THUM anderen überspringt. Häufig genug hat cs schon alle Berechnungen und Mühen zu Schanden gcinachl und sogar sich selbst den Untergang bereitet. Aber solche Launen har es nur in Zeiten ungewöhnlicher Aufregung, allgemeiner Unzufriedenheit mit dem Bestehenden uiw brennender Sehnsucht nach Aenderungen sich gestattet. Und solche Tage bestanden augenblicklich in Frankreich wohl nicht. ES müssen also andere Factoren im Spiele gewesen sein.
Worum es sich handelte, war einzig, ob am ersten Octoberchnntage die Opportunisten in alter oder gemehrter Stärke aus dem Kampfe hervorgehen oder ob ihre Reihen zusammenschmelzen würden und ob in letzterem Falle der (Gewinn den Radikalen oder den Monarchisten zufiele. Die Wahlurne hat nun ihr Urtheil zu Gunsten der Monarchisten und gegen die Opportunisten gesprochen. Auch an dieser letzteren Partei bewährte sich, daß Gambetta's Schöpfungen in der Voraussetzung erfolgt waren, der Schöpfer werde noch lange Jahre in der Vollkraft verbringen. Sic sollte der An- zichungS- und Sammelpunkt aller zurechnungsfähigen Elemente der' Republikaner werden, nach radikaler und nach halbliberaler Seite hin Anziehungskraft üben. Durch diese Aufgabe war ihr freilich die Abfassung eines klaren Programms verwehrt.
Obgleich die Partei sich trefflich bei Bekämpfung deS Staatsstreiches von Seiten Mac Mahon's erprobte, so offenbarten sich die Schwächen der Union bald> als die Republik zur definitiven geworden war. Gambetta, als er das Listenskrutinium durch- zuführLn suchte und darüber stürzte, glaubte mittelst dieses Wahlverfahrens der Abstimmung im ganzen Lande einen einheitlichen Zug geben, durch einen von Paris her inspirirtcn Gedanken die ganze Millionenmasse bewegen zu können. Dazu hätte eine, Alles überragende Autorität gehört, wie er eine gewesen. Seit seinem Hinscheiden aber herrschten die Mittelgrößen, um deren jede nicht die Nation, sondern nur ein kleines Häuflein sich schaarte. Daran vermochte auch Fcrry auf die Dauer nicht viel zu ändern. Kleine Geister, die nicht durch Gedankenfülle glänzten, suchten einander an Radikalismus zu überbicteü, um sich bemerkbar zu, machen.
Dabei ist die abgelaufene Legislaturperiode eine einzige Verleugnung der opportunistischen Programms gewesen, Alles ist auf dem Papier geblieben. In die Wirklichkeit aber sind die tongkinesischen und niadagaskischen Opfer getreten, die wirthschaft- . liche Krise und das Deficit.
Ist cs da ein Wunder, wenn die Wähler durch ihre Abstimmung gezeigt haben, daß sie die Lehren der verflossenen Legislaturperiode besonders beherzigt haben? Ist diese Ernüchterung etwa ein Vorzeichen der Ermattung des republikanischen Geistes? t
Die ganze Hoffnung der Republikaner klammert sich nun an die zahlreichen Nachwahlen. Sic erioarten noch immer, daß die gemäßigte Republik, wenn die engeren Wahlen am nächsten Sonntag vollzogen sind, triumphiren wird»
Endlich sei noch eines Umstandes gedacht, dessen Tragweite nicht zu unterschätzen ist. Die Negierung enthielt sich jeder Beeinflussung der Wahlen; außerdem erwies sich das Listenskrutinium durch die von ihm hervorgerufene grenzenlose Verwirrung als eine zweischneidige Waffe für seine Urheber.
Die deutschen Genossenschaften 1884.
