Ausgabe 
26.7.1885 Erstes Blatt
 
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3 Uhr 30 Minuten. Auf der Hofseite der eingestürzten Häuser vernimmt man fortgesetzt Schreien und leise Klagerufe. Tie Arbeiten auf dieser Seite werden durch die freistehende Rückfeite sehr erschwert. Wie von fachkundiger Seite angenommen wird, ist Die zwischen den beiden Häusern befindliche Scheidewand zusammengebrochen und dann das Balkenwerk, welches sich aus den Verankerungen losriß, mit allem was sich in dein Zimmer befand, nachgestürzt. Zu beiden Seiten bilden sich tote Winkel und in diesen befinden sich aller Wahrscheinlichkeit nach die Verunglückten. Die Ret­tungsarbeiten, welche unter der Leitung eines Pionierofficiers und des Branddirectors ausgeführt werden, erstrecken sich neben der Befreiung der Verschütteten auf Zufüh- ritng von frischer Luft durch trichterförmige Oeffnungen, die in den Trümmerhaufen gemacht werden. (Köln. Ztg.l

Wie von sachkundiger Seite angenommen wird, wurde der Einsturz der beiden Häuser am Holzmarkt dadurch herbeigeführt, daß die Scheidewand zwischen beiden zusammengebrochen, dann das Balkenwerk, welches sich aus den Verankerungen los­riß, mit Allem, was in den Zimmern war, nachgestürzt ist. Zu beiden Seiten wurden tobte Winkel gebildet, in welchen sich wahrscheinlich die Verunglückten befinden. Bis 4V3 Uhr sind 25 Verwundete dem Bürgerhospital zugeführt, glücklicherweise sind die meisten unerheblich verletzt, schwer verletzt 4 Personen. Einer Frau ist das Bein amputirt morden.

Gegen 6 Uhr brach in dem stehen gebliebenen Theile des einen Hauses Feuer aus. Die bis dahin abgesperrt gewesene Wasserleitung mußte in Folge dessen wieder geöffnet werden, wodurch für die Verschütteten die Gefahr des Ertrinkens eintrat. Bis 8V2 Uhr waren 52 Personen heroorgezogen, davon 4 Todte. Die Ab­räumungsarbeiten werden kaum vor morgen Mittag beendet sein. Der Vorstand des Kölner Wohlthätigkeitsvereins und dieKölnische Zeitung" erließen einen Aufruf zur Linderung der Nolh.

Lokales.

Gießen, 25. Juli. sStadtverordnetensihung vom Donnerstag den 23. Juli, Nachmittags 4 Uhr.) Anwesend: Herr Bürgermeister 53ramm, von Seiten der Stadtverordneten die Herren: Baist, Gail, Georgi, Grüneberg, Hanftein, Hoch, Hornberger, Kauf, Lüdeking, Petri, Scheel, Schopbach, Simon, Vogt und Wortmann.

Die Vergebung einer Pfründe der Löber'schen Stiftung wurde dahin erledigt, daß von den abgegebenen Stimmen 9 auf einen der Bewerber fielen und wurde derselbe vom 1. Juli ab in Bezug derselben gesetzt.

Herr Wilh. Mosler hat eine Wiederwahl zum Mitglied der Einschätzungs- Commission für die Einkommensteuer und Kapitalrentensteuer ab- gelehut: dem Wunsche, sich über einen zu wählenden Herrn zu einigen und in einer demnächstigen Sitzung die Wahl desselben vorzunehmen, wurde stattgegeben.

Das Gesuch des Herrn I. D. Schenk um Erlanbniß zur Abhebung eines städtischen Raines wurde genehmigt.

Aus ein von Großh. Ministerium an Großh. Kreisamt eingereichles Schreiben betreffs der Unterhaltungspflicht von Pflaster und Gossen auf dem oberen Brandplatze wurde der Geringfügigkeit der Kosten, etwa 11X, für diesmal von einer Aenderung abgesehen.

Schluß der öffentlichen Sitzung 41/» Uhr.

