zu erlaßenden Ausführungsverordnungen noch längere Zeit in Anspruch nehmen werde, namentlich da, einem Wunsche der Kammer entsprechend, deren Entwürfe einzelnen größeren Städtevertretungen vorher zur Begutachtung eingesandt werden sollen, daß jedoch die Publikation des Gesetztextes ohne Angabe des Termins des Inkrafttretens des Gesetzes alsbald erfolgen solle. — Auch bei dem Gesetzesentwurfe, den Bau und die Unterhaltung der Knnftftrahen betreffend, werden mit einer einzigen Ausnahme die mit der ersten Kammer bestehenden Differenzen durch Beitritt zu den jenseitigen Beschlüssen erledigt. Nur bei Art. 15, dessen Pos. 2 die erste Kammer gestrichen hatte, während sie dem Artikel einen Zusatz gab, wonach die Regelung der Zuziehung von größeren Gewerbsunternehmungen oder größerem Grundbesitz zu den Kosten der Unterhaltung der Kreis-und Staatsstraßen besonderen gesetzlichen Bestimmungen vorbehalten bleiben soll, wird, entgegen den Anträgen des Ausschusses, welcher einen bedingungsweisen Beitritt zU dem jenseitigen Beschlüsse befürwortete, nach längerer Debatte, an welcher sich Staats-Minister Freiherr v. Starck, Exc., Ministerialrath Jaup, sowie die Abgg. Schroeder, Ellenberger, Freiherr von Nordeck zur Rabenau, Freiherr v on Wedekind, Dittmar, Böhm, Stephan (Heßloch) und Muhl betheiligen, auf Antrag des letztgenannten Abgeordneten Pos. 2 des Art. 15 in der Fassung des Regierungsentwurfes mit der Modification wiederhergestellt, daß auch die Besitzer größerer Waldungen, für welche eine Straße in besonderem Maße regelmäßig abgenutzt wird, einen besonderen Beitrag zu den Unterhaltungskosten zu leisten haben.
Bezüglich des Antrags der Abgg. Schroeder und Genossen auf Aufhebung des Gesetzes vom 3. Mai 1858, die Bildung der Ortsvorstände betreffend, und eines Theils des Gesetzes von 1872 über die Mitwirkung der Forenscn bei der Festsetzung des Gemeindevoranschlags beharrt die Kammer, entgegen dem ablehnenden Beschlüsse des andern Hauses, auf ihrem früheren willfährlichen Beschluß. Auch bezüglich der Beschwerde hessischer Gemeinden und Gutsbesitzer wegen der durch Hochwasser des Rheins hervorgerufenen Eigentbumsbeschädigungen beharrt die Kammer im Wesentlichen auf ihren früheren Beschlüssen, ebenso bei dem Besoldungsetat der Oberhessischen Bahnen bezüglich des Abstriches von 500 an dem Maximalgehalte des Directors. — Eine Eingabe des Kammerstenographen Meis wegen Verleihung der Qualität als Staatsbeamter wird der Regierung einstimmig zu geeignet scheinender Berücksichtigung bei der Aufstellung des nächsten Staatsbudgets empfohlen. — Zwei auf die Erbauung von Secundärbahnen gerichtete Eingaben werden, gleich der früheren, der Regierung überwiesen. — Nächste Sitzung morgen.
Ilrankreich.
Parts, 14. März. Der Trauergottesdienst in der russischen Kirche in der Rue Daen begann um 3 Uhr. Die russische Botschaft in großer Uniform, Fürst Orlow an der Spitze, trat um 3 Uhr ein. Um 21/, Uhr erschienen die Botschafter nebst ihrem Personal und die übrigen Mitglieder des diplomatischen Corps, die Minister Barthelemy Saint-Hilaire und Farre, die Königin Isabella mit ihrem Gefolge, Prinz Napoleon, dic Prinzessin Mathilde, die Seine- und der Polizeipräfekt, Rouher, Mac Mahon und Canrobert nebst vielen anderen Notabilitäten und die gejammte russische Colonie. Der Präsident Grevy warldurch General Pittie nebst dem militärischen Gefolge veitreten. Um 3 Uhr hielt der russische Pope, umgeben von seinen Geistlichen, in russischer Sprache eine Anrede, die fünf Minuten dauerte. In diesem Augenblicke wurde Admiral Patroski unwohl und mußte hinausgetragen werden. Nach der Anrede erfolgten die üblichen Gebete. Um 3Vz Uhr war die Feier zu Ende. Alle Anwesenden waren tief ergriffen. Zwölf Tage lang wird in der russischen Kirche Trauergottesdienst gehalten.