Der soeben erschienene Jasresbericht der Schulze-Delitzsch'schen Genossenschaften für 1884 (Leipzig, Julius Klinkhardt) constatirt einen abermaligen Fortschritt des Genossenschaftswesens. Der. Jahresbericht für 1883 wies 3688 Genossenschaften nach, in dem Berichte für 1884 finden wir aber 3822 verzeichnet und zwar
1965 Ereditgenossenschaften,
1146 Genossenschaften in einzelnen Gewerbszweigen,
678 Eonsumvereine,
33 Baugenossenschaften.
Der Jahresbericht betont weiter die Erfolge, welche das Genossenschaftswesen im Jahre 1884—85 besonders auf dem landwirthschaftlichcn Gebiete aufzuweisen hatte. Der Vereinigung deutscher landwirthschaftlicher Genossenschaften gehören zur Zeit 342 Genossenschaften an. Zu den einzelnen Kassen übergehend, bespricht der 'Bericht:
1. die Resultate der Vorschuß- und Creditvercine, von denen 879 ihre Abschlüsse eingejandt haben. Dieselben hatten Ende 1884 451,779 Mitglieder und gewährten 1,516,952,618 «AL Ercdite, durchschnittlich auf ein Mitglied 3358 JL. Das «Betriebskapital dieser 879 Vereine beläuft sich auf 126,518,984 «AL an eigenem und 393,1^6,540 «AL an fremdem Kapital. Der Reingewinn beträgt 8,198,864 «AL, von welchen 6,359,206 JL den Mitgliedern als Dividenden zuflossen. Die Verluste sind verhältnißmäßig niedrig, dieselben betrugen 884,050 , auf einen Verein entfielen hiernach durchschnittlich
1005 «AL. Der größte Thcil dieser Verluste wurde auS den laufenden Einnahmen gedeckt und mir der kleinere Theil den Reservefonds entnommen.
2. Der Bericht über die Genossenschaften in einzelnen Gewerbszweigcn weist 139 industrielle, 354 landwirthschaftliche Rohstoffgenossenschaften, 172 landwirthschaftliche Werkgenosscnschaften, 59 industrielle, 5 landwirthschaftliche Magazingenossenschaftcn, 144 industrielle, 226 landwirthschaftliche Productiogcnossenschaften, 47 Versicherungsund sonstige Genossenschaften auf.
3. Die Eonsumvereine haben um 3 zugenommen. Von 678 bestehenden Vereinen haben 163 Berichte eingesandt. Dieselben hatten 114,423 Mitglieder; die Summe deS Verkaufserlöses betrug 33,619,162 «AL, die Geschäftsantheile 2,816.997 JL, die Reservefonds 1,632,392 «AL, die aufgenommcnen Anlehen 3,363,459 «AL, oie Schulden für auf Credit entnommene Waaren 426,168 «AL. An Kapital- und Einkaufsdividenden konnten 2,412,366 «AL gewährt werden, oder 85 pCt. Dividende der angesammeltcu Geschäftsantheile.
4. Bezüglich der 33 Baugenossenschaften weist der Bericht auf die Schmierigkeiten hin, mit denen dieselben zu kämpfen haben. Dieselben beschränken sich zur Zeit auf die Vermiethung ihrer Wohnungen.
Lokales.
Gietzen, 9. October. Ein Knoblauchshändlcr aus Sellnrod hatte sich gestern in aller Frühe so berauscht, daß er mit seinem Waarenlager in der Bahnhofstraße cherumfiel und sich dabei an den Kniecn derart verletzte, daß er zur Klinik verbracht werden mußte, woselbst wohl mehrere Wochen zu seiner Heilung nöthig seh dürften.
— Vor einigen Tagen waren 3 Leihgcstcrner Arbeiter in der'Nähe des Bergwerks im Walde damit beschäftigt, einen Graben am Wege auszuwerfen, ivobei sie eine 10 fl.-Nolle österreichischer Sechser fanden, die sie unter sich vertheilten.
UniverfitätS - Chronik.
Marburg, 7. October. Der Privatdoccnt der orientalischen Sprachen an hiesiger Universität, Herr Lizentiat Dr. Conrad Keßler ist zum außerordentlichen Professor ernannt und wird zu Beginn des bevorstehenden Wintersemesters an die Universität Greifswald übersiedeln, wo ihm die Vertretung des beurlaubten ordentlichen Professors der orientalischen Sprachen, Dr. Ahlwardt, übertragen worden ist.
