ein fach-
behangenen Birnbaum
gründ-
geftern Mittag plötzlich
in eine
Menage aus hiesiger Kaserne gespeist.
Gestern zählte man zweiundzwanzig Cholera- Heute zählte man hier zwanzig Todesfälle an der
finden glaubt.
Toulon, 2. September. Todesfälle.
Marseille, 2. September.
Universität- -Ehronik.
— Die theologische Facultät zu Greifswald promooirtc den ord. Prof, der Theologie an der Universität Basel, Licentiaten Konrad v. Orelli, zum Docter der Theologie honoris cauiä.
Stockholm, 2. September. Der Prinz von Wales ist heute hier eingetroffen -und vom Könige, den Prinzen, den Ministern, dem Oberstadthauptmann und den (Zivil- und Militärbehörden empfangen worden. Er begab sich alsbald mit dem Könige nach Schloß Drottningholm.
London, 2. September. Im Zusammenhänge mit den jüngsten Enthüllungen der „Pull Mull Gazette" fand heute vor dem Polizeigerichte die Verhandlung gegen Rebecca Jarret, «ngeklagt, die 13jährige Eliza Armstrong entführt zu haben, statt. Die Affatre wurde auf Montag vertagt. Das Gericht verweigerte die Annahme einer Kaution. Auch gegen den Nedacteur der „Pall Wall Gazette", Stead, und den An- aestellten der „Pall Mall Gazette", Jacques, ist wegen Mitschuld an der Entführung das gerichtliche Verfahren eingeleitet worden.__________________________________________
..... „ . _ ..... Ersatzreseroisten unter Führung
eines Officiers und diverser Unterofsiciere wurden dort unter freiem Himmel von der
Bezirksvereins Gießen gefertigt worden.
Indem uns auch andere Stimmen über die Viehausstellung in Hungen recht willkommen wären, möchten wir bitten, daß uns auch über die sehr reichhaltige Ausstellung der landwirthschaftlichen Geräthe und Maschinen männischer Bericht geliefert würde. Einsender dieses fühlt sich hierzu nicht berufen.
Wir schließen mit dem Wunsche, daß die Hungener Ausstellung als Drittel zur Anciferung erhöhten Strebens dienen möge! Dann hat sie den Hauptzweck, den Aus
nbcrhcfUiren. Die persische außerordentliche Gesandtschaft, der türkische Botschafier und Minister Puttkamer wohnten der Parade in der Nähe des Kaisers bei. Die Kaiserin, der Kronprinz und Prinz Wilhelm, welcher die Fahnencompagnie bei dem Hm- und Rückmärsche führte, wurden von den Menschenmassen mit enthustastochen Hoch- und Hurrahrufen begrüßt. Der Jubel, womit die Menschenmassen in den .Straßen, aus Fenstern und von Balkonen den Kaiser bei der Hin- und Herfahrt empfingen, spottet jeder Beschreibung. Seitwärts vom Paradefelde wurden während der Parade von einem Ballon captiv aus Beobachtungen vorgenommen.
Berlin, 2. September. Zur Feier des Sedantages ist die Stadt reich geflaggt, in den Straßen wogt eine außerordentlich zahlreiche Menge. Der Ausmarsch der Truppen zur heutigen Herbstparade des Gardekorps erfolgte bei herrlichem Wetter. Als gegen 9 Uhr die Fahnen durch die Leibcompagnie des 1. Garderegiments, der Prinz Wilhelm voraufritt, abgeholt wurden, erschien der Kaiser am Eckfenster des Palais und wurde von den versammelten Tausenden mit endlosem Jubel begrüßt. Um lO’/z Uhr fuhr der Kaiser in Begleitung Lehndorff's zum Tempelhofer Feld, vom Publikum in den Straßen enthusiastisch begrüßt.
