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vernichten, so märe das für die westmächtliche Politik ein höchst folgen­schwerer Schlag.

Oesterreich.

Hermannstadt, 31. Mai. Eine zahlreich besuchte unter freiem Him- mel abgehaltene Versammlung selbstständiger deutscher Männer des Meußmärkter Bezirks protestirte, wie das SiebenbürgerTageblatt" meldet, gegen die Ver­dächtigung der Staatsfeindlichkeit, erklärte ihre unverbrüchliche Treue zu dem Vaterlande und ihrem Deutschthum und hieß den Schulverein willkommen.

Telegraphische Depeschen.

Wolff'- telegr. Corrcspondenz-Bureau.

Berlin, 1. Juni. SDieProv.-Corresp." bringt einen Artikel über den Wiederzusammentritt des Reichstags und sagt, die gegenwärtige Reichstags- Session werde Klarheit bringen müssen über das definitive Verhältniß der im Reichstage jetzt maßgebenden Parteien, namentlich des Centrums und der libe­ralen Fraktionen zur Steuerreform überhaupt, nicht nur zu den einzelnen Steuergesetzplänen, ebenso über das Verhältniß derselben Parteien zum Grund­gedanken der Socialreform/

DieProv.-Corresp." berichtet über den Empfang des Fürstbischofs von Breslau und des Bischofs von Osnabrück. Der Kaiser gab dabei seinem zuversichtlichen Vertrauen Ausdruck, daß es den beiden Bischöfen gelingen werde, an der weiteren friedlichen Entwickelung der kirchenpolitischen Verhältnisie erfolg­reich mitzuwirken, insbesondere sprach der Kaiser seine volle Anerkennung aus über die aus die Förderung des confessionellen Friedens gerichtete Gesinnung, welche in dem Hirtenbriefe des Bischofs von Osnabrück wohlthuend zu Tage tritt.

Kiel, 1. Juni. Wie dieKieler Ztg." berichtet, stellte die Gaardener Schiffswerft, der Märkisch-Schlesischen Maschinenbau- und Hütten-Actien-Gesell- schaft, vormals F. A. Egells, gehörig, nachdem sie in der vorigen Woche bereits die Hälfte ihrer Arbeiter entlasten, heute sämmtliche Arbeiten ein.

Wien, 1. Juni. Der Kaiser empfing heute, wie die Abendblätter melden, den Oberrabbiner von Lemberg, Löwenstamm, und ertheilte demselben die Versicherung, daß er den bedrängten, aus Rußland flüchtenden Juden, soweit es ihm möglich sei, seine Hllfe nicht entziehen werde.

Der Fürstbischof von Breslau, Herzog, hat in seiner Eigenschaft als Oberhirt des österreichischen Antheils seiner Diöcese den Eid in die Hände des Kaisers abgelegt.

Paris, 1. Juni. Es bestätigt sich, daß England den Vorschlag Frank­reichs betreffs einer Botschafts-Conferenz in Konstantinopel zur Lösung der egyptischen Frage acceptirt hat. Die Einladungen zu derselben dürsten voraus- sichtlich heute abgehen.

London, 1. Juni. Unterhaus. Unterstaatssecretär Dllke erklärt, Frankreich schlug vor und England willigte ein, eine Conserenz der Mächte und der Pforte nach Konstantinopel zu berufen, um die egyptifche Frage auf der Basis der Aufrechterhaltung des slatus quo zu erörtern und die besten Mittel zur Wiederherstellung der Ordnung festzustellen. Die Antwort der Mächte ist nöch nicht eingetroffen.

New-Uvrk, 1. Juni. Gestern wurden in Folge von Arbeits-Ein­stellungen sechs Stahl- und Eisenhütten in Pennjylvanien geschlossen. Der Strike erstreckt sich außerdem auf Ohio, West-Virginia, Missouri und Kentucky. Die Zahl der Sinkenden wird auf 50,000 angegeben, wovon allein aus beii District Pittsburg 18,000 kommen.

Lokale-.

