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Liga der französischen Patrioten vollkommen fern. Es wird angenommen, der Srief sei durch eine bisher noch nicht ermittelte Person unterschlagen worden.

b Nach^eimr Pause wird bezüglich des Schreibens der Leipziger Creditbank der Antrag des engeren Ausschusses ohne Debatte angenommen:Der allg-m-,ne V-reins- tag weist mit aller Entschiedenheit den Vorwurs, daß eine sachliche Verhandlung >n der heutigen Versammlung nicht zu erwarten gewesen sei, als unbegründet, zugleich aber auch den Ton, in welchem der Brief abgefaßt ist, als gänzlich ungeeignet zurück-

Die Anträge des Verbandes süddeutscher Consumvereine und des Verbandes der Consumvereine der Provinz Sachsen, die Aufnahme der Waarenvorrathe betreffend, wurden in einer Commission der Consumvereine verschmolzen und eine von derselben entworfene Anleitung auf Antrag des Herrn Atolle (Lüdenscheid) ohne^Debatte an­genommen, nachdem Herr Schulze (Neustadt-Magdeburg) Namens der Commission ein kurzes Referat über den Gegenstand erstattet und der Anwalt einige Bemerkungen bajn ^^^^^rathungsmaterial erschöpft, schließt der. Vorsitzende. Herr.Bürger^ meister Ntzze (Ribnitz), den 23. Vercinstag mit dem Ausspruch des Dankes an da^ Localcomite und an die Stadt Darmstadt für die herz che Aufnahme in unserer Stadt und mit dem Wunsche frohen Wiedersehens m Halberstadt.

Viele Festgäste machen nunmehr einen Spaziergang auf die nahe Ludwrgshohe, um sich dann um 5 Uhr zum Festessen im Saalbau wieder emzufinden.

L o k s l e Ä.

Gießen, 29. August. Am Bahnübergänge an der Rüstng'scheu Wirthschaft wurde am 26. d. Mts. ein vorüberfahrender Wagen von einem Rangwzuge erfaßt und zertrümmert. Die auf dem Wagen sitzenden Personen retteten sich, mdem sie rasch Keruntersprangen. Die Pferde kamen ebenfalls ohne schaden davon.

Gestern wurde ein Kellner wegen Unterschlagung verhaftet.

Verwischtes.

(Offiziers-Rennen der combintrten Cavallerie-Division der XI. Armee-Corps bet Bad Nauheim am 28. Augusts Das liebliche Nauheim, sonst der Zufluchtsort der Gichtkranken und Gelähmten, hatte heute Alles, was auf zwei gesunden seinen laufen konnte, aus der ganzen Umgebung angelockt. Wir müssen gestehen, daß das kleine Städtchen gelegentlich dieses improvisirten Nennens euren Zulauf gefunden hat, dessen sich das stolze Frankfurt bet seinem berühmten Rennen nicht zu schämen brauchte. Wir schätzen die Menschenmenge, die sich zw.scheu den beiden Gradirbauen auf der Schwalheimer Hohe ausbrettcte, auf 5-6000 Personen, hinter denen längs der Chaussee nach Rödgen Hunderte von Fuhrwerken Aufstellung genommen halten. Tribünen, w.e auf unserem Frankfurter Rennplätze, durfte man allerdings da draußen auf den Stoppel­feldern nicht suchen, ebenso wenig wie eine streng abgestreckte geschweige denn wohl- gepflegte Bahn. Die Strecke, welche geritten werden sollte, bildete ein ziemlich ebenes Terrain auf dem kurz vorher der Schnitter seine Arbeit gethan. Einige leichte Hürden, einige Fahnenstangen markirten es als Rennbahn, auf der durch die besagten Hürden eiaentlid? ein ötel geringeres Hinderns gebildet wurde als durch das verehrltche Publikum selbst, das unablässig seinen Standpunkt wechselnd die Bahn als Promenade benutzt" oder sich um den Großherzog Ludwig von Hessen, den Prinzen Friedrich Carl von Preußen, den Prinzen von Wales und deren Damen zusammen, chaarte.