— Die „Colonialpolitische Korrespondenz" schreibt über die deutschen Stationen Ostafrikas, daß die ostafrikanische Gesellschaft 4500 Quadratmeilen üppigen, durchaus gesunden Landesgebiets centraler Lage unter die deutsche ufiagge gebracht habe. 4>er Vernich mit einer Faktorei und einer ersten landwirthschattlichen Station Usagara sei gemacht. Die Gesellschaft beabsichtigt, die Anlage von zunächst 5 Milttärstatlonen aus landwirthschaftlicher Grundlage und mit Heranbildung von sstegern zu Defenstomann- schaften durch anwesende tüchtige Officiere und den Betrieb des Plantagenbaues mit einheimischen oder asiatischen Arbeitern. Zur Vertheidigung hat Krupp neu con- ftruirte Geschütze geliefert. Die Stationen sollen der Mittelpunkt für die Arbeiten der Gesellschaft und des Prioatkapitals sein, welches sein Interesse in Oftafrika zu
stellungen überhaupt haben sollen, erreicht.
Gießen, 3. September. Eine Frau, welche einige Tage hier zu Besuch gewesen, rouroe bei der Abreise auf hiesigem Bahnhofe von einem Herschlag betroffen. Sofort zur Klinik verbracht, langte sie jedoch dort nur als Leiche an.
— Obstfreunde, welche dem Grundsätze huldigen, daß gestohlene Birnen am besten schmecken, plünderten in den Nächten von Montag auf Dienstag und Diens-
L v k a l e
«letze«, 3. September. [<Sebanfcier.] Die ungemein rege Betheiligung Seitens der Bürgerschaft an der Feier des hiesigen Kricgervereins lieferte einen Beweis, I wie dies alljährlich sich wiederholende Nationalfest dem deutschen Volke zum Bedürfniß geworben.fönncn wir fagen, daß die seit Jahren übliche Bekränzung der Gräber von Freund und Feind die Billigung aller Parteien gefunden hat und in diesem Sinne auch sprach der Vorsitzende des Vereins, Herr Poftsecretär Meyer, von den Stufen Denkmals. . ,
„Vergeßt die treuen Todten nicht!" Das war der Originalgedanke leiner Worte, ob Freund, ob Feind, sie alle haben den Tod im Streite für ihr Vaterland | z * Nicht minder zahlreich war das Banket im Eas6 Leib besucht; der Saal wollte I kaum die Kameraden fassen, welche zum Theil „mit Weib und Kind und Kegel" er- I
Auch hier wußte der Obengenannte in seiner Ansprache den Weg zu finden, bh I Allen zum Herzen sprach; er verglich ben Sebantag mit ber früher üblichen Feier des Leipziger Schlachttages. Wie bamals bie Deutschen im eigenen Laube kämpften, um den Erbfeind zu vertreiben, aber mit fremder Hülfe und ohne bie gehoffte Einigung der deutschen Stämme zu finden, so habe im vorliegenden Falle der schwere Kampf in Feindesland uns die deutsche Einheit gebracht, und diese sei damals, wie heute, von allen Parteien erstrebt worden, soweit solche überhaupt sich für das nationale deutsche Wohl interessiren. Und in diesem Sinne feiert auch heute die Nation, ohne Rücksicht auf irgend welche Parteischattirung, in allen ihren Gliedern das Sedanfest. Hieran anschließend wurde das übliche Hoch auf ben Kaiser ausgebracht.
Daß bei ber sehr animirten Stimmung der Anwesenden schließlich ein Tänzchen । jiicht fehlen konnte und daß man sich nicht allzu früh zu trennen vermochte, bedarf 1 Murn noch ber Erwähnung.
Der Verein kann conftatiren, baß in langer Zeit keines seiner Feste zu fo allgemeiner Bcfriebigung verlief, als bas eben verflossene. —
Gieße«, 29. August. sZur landwirthschaftlichen Vieh-Ausstellung der Provinz Oberhessen in Hungen.) Wenn die Thierschauen unter Anderem den Zweck haben, eine vergleichende Uebersicht über die in bestimmten Landestheilen vorhandenen Viehbestände zu gewinnen, so hat die Hungener Ausstellung bewiesen, daß die Viehzucht in der Provinz Obcrhessen recht erfreuliche Fortschritte gemacht hat. In allen Rassen und Kreuzunasproducten waren wahre Prachtexemplare zur Schau gestellt. Wenn die schweren Schweizer Viehschläge sich mehr für futterreiche Gegenden «nb daher für ben größeren Grundbesitzer eignen und wenn die Holländer Raste und Pnstigen Rieberungsschläge nur für denjenigen empfehlenswert!) sind, welcher Milch- wirthschaft treibt, so ift die Vogelsberger Rindviehrasse als Gebirgsschlag für ben kleinen Mann in gebirgiger ärmerer Gegend die geeignetste. Es kcmn daher nur anerkannt werden, daß die landwirthschaftlichen Vereine in ben letzten Jähren zu Gunsten ber Vogelsberger Nasse eingetreten sind; denn der kleine Mann bedarf der Hiilfe, ber große kann sich selbst helfen.
