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'Bureau: Schulfiraße B. 18.
Erscheint täglich mit Ausnahme bei Montags.
Jahren
161 000 24,500 35 000 98,000 31.500
Männliche En.wand, »wischen 15 und 40 n über 40 Jahren .
ff „ unter 15 Jahren .
Weibliche Einwanderer über 15 Jahren
worden l
Die vorstehende Berechnung kann natürlich, wie alle dergleichen mehr «der weniger aus Hypothesen gegründeten galculatioren, nt*t auf absolute Genauigkeit Anspruch machen; sie ist aber in ihren Sruntzügen richtig, und sie giebt wenigstens annähernd eine Idee, in wie immenser Weise daS Ratio-
Preis vierteljährlich i War! 20 PI mit Bnwfrrto^i Durch die Post bezogen vierteljährlich 1 «art 50 Ps.
Irirgraphischr Keprsche».
Wolff'- teleffT. darrrfp»e>aijeeertau
Verliu, 27. Juni. Der Bundes ath trat am 25. dS. unter dem vorfitze deS Staatsmm.sterS v. Bötticher zu einer Plenarsitzung zusammen und runächst daS Et verpändniß mit der aut Anlaß deS deutsch-schwetzertschen HandelSv'rtrag's im Wege deS NotenwechsrlS getroffenen Vereinbarung über ;orttaucrnbe Gütigkeit deS Karlsruher Ueber ein kommens vom 27. August l vdS, während bezüglich weiterer in Folge der Handelsverträge mit Oesterreich. Ung rn und ber Schrei, ;u rrgklndkr Punkt, bie Btschlußfastung vorbehalten dlied. Rach GkNkbmigmig brf z wischen bem Ät die und Hamburg beShalb vereinbarten Vertrages vom 25. v. MtL. wurde auf den bezüglichen, von dem Hamburgtschen Bevollmächtigen gestellten Antrag der Anschluß Hamburg- an das deutsche Zollg.biet beschlossen und der Ausschuß für Zollweken beauftragt wegen der hiernach erforderlichen Dollzugsmaßregeln wettere Vorschläge tu ma*<n- Die Entwürfe von Gesetz-n, betr. a) die Abänderung der Bewerbe- ordnunz (Innung-wesen); b) bie Re chsgempelabgaben; c) die Bezeichnung de- RaumgehaltS ber Geiäße, in welchen Flüifigketten zum Verkauf kommen, gelangten m ber vom Reichstage abzeä baten Faffung zur Annahme, wogegen dem Entwürfe eine- Gesetzes über die Unsallv-tficherung der Arbeiter bie Su. ^mmunj versagt wurve. Die bei der B-rathung dieser Gesetzentwürfe vom Reichstage gefaßten Resoluttonen wurden b m Herrn Reichskanzler überwiesen bte bet d<m Bundesrathe bazu eingezangenen Petitionen für erlebigt erklärt. Anträge bes Vorntzenden wegen Besetzung einer Stelle bei bem kaiserlichen , ia.t'*)~nar^0 e unb wegen Feststellung der ruhegehaltkberechtigenden Dienstzeit eines Beamten beS Auswärtigen Amts kamen zur Annahme, über den Perso- naloorschlag für tt- ebenfalls offene Stelle des Vorfitzenden deS Patentamt- soll bte Abstimmung in einer der nächsten S tzunzea stattfinden. Weiter wurde btr.m't b'r ®or^funfl befaßt gewesenen Au-schüffe entspre^ chend beschlossen: ai ein Besuch um zollkreien Einlaß von Kämmlingen auS gefärbten setdenabfällen, sowie b) ein Gesuch um Bewilligung einer Pensioi ablehnend zu bescheiden; c) die Einschränkung des Betrages der au-gegebenen
n.Iverm-gen Amerika-, ULb zwar, wie bereit« bemerkt, vornehmlich au, Kosters Europas durch Zuführung pioductiver Arbeitskraft, angeschwellt wird."
Bringen wir bie Tot>«'sche Berechnung in Vergleich zu bet angegebenen ln »m-tika während de- Zettraum« vom Ma, 8SS bi« »um Axrtl 1879 von 2 165 332 K»Pf,n, so ergieb: fich un« da« .u°-meSapital von 2,598,398,409 Doll, oder von rund 11 M.llia^ den da« Deutschland seitdem an Sibeit.krast an bie nordametikanische Unon abg^eben bat! — Und durch bte gescmmte Einwanderung in der an- gegebenen Zett hätten die Vereinigten Staaten an Arbeit-krast gewonnen 30 Arben W e°n 7 Milliarden Dollar« oder etwa
Der ÄopitaltDcrtb der Auswanderung nacb Amerika.