Es war ein 7echt lebhaftes und buntes Bild, das sich dem Auge auf dem wetten Plane darbot. Wenn auch das stärkste Kontingent von der Landbevolkerung gestem wurde die mit Kind und Kegel erschienen war, so fehlte es doch durchaus nicht an der haute volde; welche, abgesehen von den fürstlichen Persönlichkeiten und h r Suit, durch ca. 300 Offiziere mit ihren zahlreich erschienenen Familien, sowie durch die Kur­gäste und die Notabilitäten aus Stadt und Land gebildet wurde. Frankfurt war, so viel wir bemerken konnten, ziemlich gut vertreten. , w -

Die Rennen waren wirklich interessant und hatten nur den einen Fehler, daß von militärischer Ordnung und Pünktlichkeit bei ihnen nichts zu ^merken war.

Nachdem es mehreren der Herren Cavallerieoffijiere unter Aufbietung^aller ihnen zu Gebote stehenden Lungenkraft gelungen war, dieBahn von Fußvolk Reitereiund Wagen so ziemlich zu säubern, begann gegen 4 Uhr bei einem gemächlichen Gewöhn-

erfte Rennen - schweres Jagdrennen - bei welchem von 17 gemeldeten Pferden 7 liefen. Die Distance betrug 2500 Mtr^ 1.^ Pferd war ^^^nant v. Wrochem's (Drag.-Regt. 24) brauner WallachTiptop , 2. ßieutenant Distel s (Drag.-Regt. 5) schwarzbrauner WallachOnkel", 3. Lieutenant Kühne s (Ulan.-Regt. 6)

zweite ^Rennen Versuchs-Jagdrennen - das nach erklecklicher Pause vor sich ging, während welcher sich das Wetter völlig aufgeklart hatte, führte nicht weniger als 11 Pferde auf die Bahn, ein für die meisten Rennplätze seltenes Schauspiel. Distance 2000 Mir. 1. Pferd Herrn v. Wrochim's braune StuteLady in blue , geritten von Herrn Lieutenant v. Heuduck (Drag-Regt. 24), 2- Lieutenant v. Wrangel s (Hus.-Regt. 14) brauner WallachVarjü", 3. Lieutenant Graf Kielmansegge s (Drag.- Regt. 5) brauner WallachAlfred".

III. Leichtes Jagdrennen. Distance 2000 Mtr. Es ritten von 16 genannten 12 Pferde. 1. Pferd Lieutenant v. Oertzen's (Drag.-Regt 24) brauner WallachPet- worth", 2. Lieutenant v. Hagen's (Art.-Regt. 11) F-S1.Elegie , 3. Rittmeister v. Bachmayr's (25. Division) braune StuteGuillerette".

Telegraphische Depetchr«.

Wolff's telegr. Correspondenr-Bureair.

Berlin, 28. August. Der Kaiser hat dem Botschaftssecretär Hirschfeld zu Kon- stantinopel ^yra=r6aftrortan6am«6ere^u^nunb Schonung den schmerzsreien geloben. Die Prinzessin Wilhelm ist bereits am Samstag Abend nach Potsdam ?uf 'irde Anordnung Über die Kreisvertretung nicht verzichten können, weil die bis- beriae Vertretung vom 1. October ab aufhöre, der Staatsvertrag Über die Inkorporation Lauenburgs aber die Mitwirkung der Kreisvertretung bei der Verwaltung der Landes- ftiniiltre Die Prolongation der bestehenden Kreisvertretung fei mit bem Staatsinteresse unvereinbar gewesen und würde auch einem ausdrücklichen Be- sck?us^ des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses direct widersprochen habendes babe deßhalb nur erübrigt, den vorn Herrenhause beschlvsserwn, vorn Abgeordueten- banse virwell, wenn auch nicht formell gütig genehmigten Gesetzentwurf der letzten Lanbtag^ftfswn ^g^Auaust. Die 31. Generalversammlung des Gesammtvereins deutscher Geschichts- und Alterthumsvereine, welche von 120 Theilnehmern, darunter 40 Vereinsdelegirten besucht ist, wurde heute durch den Oberprasidenten und ven Oberbürgermeister bewWommnet.