— Dr. Robert Franz in Halle ist mit dem 1. October als Universitäts- Miffikdircctor in den wohlverdienten Ruhestand getreten und ist demselben in Anerkennung seiner hohen Verdienste sein volles Gehalt als Ruhegehalt gewährt worden.
Der frühere Gesandte in Berlin, Rhangad4, soll zum Professor der Archäologie an der Universität von Athen ernannt werden, welche Stellung er schon einmal in früheren Zeiten eingenommen hatte.
BermrschteS.
Mainz, 6. October. Heute Morgen wurde bei einer in den Herbergen vor- genommenen Razzia auch ein etwa 25jährigcr junger Mann verhaftet, welcher sich über leine Person nicht ausweisen konnte und falsche Namen angab. In die Arrestzelle im Stadthaus verbracht, hängte er sich alsbald an einen Nagel auf, doch war der letztere nicht stark genug, um die Last au tragen, der Lebensmüde fiel nieder auf die Erde, wo er gefunden wurde und bald wieder zu sich kam. Nun wurden ihm sämmtliche GegciMändc, mit welchen er etwa seine Absicht doch hätte zur Ausführung bringen können, abgenommen. Da aber zerbrach der Arrestant, als er wieder in seiner Zelle allein war, eine Scheibe und suchte sich mittelst des zerbrochenen Glases die Pulsadern zu öffnen, außerdem zerriß er seine Kleider und zerschnitt sich mittelst des Glases die .^anzc Bnist. Schließlich mußte der Verhaftete verbunden werden, und da er sich fort
während weigerte, seinen richtigen Namen zu nennen, wurde er in das Gcfängniß abgeführt. — Ebenfalls heute^Morgen suchte sich in der Caserne des 117. Jnf.-RegimentS ein erst kürzlich auS dem Soldatenstand ausaetretener Sergeant dieses Regiments zu entleiben. Er hatte sich mit einem Gewehre durch den Mund geschossen. Auf den Tod verletzt wurde er in's Rochushospital gebracht.
Bochum, 2. October. Gestern Abend spät wurde hier die Familie eines alten, in den besten Verhältnissen lebenden Bürgers durch die Rohheit des Hausknechts plötzlich in Sorge und tiefe Bekümmerniß versetzt. Der Sohn des Hauses, ein etwa 15 bis 16 Jahre zählender hoffnungsvoller Gymnasiast, bekam aus geringfügigem Anlast Wortwechsel mit dem Knecht, in dessen Verlauf dieser unversehens ein langes scharfes Messer ergriff, um damit dem Knaben einen höchst gefährlichen Stich in den Unterleib zu versetzen. Damit noch nicht zufrieden, stürzte er sich sodann auf den zu Hilfe kommenden jüngeren Bruder des Verletzten, dem er den Finger zerschnitt. Auch die hinzuspringende Mutter des Knaben, welche erst vor Kurzem von längerer Krankheit genesen, verletzte der Wütherich und erst dem durch das Geschrei aufmerksam gemachten und sogleich hinzueilenden Gatten und Vater gelang es, den wie wahnsinnig um sich schlagenden Menschen unschädlich zu machen, der von einem herbeigerufenen Polizeibeamten alsbald verhaftet wurde.
Köln, 5. October. Die „Köln. Volks^tg." meldet: Gestern^Abend wurde vor dem Eigclsteiner Thore eine Frau von einem nach Köln gehenden Soldaten in höchst unmoralischer Weise angeredet. Ein des Weges gehender Herr machte dem Soloaten Vorstellung darüber und erhielt von diesem einen Stoß mit dem Seitengewehr, so dast der Getroffene tödtlich verletzt zusammenbrach. Er wurde später mittels eines Handkarrens nach, dem 'Hospital in Nippes gebracht. Heute Morgen wurden ihm die Sterbe- Sacramente gereicht. Der Verwundete ist verheirathet und Vater von drei Kindern.
