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Frankfurt. Die »Kölnische Zeitung' bringt soeben den vierten ausführlichen Artikel über die Patent- und Musterschutz-Ausstellung und wir entnehmen demselben den folgenden demerkmswenhen Passus: Der Besuch der Ausstellung mehrt sich m erfreulichster Weise und allseitig wird, besonders von Fachleuten, die vollständige Verwirklichung des Gedankens einer Patent-Ausstellung gerühmt. Man sieht i^t allgemein ein, welchen Nutzen die Vorführung neuer Erfindungen in natura M DB $ ein ganz anderes Ding ist, ob man eine neue Idee nur aus der Patentschrift od^ aus sonstigen Beschreibungen erfährt oder ob man dm Gegenstand sozusagen „m Fleisch und Sein* vor sich hat.
icligcn Vater Neah: gft.chwohl bat, io hon» und sei trauen wir, )cber FKtdellnehmer MU frohem Herzen und heben Erinnerungen der ahua maur LedoweiMa Valet getagt, wer sie leit langen Semestern wieder zum ersten Male besucht, hat ^tr n^Ärtube und Verwunderung den Aufschwung des neuen G.eßen zur angehenden Grovstabt erkannt, der wärmste Blick aber wirb trotz alledem am die Fenster der alten .Vude unt> jftietpe* aut die Stätte gefallen fein, wo er emft sein Wissen geschöpft und fröhliche Erau.ckung gesucht, der wärmste Blick wird dem alten Gießen gegolten haben. Ihnen beiden zum Abschied ein herzliches „vivat, cr<*cat, tiorexf.
Sp«riwz ist Fabrikarbeiter, 26 Jahre alt, evangelisch, übel beleumundet und vielfach be straft. Derselbe wurde für schuldig erkannt und in eine Zuchthausstrafe von acht Jahren, so wie zu vierjährigem Ehrverlust verurtheilt. Auch wurde die Zulässigkeit von Polizeiaufsicht gegen ihn ausgesprochen. —
8) gegen Elise Wahl von Altenburg, wegen Brandstiftung.
Hm 15. 2.arz L I. brach Abend» nach 7 Uhr in der Hofraithe de» Ioha nnes Schlitt V. zu Leusel Feuer au», durch welche» in kurzer Zeit die Eckener völlig und da» angrenzende Wohnhaus nebst Stallung zum großen Dheil niedergeiegt wurden. Durch die sofort von der ör. Gentdarmerie in Alsfeld angestellten Ermittelungen wurde festgestellt, daß da» Feuer angelegt worden war und daß die Elise Wahl von Altenburg, welche seither bei Johannes Schlitt V. als Dienstenigd gedient und an demselben Aage entlasten worden war, dieser Brandstiftung verdächtig fei. Der Verdacht bestätigte sich. Liste Wahl, verhaftet, ge stand alSbald ein, vorsätzlich die Scheuer ihre» seitherigen Dienstherrn in Brand gesetzt zu haben.
D,e Angeschuldigte ist am 1. Octoder 1*61 zu Altenburg von der ledigen Aarte Wahl von da geboren. Seit Entlastung au» der SLule diente sie an verschiedenen Orten al6 Dtenstmagd und war während dieser Ze,» nichts Rachtheistges gegen sie bekannt geworden. Im Monat Februar trat sie bet Jod». Schlitt V. al» Dienstmagd in Stelle. Während sie hin diente, zeigte sie sich willig und bescheiden; sie verstand jedoch nicht völlig den Dienst, konnte insbesondere nicht spinnen und schwingen, und da noch htnzukam, daß sie manchmal von der Milch den Rabm naschte, kündigte ihr am 15. März l. I die Johannes Schlitt V Ehe- flau den Dienst auf. worauf sich die Wahl anscheinend ganz gleichgültig und unter Mitnahme einiger Kleider und ohne ihren bi» dahin verdienten Lohn abzufordern, au» dem Hause ent* fernte. Sie begab sich, nachdem sie ihre Kleider in einem an der Straße zwischen Leusel und ÄlSfelb stehenden Bahnwärterhäuschen abgegeben, zu ihrer Mutter nach Altenburg.