Varis, 28. August. DieRepublique francaife wendet sich gegen die Aus­lassungen der England feindlichen Blätter und sagt anstatt England S» beledigen, Vniite man lieber anerkennen, daß England in einer so ernsten Frage, wie dieWleder- h rstellung der Ordnung in Egypten sei, niemals an eine Politik der Enthaltung und n/ba&t babe DasJournal des Debats" meint, alle Nationen Europas seien bei dem Kampfe zwischen dem muselmännischen Fanatismus und dem thum solidarisch Frankreich habe aber aus Unverstand oder aus Schwache nicht die Rolle spielen wollen, die ihm zugekommen sei.Ermuthigen wir wenigstens nicht die Feinde,ändern wir diejenigen angreifen, die mehr Voraussicht und Energie besessen roie Di°Ag-nc- Hao°s" bemerkt bezüglich des durch den deutschen Turnp-r-in veranlaßten Zwischenfalles vom Samstag: Der deutsche Turnverein sei seit 1863 in Daris inftatlirt und enthielt sich stets jeher Kundgebung, welche das Nationalgefühl nerleken konnte Die Ursache des Zwischenfalles war die Sendung der Einladung an ein Mttglied der Patrioten-Liga. Die'Sendung beruhe auf einem Jrrthmn. Sobald der Jrrthum erkannt, gab man die beabsichtigte Kundgebung ganz auf. Die Behörde, welche Maßregeln getroffen, jedem Conflicte vorzubeugen, glaubte dieselben vorsichts-

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Gerücht, General Wolseley habe Verstärkungen verlangt, für unbegründet zu erklären. General Wolseley verfügt jetzt über ein Corps von 11,000 Mann,

dem engeren Ausschuß zu überweisen, wogegen Herr Moras (Ruhrort) sofortige Ab­fertigung vorschlägt. Der Antrag des Anwaltes wird angenommen.

Es folgt die Berathung des von dem Anwälte gestellten Antrages:

Der Allgemeine Vereinstag wolle beschließen:

In Bezug auf die bevorstehende Revision des Genossenschaftsgesetzes vom 4. Juli 1868 erklärt der Allgemeine Vereinstag:

daß dabei das bereits in diesem Gesetze durchgeführte Princip. wonach sämmtliche Rechtsverhältnisse der Genossenschaften, ihre Eintragung mit den daran geknüpften Rechten und Pflichten, die Gesetzlichkeit ihrer Zwecke, ihrer Einrichtungen und ihres Verhaltens, sowie etwaige Contraventionen dagegen, ausschließlich der Cognition der Gerichte überwiesen sind, unter allen Umständen aufrecht erhalten werden muß; und dagegen

jeder Versuch, das hier Einschlagende irgendwie einer Controle der ad­ministrativen staatlichen und communalen Behörden zu unterwerfen, als im Widerspruch mit dem Wesen und den Ausgaben der Genossenschaften, auf das Entschiedenste zu bekämpfen ist." .

Der Antragsteller, Herr Dr. Schulze-Delitzsch, begründet feinen-Antrag, indem er ausführt, allen wirthschafilichen Gesellschaftsformen sei e ne Anzahl Rechte und Pflichten beigelegt. Der Begriff der Staatsaufsicht fasse eine Reihe von möglichen Eingriffen von Seiten der Behörden in sich, mehr als dies in der Ueberwachung der Gesetzlichkeit überhaupt gelegen fei. Der einzige Unterschied der Genossenschaften und der Actien- und Commanditgesellschaften bestehe hinsichtlich der Controlbehorde darin, daß letztere eine Controlbehörde bestellen müssen, während sie für erstere facultatm fei. Soweit die Gesetzgebung zu Gunsten der Mitglieder im Gesetzeswege etwas ver­ordnen könne, solle und werde dies geschehen, aber eine geschäftliche Beaufsichtigung sei keiner Gesellschaftsform gegeben und sei auch namentlich im Handelsgesetzbuch, unter welchem die Genossenschaften stehen, absolut abgelehnt. Wer solle die geschäftliche Auf­sicht üben? Die Verwaltungsbehörden, welche nicht alle das Bank- und Handelswesen und die Principien der Rohstoffgenossenschaften verstehen. Zudem sei gegen die Selbst­ständigkeit dieser Behörden nach unserer Landesverfassung Manches zu tagen. Ncach wie vor möge die Aufsicht über die Genossenschaften den Gerichten bleiben. Der An­trag trete nur Denen entgegen, die etwas mit Mühe Errungenes aufgeben wollen. Er würde sich als Anwalt schämen, wenn sein Antrag nicht einstimmig angenommen werde, was auch der Gesetzgebung gegenüber wichtig sei.

Die Versammlung verlangt sofortige Abstimmung und ergibt dieselbe einstimmige Annahme des Antrages des Anwaltes.