Gießen, 1. Juni. Die Einweihung des Kinderhospitals in Bad-Nauhelm fand gestern in der oereits angekündigten Welse statt. Um 11 Uh/ traf mit dem Zug von Frankfurt her die hohe Protectorrn des Hauses, Frau Prinzessin Carl, em und wurde an der festlich geschmückten Pforte von dem Lokalcomitä empfangen. Die Feier felbft wurde in dem großen Saale des Hauses gehalten. Unter oen anwesenden Festgästen bemerkten wir die Mitglieder der Curbehörde, des Gemeinderaths nnd Kirchenoorstands von Nauheim, sowie eine Anzahl von Unterzeichnern des ersten Aufrufs von auswärts. Auch Gießen war durch einige Freunde des Hauses vertreten. Nach dem Gesang eines Lredes gav Herr Pfarrer Walz in längerer Ansprache einen Ueberbltcf über die Ge­schichte der Entstehung des Hauses, gedachte dankbar aller Wohlthäter desselben und befahl es dann im Gebet dem ferneren Segen Gottes. Eine kurze Ansprache von Herrn Pfarrer Schlosser aus Gießen als Bertrcter des Vereins für innere Mission in Oberhessen, von welchem die Gründung des Kinderhospitals ausgegangen war, sowie der Gesang d s LiedesNun danket alle Gott", machten den Schluß der erhebenden Feier. Ihre Königl Hoheit, Frau Prinzessin Carl, machte dann einen Rundgang durch die Räume des Hauses, wobei sie sich sehr anerkennend über dessen Einrichtung aus­sprach. Leider konnten aus Mangel an Mitteln erst Betten aufgestellt werden, während das Haus deren 50 faßt. Nachdem die Frau Prinzessin die Rückfahrt ange­treten, vereinigten sich die Fefttheilnehmer zum Mittagessen im Tetchhaus. (Es verdient anerkennend hervorgehoben zu werden, welch' splendites und vorzügliches Mahl der Wirth um den mäßigen Preis von 2 JL bet völliger Ungewißheit über die Zahl der Theilnehmer geliefert hatte.) Toaste und Ansprachen würzten das Mahl und die sich daran schließende gesellige Vereinigung, der auch die Damen beiwohnten. Möge nun das schöne Werk fröhlich gedeihen und vielen armen Kindern Heilung bringen!

Vermischtes.

Frankfurt, 31. Mai. Die sonnigen Pfingsttage, welche Tausende und Aber- tauf nde von Außen in unsere Stadt oder von hier in die Bergstraße, den Odenwald, nach Homburg, Wiesbaden, den Niederwald, an den Rhein und in den Taunus mit seinen zahlreichen Aussichtspunkten lockten, so daß außer den planmäßigen Zügen von den Haupteifenbahnstattonen noch Extrazüge abgehen mußten, haben leider geuern durch einen verheerenden Hagelschlag einen recht traurigen Abschluß gefundm. Im Norden und Westen zwischen dem Taunus und hier hat derselbe die Kirschenernte und die üppig stehenden Kornfelder vernichtet, die Obstbäume geschädigt und zahllose Fenster zertrü . mert, hier namentlich in solchen Häusern, die Oberlicht haben. Die b anfallenden Hagelkörner hatten die Größe von Taubeneiern. ImFrankfurter Wäldchen", wo sich gestern 3040,000 Personen vergnügten, haben Sturm und heftiger Regen mit Gewitter wohl auch Verlegenheitsscenen herbeigesührt, aber dort ist kein Hagel g fallen, so daß die zahlreiche Kinderschaar mit dem Schrecken und beschmutzten Kleidern davonkam-