Bei ihrer verantwortlichen Vernehmung gab die Angeschuldigte an. sie sei Abends nach Leusel zurückgegangen, um ihre Kleider in dem Bahnwärterhäuschen zu holen. Unterwegs sei ihr der Gedanke gekommen, die Hofraithe des Scklitt. der es ihr so gemacht, anzustecken In Leusel angekommen, se, sie durch bie angelegte Thür in ben Schafstall, in welchem damals 4 Sckase gestanden, getreten, habe hier mit einim bei sich geführten Schwefelholz da» darin befindliche Stroh angezündet und sei. nachdem sie sich von dem Erfolg überzeugt gehabt, durch btt Tbür, bie sie wieder angelegt, in den Hof und von hier auS der Lhaustee entlang nach «lÄfelo zurückgeeilt, bis sie hier mit einem anderen Dienstmädchen zusammengetrosten sei.
Durch bie AuSsagen mehrerer Zeugen würbe tndeß dargetban. baß bie Ahüre zum Gchafstall nicht angelehnt, sondern etngebäkelt, nnb daß das Feuer nicht tm Schafstall, sondern in dem dahinter gelegenen durch eine Stbftr getrennten Scheuerviertel ansgebrochen war. Auf Borbalt hierüber gestand die Angeschuldigte denn auch ein, daß sie das Feuer n dem erwähnten Scheuervtertel angelegt habe. (58 ist weiter erwiesen, daß die «naeschuldigte selbst an bie Brandstätte geeilt war, ohne jedoch reiten zu helfen, -daß sie ihre Kleider in dem Bahnwärter- Haus an dem fraghdvn Abend nicht abbolle. baß sie erklärt halte, daß ber Branb ben Schlitt'» recht geschehe unb daß sie bestrebt war, zunächst den Verdacht ber Brandstiftung auf Unschuldige fn «ngeschuldigte wurde für schuldig erachtet und in eine Zuchthausstrafe von drei Jahren, wovon 3 Monate Untersuchungshaft in Abzug kommen, und in die Kosten verurtheilt.
(Hießen, 18. Juni, (Ceffentlidje Sitzung des Kreistages des Kreises Gießen.) In bei heutigen Sitzung des Kreistages fanden nach Prüfung und Bestätigung der^ im November v. I. abgehobenen Wahlen zum Kreistage zunächst verschiedene Wahlen statt (5o wurden gewählt:
In die sttnfchsitznnqstommisftonen für die Einkommenste»ttrpffichtigen 1. Abthkilunq
Stcuercommissariatobezirk Gießen: u. Mitglieder: Frei h Adalbert v Nordeck ,ur Rabenau in Friedelhausen, Bürgermeister Lang zu Wieseck, Ludwig Krock zu Heuchelheim, Heinrich Leiten III. zu Groß Linden, b. tzrsatzmüglieder: Meyer Katz, Bürgermeister Geißler. .
Lteuercommissariatabezirk Hungen: a. Mitglieder: Kaufmann Kvhler zu Lich, Bürgermeister Goriach zu Eberstadt, Bürgermeister Zimmer zu Vlllingen, Bürgermeister Bender zu Hungen, b. Ersaymitgliedcr. Kaufmann Sartorius zu Lich, Apotheker
Lokales.