— sVacante Stellen für Militäranwärter im Bezirke des 11. Armee-Corps.^ Darmstadt, Postamt, Packetträger, 750 JL Gehalt und 180 JL Mohnungsgeldzujchutz^ — Kirtorf, Postagentur, Landbriesträger, 450 «AL Gehalt und 60 JL Wohnungsgeldzuschuß. — Marburg, Stadtrath, Kassenbote und Vollziehungsbeamter. — Pyrmont, Amtsgericht, Eanzleigehilfe, 5—8 H für jede Seite Schreibwerk. — RüdeSheim, Bezirk deS Königlichen Eisenbahn - Betriebsamts Wiesbaden , Bahnhofsnachtwächtcr, 50 «AL Gehalt monatlich, bei etatsmäßiger Anstellung 609 JL und Wohnnnasgcld- zuschuß. — Wiesbaden, Königliche Garnisonverwaltung, etatsmäßiger Kasernenwärter, 600 JL jährlich, Feuerungs- und ErleuchtungSmaterialicn und freie Wohnung. Näheres bei den Bezirksfeldwebeln.
Theater.
*** Gießen, 8. October 1885.
Heute Abend gelangte als zweite Vorstellung Blumenthal'S Lustspiel: Die große Glocke, zur Aufführung, nachdem eine längere Pause wohl dazu gedient hatte,, die Mißstände zu beseitigen, welche am Sonntag sich überall geltend machten. Wir können dies zu unserer Freude eingestehcn und wer die beiden Aufführungen besucht Hal, wird gemerkt haben, welcher Unterschied zwischen denselben war.
Ist auch nicht alles tadellos gewesen, was der Donnerstag Abend vor dem Publikum entrollte, so kann doch nirgends der gute Wille, den die Direction Rheinberger zeigt, verkannt werden und das allein ist schon einer Anerkennung würdig.
Das Stück selbst hebt sich allerdings nicht besonders über das Gewöhnliche hinaus, wenigstens der Name Blumenthal müßte zu höheren Erwartungen berechtigen. Die Handlung ist gerade nicht sehr fesselnd und müssen einige geistreiche Witze ?c. daS Ganze herausreißen. Bei einem flotten Zusammenspiel nimmt man das Opus wohl dankbar auf, aber der Eindruck, den es hinterläßt, wurzelt nicht tief. Der Schwerpunkt deS Stückes, wenn man überhaupt von einem solchen sprechen darf, liegt in einigen ansprechenden L-cenen; im Uebrigen aber schleppt sich das Motiv interessenlos zu Ende.
Von der Aufführung läßt sich viel Gutes sagen und fi'lhlcn wir uns veranlaßt da der Zettel ein Geheimniß einschließt, indem er die Damen nicht als Frauen oder Fräuleins kundgiebt, das ganze Personal ebenfalls beim Vornamen zu nennen. Da finden wir denn zuerst in Cornelia Rheinberger (Baronin von Sölden) eine geeignete Vertreterin der Salonliebhaberinnen, welche alle Vorzüge in sich vereint; in der Seene am Schlüsse des 3. AetS war fic ganz allerliebst; sie sand aber auch in Alfred Halm (Theobald Vogt) einen tüchtigen Partner, der jedenfalls das Publikum durch sein lebendiges Spiel dauernd warm erhalten hat.
Hermann Flachsland (Murnei-) spielte mit der ganzen Gemüthlichkeit, bie der Autor der alten jovialen Figur bcigab.
Elsa von Walden war ihrer Aufgabe meist gewachsen, Max Willrodt- Schröder berechtigte zu guten Erwartungen; während Carl Ze hl's Gundermann eine ganz vortreffliche Leistung war. Mathilde Schlüter fühlte sich aber als Constanze nicht so ganz behaglich; die Noblesse lag ihr nicht besonders, mit einem Worte: oas Gezierte der Nolle wollte ihr nicht so gelingen, wie cs dieselbe fordert.
Schließlich sei noch bemckt, daß es empfehlenswerth wäre, bei der Gasflamme über dem Souffleurkasten eine Aenderung zu treffen. Dieselbe ist dem Auge des Zuschauers höchst unzuträglich. —a—
Literarische-.