Mainz, 31. Mai Das schreckliche Unwetter, welches sich gestern über unsere Stadt entlud, hat in unserer Umgegend einen bedeutenderen Schaden angerichtet, als man anfänglich vermuth.te. Ueberaus betrübend lauten die Nachrichten, d e von allen Seiten hier Einlaufen und unberechenbar sind die Verwüstungen, die aller Orten an- gerichtet roorbm sind. Am meisten betroffen ist unser Nachbarort Laubenheim; hier schien der Mitt-lpunkt dcs Unwetters zu fein und eine kurze Spanne Zeit genügte, um die prächtigen Fluren, die üppigen, vielversprechenden Weinberge vollständig zu vernichten; überall ein Bild des Jammers und des Elends. Es war gestern Mittag genau einige Minuten nach 5 Uhr, als bas Unwetter über Laubenheim hereinbrach; von den sogenannten Laubenheimer Höhen herab wälzten sich furchtbare Wassermassen auf den unglücklichen Ort bernteber; wie ein reißenber Strom in einer Höhe von vier Fuß drang das Wasser in das Unterdorf, so daß es sich an manchen Stellen bis

auf zwei Meter Höhe staute. Das Wasser drang in die Wohnungen und in die Ställe ein und nur dem vpfermüthigen Vorgehen des Herrn Landtagsabgeorbneten unb Bürger­meisters Möhn von Laubenheim war es zu verdanken, daß weiteres Unglück verhütet wurde. Dem Herrn Möhn schlossen sich noch einige beherzte Männer an, und bis an die Brust im Wasser gehend, drangen die braven Leute in die Wohnungen der bedrohten Bewohner ein und retteten diese; ebenso mußte das Vieh in den Ställen losgebunden und aus denselben gebracht werden, denn viele Thiere standen bis an den Hals im Wasser. Durch diese heldenmüthige That hat sich Herr Möhn ein bleibendes Denkmal in den Herzen seiner Mitbürger gesetzt. In den Wohnungen mußten die Mauernein­geschlagen werden, um dem anfließenden Wasser einen Ausgang zu verschaffen. Als endlich die größte Gefahr vorüber war und die bedrängten Bewohner einen Blick auf ihr Eigenthum werfen konnten, da vermochten sie erst die ganze Größe des Unglücks zu übersehen, das sie betroffen. In zwei verbängnißvollen Worten,Alles vernichtet", läßt sich der Schaden, der Laubenheim betroffen, zusammenfassen. Was die Wasser- fluthen übrig gelassen, das haben die Hagelkörner, die 25 Minuten lang nußgroß niederfielen, zerstört.

Die Weinberge sind total vernichtet, kein Laub, kein Trieb mehr an den Wein- ftöcken. Alles ist durch den Hagel abgeschlagen; die Ernte, sowohl die Frucht- als Kartoffelernte, ist mit Ausnahme einiger kleinen Parzellen dahin, die Aecker, Hunderte von Morgen, sind mit Schlamm bedeckt, die Kartoffeln halbreif fortgeschwemmt, die zerknitterte und zerschlagene Frucht wie von Pferden zu Boden getreten, kurzum ein Bild, das sich mit der Feder nicht beschreiben läßt. Die Bewohner Laubenheims hatten sich kaum von diesem Schrecken erholt, als um 8 Uhr ein zweites Unwetter hereinbrach, ebenso fürchterlich und verheerend wie das erste; was seither noch verschont geblieben war, war nun vollständig vernichtet. Mit Thränen in den Augen konnte man in Ehren grau gewordene Männer heute Morgen auf die Felder hinauswandern sehen, um dorten das Grab ihrer so schönen berechtigten Hoffnungen zu schauen. Nächst Laubenheim hat auch die nächste Gemeinde Bodenheim sehr gelitten; hier hat der Hagel, der in selten gesehener Stärke fiel, die Weinstöcke ungeheuer beschädigt, denn weit über die Hälfte ist verloren; auch die Fruchtacker und Kartoffelfelder haben sehr empfind­lichen Schaden gelitten. Weniger beschädigt sind die Gemarkungen von Nierstein, Nackenheim und Oppenheim; Marienborn und Kleinwinternheim sind sehr heimgesucht, auf den Feldern konnte man heute Morgen noch die Eisstücke Fuß hoch liegen sehen. Nieder-Olm ist nicht beschädigt, dorten regnete es nur, während von Nieder-Olm seitwärts kein Tropfen Regen fiel. Gonsenheim unb Hechtsheim wurden ebenfalls I nicht verschont unb laufen noch stündlich Nachrichten ein, so daß die Höhe des Schadens bis zur Stunde noch gar nicht ermessen werden kann.