... mnJ*r °b'r auch für un« sehr betrübliches Resul.
tat, da« eine Berechnung über den Verlust an Kapitalwerth, den wir durch bie «„«Wanderung erleiden, ergi.bt. Vor einigen Jahren wurden dur-d d e ST/ «■‘gralton« bei Staate- Rew-Aork Erhebungen über bie durchschnittliche Summe angestellt, welche bie Einwanderer mit fich in bte neue 4pelmatt> bringen. Man gelangte damal« zu ber Annahme, baß ,m -Durch- f*nlJLaU.L n-»m"Tn i» 70 ®oUar8 ''»geführte« Baarkap tat kommen allo etwa 300 M. Nach den Beobachtungen, die an ber heutigen ameti- I3»''*'" «'"Wanderung gemach, werden, ist an,„nehmen, daß dieselbe finanziell k?1 k0, a,6 b» ®dd,t t" ' Schätzung tm Auge halte; — also keine«- fall« ist die damalige Annahme für bie heutig n Derhältniffe zu hoch. Seit b7' ^ Mai 849 bis »um 31. März 1879 landeten in New-Krk 2 165,332 Deutsche, die nach dieser Berechnung deS aus den Kopf deS Ein- wandernden mitgebrachten Geldes also etwa 152 Mill. Doll. = 646 M,ll. JL auö Deutschland nach den Vereinigten Staaten entführt Haden. Änterweite Ermittelungen laffe.. diesen Betrag logar noch viel zu gering erscheinen und annehmen, daß der wahre 1 Milliarde JL übeisteige.
Durch die 5.732,183 Einwanderer aller Nationalitäten hätte demnach Amerika in b-n letzten 50 Jahren mindestens 390 Mill. Doll., also circa 1660 Mrll. JL, nach der döheren Schätzung logar beinahe 1 Milliarde Toll, oder etwa 4 Milliarden JL auS Europa an sich gezogen I — Äfldn dieser Zufluß von Baarmitteln ist verschwindend gegen den Gewinn, welcher den Vereinigten Staaten aus dem Etnströmen der auf Kosten Europas aroßaew. ger.en Arbeitskraft erwächst. H P9 5
In Rücksicht hierauf schreibt A. v. Totis in seiner Broschüre: .Die wirtbschastlichen VerhLltnisie der Vereinigten Staaten von Wmenfa m Ihrer Rückwirkung auf diejenige Europas^ (19. Hest der volkSwirthjchastlichrn Zeit, fragen, Berlin Stmion, 1881) folgendermaßen:
.Verfasser h.,t die speciellen EtiiwanderungS-Ltattsttken der Vereinigten Staaten, welche die Immigration nach Älter und B.schäftigmg claisificiren nicht zur Hand; nehmen wir jedoch bie Durchschr.iitsätze der Altersklassen der vorhergehenden Jahre als Maßstab und wenden wir diesen auf eine Zahl von rund 350,000 tm letzten Finanzjahre aut Europa angelangten Einwanderern an, so erhalten wir folgende Proportionen:
Mittwoch den 29. Juni
Kießener Wi;cit;er
__________ AMU- nnb Amtsblatt für hm Lrris «ifürn.
Peutschkand.
^Jofen, 27. Juni. Ter ultramontane Graf Czanecki auf Ru«kv würbe beute von ber Ltrafkammer b.« hiesigen Lanbgericht« wegen Anbringung zweier Fahnen mit bet Jnfchrtft: »Tob ben Deutschen 1“ zu sechsmonatlicher Gesäng. mßstrase veruithetlt. Der Staat«anwalt beantragte 12 Monate. Em früh., res freilprechenbtS Urtheil vom Lanbgericht Liffe war bekanntlich vom Reichs- gericht vernichtet.
Ztußland.
