Issue 
14/05/1885 Erstes Blatt
 
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

Petersburg, 12. Mai. DerRegier.-Anz." veröffentlicht einen, wei­tere Details enthaltenden, aus Taschkepri vom 30. März er. datirten Rapport des Generals Komaroff über das Gefecht am Kuschk-Flusse, wonach von russt- schen Truppen 1 Bataillon Linientruppen, 4 Geschütze, 3 Sotnien Kosaken, 1 Sotnie turkmenischer Miliz und 4 Schützen-Compagnien am Gefechte theilge- nommen haben. Die Russen erbeuteten 2 afghanische Fahnen, welche durch Zakrschewsky nach Petersburg gesandt worden sind, machten aber nur 14 Ge­fangene , darunter 7 Verwundete, weil sie die fliehenden Afghanen nicht ver­folgten. General Komaroff schätzt die Anzahl der Todten bei den Afghanen auf mehr als 500, darunter 4 Officiere; der Anführer der afghanischen Truppen, Saib Salar, solle verwundet sein.

E. R. Berlin, 12. Mai. ^Reichstag.) Der Reichstag genehmigte heute in erster und zweiter Lesung ohne wesentliche Discussion den Freundschafts-und Handels­vertrag mit der Südafrikanischen Republik; die Convention mit dem König von Birma und den Vertrag mit Belgien wegen Bestrafung von Jagd-, Forst- und Fischereifrevel auf den beiderseitigen Gebieten.

Die Berathung der Convention mit Madagaskar gab dem Abg. Richter Anlaß, vor dem gesundheitsgefährlichen Klima dieses Landes zu warnen und bot eine er­wünschte Gelegenheit, dem verstorbenen Generalconsul Dr. Nachtigal einige ehrende Worte des Andenkens nachzurufen, denen sich seitens der Reichsregierung Geh. Rath v. Kusserow anschloß.

Von der Zolltarifnovelle wurden in dritter Berathung die restlichen Positionen Getreide und andere Erzeugnisse des Landbaues erledigt und zwar durchweg unter Annahme der von der Freien Vereinigung vorgeschlagenen Anträge. Der Haferzoll wurde von 1 X der zweiten Lesung auf 1,50 X erhöht, für Buchweizen verbleibt es, .-ebenso wie für Hülsenfrüchte, bei dem in zweiter Berathung beschlossenen Zoll von 1 x Für Gerste wurde die Zollerhöhung bis auf 1,50 X in namentlicher Abstimmung mit 206 gegen 135 Stimmen angenommen, und mit gleicher Majorität der dem ent­sprechende Zollsatz für Malz, der bisher 1,20 X gewesen war, von 2,40 X auf 3 X erhöht.

Dem Antrag Frege gemäß wurden die Zollsätze für Raps, Rübsen und andere Oelfrüchte von 2 X beibehalten, jedoch im Interesse des überseeischen Importes für Leinsaat, Baumwollensaat, Palmkerne und Copra Zollfreiheit beschlossen.

Für die einzelnen Positionen bei Oel wurden die bisher angenommenen Zoll­sätze zumeist beibehalten, nur Speiseöl mit einer Erhöhung von 8 X auf 10 X bedacht. Eine Aenderung der Position denaturirtes Olivenöl wurde mit Rücksicht auf den spanischen Vertrag nicht vorgenommen, so daß den nicht meistbegünstigten Nationen gegenüber der in zweiter Lesung fixirte Zollsatz von 2 X zur Anwendung kommt. Für Mais hat der Zoll bisher 0,50 X betragen; nach längerer eingehender Commissions- berathung war es gelungen, in zweiter Berathung die aus dem Hause beantragte Er­höhung abzuwenden, doch heute waren alle dagegen geltend gemachten Gründe vergessen, denn die Zollerhöhung auf 1 X wurde aufs Neue beantragt und auch mit 156 Stimmen gegen 152" angenommen. Für Anis, Koriander, Fenchel und Kümmel bleibt es bei dem bisherigen Zollsätze von 3 X

Für morgen hat man eine achtstündige Sitzung in Aussicht genommen und deren Beginn auf zehn Uhr angesetzt, doch ist es sehr zweifelhaft, ob das ganze Be- rathungsmaterial, zu dem auch Wahlprüfungen und der spanische Handelsvertrag gehören, in dieser Zeit wird bewältigt werden können.