Egelsbach, 31. Mai. Am 30. Mai, Nachmittags gegen 4 Uhr, hatten wir von Nordost her ein Gewitter mit Hagelkörnern fast in der Größe eines Taubeneies. Da die Hagelkörner aber nur vereinzelt fielen, konnte das Unwetter in unserer Ge­markung keinen großen Schaden anrichten. Abends gegen 7 Uhr zog wieder, von Grafenhausen unb Erzhausen kommend, ein zweites Gew'tter herauf. In einem Zeit­raum von 12 Minuten war unser Dorf unb unsere Gemarkung mit Hagelkörnern überschüttet. Tags darauf fand man noch in Vertiefungen die Hagelkörner schuhtief aufgehäuft Unsere ganze Winterfrucht ist vernichtet. Der Schaden an Sommerfrucht unb Kartoffeln laßt sich noch nicht berechnen, indem wir hoffen, was soeben nieder­geschlagen ist, werde sich mit der Zeit wieder aufrichten können. Auch unsere Obsternte ist vernichtet. Die vom Wetter Beschädigten sind meist Mittelbauern und Taglöhner, welche sich, weil sie eben nur ein kleines Besitzthum haben, nicht gegen Hagelschaden versickert haben. Wie manche Hoffnung des Armen auf die Jahresernte ist in wenigen Minuten zu Grunde gegangen.

Groß-Winternheim, 30. Mai. Heute Nachmittag gegen halb 6 Uhr wurden wir von einem furchtbaren Hagelwetter heimgesucht. Wohl eine Viertelstunde lang fielen mit schrecklichem Geprassel die Eisstücke von der Größe einer Nuß bis zur Dicke stark entwickelter Hühnereier zur Erde nieder Dazwischen klirrten di« Glas­scherben zerschlagener Fensterscheiben und die Bruchstücke der zertrümmerten Dachziegeln. Viel großer noch und unersetzlich ist der Schaden im Felde. Die Weinberge und Obst­baume sind entsetzlich zerschlagen; auch das Korn ist so zugerichtet, daß mindestens die Hälfte des Ertrages vernichtet ist. Die Orte Ober-Jngelbeim unb Sauer-Schwaben- heirn haben fast ebenso stark gelitten. Ein anderes Unwetter wüthete zu gleicher Zeit in Heidesheim, Wackernheim und Finthen und richtete ebenfalls großen Schaden an, indem der Hagel ebenso stark war als bei uns. Der Schaden dürfte für den ganzen Bezirk wohl 300,000 betragen.

Unter-Barmen, 30. Mai. Vergangene Nacht ist das hiesige Bahnhof- aebäube der rechtsrheinischen Eisenbahn niedergebrannt Das Feuer entstand um 9 Uhr Abends und griff so rasch um sich, daß alle Löschversuche vergebens waren. Heute Morgen liegen an der Stelle, wo der Bau gestanden, nur noch rauchende Trümmer.

Die Untersuchung deS Schweriner Theaterbrandes ist nun beendet. Ein positives Resultat hat diese ganze Untersuchung nicht ergeben, sondern nur die anfänglich gehegte Muthmaßung verstärkt, daß der eine Schornstein im Theater einen feinen kaum sichtbaren Ritz in seinem oberen Theil erhalten haben müsse, durch welchen Funken auf den obersten Bodenraum, der zur Aufbewahrung alter Decorations- und Versatz­stücke unb sonstiger leicht brennbarer Gegenstände diente, geflogen sind und dort den Brand entzündet haben. Für absichtliche Brandstiftung liegt nicht der mindeste Ver­dachtsgrund vor. Der Großherzog hat sowohl der freiwilligen wie auch der städtischen Feuerwehr ein sehr warm gehaltenes Danksagungsschreiben für ihr muthiges unb pflichttreues Benehmen beim Brande zugehen lassen, dem für jede Feuerwehr ein Geschenk von 600 für ihre Unterftützungskasse beigefügt war. Für jedes der drei kleinen Kinder des in seinem Berufe verunglückten Feuerwehrmannes Berger hat der Großherzog alljährlich 100 JL Erziehungsgelder bis zu ihrer (Konfirmation bewilligt. Die in Schwerin veranstalteten Sammlungen für die Wittwe und Kinder dieses Berger haben ca. 3300 ergaben, welche zinstragend angelegt werden sollen.