Wiftifn 20 Ium. Am vorigen Mittwoch fand dahier da» 111. Iahreßftß des 83erein6 für innere Mission .n Lderhefsen statt Der Gottesdienst begann um 10 Uhr m der Stadt- (ir£be unter zahlreicher Beteiligung ber hiesiaen Gemeinde, wenigstens seitens der Frauen, so- wie auswäittger Fftlgäste. Die Festpeeb.gi ?.elt Herr Professor l>e. Diegel aus Friedberg. Uktt gewohnter Meisterschaft führte er auf Grund von 2 Äon. 6,15—17 tn klarer lichtvoller unb überzeugender Le.se den Getanken au»; .Die innere Mission hat mehr Freunde als Ädnbe. üe scheint nicht so, aber erschlossene Augen erkennen es" Richt wenig trug aui
Erbauung ne «ukführung der liturgischen Gesänge durch den eoang. ^btt
Um 1 il Uhr begannen die Verhandlungen der Jahresversammlung. Lharakteristisch hierbei war di! fast gäazl.ch mangeln.< rhetlnahme der hiesigen Männerwelt, wahrend doch das zur Behandlung gestellte Thema das Interesie aller, die noch einen tomn für etwa- anderes, als für Magen, und politische Machtfragen Haden, hatte erwarten muffen, «u« dem verlesenen Jahresbericht heben wie kurz hervor. daß der Verein während kurzen Bestehens das
Kinderhospital in Nauheim und die hiesige Herberge zur Hetmath begründet hat $al Kinderhospital rüstet gegenwärtig zu einem eignen Bau da der große Zubrang von allen Seiten das Verbleiben tn bm engen Mtethräumen unmöglich macht Die Kosten dafür find au co 20 1)00 „M veranschlagt. Da von Seiten der Regierung bis letzt noch keine Unterstützung «Hangt werden konnte, so ruht die Hoffnung der Ausführung des Planes allein auf Hi'fe der milbttätig«n Menschen, die dann auch bereits von F'anksurt aus freundlich ftugefagi ist. ein Beispiel, das hoffentlich Nachahmung find«i Die hiesige Herberge hat in dem hinter «hr liegenden ersten Iaht« threS Bestehens ihre Lebensfähigkeit m erfreultcher Weise dtwiesen Im Ganzen haben darin 4766 Passanten übernachtet unb 169 Arbeiter auf längere «.tt ihre Wohnung gehabt. Nichtsdestoweniger bat der Verein, wie nicht onber» zu erwoilen war noch große Opfer aus fernen Mitteln für die Herberge bringen müssen Er hat auS feiner Kaste 1m Ganzen 1250 JL zugeschosten. Die mit ber Herberge verbunbene Suppenanstalt bat in ben strengen Wintermonaten täglich durchschnittlich lOO ganze Portionen, (ent- s prechend 200 nach vortgjähriger Rechnungsweise), ausgegeben. Sie wird vorerst obwohl mit bedeutend vermindertem Vertrieb, noch fortgeführt Nach Verlesung des «-E-s begrüßten die Versammlung Prediger Hoffmann aus Berlin im Namen be» Eentralaussebustes für die Innere Mission der deutschen evangelischen Kirche Pfarrer Jeggau au« Karlsruhe im Namen des geschäftsführenden AusschusteS der Südwestdeutschen Lonferenz für innere Mission unb Pfarre? Werner — Darmstabt — im Namen bes LandeSauSschustes m Darmstabt. Prediger Hoffmann überreichte im Auftrag des Eentralausschustes eine Denkfchrift über die Auswanderung und legte die Fürsorge für bie Au-wand.rer an 6 H"z Die Denkschrift soll unter anderem die »Ittel an die Hand geben, bie Bevölkerung von der Auswanderung zurück- A uballen unb wird darum die Anschaffung derselben °ll<n Gemeinbevorstanden dringend em- Hobler Da unter den Auswanderern in diesem Jahre allein 3032 Hissen sich befinden bie zumeist über Rotterdam ihren Weg nehmen, so erwartet der Eentralau»schuß besonders auch tu Hesten Interesse sür seine Maßnahmen, welche