Paris, 14. März. DepulUtenkammer. Der Deputirte Dubodau (Rechte) erklärte, Frankreich könne die Beweise der Achtung und Sympathie nicht vergessen, welche ihm Rußland gegeben habe. Angesichts des schmerz, lichen Ereignisses, das Rußland betroffen, muffe die Kammer ihrem Mitgefühle dadurch Ausdruck verleihen, daß sie die Sitzung aufhebe. Er beantrage die Ab- sttmmung hierüber. Gambetta erinnerte hierauf daran, daß unter ähnlichen Verhältnissen ein gleicher Antrag stets die Zustimmung deö gesammten Hauses gefunden habe. Bei einer so deltcaten Situation, welche die auswärtigen Beziehungen Frankreichs berühre, frage er daher an, ob der Antrag auf Abstimmung aufrecht erhalten bleibe. Rufe: Nein 1 Nein ! Nachdem der Antrag auf Abstimmung zurückgezogen worden war, beschloß die Kammer einstimmig, die Sitzung aufzuheben.
Senat. Der Präsident ergriff das Wort: Nicht ein Mitglied sei tm Senate, welches nicht tiefe Entrüstung empfunden habe bet der Nachricht von dem Attentate gegen den Kaiser von Rußland, einen der größten Reformatoren dieses Jahrhunderts, (lebhafte Zustimmung auf allen Bänken) gegen den Kaiser, welcher Millionen von Sclaven die Freiheit gegeben habe. Indem er (Redner) sich zum Dolmetscher dieser Entrüstung mache, gebe er nicht allein dem Gefühle des Senates, sondern auch demjenigen des ganzen Landes Ausdruck (Beifall). Der Herzog v. Aud^ffret.Pasquier erklärte darauf, der Senat theile das von dem Präsidenten kundgegebene Mitgefühl vollständig. Frankreich vergeffe die ihm erwiesenen Dienste nicht. Kaiser Alexander II. sei der Freund Frankreichs vom ersten Tage an gewesen., Frankreich vergeffe dies nicht. (Beifall). Der Senator Ratbi6 begründet? hierauf seine Interpellation, betr. die Ausführung der Märzdecrete. Als aber die Nachricht etntraf, daß die Kammer ihre Sitzung aufgehoben habe, beschloß der Senat, gleichfalls die Sitzung aufzuheben.
Nußland.
Petersburg, 14. März. Bei der heutigen Huldigung und Eidesleistung setzte sich Alexander III. in der Hauscapelle des Winterpalastes selbst die Krone auf und wurde darauf von den in Gala erschienenen Hofchargen und Damen in russischem Nationalcostüm mit betäubendem Hurrah als Kaiser begrüßt. Der neue Kaiser war sehr bewegt und vergoß reichliche Thränen. Nach der Zeremonie ging Alexander III. benteiben Weg, den er gekommen, durch die Gemächer und Säle zurück in seine Privatzimmer. Von den Großfürsten waren mit Ausnahme von Nikolai Nikolaijewitsch alle anwesend; wegen der Huldigungsfeier trugen sie keine Trauer.
