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Brrrea« r Schulstraße 7.
Erscheint tL-lttch mit Ausnahme des Montag». Prei» vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit BrinaerUchn.
—___________Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50
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Gegenstände der Verhandlungen werden sein:
1. Rechenschastsablage;
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«Mv £ Die Wahl des Präsidenten und Vicepräsidenten, sowie des Ausschuffes für die Periode 1886/88
yl' UCtOber lä8dl Der Präsident des landwirthschastlichen Vereins von Oberhessen ■
— Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau.
288 Samstag den 10. October 18S8
Gießener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Woher dieser Umschlag zu Gunsten der Monarchisten'/ Gewiß ist das allgemeine Stimmrecht ein unberechenbares Instrument, dessen Zeiger oft rasch von einem Extrem
Igi ^-Die Pariser Wahlergebnisse sind nun bis auf wenige Sectionen bekannt « n ^68,000 eingeschriebenen Wählern stimmten 433,000. Lockrcw Floauet Delaiorae 8 m als sicher, Brisson als wahrscheinlich q-wähli. Bar°det ' Allaür T?ras und Rroäbtt”6 fn " b,C °bi°luteMajorität. Im ersten Wahlgange sind dmmach
Telegraphische Depeschen.
Wolff- telegr. Eorrespondenr-Burea«.
Batzen-Baden, 8. October. Se. Majestät der Kaiser hatte gestern Abend non ^^brs gegen 11 Uhr dem großen Empfang im Großherzoglichen Schlosse beiqewohnt Mt Vormütag nahm Se. Majestät Vorträge entgegen und begab sichNachmitL' ,ült dem GrDtzherzog, der Frau Großherzogin und dem Erbgroßherzoglichen Vaare zu dem bet ^fsezheim stattfindenden Rennen. Dem Sieger im Armee-Rennen Lberre?cht.^ Dohna, wurde von Sr.Maj. dem Kaiser eigenhändig der Ehrenpreis .Berlin, 8. October. Giers ist von seinem zweiten Besuche' bei Bismarck 'leterSBur^aK Ctn0etroffen unb verweilt tagsüber hier. Er reist Abends nach
Wien , 8. October. Wie die „9L Fr. Pr." meldet, verhandelt die türkiscke m<r bem ?ne^cr ^oyd wegen Truppentransporte durch Lloyddampfer Es trch um Truppentransporte nach Salonichi und Dedeagatsch handeln.
i ß,it. man demselben Blatte, daß Meldungen von türkischer
«3S9 mnnTi^l^eblf 6 von der Jsmider- und der Mannaraküste im £ m , ^0von 17,000 Mann nach Adrianopel dirigirt werden.
r°?Cri d^^öessin Wilhelm von Preußen und Kronprinzessin O-Bren WTHmPtfin anm; ErzherzogAlbrecht auf der Weilburg einen Besuch ab. ° b^r Wilhelm fand daselbst ein Diner statt.
8'-Ockober. Gestern Abend sanden wieder Ansammlungen vor dem । r aulois statt; es ertönten dieselben Rufe wie vorgestern. Die Polizei dränote hip lr/äoi§" btC benachbarten Straßen zurück und iintersagte jedes Verweilen vor dem
I hpnfpn 'fphr 8^?^' Fürst Hohenlohe überreichte heute Vormittag dem Präsi- BÄ »Mmittag den
«b. «einer
beschließen.^" ""b ”ft na* ben Stichwahlen über das einznschlagende Verhallen I kie bi. m-,8oäw°? richteten Dankschreiben an ihre Pariser Wühler, worin mu^dZNionarMten^^Mkre.chs dringendst empfehlen, nm den lieber- am 14^Sentonblr6«veröffentlicht ein oom Kaiser I genehmigtes Regulativ, wonach die Gouverneure sämmt-
I che Behörden und Autoritäten der drei baltischen Goilvernements mit Ausnabmp I 5r l0Ca V ^ohorden ihre Geschäfte und Correspondenz arisschließlich in russischer ^rad)e zu fuhren haben und zwar auch in solchen Fälle», wo b^i erroäbiiTei
I Einp ^brsonen assistlren, welche der Kategorie der localen Wahlbeamten angehören I ^u$fnalnie^eJl b-e Scalen Behörden, welche ihre Geschäfte und Eorresvondenr I hpnei,Hfll-b€l « Ä4' ,obcr esthnisch führen; treten sie aber in Beziehungen mit I fnHr U?rt0rl ^I^ol'ganen der baltischen Gouvernements oder des Reiches überhaupt l°;Ä fteJld) russischen Sprache zu bedienen und von jenetr auch Schreiben in
I v Ctr> entgegenzunehmen. In allen Sitzungen der baltischen Behördeil merbeir K'Äift bEr @Prad,e 3efÜt)rt' für die Ä
I r ?^ndon, 8. October. Eine große Feuersbrnnst hat heute früh in den Ebuntp,-
House Buildings rm Londoner District Elerkenwell zehn^ große Speicher und vier id)rei^n$Ve0^'r Speicher und ca. zehn Häuser wurden beschädigt. Dem Fort- ^pr ^ethaii. Menschenverluste sind nicht vorgekommen
Der Schaden betragt über eme halbe Million Pfund.
