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Telegraphische Depeschen.

Wolff's lelegr. Correspondenz-Burean.

Karlsruhe, 21. August. Se. Königl. Hoheit der Prinz Friedrich Karl von Preußen traf gestern hier ein, um den Hebungen der Kavallerie des 14. Armee-Corps beizuwohnen, auf dem Bahnhofe wurde derselbe vom Erb- großherzog und von dem Prinzen Wilhelm von Baden empfangen.

Hannover, 21. August. Die Generalversammung der Bereinigten (gegen 7000 Mitglieder zählenden) Architecten- und Ingenieur-Vereine Deutsch­lands ist heute im Namen des Ministers der öffentlichen Arbeiten, Maybach, vom Landdrosten v. Kranach begrüßt und eröffnet worden. Namens der Stadt Hannover bewillkommnete Stadtdirector Kuhlemann die Gäste. Die Versamm­lung trat hieraus unter Vorsitz des Vauraths Pros. Köhler in die wissenschaft­lichen und künstlerischen Berathungen ein. Die Stadt hat zu Ehren der Gäste, unter deren Theilnahme heute die Einweihung des alten vom Baurath Hase und Maler Schaper restaurirten Rathhauses erfolgt, festlichen Flaggenschmuck angelegt. , ~

Kiel, 21. Aug. Der Chef der Admiralität, General v. Stosch, wohnte heute den Hebungen der Matrosen und der Artillerie im Minenlegen bei Fried- richsort bei und inspicirte sodann das hiesige Seebataillon und die 3. Abtheilung der 1. Matrosen-Dwision. .

Lemberg, 21. August. Die Heberschwemmungen verursachten in Gali­zien vielseitig große Schäden. Die Albrechtsbahn und die Lemberg-Czernowitzer Bahn mußten auf einzelnen Strecken zeitweilig den Personen- und Waarenver- kehr einstellen. DieAmtszeitung" dementirt das Gerücht über den Ausbruch der asiatischen Cholera im angrenzenden Gouvernement Kanckniec-Podalsn^^

Aegypten.

London, 20. August. Heute früh landete eine Abtheilung britischer Matrosen in Porl-Said. Ein Erdwerk zwischen den europäischen und arabischen Stadttheilen tft aufgeworfen. Bis Nachmittag waren Seymour und Wolseley mit 5 Kriegsschiffen und 17 Transportschiffen eingetroffen. DieSerapis" und verschiedene Kanonenboote mit Truppen sind in den Canal etngelaufen- r ,

8 Uhr 16 Min- Abends. Der Admiral inhibirte den Canaloerkehr. Die Engländer besetzten heute Kantara und Jsmailia und vertrieben die Egypter von Nefich- Der Canaltelegraph ist in britischen Händen- (F- 8-) c

Port-Said, 20. August. Nachm. Port-Said ist heute früh 3 Uhr durch 600 Matrosen besetzt worden. Die Eingeborenen wurden, ohne daß Widerstand er­folgte, entwaffnet. Die Befehlshaber der egypt'.schen Truppen wurden gefangen ge­nommen; der zur Partei Arabt Pascha's gehörige Gouverneur war nach Jsmailia i gegangen, es ist eine Verwaltung im Namen des Khedive eingesetzt. Zwischen dem europäischen und arabischen Quartier der Stadt werden Erdverschanzungen errichtet, ! in beiden Quartieren herrscht Ruhe. Admiral Seymour nnd General Wolseley be­finden sich hier, ebenso sind hier 17 Transportschiffe und 5 Kriegsschiffe vor Anker gegangen; derSeravis" und mehrere Kanonenboote sind in den Suez-Canal ein­gelaufen. Die Telegraphenlinie zwischen Port Said und Suez befindet sich im Besitz der Regierung; die Bureaus der Suezkanal-Gesellschaft sind militärisch besetzt, die Ver­bindungen mit Jsmailia und Suez sind unterbrochen, der Suezkanal ist für Handels­und Bagger-Schiffe geschlossen und tn einer Länge von 24 Kilometer durch die Eng­länder besetzt. Die CorvetteTourmaltne" lief heute Morgen mit einem bewaffneten Kanonenboot derDee" in den Canal ein und besetzte Jsmailia. Die Truppen Arabt Pascha's wurden aus Nefich vertrieben, auch Kantara wurde besetzt. Der französische AvisoAspic" ist gestern nach Suez abgegangen, um die dort befindliche Corvette Torbin" zu ersetzen, welche sich zum Schutze der französischen Staatsangehörigen nach Massowa begibt.