Grabe bie Ausstellung in Hungen hat zum ersten Male gezeigt, daß noch genügend Vogelsberger Vieh vorhanden ist, um bie Reinzucht bieses Schlages mit Erfolg weiter betreiben zu können. Bekanntlich würbe seither vielfach bie Ansicht laut, baß in Folge ber in ber letzten Zeit vorgenommenen planlosen Verkreuzungen kein reines Vogelsberger Vieh mehr übrig sei. Währenb auf bem hohen Vogelsberg biefe eble Nasse fast vernichtet ist. hat sich bieselbe merfroürbiger Weise in einzelnen Theilen bes Kreises Gießen noch mehr erhalten. Sie finbet sich aber auch noch in ben benachbarten Preußischen Kreisen, so Marburg, Biebenkopf, Wetzlar 2c. »Nach ber Nassauischen Prämiirungsorbnung wirb im Bezirke Biedenkopf, bem Tillbezirke, bem Ober- unb Untertaunus-Bezirke die Vogelsberger Rinbviehrasse ausschließlich prämiirt. Wenn in Hungen biefe Nasse so zahlreich und in so schonen Exemplaren vertreten war, so ist dies auch bem Zuchtvereine, sowie bem lanbwirthschaftlichen Bezirksvereine Gießen zu verbauten. Der Verein zur Züchtung und Veredlung ber reinen Vogelsberger Rinbviehrasse hatte auf Grunb bes Statuts seinen Mitgliebern aufgegeben, bie Dereins- thiere in Hungen vorzuführen. Wenn bies wegen ber großen Entfernungen auch nicht durchweg geschehen konnte, so war der Aufforderung doch nach Möglichkeit entsprochen worden. Für Viele wurde der Auftrieb ihres Viehes in Hungen nur dadurch ausführbar, daß der landwirthschaftliche Bezirksverein Gießen Eisenbahnviehwagen auf den Eisenbahnstationen Gießen, Großen-Buseck und Lollar zur Fahrt nach Hungen und zurück unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte. So kam es, daß das Lumdathal gut vertreten war. Namentlich-hatte sich Herr Bürgermeister Bieber in Allendorf a. d. Lda. hierum verdient gemacht. Selbst aus ben in bet Nähe von Marburg gelegenen Orten Dreihausen unb Heskem hatten bie Mitalieber bes Zuchtvereins ihre Thiere vor- geführt. Da diese aber als Nichthessen sich um die ausgesetzten Preise nickt bewerben konnten, hatte der Zuchtverein aus seinen Mitteln für diese Personen besonders 100 JL verwilligt, wozu die Freiherren Adalbert unb Abolf v. 3iorbccf zur Rabenau aus Friebelhausen in Hungen privatim nock weitere 100 «M. in dankenswerther Liberalität gespendet hatten. Es konnten damit drei größere Preise und noch 19 Mitgliedern des Zuchtvereins kleinere Prämien gegeben werden, abgesehen von besonderen Wegevergütungen, welche denjenigen, welche sehr schönes Dich hatten, aber doch keinen HZreis mehr erlangen konnten, zugebilligt wurden.
tag auf Dttttwoch in zwei Gärten je einen voll lich ab.