Telegraphische Depeschen.

Wolffs telegr. Eorrefporr-errz» Bureau.

Berlin, 12. Mai. Dem Vernehmen nach wird der Unterstaatssecretär Busch demnächst den Gesandtschaftsposten in Bukarest, Graf Saurma den Gesandtschaftsposten in Haag übernehmen. Der Gesandte in Darmstadt, Stumm, geht demnächst in außer­ordentlicher Mission nach Kopenhagen. '

DerNationalzeitung" zufolge antwortete der Reichskanzler beim Früh­schoppen auf die Frage Windthorst's, ob der Reichskanzler auf die Verhandlung des Ausliefernngsverlrags mit Rußland großen Werth lege, daß er auf Annahme des Ver­trags allerdings großen Werth lege.

Der Schluß des Reichstages wird nach Äußerungen des Fürsten Bismarck für den Samstag erwartet.

Der heutigen geselligen Vereinigung bei dem Reichskanzler wohnten weit über dreihundert Personen bei. Die Mitglieder des Bundesraths, die Staatsminister und Reichstagsabgeordnete waren zahlreich erschienen, von ersteren u. A. Graf Lerchen- seld, Heerwarth, Puttkamer, Scholz, Maybach, Friedberg, Bronsart, von letzteren die Conservativen fast vollständig; auch von den Nationalliberalen fehlten wenige, vom Centrum waren u. A. Frankenstein und Windthorst anwesend, mit welchen sich der Reichskanzler längere Zeit unterhielt. Von den Deutsch-Freisinnigen bemerkte man den Vicepräsidenten Hoffmann. Der Fürst und die Fürstin Bismarck, die Grafen Herbert und Wilhelm Bismarck, Graf und Gräfin Rantzau machten in liebenswürdigster Weise die Honneurs. Die Unterhaltung gestaltete sich sehr lebhaft und trug einen durch­aus zwanglosen Character. In einem Nebenraume concertirte die Kapelle des zweiten Garde-Regiments.

Königsberg, 12. Mai. Der Präsident des hiesigen Oberlandesgerichts, Kanzler des Königreichs Preußen und Kronsyndikus Dr. v. Goßler, ist gestern Abend gestorben.

Bern, 12. Mai. Die englische Gesandtschaft theilte dem Bundesrathe mit, daß dieCommercial Cabel Company" dem internationalen Telegraphen - Vertrag beige­treten sei.

Der Bundesrath beantragt bei der Bundesversammlung den Beitritt der Schweiz zu dem am Weltpostcongreß in Lissabon abgeschlossenen Uebereinkommen.

London, 12. Mai. Das Oberhaus nahm in dritter Lesung die Bill, betreffend den Bau eines schiffbaren Canals nach Manchester, an. Salisbury weist Gladstone's Beschuldigungen zurück, daß er (Salisbury) in seiner jüngsten Rede die russische Re­gierung als schwindelhaft und bankerott bezeichnet habe; er habe nur gesagt, es mache keinen Unterschied, ob Jemand ein Versprechen absichtlich oder aus Unfähigkeit, es zu chalten, bricht, und dies durch commercielle Ausdrücke illustrirt. Granville ist erfreut, 'daß Salisbury die Deutung desavouirt, aber seine Rede berechtige zu der ihr von Gladstone und Trevelyan gegebenen Deutung- Das Oberhaus nahm ferner die Bill über die internationale unterseeische Kübel-Convention in zweiter Lesung an. Kim- Lerley erklärte, es sei irrig, zu vermuthen, daß die Regierung beabsichtige, Afghanistan neutrale Zone zu behalten. Die Regierung stimme der Ansicht Argylls bei, daß zur Verteidigung Indiens die vorgeschobenen Posten nicht zu weit von Englands Basis entfernt sein dürfen. Während der Verwaltung Indiens durch Ripon seien sorgfältige Pläne für die Grenzvertheidigung ausgearbeitet worden, die jetzt genehmigt seien. Es werde auch die Errichtung einiger bedeutenderen Festungen an der afghani­schen Grenzlinie erwogen. England müsse im Nothfalle die Offensive ergreifen können, doch sei es eine sehr gefährliche Politik, Herat zu einer englischen Festung zu machen. - Granville hält die gegenwärtige Diskussion über die afghanische Frage für sehr an­gezeigt unb werthvoll, weil sie den Indiern beweise, daß ganz England einig sie gegen sede Gefahr vertheidigen werde.

