tichökafsmschetne zu 20 und 5 JL auf je 10,000,000 zu genehmigen und 1 -n Betrag der Reichskaffenscheine ä 50 in dem gleichen VerhLltmß zu erhöhen ; d) die Rechnungen der Kaffe deL Rechnungshofs für 1878/79 und .1879/80, sowie e) die in dem Jahresberichte der Reichsschulden-Commisston -zur Entlastung vorgeschlagenen Rechnungen der ReichSschulden Verwaltung pp. zu dechargiren; f) den zur Ausführung der beiden Zolltarif-Novellen vom 19. und 21. Juni d. Js. erforderlichen, vom Präsidium vorgelegten Aussührungs- Disttmmungen zuzustimmen.
Paris, 27. Juni. Der ehemalige Minister Dusaure ist heute früh geforben.
Haag, 27. Juni. Die zweite Kammer hat heute nach einer sechstägi- <f\ Debatte mit 40 gegen 33 Stimmen den Gesetzentwurf genehmigt, welcher je erhebliche Verbefferung deö bestehenden Kanals zwischen Amsterdam und i Rhein bezweckt. Der Hanbelsstand von Amsterdam hatte sich entschieden m diesen Plan ausgesprochen.
Gms, 27. Juni. Zu dem gestrigen Diner bei Sr. Majestät hatten * J Stolberg-Wernigerode, die Generalität von Köln, Geh. Regierungsrath Isen, Landrath Rolshoven und Bürgermeister Spangenberg Einladungen er- i fen. Nach dem Diner machte der Kaiser eine Promenade und wohnte er der Vorstellung im Theater bei. Heute empfing Se. Majestät nach dcr t'nncnpromenade den Hofmarschall Grafen Perponcher, sowie den Chrf deö I silcabinets, v. Wilmowski, zum Vortrag. — Die Minister v. Goßler und
Puttkamer sind hier etngetroffen.
Der neue, große Komet.
1 Nach einer Unterbrechung von zwanzig fahren, da aus den südlichen Himmels- ,Urnen auftleigend „für die europäischen" SKrnwarten am 11. Juni 1861 em großer vmet e schien, dessen Schweif die enorme Dimension von beinahe 120 Grad, b. t. 240 joUmondsbreüen erreichte, so daß dieser Komet zu den glänzendsten derartigen Er- tbeinungen aller Zeiten gehört, erhebt sich abermals aus den südlichen Regionen ein /chöner, großer Komet, dessen Entdeckung aus Argentinas Hauptstadt, Cordova, von dem dortigen Director der Sternwarte, Professor Gould, gemeldet wurde mit der Position vom 2. Juni 12 Uhr 55 Minuten in gerader Aufsteigung von 75 Grad und 30 Grad f üblicher Breite. Er wurde daher zuerst sichtbar westlich vom Stern „()" an der linken Flügelspche von Nohas Taube, in der Richtung nach dem Sternbilde des Hasen, am linken Hinterfüße desselben, beim Stern „e". Von hier zog er dur den Kopf desselben Sternbildes, passirte das glänzende Orion-Gestirn in der Nähe von Rigel und gelangte nach Ueberschreitung des Himmels-Aequators in unseren nördlichen Himmel westlich von Bellatrix des Orion-
In derselben nördlichen Richtung eilte er bei kleinen Sternen vorüber und überschritt vor wenigen Tagen zwischen den Hörnern des Stieres „C" und „ß" die Bahn unserer Erde an derjenigen Stelle, wo dieselbe in den Tagen am 10. und 11. December eurherzieht. Unsere Erde läuft heute dagegen am Hammel zwischen den Sternen „A" und „p." am Bogen des Schützen; sie ist also ein gutes Stück weit entfernt von dem für sie unter ollen Umständen nicht gefährlichen Kometen-Renkontre Alsdann gelangte der neue Komet in das Sternbild des Fuhrmanns und wurde hier sichtlich am 23. Juni, Abends 20 Minuten vor 11 Uhr in dem rechten Arme dieser Konstellation, westlich vom Sterne „v". Der Schweis ist wenig gekrümmt und hat eine Länge von 14 Vollmondsbreiten. Die Helligkeit des Kopfes, mit bloßen Augen gesehen, ist so intensiv, daß sie den Glanz der freilich niedrig stehenden Capella erreicht. Dcr stern- artige Kern, im Fernrohre gesehen, ist ziemlich markirt, wenig verwaschen; die Farbe desselben erscheint röthlich gelb.
