1882.
Dienstag den 25 April
Erscheint täglich mit Ausnahme des MsntagS.
: Schulstraße L. 18.
Betreffend: Drainirung in Flur I—VIII der Gemarkung Utphe.
Wir sehen Ihren Berichten in rubr. Betreff bis zum 15. Mai entgegen und zwar:
Stand der Fortbildungsschulen nach Beginn der Tchulperiode 1881/82:
II.
d) anderer Confession.
Di- Bericht- sind genau nach vorstehendem Schema unter Beibehaltung derselben Bezeichnungen abzusassen. I)r. Boekmann.
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rpm, Awster- k, Baltimore, Francisco, die 0 China unb reeller Bediemz
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Dr. BoekmanN.
PreiS vierteljährlich 2 Mark' 20 Pf. mit Bringerlohn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
machen wird. ,
Gießen, am 22. April 1882.
I Stand der einfachen Volksschule nach Beginn des Schuljahres 1882/83:
ai ohne Schulgeld.
b) mit Schulgeld.
Zahl der Schulkinder
Nach dem Geschlecht:
a) im Ganzen, b i Knaben, c) Mädchen.
Nach dem Bekenntniß:
a) evangelische, b) römisch-katholische, c) israelitische,
Zahl d e r Fortbildungsschulen: a) einklassig, b) zweiklassig, c) dreiklassig 2C.
Zahl der Schüler nach i)ent Bekenntniß:
a) evangelische, b) römisch-katholische, ci israelitische, d) anderer Confession, e) im Ganzen.
III. Stand der Erweiterten Volksschulen nach Beginn des Schuljahrs 1882/83.
Wo sich Erweiterte Volksschulen befinden, ist ganz nach Schema I über dieselben zu berichten.
ießencr Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Deutschland.
Darmstadt, 22. April. Se. Königl. Hoheit der Großherzog nahmen heute militärische Meldungen entgegen und empfingen den Obersten und Com- mandanten der Residenz Frhrn. Röder v. Diersburg, den Oberst z. D- Gerlach, ben Major Eckert, Ingenieur vom Platz in Mainz, den Major v. Gletchen- Rußwurm, den Major Gaede vom Brandenburgischen Fuß-Artillerie-Regtment dir. 3 (General-Feldzeugmeister), den Regierungsrath Bopp, den Prof. Lepsurs; »um Vortrag die Geheimen Staatsräthe Meisenzahl und Finger, sowie den Geheimerath Hallwachs.
Darmstadt, 23. April. Se. Königl Hoheit der Großherzog ist mit feiner Tochter Prinzessin Victoria heute Vormittag nach London abgereist.
Berlin, 24. April. Ein wichtiges Ereigniß hat sich in diesen Tagen auf dem Gebiete des Verkehrslebevs vollzogen. Rach einer Bekanntmachung des btaatssecretärs des Reichspostamts ist am 23. d. Mts. die erste directe Tele- grcrphen-Verbindung zwischen Deutschland und Amerika dem Betriebe übergeben worden. Die Beförderung der telegraphischen Correspondenz zwischen den genannten Ländern geschah bisher auf dem unterseeischen Wege von Emden nach Lov^ »oft an der Ostküste Englands, von dort auf der oberirdischen Linie durch England, dann unterseeisch durch den St. Georgs-Kanal und demnächst wieder überirdisch durch Irland bis Valencia, dem Anschlußpunkte der transatlantischen Kabel. Fortan wird dieselbe lediglich unterseeisch, von Emden bis Valencia und von dort bis Amerika erfolgen. Auf Grund eines Vertrages zwischen dem Mchspostamt und der Vereinigten Deutschen Telegraphen-Gesellschaft ist von der Letzteren zwischen Greetsiel bei Emden und Valencia an der irischen Küste ent 880 Seemeilen langes directes Kabel gelegt worden. Hierdurch, sowie durch Anmiethung eines der von Valencia ausgehenden transatlantischen Kabel bis zum Jahre 1900 ist eine unmittelbare telegraphische Verbindung Deutschlands mit Amerika hergestellt. Dieses Ziel ist seit ungefähr 7 Jahren erstrebt wor- ben. Im Jahre 1875 wurde von dem Reichspostamt anfänglich die Legung ebnes eigenen Kabels zwischen der deutschen und der amerikanischen