Alexandrien, 20. August. Das osfictell angekündigte Bombardement von Abukir hat nicht stattgefunden. Dasselbe wurde entweder im letzten Momente auf- gegeben oder überhaupt mir zum Schein angekündigt. Das englische Geschwader und die Transportschiffe, zusammen 26 Schiffe, liefen gestern Nachmittag in die Bet von Abukir ein, gingen aber gestern Abend IOV2 Ubr in östlicher Richtung weiter und ließen nur denAchilles" und zwei andere Schiffe tn der Bey von Abukir zurück, welche heute Morgen südlich von der Nelsoninsel Stellungen einnahmen, von welchen aus sie die Eisenbahnen von Rosette beherrschen. Auf allen Forts von Abukir weht fortgesetzt eine weiße Fahne. Das deutsche KanonenbootHabicht" ist von Rosette hierher zurückgekehrt. . m 1V rp

Der Khedive hat nunmehr das Ministerium Ragheb Pascha entlassen und Cherif Pascha mit der Bildung des neuen Cabinets beauftragt- A s Minister des Innern wird Riaz Pascha, als Kriegsminister Omar Pascha Luftr, als Minister der öffentlichen Arbeiten Monbareck, als Finanzminister Haider Pascha als Unterrichts­minister Ejub Pascha, als Minister der Wakufs Mahmoud Pascha Felcki genannt. Die definitive Bildung des neuen Cabinets soll nach der Ankunft Riaz Paschas erfolgen.

Paris, 21. August.Temps" constatirt die Ueberlegenheit Englands zur See über alle anderen Mächte zusammengenommen und sagt:England ist und bleibt Herr des Suezkanals, weil es jederzeit Denjenigen bewältigen kann, der ihn sperren wollte, wie es andererseits Jedem, der ihm nicht beliebt, den Canal verschließen kann. England ist glücklicherweise eine Nation, welche den Frieden liebt und seine Interessen sind derart, daß schließlich der Suezkanal, wenn er unter virtuellem Protectorate Englands steht,

«aiferlitfce Firmans gewährten Privilegien zu übertragen. Ihr wißt, da S-In- Hoheit I j bir ?t Vertreter der Kaiserlichen Autorität in der Verwaltung der egyptischen An- 1 oelea nbeiten7st7 daß seinen Beschien Gehorsam geleistet werden muß und daß lebe , o .mix.rf.inMi na Verantwortung nach sich zieht. Nun hat Arabi Pascha, entgegen An nnSMücklichen Besstmmunge/der Religions- und bürgerlichen Gesetze, verbrecherischer S^iie die^P ärogative und Attribute der Verwaltung angegriffen, fremde Intervention ~ir* das V-r rauen d-s Landes erschüttert und angesichts von Kriegsschiffen der «eaieruna ^hrer britannischen Majestät Kriegsvorbereitungen getroffen, ist gegen msteren Kaiserlichen, die Vorbereitungen verbietenden Beseht ungehorsam gewesen, hat abermals die Nesidenz Seiner Hoheit des Äh-dioe belagert und hat bet seinen Hand- wna"n beharrt ohne aus die Leisen, gemäß der heiligen Gesetze und der Rothwendig- feit 6ber Lage ihm offen ertheilten Ermahnungen der Kaiserlsthen Commission, die unser nerfiner fiDf an Ort und Stelle entsendet hat und welche bestand aus Ihren Ex- «llemeL Derwisch Pascha, Lebid Effendi, Ahmed Eszard Eff-ndi und Kadrt Effendt, -iugleich hat Arabi, indem er aus seine eigene Autorität hin in Egypten eine Per- änUnnn Hnfeüte sich als Feind der gesetzlich constituirten Localautoritat erklärt und dns^Vinnciv des' La^eS mtt Bezug aus die Fremden verletzt - ein Princip das zu den Attributen der Kaiserlichen osmanischen Regierung gehört. Er hat diese erhabenen Attributen anzutasten gewagt und hat dabei die egypiische Bevölkerung getauscht, wi auch einige Personen, welche von der Lage der Dinge nichts wissen- In Anbetracht, das! Se Hoheit der Khedive einer der höchsten Würdenträger Egyptens, der das Ver. t °auen Siiner Kaiserlichen Majestät des Sultans besitzt ist es erorder ich seinen Rang