Builhi^^nh^i^' ^ober. Bei der gemeldeten Feuersbrunst in den CHarterHouie 1b „große Speicher ausgebrannt. An dem Eompler von 23 Gebäuden stnd nur 7 unbeschädigt geblieben. Die Mehrzahl der abgebrannten Häuser enthielt ü6er^Sr&^»°UteriC; Ullb Galanteriewaaren. Der Schaden ivird ^nunmehr auf uver zwei Millionen angegeben. 1
1Q1 81 Oct0JeJ\ Gestern gab es in der Provinz Palermo an der Cholera
Üb!ig«/Uo°inzen 9/13.62 $°beSraüe' bat,on iu bcr ®‘“bt P^eemo 118/58; in ben ifi 8. October. Die Observation für egyptische Provenienzen
ist auf 48 Stundeii ^.uarantane, gegen Algier und Tunis auf 5 Tage reducirt 5 ^n)-d)a “ ^tr Drummond Wolf conferirte heute mit dem neuen Großvezir, 'Kiamil r<. Kairo, 8. October. Dem Vernehmen nach schlugen die Militärbehörden die sMich von M°krak°s?o°r.' am 92orbcnbc be5 Amarn-Kataraktes, 20 Meilen zr, f/1 b-October. ^Meldung der Agence Havas.j Der abberufene Berliner
^pCrfhtbtnr1rph-pOn 5f-UC”T rum Gesandten in Berlin ernannt und wird Sonntag nach
N'n-.Die Journale fordern die Regierung auf, nicht auf die Rathschläge der zu Horen, sondern rasch und energisch vorzugehen
8- October. Der König ist heute Abend mit den ihn begleitenden n.nrsL ^fOni^-'C11 ^>n Bahnhofe feierlich empfangen und enthusiastisch
hp?ip"b^si!^^"' bleibt 4 Tage hier, nm die Truppen zu besichtigen und
begtebt sich dann nach Erazowa. 9
. Die framöfischen Wahlen.
• « offenbar in einem Zeitalter der Ueberraschungen. Die neueste und
vrellercht tolgeltschwerste bereiteten uns die Wahlen in Frankreich am vergangenen Sonntage. Die Republikaner glaubten sich den Luxus zahlreicher Spaltungen und Gegensätze rm Vertrauen auf ihre erprobte Sache ohne Gefahr gestatten zu können • uud welches^ Resultat hat nun die Anwendung des so hochgepriesenen Listenskrutiniums ihnen am Sonntage gebracht'/ Der „Sprung in's Ungewisse" ist sehr zu ihren! ^iach- theue ausgeschlagen, so weit sich die Sachlage nach den noch unvollständigen neuesten Nachrichten über die Wahl beurtheilen ließ. Das steht indessen schon als Thatsache fest, daß die Monarchisten, so weit bis jetzt bekannt, 71 Sitze gewonnen haben lyoburdi ihre zukünftige Stärke auf 230 bis 240 Mitglieder zu schätzen sein dürfte.
Während des Wahltages selbst herrschte überall, auch in Paris, die größte Rübe
. und Ordnung. Erst das allmülige Bekanntwerden der Wahlergebnisse brachte eine I gewisse allgemeine Erregung hervor, die sich mit den weiteren Nachrichten iinnier mehr I steigerte.
peutschlaild.
8; October. Die „Nordd. Allg. Ztg." theilt zur Berichtiauna ojterreichlscher Pretznachnchten über den Inhalt des Testaments des in Peters- bürg 1884 verstorbenen Frhrn. v. Stieglitz mit: „Der Nachlaß ist bereits an die Erben und Legatare vertheilt. Letztere sind sämmtlich nahe Verwandte des r?r.™LfLer3 beffe" Erstorbener Gemahlin und sind in dem längst bestätigen recht-beständigen Testamente ausdrücklich und namentlich benannt An- spräche angeblicher oder wirklicher Verwandter in Deutschland und Oesterreich todren völllg aussichtslos." w
ßngland.
London, 8. October. In einer gestern zu Newport abgehaltenen con- fervativen Versammlung hielt Lord Salisbury eine Rede, in welcher er auch fcte bulgarische Frage berührte. Er constatirte, daß die jüngsten Ereigniffe nicht da« Groß-Bulgarien des Vertrages von St. Stefano Herstellen. Seit dem Jlbjug der russischen Truppen aus Ost^Rumelien entwickelten sich dort nationale Strebungen. Die Bestimmung des Berliner Vertrages bezüglich Bulgariens und Rumeüens fei nicht ohne sehr wohlthätige Wirkungen gewesen, jedenfalls I ko.E.Me Vereinigung Bulgariens und Rumeliens nur unter einer, die Souve-
.bfed ^■ult?ns(. wahrenden Form genehmigt werden. — Zu der inneren Polttl übergehend, betonte Lord Salisbury die Nothwenbigkeit großer Reformen I" bec Local-Regierung Irlands, wobei es jedoch sehr wichtig sei, oaß
^ich^inheit unverletzt b^olten bleibe. Die Conservativen könnten nie irgendwelche Vorlage billigen, welche Englands Stellung unter den Nationen bedrohten Der Redner hob ferner hervor, daß es nothwendig sei, die Kolonieen
°u das Mutterland zu ketten; er erklärte sich sodann zu Gunsten einer letzteren Veräußerung von Land und schloß mit der Bemerkung, die Politik der Conservativen bezwecke, das Band zwischen Staat und Kirche aufrecht iu erhalten. 0 I