— Die Passanten des Bahnhofs sahen sick frische frohe 'Dtenage versetzt. 106 Mann sächsische
Es fei hier noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß die Nachfrage nach reinem Vogelsberger Vieh auch von außen her im Steigen begrifien ist. So liegt eine Bestellung aus dem Kreise Wetzlar vor, wonach dort jährlich 5 bis 6 Bullen der reinen Vogelsberger Rasse zu kaufen gesucht werden. Möchte dies ein beherzigenswertber Wink für unsere Landwirthe sein, die reine Vogelsberger Rasse zu züchten und hierbei alle Aufmerksamkeit anzuwenden, welche man bei dem Sckweizer Vieh für selbstverständlich erachtet, die man aber vielfach bei bem kleinen und genügsamen Vogelsberger Gebirgsschlage für nicht nöthig hält. Füttere unb halte man bas Vogelsberger Vieh ebenso und bie Vorzüge bieses Schlages werben bald allgemein zur Geltung kommen.
Denjenigen, welche in Hungen Preise erhielten, werben, was sonst bei Ausstellungen des Provinzialvereins nicht üblich war, auch besondere Diplome hierüber noch zugestellt werden. Dieselben hatten von dem Secretar der Ausstellung wegen der dringenderen Fertigstellung der Protokolle der Preisrichter in Hungen nicht alle geschrieben werden können. Dieser Secretär, Herr Rechner La über von Gießen, war einer der am angestrengtesten beschäftigten Personen bei bem Feste, weshalb auch ihm ber schulbige Dank hiermit abgestattet sein soll. Die Preis-Diplome sinb in eleganter Ausstattung, mit sinnigen Bilbem aus bem Leben des Landwirlhs umrahmt, in ber lithographischen Anstalt F. Wirtz in Darmstabt auf Kosten des lanbwirthschaftlicke«
Spanische Geschichten.
„Spanien ist das Land, in welchem zweimal zwei nicht vier ist". Der Zlus- spruch Wellington's ist heute gerade so wahr, wie er zu Anfang unseres Jahrhunderts gewesen. Man könnte auf der pyrenäischen Halbinsel Alles finden, nur nicht schlichten Menschenverstand unb logisches Denken. Nicht das wollen wir ben Spaniern gar zu hoch anrechnen, baß sie in bem Augenblicke, ba Deustchlanb bie Absicht ausgesprochen hatte, bie Karolinen unter sein Protectorat zu stellen — was deutscherseits auf den Inseln geschehen ist, darüber fehlen nicht nur authentische Berichte, selbst Gerüchte — daß sie im selben Augenblicke von einem unwiderstehlichen Gelüste nach den Korallenriffen gepackt wurden, die ihnen seit dritthalb Jahrhunderten vor ber Rase gelegen haben, jedoch in allen spanischen Handbüchern ber Geographie unb auf allen spanischen Landkarten als nicht zu Spanien gehörig bezeichnet werden. Auch baß die Vtabrider Regierung in ihrer Herzensangst vor bem von der Opposition erregten Volkssturme batumlose Decrete fälscht, in welchen bie Errichtung einer Regierung auf ber größten Karoltncninsel fJ)ap) angeorbnet wirb, unb zwar so plump fälscht, baß baburch erst recht daraethan wird, wie Spanien früher kaiue Rechte, nicht einmal Absichten auf bie Karolinen gehabt hat, auch das mag nicht so schwer in die Wagschale fallen. Äebn-- liches hat sich in ben afrikanischen unb australischen Colonien Englanbs unb in biefem selbst ereignet, sobald Dentscklanb ein Stück Sanbwüste oder Mangrovegebüsck unter feine Obhut stellte, wenn auch die Angelsachsen sich nicht in den schier wahnwitzigen Zorn der Spanier gegen die „hcstntückischen Räuber", „feigen Piraten", „Meuchel mörder", und wie sonst die jetzt auf der pyrenäischen Halbinsel den Deutschen gegebenen Kosenamen lauten, hineingeredet haben.