Das Unterhaus verwarf mit 280 gegen 258 Stimmen den erneuerten An­trag Lope's, die Kosten der Wählerlisten aus der Reichskasse, anstatt als Localsteuer zu 'bestreiten, nachdem Gladstone erklärte, dies erhöhe die Beisteuer aus der Reichskasse für Jrlanb auf 15,000, für England auf 40,000 Pfd. Sterl.

Der zu der afghanischen Grenzregulirungs-Commission gehörige Commi ssar Steffen ist Nachmittags hier eingetroffen.

Unterhaus. Gladstone erklärte, Staal habe die Befürchtung geäußert, daß seine (Glabstone's) und Granville's gestrige Mittheilungen die Meinung erwecken tonnten, totaal und Lessar hätten als formell Bevollmächtigte verhandelt. Gladstone gibt zu, daß das von ihm gebrauchte WortRatification" nur in Bezug auf den Ver- trag anwendbar sei, er hätte daher sagen sollen, totaal habe die Billigung seiner Re­gierung nachgesucht. Staal habe Granville folgende Darstellung des Sachverhalts übermittelt: Granville, Kimberley, Lessar und ich sind über den Entwurf eines Ab­

kommens hinsichtlich der Absteckung der afghanischen Grenze übereingekommen. Ich habe den Entwurf nach Petersburg zur Genehmigung übersandt und das Gesuch um Genehmigung unterstützt. Gladstone fügte hinzu, er könne nicht sagen, daß noch irgend ein streitiger Punkt bestehe, die verhandelnden Personen hätten ein Uebereinkommen ge­troffen, die Entscheidung aber der russischen Regierung vorbehalten. Childers theilte mit, von dem Credit seien bereits 7^ Millionen theils verausgabt, thcils zur Deckung eingegangener Verpflichtungen bestimmt; außerdem würden wahrscheinlich noch drei- oiertel Millionen für Suakim und die Nilexpebition erforderlich sein.

Das Unterhaus verwarf mit 281 gegen 99 Stimmen in der zweiten Lesung die von der Regierung bekämpfte Canal-Tunnel-Bill.

London, 12. Mai. Unterhaus. Im Fortgang der Sitzung wurde der zu dem Elfmillionencredit von Northcote angekündigte, von Hamilton eingebrachte Antrag der Opposition mit 290 gegen 260 Stimmen abgelehnt und die Bill über die Flüssig­machung des geforderten Credits in zweiter Lesung genehmigt. Bei der Berathung hatte Gladstone erklärt, die Opposition stütze ihren Angriff gegen die Negierung auf die hinfällige Vermuthung, daß England Rußland gegenüber in allen Punkten nach- gegeben habe, der Schriftwechsel, welchen er dem Parlamente gegen Ende der Woche vorzulegen gedenke, werde das Gegentheil beweisen. Bei der ernsten Rede, die er bei Einbringung der Creditvorlage am 27. v. M. gehalten, habe er die Besorgniß gehegt, daß die von der Regierung angestrebten Ziele kaum zu erreichen sein dürften, seine zuversichtlichere Rede am daraus folgenden Montag, den 4. Mai, fei erfolgt, als jene Ziele erreicht gewesen seien.

Die Wahlbezirksbill wurde mit 116 gegen 33 Stimmen in dritter Lesung an­genommen.

Simla, 12. Mai. sMeldung des Reuter'schen Bureaus.) Oberst Stewart und ein anderer britischer Osficier werden sich nach Herat begeben, um dem Emir bezüglich der Befestigung Herats Rath zu ertheilen.

UniverfitätS - Chronik.

Aus Baden schreibt man: Unsere beiden Universitätsstädte Heidelberg und Freiburg erfreuen sich eines guten Besuches des Sommersemesters, aber Heidel­berg scheint allmählich dauernd von Freiburg an Besuch überholt zu werden. Gewiß gehört es zu den Seltenheiten, daß, wie dies jetzt in Freiburg geschehen, Senat und Stadtrath an die Bürgerschaft dringende Aufforderungen zum Angebot von Studenten- wohmmgen erlassen müssen, weil das Angebot die Nachfrage durchaus nicht deckt und Studenten wegen Wohnungsmangel sich zur Abreise genöthigt sehen.