fein Ansehen intakt zu erhalten und die Autorität und die Privilegien zu ver- tüeidiaen welche ihm durch die Bestimmungen der Kaiserlichen Firmans verliehen worden sind In Folge dessen sind die Handlungen, welche Arabi Pascha gegen Seme Hohe t zu begehen gewagt hat, eine flagrante Verletzung des erhabenen Willens Seiner Kaffer lichen Majestät drs Sultans. Sobald als Arabi Pascha.ungeachtet der vor- stehend aufgesührten Verbrechen, welche der Art sind, um ihm die schwerste Bestrafung zuzuziehen, den Khedive anrief und durch Seine Hoheit die Verzeihung: unb Seiner Kaiserlichen Majestät erflehte, zugleich Reue und augenscheinliche Loyalität zeigend wurde er der Gegenstand mannigfacher Gunstbezeugungen, aber ervergaß d'ffelbe'n bald, indem er bei seiner vorwurfsvollen und illegalen Aufregung beharrte und die ftaöne des Aufruhrs entfaltete. Daher erscheint Arabt Pascha m den Augen der^ Kaiserlichen Regierung als ein Rebell. Bei dieser Gelegenheit solll es Allen bekaimt werden, daß die Kaiserliche Regierung fest entschlossen ist, den Zufluß und die Pri­vilegien Seiner Hoheit des Khedive aufrecht zu erhalten- Die gegenwärtige Proklamation ist daher erlassen, damit sich Jeder diesem allerhöchsten Decret unterwerfe.

Noch fehlt das Datum der Veröffentlichung, und so lange die Pforte dieses nicht hinzufügt, bleibt der vorstehende Entwurf nichts weiter, als schätzbares Material zur Kenntn.ßnahme des englischen Botschafters.

Rußland.

Petersburg. Die Verbiete der russischen Geschworenen haben die Welt oft genug in Erstaunen gesetzt und bie Unreife des russischen Publikums für Geschworenen­gerichte oft genug in eklatantester Weise dargethan. Neuerdings ereignete sich in Petersburg folgender Fall: Em Collegiensecretär, der einst Jurisprudenz studirt und den Cursus absolvirt, war beim Friedensrichter-Plenum angeftellt und gerie h vor 17 Monaten in Untersuchung wegen einer gegen ihn erhobenen Anklage der Unter­schlagung dienstlich anvertrauten Gelder. Es handelte sich um einen Kassenabgang von e'wa 35,900 Rubel. Es waren vorwiegend Geschäftskapitalien, die hierbei zu Schaden kamen. Der Angeklagte bekannte sich des imputtrten Verbrechens schuldig, erkannte auch die Civilansprüche der durch die Veruntreuung Geschädigten an Zu­gleich erklärte der Angeklagte, daß er zum Ersatz der veruntteuten Beträge die Mittel nicht besäße. Als Grund der Veruntreuungen werden Kartenspiele und anderenoble Passionen constatirt- Aber das Benehmen des Angeklagten machte vor dem Gerichte einenguten Eindruck"; die Zeugen schilderten ihn als einen gutherz genumgäng­lichen" Menschen, der zugleich sehr mäßig wäre, doch nur der Sprelwuth nicht wider­standen hätte. Der Angeklagte vergoß dazu viele Thränen und der Staatsanwalt selbst äußerte so etwas, wie: er müsse sich zurückhalten, um nicht aus seiner Rolle als Ankläger zu fallen. Darauf fällten die Geschworenen ein Verbiet, das bemerkenswerth genannt zu werden verdient: sie bejahten die Frage, ob der Angeklagte 35,900 Rubel in eigenem Nutzen und ohne Ersatz verwendet, aber sie verneinten die Frage, ob selbiger diesen Betrag aus dienstlich anvertrauter Geldern unterschlagen. Der Angeklagte wurde somit freigesprochen, er hat die veruntreuten Gelder nur civiliter zu ersetzen- Mit anderen Worten: der Angeklagte hat Gelder, die er aufzubewahren gehabt, ver­untreut und vergeudet, und er soll sie irgend einmal auch ersetzen aber er istnicht schuldig". Freisprechungen dieser und ähnlicher Art sind in Rußland, seitdem es dort Geschworene gibt, nur zu häufig vorgekommen. __

