darüber konnte der Angegriffene keine Auskunft geben. Demselben sind ver­mittelst eines scharfkantigen Steines sechs schwere Verletzungen beigebracht worden, doch hoffen die Aerzte auf Genesung. Der Räuber ist ungefähr 27 Jahre alt, hat eine schlanke Statur und ungewöhnlich lange Arme und Hände, dunkles Haar und einen dunklen Schnurrbart, einen stechenden Blick und hervortretendc Augen. Das Naud- object besteht in nur 5 JL (F. H.)

Saarbrücken, 24. Juli. Am Dienstag Nachmittag kehrten ein Mann von mittlerer Statur und mit Vollbart und ein feingekleidetes sehr schönes Mädchen von schlankem Wuchs und schwarzen Haaren in eine hiesige Wirtschaft ein. Nachdem sie Speise und Trank genossen, ver-licßen sie das Wirthshaus und die Stadt und schlugen den über den Spichcrer Berg nach Spichern führenden Feldweg ein. Verschiedene Leute sahen das Paar und gewahrten, wie in der Nähe des unweit am Spicherer Berg gelegenen neuen Exercierplatzes der Mann das sich sträubende Mädchen durch oft­maliges Zerren in bewegen schien, weiter mit ihm zu gehen. Schließlich geschah dies; man sah die beiden nach dem Spicherer Walde gehen. Wad) dem Fußwege und dem Waldsaume wurde nun gestern Nachmittag die Leiche des Frauenzimmers, lang unter einer Eiche auf dem Rücken hingestreckt und die Arme übereinander gekreuzt, auf­gefunden. Der- obere Theil des Kleides war aufgerissen, eine Kugel war mitten durch das Herz gegangen, die Schußwaffe fehlte. Bekleidet mar die Leiche mit einem hell­gelben Cretonnekleid mit eingewirkten Blumen, der Strohdut war mit rot hem Sammt gamirt; ein Sonnenschirm lag neben der Leiche. Das Fehlen der Schußwaffe deutet auf einen Mord. Der Begleiter des Frauenzimmers ist spurlos verschwunden. Nach­dem von dem Auffinden der Leiche Meldung in dem nahen Spichern gemacht worben, erschienen, wie berichtet wird, nach einiger Zeit zwei lothringische Gensdarmen und ließen die Leiche auf einem Wagen nach Spichern bringen. Es fiel auf, daß die Leiche entfernt wurde, ehe das Gericht zur Stelle war und Einsicht von der Sachlage nahm. Nachschrift. Das Mädchen ist 23 Jahre alt, ihr Begleiter ein Sohn des Eisen- händlers Weber ans Saargemünd. Die beiden hatten ein zärtliches Verhältnis, dein die Eltern des jungen Mannes widerstrebt haben sollen. Rian vermuthet, daß auch der junge Mann sich entleibt hat und an einer anderen Seite des Waldes gesunden werden wird.

Büren, 18. Juli. Einer der tüchtigsten hiesigen Schreinermeister, der erst vor acht Tagen zur zweiten Ehe geschritten mar, hat im besten und kräftigsten Mannes­alter durch eine Unvorsichtigkeit fein Leben eingebüßt. Wenn auch er selbst von jeder persönlichen Schuld gewiß freizusprechen ist, so ist er doch als Opfer einer- Gewohnhe

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