Hanau, 25. Mai. Gestern Abend wurde ein des vor fünf Jahren an dem Müller Heinrich Ditter von der Untermühle bei Langendiebach begangenen Mordes verdächtiger Maurer Wilhelm Traxel, dort verhaftet und in das hiesige Landesgerichts- gefängniß verbracht. Ditter, dem von einer Wiese fortgesetzt Gratzsamen gestohlen worden war, hatte sich s. Z. Nachts zur Bewachung mit einer Mistgabel bewaffnet unb auf dieselbe begeben und wurde grauenden Morgens von Mähern mit einem Schuß mitten durchs Herz tobt aufgefunden. Die Entdeckung des Thäters gelang bis heute nicht, trotzdem von der Wittwe des Ermordeten eine namhafte Belohnung ausgesetzt worden war. Wie uns aus Langendiebach mitgetheilt wird, cursirt draußen aus Anlaß der oben gemeldeten Verhaftung eine Historie, die vielfach geglaubt wird und dem Aberglauben reichlich Nahrung bietet. Wir regiftriren dieselbe nur der Kuriosität halber. Danach sott kurz nach Ditters Ermordung zu der Wittwe desselben eine Zigeunerin gekommen sein unb derselben prophezeit haben, die Entdeckung der Thäter würde jetzt nicht gelingen, auch wenn die ausgesetzte Belohnung verdreifacht würde. Dagegen würde im fünften Jahre Licht über den geheimnißvollen Mord kommen.

In Iserlohn befinden sich die sämmtlichen evangelischen Volksschullehrer in freudiger Aufregung da jedem derselben von dem kürzlich in Nymwegen verstorbenen Fräulein Ida Jäger die Summe von 3000 Thalern testamentarisch vermacht worden ist. Das Testament rührt aus dem Jahre 1873 und ist von der Erblasserin im Rhein­lande eigenhändig geschrieben.

Köln, 31. Mai. Vor sechs Uhr gestern Abend wurde ein Junge von etwa sieben Jahren auf dem Wege von Köln nach Bayenthal vom Blitz getroffen und blieb gleich tobt

Schlebusch, 30. Mai. Bei Gelegenheit eines Tanzvergnügens am zweiten Pfingsttage zu Mauefort bei Schlebusch-Bahnhof griff ein vierzehnjähriger Schuiier- lebrltng zum Messer und versetzte einem dreizehnjährigen Jungen drei M sserstiche, wovon einer in den Unterleib, ein zweiter in die rechte Brust lebensgefährlich sind. Veranlassung waren einige vorher hingeworfene scherzhafte Worte.

Die Aufnahme einer neuen 4orocentigen Anleihe der Stadt Berlin im Betrage von 45 Millionen ist am Freitag vom Magistrat beschlossen Dieselbe soll zur theilweisen Deckung der weiteren Ausgaben für die Canalisation Berlins, für die Vergrößerung der Tegeler Wasserwerke, den Bau eines neuen Dienstgebäudes für das Polizeipräsidium, für die Herstellung dreier Markthallen, die Errichtung eines zweiten städtischen Krankenhauses am Urban, die Erweiterungsbauten des Central-Viehhofs und die Schlachtzwangs-Ablösungen, für ein Hospital und Siechenbaus, die projectirte Ufer­straße am Weidendamm und noch einige andere Zwecke bienen.

Der Sanitätsrath Dr. Paul Niemeyer bemerkte in einem vor Kurzem in Berlin gehaltenen Vortrag über die Anwendung von Kürbiskernen gegen den Band-

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