%* Gießen, 24. Juli. Bei gestrigem 4. Abonnements-Concert der hiesigen Regimentscapelle hatte Herr Eapellmeister Krautze die große Sorge, das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes erwärmen zu müssen, denn der Himmel meinte es nach des Tages Wärme zu gut mit seiner Kühlung; es fröstelte wohl Jedem ein wenig und je mehr es dunkelte, desto empfindlicher wurde das. Unbehagen des Juliabends. Die Zahl der Fliehenden war aber verhältnißmäßig gering, die meisten Concertbesucher hielten getreulich aus bis zum Schluß, ein Zeichen, daß unsere wackere Musikcapelle über die Unbill der Witterung doch einen Sieg davontrug durch ihre interessanten Leistungen.

Was wir in unseren früheren Berichten über letztere gesagt haben, können wir nur wiederholen, indem wir Herrn Krauße gleichzeitig Glück wünschen zu seiner Auf­fassungsweise von Concertpidcen.

Bei jedem Musikkörper bleibt die Hauptsache ein richtiges Oberhaupt, welches mit Energie und Sinn für das wirklich Gute dem Ganzen vorsteht und dadurch natürlich auch im Stande ist, ein anständiges Concert zu geben. Um dies zu be­kräftigen, erinnern wir nur an die Mignon-Ouoerture von Thomas, deren Wiedergabe alle Achtung verdiente und auch den reichsten Beifall fand.

Wagner war diesmal durch eine gut eingeübte Lohengrin-Fantasie vertreten; von den leichtfüßigen Vertretern der Musik heimelten Strauß und Millöcker besonders an und Tauberts Geburtstagsmarsch zeugte von vieler Originellität, während wir die Ungarische Luftspiel-Ouverture von Keler-Böla, ihrer banalen Melodien und geringen Effecte wegen, ganz gern vermißt hätten. Wir halten dieses Werk nicht nur für das schwächste unter Keler-B6las großer Menge Lust- und Schauspiel-Ouverturen, sondern überhaupt für das werthloseste aller seiner Compositionen.

Gießen, 25. Juli. Morgen Sonntag, Abends 8 Uhr, hält der Verband Gießen der Generalfechtschule in Lahr in dem Saale des Lenz'schen Felsenkellers, unter gefälliger Mitwirkung des ZithervereinsAlpenröschen", dessen vorzügliche Leistungen wohl jedem Freund der Zithermusik bekannt sind, ein Concert ab, auf welches wir hiermit an dieser Stelle besonders aufmerksam machen wollen.

UniverfitLtS - Chronik.

Der Privatdocent an der Universität Berlin, Landesgeologe an der geo­logischen Landesanstalt und Lehrer an der Bergakademie daselbst, Professor Dr. Kayser, ist zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Universität Mar­burg ernannt worden.

Leopold v. Ranke war in den letzten Tagen unpäßlich, doch hat er sich von seinem Unwohlsein wieder völlig erholt, so daß er seine Arbeiten in vollem Um­fange fortzusehen im Stande ist. Ranke arbeitet jetzt wieder nach gewohnter Art, also von früh 9 bis nach Mitternacht mit kurzer Mittagspause.

Der preußische Cultusininister hat neuerdings die Bestimmung getroffen, daß es den bei Landesuniversitäten immatrifulirten Primanern nur zweimal gestattet sein soll, sich der Maturitätsprüfung auf den Universitäten zu unterziehen. Falls die­selben beide Male nicht bestehen, müssen sie die Universität verlassen oder sind nur befugt, als Hospitanten den Vorlesungen beizuwohnen. Das Zurücktreten vom Examen nach vorheriger Anmeldung wird als Nichtbestehen der Prüfung angesehen. Eine Ausnahme soll nur dann ftaltfinöcn, wenn der Prüfende eine amtliche Be­scheinigung des Prüfungs-Commissarius erbringt, daß er nur krankheitshalber von der Prüfung habe zurücktreten müssen.

Wien, 24. Juli. Der bekannte Psychiater, Professor Dr. Ludwig Schlager, Director der hiesigen Landes-Irrenanstalt, ist heute in Gastein gestorben.