Darmstadt, 22. August* SaTzweiteAss-ndarmstädttsche, S» Gießen st-hende Infanterie-Regiment Nr. 116 trifft morgen hier ein, um mit dem NAment Nr. 115 (Leib-Grenadiere) im Brigadeverbande bei Griesheim zu exerciren. .^^vwesenhett soll sich noch zu einer besonderen Feier gestalten. Bekanntlich hat das Gießener giment erst vor Kurzem das ihm noch fehlende dritte Bataillon ^halten. Die gleich^ zeitig neu errichteten preußischen Regimenter empfingen bereits zu Potsdam ihre Fahnen, in Betreff jenes Bataillons soll dies nun nächsten am fogen. ßubmtö§ta0e,

nachgeholt werden. Es soll alsdann hier bet Darmstadt Parade der Brigade s att- finden- An einer im Freien hergerichteten Emporbühne wird ^eldgottesdrenst gehalten, wobei dem Füsilier-Bataillon des Regiments Nr. 116 eine alte, aus vongem Jahr­hundert stammende Fahne verliehen werden soll. 3ourn.)

Berlin, 17. August. Der rnuthrnaßliche Familienmorder Conrad wurde heute Mittag 1 Uhr aus dem Untersuchungs-Gefängniß Moabit in gefesseltem Zustande mittelst einer Droschke nach dem Ort des grauenerregenden Verbrechens, seiner ehe­maligen Wohnung Fruchtstraße 68, geschafft und dort in Gegenwart des Untersuchungs­richters, Landgertchtsrath Hollmann, und des die Voruntersuchung leitenden Erimtnal- Commissarius Maizier noch einmal eine Localbesichtigung vorgenommen. Am ijrte bet That angelangt, wurde Conrad seiner Fesseln entledigt und tn die Wohnung geführt, die er mit den Zeichen der größten Gleichgiltigkeit betrat. Ohne eine Miene iverziehen, folgte er den Demonstrationen, in welcher Weise allem Anscheine nach das Verbrechen verübt worden, trat an das Fenster heran und zeigte, wie er dasselbe flennet, wurde aber sichtlich verlegen, als des Briefes an seine Geliebte Erwähnung gtthan und als der genannte Criminal-Commissartus demonstrtrte, in welcher Weise die Schlingen um

sich unter sehr eiträglichem zufriedenstellendem Regime befindet."Temps" fordert daher die Conferenz in Konstantinopel auf, sich fortan, um Tinte und Papier zu spa, en, und um die Lächerlichkeit zu vermeiden, die Protokolle, betreffend die Neutralisi'ung und die Erklärungen, betreffend den Schutz des Suez-Canals, zu versagen. In gleichem Sinne äußern sich auch alle übrigen französischen Journale. JournalDebats" bespricht die letzten Bewegungen der englischen Truppen, welche zur Operattonsbasis den Canal wählten und bemerkt dazu, daß die überraschenden schnellen Bewegungen Wolseley nur zur Ehre gereichten, wie es auch dem Pariser Cabtnet den guten Rath giebt, sich keinem Widerspruch gegen die englische Nation anzuschließen und constatirt, daß die Türkei ihr doppeltes Spiel niemals aufgegeben hätte.