Die Beobachtungen am gestrigen Abend, 24. Juni, 11 Uhr, ergab seit 24 Stunden ein Vorrücken des Kometenkopfes von „r" des Fuhrmannes bis „o" am Halse desselben Bildes, der Schweif erreich eine Länge von 16 Vollmondsbreiten. Mehr Sterne siebenter Größe sind durch ihn sichtbar, vor all n aber ist es der Stern „3" im Kopfe des Fuhrmannes. Die Ungu st der Witterung unterbricht die Beobachtung.
Dieser schöne, gioße Komet, welcher in die Region unserer Circumpolargestirne gelangt ist, bleibt jetzt vorläufig Tag und Nacht über unserem Horizont und wird durch seinen imposanten Anblick ohne Zweifel die allgemeine Aufmerksamkeit fesseln. Er wird identisch gehalten mit dem großen Kometen, welcher am 9. Sept ember 1807 zu Castro Giovanni in ©teilten von den Augustiner-Mönchen entdeckt wurde. Der Schweis dieses Kometen hatte am 18. October 1807 eine Lange von 2 Millionen Meilen; die Umlaufszeit ward von Bresscl freilich auf 1714 Jahre berechnet.
Wiesbaden, 25. Juni 1881. Dr. Pitschner.
(W. Z.)
lokale-.
Gießen, 28. Juni. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung Donnerstag, den 30. Juni 1881, Nachmittags 4 Uhr:
1) Die Reform der polizeilichen Milchcontrole.
2) Die Beaufsichtigung der Hunde bett.
3) Den Bau und die Unterhaltung der Kunststraßen im (Sroßherzogthum Hessen bett.
4) Beitrag dcr Stadt Gicßcn zu den Polizeiverwaltungskosten.
5) Die Verpachtung deS Stcinbruchs im Hangelstein.
6) Den Leihgesterner Weg bett.
7) Den Hammweg bett.
8) Die Verbindung des Selteröwegs mit der Südanlage.
9) Gesuch des Christian Keller dahier um käufliche Ueberlasiung städtischen Geländes. , 10) Gesuch des Bauunternehmers Louis Kauf dahier wegen desgl.
11) Gesuch desselben um unentgeltliche Ueberlasiung von Auffüllungsgiund.
12) Gesuch des Kaufmanns A. Heppe dahier um Erlaubniß zur Absperrung eines städtischen Platzes.
13) Gesuche um Octroirückveigütunq.
14) Gesuch deS Fabrikanten Johannes Bernhard dahier um Angabe einer Baullnie.
15) Gesuch des Daniel Schwall dahier um Erlaubniß zur Vornahme von Bauveränderungen.
(IG) Gesuch deS Fuhrmanns Georg Stiihler dahier um Erlaubniß zur Anlegung cmer Einfriedigung
ii 17) Gesuch des Photographen Philipp llhl dahier um Erlaubniß zum Aufstcllen eines Schaukastens.
18) 5
klage gegen
den OrtSarmenverband Lübeck.
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Kreuznach.
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Posen
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Stettin.
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Biskirchen.
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Garbenteich.
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Echzell.
> — Heute Morgen wurde von der Schutzmannschaft eine Fom'lie nach der Bahn gebracht und »ach ihrer früheren Hkimarh besördert. Die Familie wohnte hier noch nicht 2 Jabre, konnte sich aber, weil der Mann stets müßig ging, nicht ernähren und wurde deshalb aus der Stadt auSgewiesen.
— Einen großen Menschenauflauf verursachte gestern Abend am Seltersweg ein Se» trunkener. Er mußte ins Arrcstvaus gefahren werd:n.