Petersburg, 15. März. Nach dem Himcheiden des Kaisers begrüßten alsbald die Mitglieder des Kaiserhauses den Großfürsten-Thronfolger als Kaiser. Die Leiche wurde Sonntag Nachmittag um 4% Uhr ans dem Sterbe- zimmer in das Zimmer neben dem Cabinet vor dem Empfangssaal übergeführt, wo sie aufgebahrr wurde, und zwar nach dem Wunsche des Verstorbenen in der Uniform des Preobraschenkkt'schen Regiments. Sonntag Abend um 9 Uhr fand eine Todtenmeffe und um 12 Uhr die Section statt, welche einen durchaus normalen Befund aller inneren Organe ergab und die über den Gesundheitszustand des Kaisers verbreiteten Gerüchte widerlegte. Hierauf wurde die Leiche einbalsamtrt. Der neue Kaiser und die Kaiserin wurden bei der Fahrt nach dem Palais am Sonntag Nachmittag um 5 Uhr von der zahlreichen Menschenmenge überall nut sympathischen Zurufen und Aeußerungen tiefster Verehrung für den Entschlafenen begrüßt. Der kaiserliche Wagen konnte nur im Schritt vorwärts, auf den Straßen herrschte die vollständigste Ordnung, nirgends eine unruhige Bewegung, alle Schichten von der Entrüstung gegen die Mörder und vom tiefsten Schmerze um den „Czarbefreier" und „Czarmärtyrer", wie man den Verstorbenen nannte, erfüllt. Bei dem Atten- täte war nur der Großfürst Michael zugegen. Der Thronfolger war von der Wachtparade direct nach dem Anitschkow-Palais zurückgekehrt.
— Gestern um 1 Uhr fand die traditionelle Huldigung für den Kaiser Alexander III. im Winterpalais statt. Der Zug ging in eer vorgeschriebenen Weise unter dem üblichen Vortritt durch die Säle zur Kirche. Der Nikolai- saa! war mit der Generalität und Officieren aller Waffen sehr zahlreich ge
füllt. Der Kaiser, welcher dort erst fei’ e Thränen kaum bewältigen konnte, hielt dann mit fester Stimme eine wa.me Ansprache, worin er für die verschiedenen seinem Vater bewiesenen treuen Gefühle lebhaft dankte und Alle aufrief, dem entschlafenen Kaiser ein treue- Andenken zu bewahren und auch ihm gleiche Treue zu halten. Nach dem Schluffe der Ansprache herrschte einige Augenblicke unter allen Anwesenden lautlose Stelle, nur vom Weinen unterbrochen, dann plötzlich erschallte ein nicht endenwollendes Hurrah, welches sich bis zur Kirche fortpflanzte. Dort hielt der Kaiser, kaum vor Schmerz und Thränen seiner Stimme mächtig, eine ähnliche Ansprache an den versammelten Reichsrath und die Minister, welche nun mit anderen anwesenden höchsten und hohen Würdenträgern den Eid leisteten. Darauf ging der Zug in der früheren Ordnung zurück. Alles verlief in traditioneller Weise in größter Ordnung. Das Militär leistete gestern und heute den Fahneneid dem neuen Kaiser. Auch heute herrscht auf den Straßen lebendige Bewegung, allüberall dieselbe ruhige und würdige sympathische Haltung wie gestern, nur ein gleiches Gefühl macht sich bei Allen ohne Unterschied bemerkbar: die Trauer und Oer Schmerz um den unendlichen Verlust und die tiefste, allgemeinste Entrüstung über das Attentat der ruchlosen Meuchelmörder.
Telegraphische Depeschen.
Wolff's trkflt. Gsrrespoudevz-Bureau.
Berlin, 15. März. Der Kaiser empfing um halb 2 Uhr das Präsidium des Reichstags, welches die gestern beschlossene Theilnahmebezeugunz deS Reichstags übermittelte. Der Kaiser dankte tief ergriffen, indem er dem Schmerze Ausdruck gab, den er bet dem Verluste eines seinem Herzen so nahe stehenden Freundes und Verwandten empfinde, und beauftragte daS Präsidium, seinen Dank dem Reichstage zu übermitteln.