Küste, entweder durch den Kanal la Manche, oder oberhalb der Nordküste Schottlands g.eplant. Die Kosten eines solchen Kabels würden etwa 25 Mill. c/H betragen H uben. Damals wurden nur ca. 30,000 Depeschen gewechselt, eine Zahl, die such inzwischen allerdings verfünffacht hat. Immerhin erschienen jene Anlage- kiosten diesem Verkehr gegenüber zu erheblich. Es wurde deshalb die Legung ebnes Kabels bis Valencia und die Anpachtung eines der vorhandenen oceam- scchen Kabel vorgezogen, und von dem Reichspostamt ein bezüglicher Vertrag mit der Vereinigten Deutschen Telegraphen-Gesellschaft im vergangenen Sommer abgeschlossen. Den umsichtigen und rastlosen Bemühungen des Directors derselben, Dr. Lasard, ist es gelungen, in der vorgeschriebenen kurzen Zeit die Herstellung und Legung des Kabels, sowie den Anschluß in Valencia zu vollen-
den Durch die neue directe Linie wird sür den Telegraphenverkehr Deutsch- lands mit Amerika eine schnellere und zuverlässigere Verbindung geschasten well dieselbe von dem Verkehr anderer Länder nicht abhängig und den durch Sturme und atmosphärische Electricität auf oberirdischen Linien verursachten Storungen nicht ausgesetzt ist. Ein weiteres wichtiges Ergebmß dieser Lime besteht darin, daß nach ihrer Eröffnung die Gebühren für Telegramme von Deutschland nach Anierika wesentlich ermäßigt und denjenigen gleichgestellt werden, welche tu den unmittelbar am Ocean belegenen Ländern, England und Frankreich, zur Erhebung kommen. , , r, ( ~
Berlin, 22. April. Eine Berufsstatistik -Conferenz, steht bevon Zur Besprechung über ein einheitliches Verfahren bei den die Aufnahme der Perufv- statistik betreffenden Arbeiten sind nämlich die Vorstände der deutschen statisti- schen Centralstellen voni Director des kaiserlichen statistischen Amtes zu einer Conferenz eingeladen worden, welche dieser Tage in Erfurt stattsrnden wird. Die Conferenz ist anberaumt worden, weil, wenn auch durch das Reichsgesetz vom 13. Februar d. Js. und die darauf bezüglichen Beschlüsse des Bundesrathes die Einheitlichkeit des Zählungsverfahrens für alle deutschen Staaten un Allgemeinen gesichert ist, doch für die technische Behandlung mancher Emzelfragen die Nothwendigkeit einer Verständigung zwischen den ausführenden Behörden stehen bleibt.^ ^-^^n-Commission des Herrenhauses genehmigte den Rest der kirchenpolitischen Vorlage unter Ablehnung aller Abanderungsan rage m Fassung des Abgeordnetenhauses. Mit der von der Commission z - •
und 3' beschlossenen Abänderungen erklärte sich der Cultusmimste^ Bemerken einverstanden, daß es immer noch besser sei, wen 3 toinine^_at^gar^nul)t^n^e^^ug genc$lnigte
für Westfalen in »weiter Lesung nach langer aber unerhebliche cj. &rs Ablehnung aller Amendements und nahm beließ Kammacher bean-
tretung des Luxemburgischen Communalverbandes bi ah[aufenbe Frist für tragten" Gesetzentwurf a"n, welcher die Ansangs 2" ^uf eine die Ordnung der Vertretung des Landes-Commt
anderwestige gesetzliche Regelung verllngert bei @c. Majestät
Wiesbaden, 22. April. An, 9 ber Prinz Nicolaus von
dein Kaiser nahmen außer dem Großfürsten 1Llad Stariatine Theil.
Nassau, der Regierungs-Präsident w Wu b und^ $tjrtrag bei Ma-
Später war der Geheime LMttonsmth ^B ^Een-Thee statt. Heute Mat. Nach dem Meater i nd ä bed Hofmarschalls Perponcher und
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B-tr-sstnd: Statistische Nachweisungen über das Volksschulwesen'im Kreise Gießen. , "n 20' april 1882'
Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen
an die Schulvorstände des Kreises.
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