Das deutsche archäologische Institut hat denPrivatdocenten an der Wiener Universität, Dr. v. Lnschan, zum correspondirenden Mitgliede ernannt.

Professor H. Grimm in Berlin ist aus Rücksichten für seine Gesundheit veranlaßt, für das laufende Semester seine kunstgeschichtlichen Vorlesungen ein­zustellen.

Die durch den Staatshaushalts-Etat für das Jahr vom 1. April 1885/86 begründete Ersatzprofessur in der medicinischen Fakultät der Universität Greifswald ist dem ordentlichen Professor Dr. Sommer daselbst und die bei der Universität zu Berlin begründete außerordentliche Professur der physikalischen Physiologie dem außerordentlichen Professor Dr. Arthur Christiani daselbst verliehen morden.

Der Professor der evangelischen Theologie Dr. Bredenkamp in Greifs­wald, welcher seit vorigem Jahre an einer unheilbaren Krankheit litt, brachte sich am 4. d. M. Schnitte am Halse bei und öffnete die Pulsadern, so daß alsbald der Tod durch Verblutung eintrat.

Privatdocent Dr. Pietsch in Kiel ist als außerordentlicher Professor in die philosophische Fakultät zu Greifswald berufen woredn und wird demnächst seine Vor­lesungen beginnen.

Eine Arbeiter-Colonie in der Provinz Gberhessen.

(Von unserem Frankfurter Correspondenten.)

0. K. Fankfurt a. M., den 12. Mai.

Wenn man den Versicherungen vieler Menschen Glauben schenken will, dann ist die Zeit, in der wir leben, eigentlich eine recht schlechte. Viel namenloses Elend hat besonders im Arbeiterstande Platz gegriffen, dem mit allen Kräften zu steuern eine moralische Pflicht nicht nur der sogen,oberen Zehntausend", sondern überhaupt aller Menschen ist, denen ein fühlendes Herz im Busen schlägt und die vor Allem etwas zu verschenken haben. Wir leben ja im Zeitalter der Humanität, das beweisen allein schon die Bestrebungen so vieler Vereine, die es sich zum Prinzip gemacht haben, helfend und unterstützend einzuspringen wo es noth thut. Niemanb wird leugnen wollen, daß in Deutschland allerorten das Vagabundenthnm im Verlaufe langer Jahre zu einer wahrhaft beängstigenden Ausdehnung gelangt ist, deren Folgen unabsehbar sind, wenn ihnen nicht ein energisches Halt geboten wird. Aus welche Weise dies aber zu geschehen habe, dies lehren die von dem berühmten Pastor Bodelschwingh in's Leben gerufenen Arbeiter-Colonieen. Die Errichtung eines solchen Instituts in Oberhessen ist nun gestern hier vomVerein zur Beschäftigung Arbeitsloser^ beschlossen worden und das GutNeu-Ulrichstein" wurde mit großer Majorität als Stätte dieses neuen humanen Unternehmens gewählt.

Wo liegtNeu-Ulrichstein

Ich nehme es dem Leser durchaus nicht übel, wenn er selbst mit Zuhülfeuahme aller ihm nur eben bekannten geographischen Werke unb Atlanten Neu-Ulrichstein nicht findet. Ich weiß es wahrscheinlich auch nur aus dem einen triftigen Grunde, weil eine halbe Stunde von Neu-Ulrichstein entfernt mein Elternhaus steht. Verläßt man das Städtchen Homberg a. d. Ohm in der Richtung Alsfeld und folgt der Heer­straße, so wird man nach kurzer Wairderung in dem Dörfchen Appenrod ankommen. Oberhalb Appenrod erhebt sich eine mäßige Anhöhe und auf dieser ist, nicht eben sehr malerisch, das Gut Neu-Ulrichstein gelegen. Es bietet sich dem Auge des Beschaucrtz ein ziemlich ausgedehnter Gebäude-Complex dar; aber die einzelnen Gebäude sind leider in einem Zustand, der in manchen Punkten an die sogenanntenGüter" verflossener märkischer Krautjunker ohne bemerkenswerthes Kleingeld erinnert. Klappernde Ziege! auf morschen Sparren, hier und da zerbröckelte Mauern, deren Bewurf schon längjt illusorisch und befecte Fensterscheiben vereinigen sich zu einem nicht gerabe anheimelnden Trio. Zieht man aber in Betracht, baß ber Verein^namhafte Mittel zur Restaurirung ber Gebäulichkeiten aufzuwenben Willens und im Stande ist, so schwindet dieses Ve- benfen, bas währenb ber Discussion ber gestrigen Generalversammlung von zwei- gliebern bes Vereins wohl in etwas allzu pessimistischer Weise geltend gemacht wurde. Das Gut ist eine Domäne unb steht als solche unter ber besonderen Aufsicht des Großh. Ministeriums der Finanzen, welches, weil sich diese Maßregel als unabwendbar erwiesen, die Aufsicht in der Bewirthschaftung rmd Verwaltung Seitens des dermaligen Pächters, Herrn Schade, dem Großh. Hessischen Oderförster Herrn Johann >iarl Koch zu Maulbach übergeben hat. Der Pachtvertrag geht bis 1891, doch hat sich ber Pächter in Uebereinstimmu'ng mit ber Lanbesregierung erbötig gezeigt, am 1. Juli er. seine Rechte auf ben obengenannten Frankfurter Verein übergehen zu lassen.