Afrika. Der dunkle Erdtheil im Lichte unserer Zeit. Von A. v. Schweiger- Lerchenfeld. Mit 300 Illustrationen hervorragender Künstler, 18 colorirten Karten u. s. w. (In 30 Lieferungen ä 30 Kr. — 60 H, auch in drei Abteilungen ä 3 fl. = 5 JL 40 im Original - Prachtband 10 fl. 50 fr. = 18 JL 90 H.) A. Hart- lebcn's Verlag in Wien.
„Geographische Monographien" sind in den heutigen unruhigen Zeiten unentbehrliche Nachschlage- und Handbücher geworden. Selbst der den geographischen Dingen ganz ferne stehende Leser befindet sich, will er der allgemeinen Zeitströmung folgen^ häufig genug in der Lage, über entlegene Regionen unserer Erde sich orientiren zu müssen. Aus einem Bedürfnisse dieser Art ist offenbar das obengenannte Werk entstanden, das sowohl rücksichtlich seines textlichen Umfanges, als in Bezug auf die reiche Ausstattung mit Illustrationen und Karten ein Gesammtbild vom schwarzen Erdtheil gibt, wie es andernfalls nur mit Zuhilfenahme einer förmlichen Bibliothek von einschlägigen Werken gewonnen werden könnte. Als Sammelwerk und Oricntir- ungsbehclf im besten Sinne des Wortes wird daher das vorliegende Werk von zahlreichen Bücherfreunden gewiß willkommen geheißen werden. Da ein solches Buch fehlte und das Bedürfniß nach einer Arbeit dieser Art, angesichts der afrikanischen Colonialbewegung, sich seit Jahr und Tag einftcUte, erscheint uns dieselbe zum minbeften so verdienstlich, wie die vielen einseitigen Reisebeschreibungen, die zwar auf Autopsie beruhen, aber von der Gesammtheit der afrikanischen Dinge losgetrennt, dem vticht- Geographen keinen größeren ^Nutzen eintragen, als den einer anregenden Lectüre. Der vorliegende starke Band gibt sich als ein Compendium der Geographie von Afrika, einschließlich aller Cultur- und Zeitfragen, und wird als solches Jedem unentbehrlich sein, der über afrikanische Angelegenheiten auf dem Laufenden bleiben will, durch Beruf und Steigung indcß nicht über die zahlreichen Specialwcrke, Brochüren und Abhandlungen der Fachzeitschriften verfügt. Als eine Zierde des Werkes dürfen die dreihundert Illustrationen, als eine Beigabe von dauerndem Werthc die vorzüglichen und vielen Karten bezeichnet werden, die gewissermaßen einen completen Atlas von 50 Karten auf 18 colorirten Tafeln bilden.
Das Tribunal, Zeitschrift für praktische Strafrechtspflege. I.
Seit Anfang dieses Jahres erscheint unter obigem Titel bei I. F. Richter in Hamburg eine von einem erfahrenen Criminalisten, Herrn Dr. Bclmoute, heraus- gegcbcnc und von Männern, wie von Schwarze (Dresden), von Holtzendorsf (München), Carl Braun (Leipzig), Dr. Ludwig Fuld (Mainz) und vielen anderen hervorragenden Juristen des In- und Auslandes unterstützte Rlonatsschrist, welche sich die Aufgabe gestellt hat, eine tief gefühlte Lücke in der juristischen Literatur auSzufüllcn. Wenn wir unter den Preßerzeugnissen, die sich ganz ober nur theilweise mit dem Crirninalrechte befassen, Umschau halten, so finden wir mehrere Zeitschriften, welche in Folge ihres theoretisch-wissenschaftlichen CharactcrS lediglich für die juristische Gelehrtenwelt brauchbar sind, wir finden weiter einige Gerichtszcitungen und die ständigen Gerichtssaalrubriken der politischen Zeitungen, welche allerdings das Bestr-eben zeigen, gemeinverständlich zu sprechen, aber meist allen juristischen Characters entbehren
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