London, 21. August. Eine von der Admiralität veröffentlichte Depesche sagt: General Edwards besetzte während der Nacht den Canal und Kantara. General Fairfax besetzte Portsaid, Fitzroy besetzte Jsmailia; alles geschah ohne die geringsten Schwierigkeiten- Fitzroy vertrieb den Feind aus Nefich durch Bombardement. Kommodore Kane wurde leicht verwundet- Die Truppen des Feindes in Portsaid legten die Waffen nieder. In Portsaid wurde ein neuer Gouverneur im Namen des Khedive eingesetzt- Die Telegraphenverbindung mit Kantara und Jsmailia ist wieder­her gestellt, überall herrscht Ruhe. Admiral Hoskins beorderte 340 Seesoldaten auf Dee" undReady" zur Verstärkung Fttzroys. Im Canal strandete ein Schiff, es könmN aber andere Schiffe daran vorüberkommen.

London, 21. August. General Wolseley macht Jsmailia zur Basis seines Vormarsches auf Kairo über Tel-el-Kebir und Zagazig Der Khedive hat nunmehr das Ministerium Ragheb definitiv entlassen und Sheriff die Bildung des neuen Cadr- nets Übertragen. .

5 Uhr 40 Min. Morgens. Lesseps ließ dem Admiral Hewitt einen Protest gegen die Schließung des Suez-Canals für die allgemeine Schifffahrt während des Truppentransports durch denselben überreichen. Hewitt hat auch den Booten der Compagnie die Durchfahrt verweigert. Lesseps bezeichnet das Vorgehen Hewitt s als einen Act der Gewalt und als der Spoliation.

Lord Duffertn verwarf die neuen türkischen Vorschläge bezüglich der Milttar- Convention. ~ P r 8/)

Port-Said, 21. August. Die Panzerflotte und die Transportschiffe sind in den Suez-Canal etngefahren. Der Verkehr im Canal ist nur temporär sistirt, um die un­behinderte Durchfahrt der britischen Kriegsschiffe zu ermöglichen- Die Canal Com­pagnie verweigerte den Kriegsschiffen Lootsen- Die Truppen Arabi's räumten Gemtleh

I (ein kleiner Hafenort oberhalb Port-Said) und retirirten nach Damiette.

Alexandrien, 21. August. Das Gefecht zwischen den Engländern und Arabi s I Truppen am Samstag am Mahrnudiehkanal wurde durch Arabi's Truppen begonnen, welche ein Geschützfeuer auf die englische Stellung beim Garten Antoniades eröffneten. Das Gefecht endete nach ziemlich lebhafter Kanonade gegen Sonnenuntergang. Die Engländer blieben verlustlos- Sonntag Nachmittag führten 4 englische Regimenter

I eine Recognoscirung am rechten Ufer des Mahrnudiehkanals aus. Die beiderseitige lebhafte Kanonade blieb resultatlos. Arabi's Truppen hatten Millaha besetzt.

Konstantinopel, 21. August. Gestern fand eine Besprechung zwischen Lord Duffertn, Said Pascha und Assyrn Pascha behufs Redigirung der Convention statt- Es heißt, die formelle Zustimmung Englands zu den türkischen Modificationsvorschlagen läge noch nicht vor-

London, 21. August. General Wolseley hatte noch vor seiner Abreise nach Egypten verschiedene Regimenter designirt, welche eventuell das egyptische Expeditions-Corps ergänzen sollten. Das Kriegsministerium hat heute mehreren von diesen Regimentern den Befehl erthellt, sich zum bevorstehenden Abgang bereit zu halten.

Suez, 21. August. Der Oberbefehlshaber des indischen Truppen-Con- tingents, General Macpherson, ist mit seinem Generalstabe heute Morgen hier angekommen. ,

Alexandrien, 21. August. Eine Depesche der Admiralität meldet die Besetzung von Nefiches; die Egypter flohen, ohne Widerstand zu leisten.

Konstantinopel, 21. August. Der jüngst von hier entflohene kur­dische Scheck Obeidullah befindet sich gegenwärtig bei dem See Wan im Norden , von Kurdistan. ________________________