Trotz ber berührten, anerkannten unb auch nicht hinwegzuleugnenben Mange!, welche bas Gut Neu-Ulrichstein in mehr als einer Beziehling aufweist, erschien es einer vom Verein zur Beschäftigung Arbeitsloser ernannten Commission von 32 Mitgliedern als das Passendste im Vergleich mit anderen zum Ankauf ober zur Pachtung vorge schlagenen unb offerirten Gütern. In ber Discussion sprach Herr Heller, bas einzige BUtglieb ber Commission, welches sich schon in früheren Persammlungei^ gegen Reu- Ulrichstein ausgesprochen, auch gestern reicher aufs Lebhafteste gegen bie Pachtung ded Hofes, besten verwahrlosten Zustanb er in ben grellsten Farben schilbert. Die vor: herrschenben klimatischen Verhältirisse seien berart, baß es eine Grausamkeit (?) wäre, Menschen borthin bringen zu wollen. (Herr Heller scheint bic auf ^eu-Ulrichstem und in ber Umgegenb seßhaften Bewohner für feine Menschen zu halten!) Es beftebe dci ber bärtigen Bevölkerung ein Sprüchwort:Zu einer Kappe ^gehören brci Manuel, Einer, ber sie aufsetzt, unb Zwei, die sie festhalten!" (Dem Schreiber diesec., .dessen engere Heimat, wie gesagt, dieses deutsche Sibirien ist, ist von der Exrltenz eines lolcher Sprüchwortes absolut nichts bekannt!) Außerdem sei die Jnpachtnahme des Gutes Neu-Ulrichstein auch in füranzieller Beziehung durchaus nicht rathllch. Rach serne (des Herrrr Heller) Berechnung erfordere die Jnstandhalturrg des Gutes japrlt 36000 X Dagegen ständen, hochgeschätzt, 18000 X Einnahmen, der Ertrag ses z gesagter Zuschüsse Seitens der Großh. Hessischen Regierung und das Ergebmtz so z - setzender Sammlungen. In seiner Erwiderung verlas ber Praydent der zeiiai

ssW

e. sichw'K,

*n. ,mein, da

9 etwa unbekannt.

E-n

Gießen, 8*fe di- Bn-M« PrabkflM a*efll V tofcn, 12-® «fetal im Ä'

Äueri* «d toitn, di- sich ** lS. M- wir in M.109 6- tzafä Leib.__

Darmstadt, 8.' fiiben wir im Sprechsal Heilung: Da es im al mrthschaMen Enquet an uns gesichtete Ansra lliirthschaftlichen Enquet bie Feststellung der ®n Instruction und die Al für die weiteren Erheb Erhebungen stattfinden Die Arbeiten dieser ers

Abemals stell zeiMatt vom Heut seines Stiessohnes $ M zahlen. Als B Wel bin ify verpf t#en unb aüe ßieje M August W fc, Hefe ic. bezöge Pvschel, achnsosi pudern, bei Me Carator der A gleichwie ich auch Pöschel'schen G nehme. -

Ob Herr Edua Verwalter ansah, « * W «st, na< M nichts aoqc n'cht anzunehme ~ 6s handelt sich Summen, wie sie w Er persönlich

3701