— Soweit bis jetzt festgesetzt ist, wird sich der Kronprinz heute Abend von hier nach Petersburg begeben, begleitet von Generalmajor Mischke, den persönlichen Adjutanten v. Pfuhlstem und v. Nyvmheim. Anschließen wird sich eine Deputation der Regimenter, deren Chef der Kaiser Alexander war.
München, 15. März. Im Auftrag des Königs reist heute Abend Piinz Aruulph nach Petersburg ab, um den dort stattstndenden Beisetzungs- Feierlichkeiten beizuwohnen.
Dresden, 15. März. Der König hat seinen Generaladjutanten v. Karlowitz nach Petersburg entsendet.
Köln, 15. März. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Petersburg über die Catastrophe noch Folgendes vom 14. ds.: Der Leichnam des Kaisers wurde heute Morgen 4 Uhr einbalsamirt und dann in der Uniform des Preobraschenski'schen Leibgarde-Regiments mit allen Generalsabzeichen um 7 Uhr früh vom Hofphotographen Lewitzky abgenommen. Das Gesicht des Kaisers ist nur unerheblich verletzt und nicht entstellt. Das linke Augenlid ist geschrammt, der rechte Backenknochen zeigt einen rothen dunklen Fleck. Auf der linken Gesichtsseite sind unzählige kleine Glassplitter in die Backe eingedrungen. An der Stirn zwischen den Augenbrauen und am Kinn sind leichte Beulen sichtbar. Das linke Bein hing nur noch an Fasern und wurde dehhald abgenommen und durch ein künstliches ersetzt. Viele Anzeichen sprechen dafür, daß die geschleuderten Sprengstoffe nur mir Glas umhüllt waren; durch diese Art der Verpackung sollte eine leichtere Explodirfähigkeit der Bombe und größere Bösartigkeit der Wunden erzielt werden. Vor dem Attentate hatten, wie bereits gemeldet zwei Nächte lang Haussuchungen stattgefunden, einen Tag vor dem Attentat soll man einen bedeutenden politischen Verbrecher, auf den man schon lange vergeblich fahndete, ans- gegriffen haben. In der Paulssestung, wohin man ihn führte, erklärte er im Verhör, es sei ihm nun alles gleich, man könne ihn hängen, seine Vorbereituiigen habe er so sicher getroffen, daß an ein Mißlingen des Streiches nicht zu denken sei. Es hat hier einen sehr guten Eindruck gemacht, daß der neue Kaiser unbekümmerterklärte, er werde nach den Principien seines Vaters regieren.
Petersburg, 15. März, lieber die Catastrophe vom 13. ds. berichtet der Ofsicier beim Cadrebataillon des Leibgarde-Neserve-Regiments Nowikoff als Augenzeuge in der „Neuen Zeit" Folgendes: Der Kaiser hatte sich über die abgehaltene Wachtparade zufrieden ausgesprochen und war in heiterer Stimmung. Nowikoff und zwei feiner Kameraden schritten, aus der Michaelmanege kommend, auf die Newski-Perspectiv' zu und befanden sich in der Nähe der Kasanbrücke, als sie eine heft ge Detonation vernahmen. Nowikoff eilte längs des Quais des Katharinenkanals zu der Stelle, von woher er die Explosion vernahm und erblickte, als er noch etwa 30 Schritte von dieser Stelle entfernt war, eine Menschengruppe. Eine dichte Schneewolke mit Splittern ver mengt, erhob sich und eine zweite Explosion erfolgte. Nowikoff lief noch rascher als bisher auf die Stelle zu und sah, daß Matrosen von der 8. Flotten-Equipage Jemanden festhielten und dabei etwas laut riefen, was ihm nicht verständlich war Der Schnee war aufgewühlt und bedeckt mit verschiedenen Fragmenten von Verwundeten, auf dem Boden lag ein getödteter Knabe, ein schwerverletzter Kosak, noch eine Person und dabei im Schnee der Kaiser ohne Mütze, ohne Mantel, m