die oft so unwissenden Auswanderer vor Ausbeutung und leiblicher, wie geistlicher Verführung ichutzen sollen Spater gab V"dtger Hoffmann noch em« packende Schilderung der Berliner Stadimisfion. des leiblichen und geistlichen Elend», mit welcher sie zu kämpfen hat. und der Mittel, mit welchen sie HUfe zu Hingen sucht. Er erinnerte an die 25,000 Bewohner der Gefängnisse Berlins, an bie bOO Änaben welche das Gefängniß für jugendliche Verbrecher bevölkern. an die massenhafte Ein- tt-anberung aus dem übrigen Deutschland, (allem ca. 1000 Hrsten darunter), unb bot unter anderem bie Hülfe der Stadtmission an, um Erkundigungen über dort verschwundene Angehörige au neben Den Haupttheil ber Verhandlungen nahm sodann ber Vortrag des Herrn Pfarrer» Schlosser aus Frankfurt o. M übet: «Die Bekämpfung beS Vagantenthums em. In etrn realistischen, so reckt au» bem Leden geschöpften, oft tief ergreifenben. oft mit köstlichem ajmor fltwünten Darstellung fchilderte er das heutige Vagantenthum, feine Gefahr unb feine Ursachen, um bann von tiefsittlichen unb religiösen Gesichtspunkten aus zur Besprechung ber Heilmittel überzugeben. Leider war bie Zeit schon so vorgerückt, daß gerade dieser wichtigste 5t beit de» ausgezeichneten Vortrags in bedauerlicher Weise verkürzt werben mutzte, auch eine DiSkussion unmöglich war. Nachdem noch das Resultat ber inzwischen vorgenommenen VorftandSwahl verkündigt wurde, wobei si« schließlich die Wiederwahl des alten Vorstands ergab, wurden bie Verhandlungen mit Gebet gescklosten. Em gemeinsame» Esten tm „Einhorn gab noch Gelegen- beit zu gemüthlickem AuStausch, der belebt durch verschiedene Toaste bie auswärtigen Gaste dis lum Abgang der Züge vereinigte. Da» freudige Bewußtsein, daß e» gute unb heilsame Worte xu Gottes Ehre unb zum Ru,en bet Menschen seien, welche bie innere Mission betreib', unb taü sie darum au* mehr und mehr siegreich die Vo-.urtheile überwindet. welche der unglauH lieben Unwtffenbiii fo vieler in UrcHtd'en Angelegenheiten entspringen, dies Bewußtsein daS sich durch die ganze Stimmung be» Festes hmdurchzog, mögt, zu reger A.be.t ankpornend, auch weiter binau» tn allen denen nachwirken, welchen es vergönnt gewesen ist, diese erbebende S tunb;n mitzuverleben. b-
GitßkN, 21. Juni. Schwurgerichts verhanblung am 20. Juni l. I.:
1) gegen Hermann Sperling von Lösntg bei Leipzig, wegen Raub.
Am Morgen des 10. Mai l. I brack der HandwerkSbursche Johann Reichet aus Raumetengrün von Srünberg, woselbst er übernachtet hatte, auf, um seine Wanderschaft zunächst na» Laubach unb weiter nach Schotten fortzusetztn. Reichel trug an jenem Tage einen Stock unb einen sogenannten Berliner bei fick, m welch letzterem sich versckiedene m das Metzger- bandwerk einschlagmde Gerätbickaften, sowie einige Kleidungsstücke befanden unb auf besten Außrnse"« '»ei ein Paar bildend« Stiefel angesLnavt waren. In Laubach gesellte sich zu 9ieid>el ein ihm unbekannter Mensch bem AuSsehen nach ebenfalls ein HandwerkSbursche, welcher irentge Worte mit ihm wechselte unb ihm auf der von Laubach nach Schotten führenben Staatsstraße eine Zeitlang in geringer Entfernung folgte.
Gtwa 15—20 Minuten hinter Lauback nach Schotten zu beginnt der Wald, der sich zu beiden Seiten neben der Staatsstraße herzieht unb nur zuweilen auf btt reckten durch Wald- toiefen unterbrochen wird.