Vermischte-

][ Darmstadt, 24. Juli. Aus unserer Nachbarstabt Bensheim bringt die Kunde hierher, der dort wohnhafte Frhr. v. A., früher Eavatterie-Officier in Darrn- stadi und noch bis zuletzt Kammerherr des Großherzogs, habe seinem Leben durch -Erschießen eine Ende gemacht. Man wird nicht fehl gehen, wenn man diese blutige That in Verbindung bringt mit den enormen Permögensverlusten, welche der Verlebte in letzterer Zeit erlitt, d. h. sich durch eigene Schuld zugezvgen hat. Wird doch die Summe aus über 600,000 X berechnet, welche der Freiherr an der Börse in Diffe­renzgeschäften verloren hat. Der Verstorbene hinterläßt eine Frau und mehrere Kinder, welche hiernach, wenn sich nicht noch etwas aus dem Ruin für sie retten läßt, in eine sehr precäre Lage gerathen dürften. Wie leidenschaftlich übrigens der emeritirte Cavallerie - Officier dem Spiel ergeben war, mag auch aus der Thatsache ersehen werden, daß er einmal an einem Abend im Kartenspiel 50,000 x verloren hatte.

Ratingen, 16. Juli. In der heutigen ^-tadtr-athssitzung wurde der Bürger­meister über eine Angelegenheit zur Rede gestellt, welche die Bürgerschaft schon seit einiger Zeit in Aufregung hält. In den Blättern wurde über dieselbe folgendermaßen berichtet: Gegen Anfang dieses Monats nahm sich in Ratingen ein Mann durch Er­hängen das Leben. Die Tochter des Unglücklichen braute, den Fall zur Kenntniß

der Behörde und gab gleichzeitig an, daß sie nicht im Stande sei, für einen (Sarg, u. s. w. zu sorgen. Der Bürgermeister ließ in Folge dessen Morgens gegen 4 Uhv die Leiche abholen und dieselbe auf einem ednebfarren, bedeckt mit einem Sacke, zum Friedhöfe fahren, woselbst sie bann, man sollte es kaum glauben, ohne Sarg, in einen Sack eingehüllt, vergraben würbe wie ein crepirter Hunb. Auf Verfügung bes Lanbrathsarnts jeboch (jedenfalls in Folge einer Beschwerbe) würbe ber Bürgermeister beorbert, bie Leiche sofort roieber ausgraben und bann in einem Sarge orbnungsmäßig bestatten zu lassem «Lollte man es für möglich halten, baß in unserer Zeit solche Ge­schichten passiren formten? Der Bürgermeister begrünbete sein Vorgehen noch bamit, er habe dadurch ein abschreckenbes Beispiel gegen Selbstmorbgebanken geben wollen. Auf bie oben erwähnte Anfrage nun hatte ber Bürgermeister nur bie Antwort, bie Interpellation lehne er ab; er betrachte bie Sache als erlebigt durch bie Anordnungen der Staatspolizei. Wir hoffen nicht, daß auf unser Ratingen der Spruch anzuwenden ist, daß jede Stadt den Bürgermeister habe, den sie verdient.

Köln. Vom 1. August ab findet in unserer Festung eine gVoße Armirungs- unb Belagerungs - Hebung statt, zu welchem Zwecke bie beiben neuen Forts III und IV, sowie bie umliegenben Zwischenwerke vollstänbig kriegsgemäß ausgerüstet werben. An ber Armirungs - Hebung nehmen Theil: Das Brandenburgische Fußartillerie- Regiment Nr. 3 (Generalfeldzeugmeister) aus Mainz, das Magdeburgische Fußartillerie- Regiment 9tr. 4 aus Magdeburg und Ehrenbreitenstein und das hier garnisonirende Fußartillerie-Regiment Nr. 7. Letzteres wird während der Hebungszeit in den Forts III und IV. die beiden anderen Truppentheile werden in den umliegenden Ortschaften untergebracht werben.

Mailanb, 20. Juli. Man melbct bemN. W. Tagebl.": In bem Orte San Dona an ber Tyroler Grenze verschwanben bereits seit mehreren Monaten Kinber auf unaufgeklärte Weise. Gestern würbe ber Räuber bieser Stinber verhaftet unb gab derselbe an, bie verschwunbenen Kinber wegen Mangels anberer Nahrung gefressen zu haben. Der Mürber ist Tyroler von Geburt. In ben Kerker gebracht, würbe er von einem Tobsuchtsanfalle erfaßt.