Petersburg, 26. Juni. Man erzählt fich folgenbe Episobe au« einer tn h.t ietttn Zett erteilten «ubienj in Batschina. Die Deputation bet .Kellner eine« kleinen Stäbtchen«, welche auf ba« Brab beS 2,ar« AI,fandet II. einen Kran» nteberzulegen hierher tetste, erbat sich eine Audienz beim Kaiser, um ihm ihre Huldigung barzubringen. Da« Beaerbe ber Sell- ner »u welchem sich ber schwerfällige Ruffe nicht eignet, wirb zumeist von Tataren auSieübr JD.efet Deputation wurde ber gewohnte freunbltche Empfang unb katserl che Hänbebruck. wovon ein Mitglieb ber Deputation so entzückt war haß er fl» bem Szar zu Füßen warf, um ihm bie Füße zu küffen- Kaum lag bet barmlo|e Tatar zu Boben, al« ber bei ber Aubienz anwesenbe, h-chg net- ose Thronfolger zur Thür be« Reben-ApartemenlS lief unb auHcfarie - .TOama, zu H.lfe, man will ben Papa morben I“ Die im Nebenfaale anwe. enbe Ezarm er chrtck, unb läuft herbei, auch ber Ezat weiß in ber ersten j*"al*“n9 ”14t- »a« vorgeht, kurz, e« entsteht im ganzen Schlöffe em ^$recfeu sondergleichen. Dte Tataren werb'» untersucht, natürlich finbet man bet tbnen nicht«, unb fo werben fie rasch au« bem Schlöffe ezpedirt unb chn-n oerboten, über den Vorfall iu sprechen.
— Zwischm bet russisch,n und e- glischen Preffe ist ein heftiger Feber- tneg entstanden unb zwar lebiglich des Fürstenthums Bulgarien halber. Dte liberale englische Preffe, brsonber« bie .Daily New«", matten ber russischen inegterung heftige Vorwür'e, well diese darnach strebe, ben Fürsten au« Bul- garten zu verdrängen. — Mag bem nun fein, wie ihm wolle, in wenigen Sagen ftnben bte Wahlen statt, unb wirb Fürst «lepnber bann vielleicht von selbst gehen.
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* unter 15 Jahren . . .
Zusammen . 1ÖÖ 350,000
Nehmen wir nun, um so niedrig wie möglich zu greisen, die Periode voller Erwerbsfähigkeit aller männlichen Einwanderer zwischen 15 und 40 Jahren zu 15 Jahren, dte derer über 40 Jahren zu 10 Jahren, bie derer unter 15 Jahren zu 20 Jahren, so haben wir die Zeitdauer der Producttot.ssähig. feit gewiß nicht überschätzt. Es ist ferner durchaus nicht zu bock) gegriffen, "nzunehmen, daß jeder beschäftigte Ärbe.ter 20 pEr. seines jährlichen Erwerbs zur Erweiterung des Nationalvermögens beiträgt, und da nach neueren Statt- stiken der Durchschnitts Erwerb der männlichen Arbeiter in den Vereinigten Staaten jährlich 625 St. beträgt, so würde der jährliche Gewinn des Walto- ralrermögenS aus jeder productiven Arbeitskraft auf 125 St. zu veranschlagen sein, und auf die obigen Altert klassen reparurt, führt also jeder männliche Einwanderer den Vereinigten Staaten in seiner Arbeitskraft ein Kapital von 1905 St. zu. Schlagen wir nun die productive Kraft der weiblichen Einwanderer, insoweit fie als Sreatoren von Nationalvermögen in Frage kom- mtr, auf ein Vierlheil der männlichen an und bringen wir von dem Ergebn.ß einen Thetl für Aufbringung der Einwanderer unter 15 Jahren b s zu diesem Alter dtr Eiwe.bSfähigkeit in Abr.chnung, so ist es eine billige Voraussetzung, daß jeder Einwanderer, männliche und weibliche aller Alterrkiaffen zusammen- gerechnet, den Vererrigten Staaten in seiner Arbeitskraft em Kapital von rund 1200 St. zuführt. Wenn nun auch bekannt ist, daß unter den Auswanderern Eurcpas fich mancher Abschaum befindet, dessen Einführung den Vereinigten Staaten mehr Schaden als Nutzen bringt, so ist doch unverkenn- Bar, daß auf der anderen Seite der productive Werth eines großen ^etlS der Einwanderer mit 1200 St. viel zu niedrig angeschlagen ist. ' Nach diesem Satze repräsentirr die vorjährige Einwanderung aus Europa em diesem entzogenes und den Vereinigten Staaten zugeführtes Kcpital von 420,000.000 St. Seit 1870 ist die Bevölkerung Amerikas durch mehr als 3.000,000 Ewwan- derer vermehrt worden; welch' ungeheures Kapital ist den Vereinigten Staaten in solcher Weise, und zwar größtentheils auf Kosten Europas, zugeführt
Altersproportionen ~ n , in früheren Jahren *