Etwas ernster schon ist die Entsendung zweier spanischer Kriegsschiffe von MarOla zu nehmen, welche angeblich schon die Pelcw (Palaos- oder Palaus-JnseD, die westliche kleinere Gnippe der Karolinen, unb Aap besetzt unb bort nirgends Ae deutsche Flagge gesehen haben. Proooziren die spanischen Kapitäne nicht einen Eon- flirt mit dort kreuzenden.deutschen Kanonenbooten, so hat die Besetzung allerdings gar keine Bedeutung. Denn die Inseln, auf welchen sich keine deutschen oder englischen Faktoreien befinden, können die Kosten t>er spanischen Administration niät tragen, und da die Madrider Regierung auch kein Geld hat, muß sie die Occupatio« aufgeben. Die Factoreien aber könnten die spanische Zollplackerei und Mißoerwaltung nicht ertragen, würden sonach fammt ben geschulten Arbeitern nach anberen Inseln auswanbern.
Im llebngs» kann Spanien sich nicht ber Prüfung ber Rechtsfrage und b< Respectirung bes Völkerrechts auf bie Dauer entziehen: es würbe sonst hilflos dastehG» wenn ihm Englanb oder Frankreich, Marokko ober Norbamerika Cuba wegnäbme *- möge letztere Wegnahme auch nicht officicll, nur burch Flibustier geschehen. Was es nach der deutschen Protectoratserklärung an Thatsachen schafft, Hal keinen rechtlichen Werth.
Urfomifcb jedoch ist die kriegerische Wuth, in welche plötzlich die Spanier ge- rathen sind. General Salamanca und andere Officiere schicken ihre preußischen Lrden zurück und wollen die Lücken auf ihrer Brust durch andere Orden füllen, die „im Kampfe für die Vertheidigung des Vaterlandes" erworben werden. Die in Barcelona garnifonirenben Officiere lassen sich in Zeitungsbureaus für eine Expebition nack ben Karolinen pornotiren, in ber Mrmee wirb eine Subscription für ben Bau einer Fregatte (die frühestens nach Jahren hergestellt fein könnte) eröffnet, bie Stubenten in ! Salamanca melben sich als Freiwillige gegen Deutschlanb. Unb Ehren-Don-Carlos, | welcher burch einen vor italienischen Gerichten angestrengten Diebstahlsproceß für immer gekennzeichnet, von ber Mabriber unb ber Berliner Regierung als „Näuber- hauptmann" steckbrieflich verfolgt ist, ber „Roy" der Handvoll französischer Stocklegitimisten, erbietet von seinem venetianischen Paläste aus seine Lieben und Getreuen, 100,000 Karlistcn, gegen Deutschland ausrüsten zu lassen, und beräth mit seinem Adjutanten einen Kriegsplan. Natürlich bietet auch die patriotische Liga des Herrn Derouldde den Spaniern Franktireurs an. Da muß wohl Fürst Bismarck zu Kreuze kriechen.
Glücklicher Weise behalten wir kaltes Blut, fürchten uns nicht vor den fürchterlichen Worten der Spanier und nehmen die Sache von ber humoristischen Seite. Etwas mehr als bie Spanier in ber Geographie beroanbert, wissen wir, baß zwischen Spanten unb Deutschlanb sich Frankreich streckt, über bas keine Armee fortfliegen kann. Nach ben Karolinen wie nach unseren anberen Colonien schicken wir keinen einzigen Lanbsolbaten unb Spanien kann, weil es kein Geld hat, nicht ein einziges Regiment senden. Wo auf Gottes Erdboden wollen uns denn die Hitzköpfe schlagen unb vernichten?
Die Srche liegt einfach: Spanien verstänbigt sick mit Deutschland, das ihm I die Inseln, auf welchen sich keine Faktoreien befinden, gern überlaßt, ober es bricht I bas Völkerrecht unb muß über kurz ober lang zu Kreuze kriechen, weil es ohne die I moralische Stütze unserer Regierung (mit Englanb hat es sich vcrfeinbet) ohnmäcktig I ist. Und wollen die kriegslustigen Officiere und Studenten, der siebzigjährigen Gewöhn I heit fröhnend, Kriegsruhm unb Bürgerkriege suchen, bann wird ihr Vaterland erst I recht ohnmächtig nach außen unb seine Colonien werden der Willkür der Seemächte preisgegeben sein. Deutschland hat nichts, Spanien alles zu fürchten.
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