— Den Hundebesitzern dürfte diesen Sommer wohl keine Freude an ihren Lieblingen lcscheert fein. Nach fast 4monatl'.cher Sperre ist in den letzten Tagen, wie man uns mit: üeilt ton Neuem ein Fall von Tollwuth an einem Hunde constatirt worden. Dieses voraus- «7 ietzt wird wohl bald die Fortdauer der Hundesperre in unserem amtlichen Theile veröffcnt-
l cht werden.
Gießen, 28. Juni. Schwurgerichtsverhandlung am 27. Juni l. I:
Gegen Johan.nes Kraft II. und Johann Balth aser Menje von Alten» schlirf, wegen Meineids.
Die Beschuldigten sind angeklagt und zwar:
I. Johannes Kraft II., daß er den unterm 27. April 1881 in bet Strafsache gegen Jo Hannes Schäddel V. und Paul Döring von Altenschlirf wegen Vergehens in Bezug auf die Ausübung staatsbürgerlicher Rechte vor der Strafkammer Großherzogl. Landgerichts der Provinz Oderhesien vor seiner Vernehmung geleisteten Eid wisientlich durch ein falsches Zeugniß ver legt habe;
II. Johann Balthaser Menje, daß er zu derselben Zeit vor derselben Behörde und in derselben Sache wisientlich ein falsches Zeugniß mit einem Eide bestätigt habe.
Nach dem Ergebnisie der Voruntersuchung und der heutigen Hauptverbandlung wurden die beiden Angeschuldigten für schuldig erachtet und Jeder in eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von 5 Jahren verurtheilt. Gleich, zeitig wurde den beiden Angeklagten die dauernde Fähigkeit ^abgejprochen, alS Zeuge und Sachverständiger eidlich vernommen zu werden.
B e t m i f 4 t e l
Frankfurt, 25. Juni. Heute fand bier die sechste Conferenz der Kgl. Eisenbahn' Directionen mit den Vertretern der wirthschaftlichen Korporationen statt. Nach Mittheilung der für den Winterfahrplan in Aussicht genommenen Aenderungen und nach Erledigung verschiedener auf den Verkehr von Kasiel, Limburg, Wächtersbach, Mühlhausen i Th ic. bezüg licher Anträge rc. wurde auf Antrag des Herrn Puls beschlosien, daß auf der Lahn: und Homburger Bahn die allgemein geltenden Personen-Fahrtaxe, mit Gewährung von 25 Kg. Freigepäck eingeführt werde. Bezüglich der Relationen von Frankfurt nach Halle, Leipzig, Hannover sollen viertägige Retourbillets beim Herrn Minister beantragt werden, desgleichen von Ems, Wiesbaden rc. Die Direction theilte hierauf mit, daß der frühere Antrag Frankfurts dal»in erledigt sei, daß alle Billcts von Frankfurt nach Köln und Koblenz von nun an auf btt Rückfahrt entweder für die Hessische Ludwigsbahn oder für die Rheinische Bahn benutzt werden können. Dieselbe Verkcbrserleichterung soll eingeführt werden bezüglich dcr Routen von Frank furt via Bebra, Nordhausen, Kreiensen nach Berlin, so daß von allen südlich und westlich ge lcgenen Stationen aus alle drei Staatsbabnen beliebig befahren werden können. Ferncv sind Ermäßigungen mit 662/3 pCt. für Schulen, desgleichen Erleichterung tn der telegraphischen Gepäckbrstellung bewilligt worden. Es kamen hierauf noch verschiedene Anträge, bett. Entlade fristen Tarifirung von Cylindem und eisernen Kisten (Brauerbund), Normirung der Expeditions^ Gebühren rc. zur Berathung. An der Conferenz nahmen Mitglieder Thcil: der HandelS-- kammcrn und Vereine aus Kasiel, Dillenburg, Gießen, Halle, Hanau, 2.mbürg, Mühlhausen, Nordhausen, Offenbach, Wiesbaden, Göttingen, Mainz, Birstein, Bockenheim, Eisleben, Osnabrück, Berlin, Magdeburg, Buckau Genthin, Halberstadt, Koblenz und Frankfurt a. M. — Nach Beendigung der Berathung begaben sich fast alle Theilnehmer nach der Ausstellung, nahmen in der Hcnrich'schen Bierhallc eine Erfrischung und machten dann unter Führung deS Vorsitzenden der Ausstellung, Herrn Dttector Schiele, einen Rundgang durch die Ausstellung, worauf ein Diner tn der Restauration Bauer stattfand.