In einem Monat gelangten in Berlin 316 Proben von Nahrungs- unb Genußmitteln zur Hntersuchung, von benen 54 beanftanbet werben mußten, unb zwar bie Proben von Milch, Gries, Chocolabe, Pfeffer, Himbeer unb Selterswasser, Block­zucker unb Verpackungen verschobener Nahrungsmittel. Bcsonberer Erwähnung ver­dienen zunächst bie Ergebnisse ber Milchuntersuchung. Hierbei würben in 10 Fällen brei als ungehörig betroffen. Als Vollmilch waren Milchforten von 1,91 bis 1,96 pCt. Fett bezeichnet. Die übrigen Milchproben (4 aus ben Bolle'schen Wagen) waren gut, über 2,85 pCt., in 8 Fällen sogar über 3 pEt. Fett enthaltenb. Unter 9 Weinproben waren 6 aus ben Filialen von Oswalb Nier entnommene billigste Roth- unb Weiß­weine. Nach ben Beurtheilungsnormen für Weine war von ben Nier'schen Proben keine zu beanstanben. Die brei ferner untersuchten Weine waren Süßweine, Ungar weine, bereu einer einen Theil seiner Süßigkeit bereits inoertirter Saccharose (Rohr­zucker) verbankte. Süße Weine finb nicht, wie mehrfach angenommen wirb, fast aus­nahmslos Kunstprobucte, sie finb nur bann Kunstweine, wenn Rohrzucker barin enthalten ist, wie bei ben 3 untersuchten Ungarrocinen, bagcacn verbauten die Oswalb Nicr'scheu Weine, wie Grds unb Baisse, ihre Süßigkeit nur der Traube unb finb reine Naturweine. Ingwer zeigte sich in zwei Fällen als völlig werthloses extrahirtes Material. Von ben zur Untersuchung eingelieferten Nubelprobeu waren biesmal bie besoubers gelb erscheineubeu alsgelb gefärbt" beflarirt. Die Farbestoffe waren nicht giftig, insbesoubere Pikrinsäure nicht nachzuweiscu. Sonst war nichts Neues zu bemerken.

Am 20. v. Mts. würbe bie 34jährige Frau Weber, bie bei einer in ber Gueisenaustraße zu Berlin wohnenbeu, bamals verreist gewesenen Dame als Wirth- schafteriu bebienftet war, ermorbet. Als einzig sicheres Beweisstück würbe bei ber Ermorbeten ein mit Schulz unterzeichneter Brief gefunben, besten nadjgcbilbete Hanb- schrift etwa 8 Tage nach ber Blutthat in Berliner Blättern erschien. In Folge dieser Veröffentlichung gingen nicht weniger als 150 Denunciationen ein, bie fick auf bie Hanbschriftenvergleichung stützten, ohne baß bie Polizei einen festen Anhaltspunkt zur Ermittelung bes Mörbers gewinnen konnte. Vor einigen Tagen nun fiel einem im Schreibbieust beim Rechtsanwalt Kaufmann beschäftigten jungen Manu beim Auszug einer. Kostenrechnung ein in lateinischen Schriftzügen geschriebener Bries auf, besten Züge eine merkwürdige Aehnlichkeit mit ber durch das Facsimile veröffentlichten Hand: schrift des muthmaßlichen Mörders zu haben schienen. Der junge Manu trug ben ominösen Brief zur (Kriminalpolizei. Die Aehnlichkeit ber Handschrift mit dem bei ben (Kriminalacten besinblichen Briefe bes angeblichen Schulz war so auffallenb, baß an ber Feststellung bes Thäters auch nicht der leiseste Zweifel auskommen konnte. Der Brief an ben Rechtsanwalt K. aber trug bie richtige Abresse des Absenbers: Heinrich Schuricht, Tischlergehilfe, Charlottenstraße." Natürlich würben sofort (Kriminalbeamte nach ber Wohnung abgesanbt. Schuhricht war nicht zu Hause. Vor unb in bem Hause poftirte (Kriminalbeamte warteten die Rückkehr bes Schuhricht's ab unb verhafteten ben um V212 Hhr Nachts ahnungslos Heimkehrenben. Ein gewisser Zug lächerlicher Eitelkeit an biesem rohen Gesellen mag berichtet sein. Er beschwerte sich darüber, daß das nach seinem Briefe angefertigte Facsimile einen orthographischen Fehler zeige; das könne ihm höchstens aus Versehen passirt sein; dazu sei er doch zu gebildet.Was sollen die Leute von mir denken?" Hedrigens ist Schuhricht jetzt voll ständig geständig.