818 Sei (bei am Eingang de» WaldeS em Vkdurfmß befnebute, etile ibm der fremde HandwerkSbursche voraus, derselbe wurde jedoch bald wieder von Reickel übtrboU und ging sodann dickt hinter Letzterem der.
Nachdem Beide in dieser Weise noch etwa 200-300 Schritte fortgegangen waren, ge- lanaien sie an eme Stelle, woselbst sich recktS der Siraßt eine Daldwiese unb links em junge» Gehege befindet. Hier ergriff der Fremde plötzlich einen am Dege liegenden dicken Stein und schleuderte Un Reickel. der etwa einen Stritt von ihm entfernt war derart an den Kopf, datz er für einen Augenblick betäubt wat- Demnächst sprang der Unbekannte auf Reichel los packte ihn an der Brust und entriß ihm gleichzeitig feinen Rock und Berliner, auch bemerkte er Reickel, welcher laut um Hülfe ftbne, wenn er nickt ruhig fei stunde er ibm die Kehle ad oder bringe ibn um Reickel bat den fremden Duricken ibn dock geben zu lasten er wolle ihm ja alle» geben und händigte ibm dabei sein Portemonnaie mit 22 H Inhalt e.m
' DaS Lulfeaoickrei Reickel s wurde von den Handwe.kSburscken Diehl und Simon welche etwa 100 Stritte hinter Rnchel und dem Fremden hngegang.n waren bab.n aber von dem Vorfälle nichts bemeikt batten, vernommen. Diehl eilte hinaus Reickel ?u Hülfe und versetzte dem Angreifer beleihen, der sich eben zur Flucht anlckickte. mti letnem Stocke m^me5^rd)R?embe ieate sich zwar aufangß zur Wehre, al» aber Reickel und Diehl gemein: sckafE auf ibn «ndranaen. wandte er fick zur F uckt, indem er feinen Weg ieuwartS tn den Wald nahm. Bei dem Handgemenge weites Zwischen «<t±el unt Diehl nnernits unt> btm Fremden andererseits stattfirnd^ gelangte Reickel wieder m den Desttz letneS Stockes indem er solchen dem Fremden entr.ß. Ebenso gelangte Reickel auck sofort weder m den Defitz snneS Berliners, da der Fremde, al» er fick zur Flucht wandte, solchen faflen ließ.
Kurz nachdem der Fremde da» Weite gesucht, kam ber
Balzer von Schotten des Weges daher und wurde demselben Seiten» de» Reickel und Diehl Anzeige von dem Vorfälle gemacht, worauf er dem Tbäter sofort nachietzte. gelana i m auck bald, beficlhen habhaft zu werden, wobei e» sich herauSstellte, daß ^arl Hermann Sperling heiße unb von Lösnig bei Leipzig gebürtig fei Das Portemonnaie Reichel s wurde hei der Arretirung Sperling'S noch m besten Besitz gefunden.
Sperling wurde von Reichel und Diehl alsbald auf daS Bestimmteste wieder e^annt unb gestanb berfelbe denn auch in ber eingeleiteten Voruntersuchung ein, die That tn der Weise, wie sie oben beschrieben ist, verübt zu haben.
ebCrneteuercommiffariatttc$irt Grunberg: a. Mitglieder: Kaufmann Peppler, Kauf mann. <5rooo, Rentmeister Schmidt, b. Ersahmitglieder: Bürgenneister Pracht, Beiqeorbneter Dippel. ...
Zu Mitgliedern des Provmzialtags
Hiittenwerkbefitzer Georg Buderus zu Lollar, Bürgermeister ©ramm zu Gießen, Rechtsanwalt Dr. Muhl zu Gießen, Rechtsanwalt Di-. Dittmar von Gießen.
Zu Mitgliedern des Kreisausfchustes
Beigeordneter Heß zu Gießen, Bürgermeister Lang zu Wieseck, Landgerichtsrach Holzapfel zu Gießen.