Frankfurt, 26. Juni. Der Karl der Große aus der Brücke bot heute Morgen einen drolligen Anblick dar. Derselbe hatte einen Schild mit der Aufschrift Cigarren und Tabak umhängen.
— Gestern fand n Vorübergehende an einer Ladenthür auf ter Zeil einen Zettel ange- beftet, dcr in ickön verzierter Schrift folgenden Inhalt trug: „Zur Feier meines siebenten Concurseß bleibt mein Laden bis auf Weiteres geschloffenVs folgte die NamenSunter- fchnft. —
— Heute Vorm'ttag gegen 11 Uhr wurde die Kunsthalle in der Patent- und Musterschutz - Ausstellung in Gegenwart der Vertreter der Behörden, einer großen Anzahl Frankfurter Künstler, Mitglieder der Ausstellungsausschüsse und anderer Ebrengäste eröffnet. Herr v. Nordheim begrüßte die Anwesenden Namens der hiesigen Künstlergesellschaft. Wie die Patent- und Musterschutz Ausstellung eine ungewöhnliche zu nennen sei, so sei auch die Kunstausstellung eine ungewöhnliche, insofern sie einen Ueberblick von fast vor 500 Jahren über die Kunstthätigkeit Frankfurts darbicte. Ein solches mühevolles Unternehmen habe aber nur durch Zusammenwirken vieler Umstände und Ueberwindung mancher Schwierigkeiten vollbracht werden können. Die Künstler- fchaft habe mit Freuden, wenn auch mit einigem Bedenken die Jnttiattve ergriffen, der Hauptausschuß dem Unlernehm.n den festen Rückhalt gegeben, die Besitzer wenbvoller und interessanter Werke durch bereitwillige Darleihung ihrer Schätze die nothwendige Unterstützung g boten. Endlich fanden sich im Comite Mitglieder zusammen, welche durch persönliche Opferwilligkcit die Schwierigkeiten der grogen Aufgabe üverwandten. Eben diese Schwierigkeiten müsse man beiücksichtigeu, wenn Manches nicht so recht zum vollen Ausdruck gebracht werden konnte. Indem Redner dem Hauptausschuß, den hiesigen und auswärtigen Behörden, d-n entgegenkommenden Mit' bürgern, sowie dem Comite, insbesondere den Herren May und Prestel, den wärmsten Dank der Künstlerschaft darbrachte, übergab er den Kunsttempel mit seinen Schätzen dem Hauptausschuß zur "Wahrung und Hütung und schloß mit dem Wunsche, daß diese Ausstellung den Impuls zu kräftiger Weiterentwicklung dcr Kunstthätigkeit und der Kunstpflegc unserer geliebten Stadt Frankfurt geben möge Herr Dircctor Schiele sprach Namens des Vorstands und Gesammtausschusfes die llebernabme aus Was gemeinschaftlich geschafft worden, sei cm großes Werk, das der Küiistlci schäft aber nicht das Geringste, lieber den realen Werken des Gewerbefleißes stehen die idealen der Kunst, und mit diesen sei nunmehr, wie mit emeni Glorienschein, das Werk gekrönt. Sind wir doch gewöhnt, den Culturzustand längst vergangener Völker nach ihren Kunstwerken zu beurtheilen und sie Hochzubalten in allen Zeiten! G'Übt man doch heute nn fernen Orient nach Dem, was die ersten Culturvölker erschaffen, um es beute als ein Beispiel für unsere Schulen darzustellen und den Menschen zu zeigen. So habe sich die Künstlerschaft hohen Dank verdient, daß sie in dem Tempel zeige, wie die Kunst von Anfang an hier in Frankfurt gewirkt, und besonderen Dank Denjenigen, die sich der mühevollen Arbeit unterzogen, die Kunst- gegenstände zu ordnen, sowie Denjenigen, welche aus öffentlichen und privaten Sammlungen Werke hergeliehen hätten, um eine Kunstgallerie im eigensten Smn, wenn auch in localer Umfassung zu schaffen. Hierauf wurde unter Führung des Comites die Besichtigung der in drei Sälen ausgestellten Kunstwerke vorgenommen.