Handel und VerVehr.

Gießen, 22. Juli. Aus den gestern dahier abgehaltenen Viehmarkt waren aufgetriebcji: 1279 Stück Rindvieh und 385 Stück Schweine. Am Tage vor dem Markte war der Handel lebhaft, während am Markte selbst in Folge des israelitischen Feiertags der Handel ziemlich gedrückt war.

Nächster Markt Dienstag ben 4. unb Mtttwoch ben 5. August b. I., am letzteren Tage auch Krämermarkt.

Gießen, den 25. Juli. Auf bem heutigen Markt kostete - Butter per Pfund X 4.001.05, Hühnereier 2 St. 1113 Enteneier St. 67 H, Käse pr. St. 59 Käsematte 30 4, Erbsen pr. Liter 20 Linsen 26 H, Tauben per Paar 0,50 bte 0,70 Hühner per Stück X 0.901.20, Hahnen pr. Stück X 0.501.20, Enten per Stück X 1.30-1.70, Ochsenfleisch per Pfund 68-00 H, Kuh- unb Rinbfleisch 5660 H, Schweinefleisch 5060 Hammelfleffch 6470 H, Kalbfleisch 4850 X Kartoffeln per 100 Kilo X 5.007.00, Milch per Liter 1216 Zwiebeln per Centner X 6.507.00, Kirschen per Pfund 1015 H.

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Auszug aus den Standesamtsregisteru des Standesamts Gießen.

Aufgebote.

Juli: 13. Taglöhner Ph. Jacob Gregorius mit Emilie Simon, geb. Seipel, Wittwe bes Oeconomen Friebrich Simon zu Gießen. 18. Zahlmeisteraspirant Wilh. Ferb. Heinzerling zu Gießen mit Jacobinc Roß, Tochter bes verstorbenen Maurer meisters Caspar Rotz II. zu Pfebbersheim. 20. Dienstmann Heinrich Seng, Wittwer, mit Sophie Karoline Emilie Haun, Tochter bes verstorbenen Forstwarten Christoph Haun zu Gießen. 22. Schneider Christian Wilhelm Anbreas Behrens zu Gießen mit Marie Margarethe Bauer, Tochter des 9tagelschmiebs Georg Heinrich Bauer zu Alsfelb. 24. Bäcker Johs. Hahn mit Caroline Erb, Tochter bes Schuhmachermeister Johs. Erb zu Gießen.

Eheschließungen.

Juli: 15. Der Seconbe-Licutenant im II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment (Grotzherzog) Nr. 116 Karl Friebrich Hermann Pampe mit (Klara Henriette Abele Heß, Tochter bes Professors Dr. Richard Alexanber Heß zu Gießen. 17. Ter Assistenz­arzt in ber Veterinär-Anstalt Heinrich Gerharb mit Anna Marie Schiermann, Tochter bes verstorbenen Stations-Assistenten Lubwig Schiermann zu Gießen. 19. Schrift­setzer Heinrich Josef Heilmann zu Offenbach a. M. unb Wilhelmine Wagner zu Gießen.

Geboreue.

Juli: 8. Dem Kaufmann Eb. Fucktrt ein Sohn, Christian Otto. 9. Dem Locomotivheizcr Johs. Wagner eine Tochter, Johanna Marie. 9. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Reh ein Sohn, Heinrich Karl. 11. Dem Taglöhner Peter Schupp eine Tochter, Elisabeth. 12. Dem Schreinermeister Joh. Lenz ein Sohn, Lubwig Philipp Hermann. 12. Dem Lampenfabrikant Engen Kauffmann ein Sohn, Karl Julius Wilhelm.