Als Lachversliindige zur Vornahme der Abschätzungen auf Grund des ttriegsleiftungs- gefetzes vom 13. Juni 1K73
5ür den Bezirk Groß-Linden: Ioh. Weber zu Lang-Gons, Heinrich ©eiten HL zu Groß-Linden, Rechner Leidich zu Grüningen. Für den Bezirk Lich: gratis Gros jun Gießen, L. Rehe zu Lich, Bürgermeister G ö r l a ch $u Cberftabl. Für ben Bezirk Gießen. Bürgermeister Lang zu Wiefeck, Theodor Wortmann zu ließen, >ircisveterinärarzt Dr. Winkler zu Gießen. Für den Bezirk (Srünberg Post haltet Reinhard Prinz zu Grunberg, Bürgermeister Weber zu Londorf, ^ttgertneifter Lchillinger zu Queckbotn. Für den Bezirk Hungen: Bürgermeister Bender zu Lungen, Bürgermeister Köhler zu Langsdorf, Bürgermeister Bopp in Belln^sheim.
hierauf wurde bie Rechnung der Kreiskaffe für 1880 geprüpft, der Aerwaltungs- beridit für 1880 erstattet, und der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1882/83, bet welchem sich eine längere Debatte über die Ausführung des Legbaugesetzes entspann, nach den Anträgen deS Kreisausschust'eS festgestellt.
Niesten, 20. Juni 1881. (Deffentliche Sitzung des Provinzialtages der Provinz Dberheffen.) In der heutigen Sitzung deS Provinzialtuges wurden zunächst die vorliegenden Wahlen zum Provinzial tag geprüft und bestätigt.
81» Mitglieder zum Provinzialausfchuffe wurden wieder gewählt die yrrren exeucr cfmmifiar Vfannmuller ;u -Jlibba, >,,.,rach Dr. G-?g°r --^nhnm Trapp zu Friedberg, und an Stelle des Herrn Ramfpeck von Alsfeld der D^rr Graf irriedrich zu Solms-Laubach. —, ,. ,
SIIö Ersatzmitglieder wurden wieder gewählt Prof. Dr. Gar eis zu Gießen, Wilhelm 6,19 CljU5 ^IvUmstglied der Lber-ErsatzcomrnisÜLN wurde gewählt Victor Freiherr von Vordeck zur Rabenau zu Gießen, als Er,'aymitglied Bürgermeister Pracht zu Grunberg.
-odann wurde die Rechnung der Provinzialkaffe für 1^*0 geprutt, der Vermaltungs- b^cht für 1880 erstattet und der Voranschlag für 1882 83 nach den Anträgen de» Provinzialaus'chufses festgestellt.
Nachdem die Tringlickkeit des Anttages der Provmzialtags-Abgeordneten von Rabenau zu Friedelhaufen, Fendt zu Schotten, Engel zu Homberg und von Rotsman zu Dotzelrode, dahin gehend:
Hoher Provinzial tag wolle beschließen: _ , _
1) über die Erbauung von Secundärbahnen tn Lberhenen Anttage und mt- achten an 6r. Staatferegierung zu richten,
2) zum Zweck der Vorbereitung dieser Anträge und Gutachten eine Commission niederzusetzen _ , ,
anerkannt und gegen die Verhandlung über diesen Antrag Eimprache Nicht erhoben worden war rouibcr. zu Mitgliedern Der po-. 2 beantragten Commrftion gewählt: Adalbert Frei- berr v. Nord eck ;ur Rabenau zu Fried elhaufen, Hüttenwerksbeiitzer Hugo BuderuS ;u Hirzenhain, Pachter Rullmann ;u Stammheim, Wilhelm Engel H. zu Homberg, ^abdlan: G. W. Wenzel zu Lauterbach, Bürgermeister Fendt zu Schotten.