der Uniform des Sappeurbataillons. Die Füße des Kaisers waren zerschmettert, die Kleidung zerfetzt, das Blut strömte von den Beinen und färbte den Schnee. Nowikoff warf sich weinend zum Kaiser nieder mit den Worten: „Mein (Sott, was hat inan mit Ew. Majestät gemacht?" Der Kaiser lag unbeweglich. Die Matrosen traten hinzu. Mit ihrer Hilfe richtete Nowikoff den Kaiser auf, ihn mit dem rechten Arm um den Leib fastend, den linken auf d e Brust legend, die Mattosen hielten die Füße, obxe die Gewehre aus der Hand zu legen. So wurden einige Schritte gemacht. Der Kaiser sagt zweimal, bemüht die Hand an die Stirn zu erheben, welche voll Blut war, „falt, falt". Nowikoff, mit dem einen Arm den Kaiser haltend, versuchte mit dem andern ein Tuch aus der Tasche zu ziehen, um dasselbe dem Kaiser um das Haupt zu winden. In diesem Augenblick fuhr der Großfürst Michael heran. „Sascha, wie fühlst Du Dich?" fragte er, sich zum Antlitz »es Kaisers niederbeugend. Was der Kaiser antwortete, war schwer zu verstehen, kein Stöhnen entstieg feiner Brust. Der Großfürst befahl den Matrosen, die Gewehre fort: juwerfen, und Jemanden die Mütze abnehmend, bedeckte er damit das Haupt des Kaisers, welcher weitergetragen wurde. Das Volk strömte von allen Seiten hinzu, viele sielen auf die Knie, sich bekreuzigend und schluchzend. Die Pferde des Obersten Dworschitzki wahren durch die Detonation scheu geworden und zur Theaterbrücke fortgerannt. Der Stabskapitän Frank eilte ihnen nach. In der Nähe standen einige Lohnschlitten, die aber zum Transport des Leidenden ungeeignet waren. Nowikoff fragte den Großfürsten, ob er gestatte, den Kaiser behufs Anlegung eines Verbandes in das nächste Haus zu transportiren. Der Kaiser, augenscheinlich noch bei Besinnung, flüsterte, dies hörend: „traget in's Palais, dort sterben I" und noch etwas Unverständliches Diese Worte, mit der letzten Kraftansttengung vom Leidenden gesprochen, waren die letzten kein Laut mehr wurde vernommen. Die Pferde Dworschitzki's waren unter: dissen berbeigebolt worden. Der Kaiser wurde, auf beiden Seiten unterstützt, in den Wagen gehoben und saß vornüber gebeugt. Anfangs wurde Schritt gefahren, da aber be Kräfte den Kaiser verließen, wurde befohlen, schnell zu fahren. Die Fahrt ging dm Moikakanal entlang über die Stallhofbrücke, durch die Moschkoff-Gasse und dic gwße Millionaja. Eine große Menschenmenge lief hinterher, in höchster Aufregung sich bekreuzigend. Der Kaiser wurde dann in das Palais getragen.
— Ein Extrablatt des „Regierungsanzeigers" veröffentlicht folgende Mittheilung der Ministers des Innern: Einer btr Hauptorganisatoren bes letzten Attentates, welcher am 11. März arretirt worben war, hat seine Mitwirkung bei der Ausführung des Verbrechens eingeftanben unb bezichtigt, ben in flagranti ergriffenen Russakoff, welcher bie erste Bombe warf, ebenfalls als Anstifter. In der Person des zweiten Jn)ioibuums, welches augenscheinlich die zweite Bombe warf und am Thatorte eine tödliche Verwundung erhielt, erkannte Russakoff bei Vorzeigung des Leichnams denselben als den seines Mitschuldigen. Die Wohnung, aus welcher Russakoff und sein Gerosse die Sprengbomben erhielten, ist in der Nacht zum 15. d. aufgefunden worden. Als bie Obrigkeit behufs einer Nachsuchung bafelbft erschien, erschoß sich ber Inhaber ’ ber Wohnung. Ein mit ihm zusammenwohnenbes Frauenzimmer würbe arretirt. In