Herr Oppermann (Magdeburg) referirt Namens des engeren Ausschusses über die letzte Rechnung der allgemeinen Vereinskasse und beantragt Dechargeertheilung an den Anwalt. Das Verbandsvermögen beträgt gegenwärtig 32,362, hat sich also gegen das Vorjahr um 3250 JL vermehrt. Die Decharge wird ertheilt, ebenso der Etat für 188283 genehmigt, welcher eine Einnahme von 33,550 auf weift.

Nachdem sechs Vereine aus dem Verbände ausgeschlossen worden, da sie feit 3 Jahren ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen, erfolgen für die Wahl des Ortes des nächsten Vereinstages Einladungen nach Augsburg, Halberstadt und Colberg. Die Abstimmung entscheidet, nachdem der Anwalt sich für Halberstadt ausgesprochen,

2770 Pferden und 27 Kanonen.

Nach einer Depefche des Generals Wolseley aus Jsmarlia von gestern sind die Resultate der Gefechte vom Donnerstag und Freitag bedeutend wichti­ger, als man am Sonnabend annehmen konnte. Der Femd befindet sich vollständiger Deroute und flieht gegen Zagazig unter ^urucklassung des Lagers mit Waffen, Munition und Vorräthen aller Art. Der Hauptrathgeber Arabi Pascha's, Mahmud Fehmi, befindet sich als Gefangener im Lager des Generals Wolseley. General Wolseley zu den am Donnerstag und

Freitag erreichten Erfolgen telegraphisch beglückwünscht. Ein Telegramm der Times" aus Kalkutta von gestern meldet: In Salem fPrastdentschast Jltm raj ' haben zwischen Hindus und Mohamedanern ernste, einen reltgtosen Charakter tragende Unruhen stattgefunden, von den Hindus wurden große Grauiant.iiten verübt: es sind 150 Personen verhaftet morsen.

Petersburg, 28. August. Der Verwaltungsrath der Großen ru,st- schen Eisenbahn-Gesellschaft giebt bekannt, daß die am 28 ds. stattgehabte Ent­gleisung des Moskauer Kourierzuges auf der Nicolaibahn m Folge eines Schienenbruchs erfolgt sei. ,

Konstantinopel, 28. August. (Meldung desReuter tchen Bureaus ). Said Pascha begab sich gestern Abend zu Lord Duffertn nach Therapia und tbeilte vcrnselben mit, der Ministerrath habe beschlossen, die Proklamation, welche Arabi Pascha zum Rebellen erkläre, zu publiciren und die Militär-Conventivu nach dem von Lord Dusserin aufgestellten Entwürfe zu accepttren

Es bestätigt sich, daß die Pforte nach dem außerordentlichen SRimster- ratbe welcher vom Sonnabend Mittag bts gestern Abend dauerte, den von ifnntatö ausgestellten Entwurf der Militär-Convention angenommen hat.

Alexandrien, 28. August. Sultan Pascha und Ferid Pascha mit einem Gefolge von 12 Personen begaben sich heute Nachmittag nach Jsmailia, nm den General Wolseley als Commissare des Khedive zu begleiten und die Vevökeruna darüber auszuklären, daß die Mission der englischen Armee lediglich darauf gerichtet fei, die Autorität des Khedive wieder herzustellen und das Land nm, hem militärischen Despotismus zu befreien.

Atcrandrien, 28. August. Die egypiischen Truppen in K-str-Dowar sind in . giactit erbeblich vcrstäikl worden, in ihren Linien war auch heute

der vergangenen J äLLaunR bemettbar, es wurden viele neu- Zelte ausgeschlagen. Morgen r ne lebhal "e^zun^ Verschanzungen ausgeworsen, Verstärkungen ein- Eb-nso s-nd in Mex, wo bi'c Engländer, d.e Dämme in der Nähe der

mfr -u durchstechen um einen Th-il des setzt trocken liegenden Mareotis- k-es' unter Wast-r M setzen und dadurch einen Angriff der Egypter von dieser Seite her zu verhindcru.

23 ÖctcinstuQ bet bßiitfdjcn Etwttbs- unb lUittl)fdj(ifts= Genossenschaften.

M m. Darmstadt, 26. August.

aeute Norrnittaa vor der Hauptversammlung besuchten eine größere Zahl Fest- worden. - Die Hauptversammlung begann um 10 IWt- «a*^erl (una «

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