— fWeiblichc Feuerwehr^ — das ist die neueste Errungenschaft der^ Frauen- Emancipalion. In Flötzingen ^Württemberg) besitzt bie Feuerwehr 42 vollständig <ur Feuerwehr herangezogene Wasserträgerinnen, die bei einer durch den Landesmspector vorgenommenen Ueoung sämmtlich in Reih und Glied, in zwei Unterabtheilungen, jede mit einem zu diesem Zweck auf eigene Kosten angeschafften verzinnten blechernen Wassereimer ausgerüstet, in ihrer schmucken Sonntagstracht angelreten waren. Jede Unterabtbeilung hat eine Führerin, welche die Liste führt und welche die Mädchen auf dem Rathhaus selbst wählen dürfen. Die Jnspectwn fiel zur Zuftiedenheit des Fcuer- wehrlnspektors aus.
— [öin neuer Schwimmapparat.) Aus Drcscen schreibt man vorn 23. d.: Zu der gestern angefünbigten Probirung einefe neuen Bäumcr'schen Schwimm Apparates auf ber Vlbe zu heute Vormittag 10 Uhr hatte sich em zahlreiches Publikum an ben Ufern und auf ben beiden Brücken emgefunben. Der Träger beß auS einem vollstänbigen Anzug von wafferdichtem Stoff im G.'wicht von ca. 15 Pfund bestehenden und in der Brustgegend mit vier Luflkisien und zugehörigen Ventil-Schläuchen, behufS Ermöglichung der beliebigen Füllung bet letzteren mittels Einblasung von Luft versehenen Apparats verließ unterhalb des Neustadter Dampfschiffß- LandcplatzeS die Begleit-Gondel, um sich darauf durch beide Brücken bis ungefähr zum Pa'aiS- garten im Wasser treiben zu lassen Der Gebrauch eineS kleinen DoppelruderS unterstützte die Fortbewegung im Wasser. Den betreff.nden Bogen der AuaustuSbrücke passirte der Dersuchs- künstler in aufrechter Stellung im Wasser und dabei eine Cigarre rauchend. Der Schwimm- anzug soll ganz nach Art des von dem bekannten Kapitän Boyton auf feinen Schwimmreisen gebrauchten hergestellt sein. In einer umgehängten Tasche befanden sich mehrere Gegenstände, darunter das Cigarren-Etuis in Gummibülle, sowie eine Flasche, deren Gummiverschluß gleichzeitig a.8 Becher diente. In einiger Entfernung hinter dem künstlichen Schwimmer folgte ein junger Freischwimmer, einen kleinen Kabn hinter sich herziehcnd, nach, welcher ebenfalls Die ganze Schwimmstrccke durch eigne Kraft zurückicgtc
— Dem Prinzen Wilhelm wird von Sei'en der deutschen Corpsstudenten ein nachträgliches Hochzeitsgeschenk zugeben. Dasielbe besteht in einer silbernen Nachbildung deS Denk» welches die deutschen CorpSsiudenten ihren 1870/71 gefallenen Sommilitonen vor der RudclSbürg bei Köjen errichtet haben und ist von Sv und Wagner angefertigt. Auf dem Unterbau erhebt sich d e von dem deutschen Reichsadler gekrönte und von erhaben ausqeführtcn Lorbeer- und Eiwen-Enrlanben umzogene Säule; ihre untere Partie trägt bie Widmung: „Den Manen der im Kncqe 1870/71 gefallenen deutschen CorvSstudenten geweiht vom Kvsener 8C-93erbanbe 1872“, sowie bie Namen ber den Heldentod» Gestorbenen — alle deutschen Uni-


