Ausgabe 
6.3.1881 Zweites Blatt
 
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Je 50 Kilogramm kosten Mark und Pfennige-

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Marktstraße 23.

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Mb! unb E^ttact W 5 b|anb ich unb bell btnle i der gld Wo; verbrau einige Bitten

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Herrn Sr. Hl Shrona

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1881.

Steinaufsetzen, Steinschlagen, Steinetndecken, Bankettenabhub, Grabenaushub, Maurerarbeit, Schretnerarbeit, Schlosserarbeit, Glaserarbett, Weißbinderarbeit,

Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach.

Küchel.

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Derzeickniß

bet Mittelpreise der ftewöhnlichsten Verbrauchsgegenstäiide in der Stabt Gießen vom Monat ^rbruev 1881.

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Submission.

Für daS Provtnzialarresthaus Hier­selbst soll die Lieferung von

zehn eisernen Bettstellen,

zehn Matratzen und Kopfpolstern, sowie von

zwanzig Teppichen

im Submtstionswege vergeben werden.

Offerten stnd bis zum 15. März l. Js. verschlossen und mit bezüglicher Aufschrift versehen bet dem Unterzeich­neten einzuretchen. Die belr. Beding, ungen können täglich während der Büreaustunden auf der Kanzlet der Staatsanwaltschaft (Zimmer Nr. 44 des Justtzgebäudes) eingesehen werden.

Gießen, den 26. Februar 1881.

Der Erste Staatsanwalt am Groß- herzoglichen Landgericht der Provinz Oberheffen.

1406)Z i mmermann.

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von

Watzenborn, 4. März Großh. Bürgermeisterei I. A.:

Seuling.

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München, lieber die schreckliche Katastrophe beim Künstlerfeste wird unter dem 26. Februar noch berichtet: Als kurz nach 12 Uhr die Verwundeten in das Krankenhaus ge­bracht waren, hatten 5 Aerzte, 3 Assistenten und 15 barmherzige Schwestern vollauf zu thun; ihre Thätigkett konnte sich aber nur darauf beschränken, die fürchterlichen Schmerzen der Un­glücklichen zu lindern, was durch Morpbium-Jnjekttonen und Anwendung warmer Wannenbäder geschah. Außer den in das Krankenhaus verbrachten 12 Verunglückten ließen sich noch weitere 8 daselbst verbinden, ungefähr 17 Personen, die ebenfalls Verletzungen davontrugen, suchten die nothige Hilfe bei ihren Angehörigen. Die Verunglückten, die nun der Tod von ihrer Qual

n Fertige Wäsche 9 = als: Kinderhemden in allen Größen, Damenhemden von ßtincr, Halbleinen und Cd ffon, Beinkleider, Shirtingröcke mit und ohne Stickerei, Negligvsackeu, weiß und farbig, leinene und Leinen- battisttaschentücher u. s. w. Ebenso haben stets Bettwäsche vorräthig und empfehlen Betttücher, Hausmacher-Leinen, das Dtzd. zu 48 JL Sämmtliche Stoffe zu Wäsche empfehlen im Ausschnitt zu den billigsten Preisen. Herrenhemden stnd stets vorräthig, Extra-Bestellungen, als auch für Konfirmanden, werden unter Garantie des guten Sitzens in kürzester Zeit geliefert.

Das Museum des historischen Äereins (im Rarhhaus) ist jeden Montag von 1112 Uhr den Mitgliedern des Verein- geöffnet. *£Dt

Arbeitsversteigerung.

1476) Nachstehende Arbeiten sollen

Donnerstag den 10. d. M«, Nachmittags 2 Uhr,

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auf dem Rathhause zu Watzenborn wenigstfordernd in Accord vergeben werden:

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6elreit hat, sind meist im Bade sitzend eingeschlummert. Erfahrene Aerzte haben sich geäußert, daß lhnen die vorliegende Art der Verbrennung noch nicht zu Gesicht gekommen fei, bie Aber« feien förmlich blutleer gewesen. ö ' ' *

ZT. -,.r ~ Das gräßliche Unglück bei dem Münchener Künstlerfest erinnert an eine trauriae Geschichte, die ,m Jahre 1570 in Waldenburg sich ereignete unb von dem damaligen Hof- Prediger m Oehrmgen, Anton Apin, folgendermaßen erzählt wirb-Anno 1570 een 7 fttb» ^ar ist zu Waldenburg übel hergegongen: bat sich ein leidiger Fall begeben, da bat der leidige Satan aus Gotte« Veihangnuß eine sckröckliche Tragodnn und Speeiacul anger.chtet und al« ein arger Schadenfroh sein Müthlern nach Lust gekühlt. Damals warm zu Waldenberg in der Obacht, neben dem Graven und neben denen von Adel beytinander neun Grävinen, deren etn$e vermummten sich mit einem schönen En,el Hadi', gingen daher in gar weißer Kleidung mit weißen papurnen Flügeln, wie man die Engel pflegt zu malen, unb trugen auf ihren Haubiern weitze papierne Kione, darinnen kleine WachSlichtlcin brennten und leuchtetendagegen vermummten sich die Herren unb ber Abel mit einem sckeus^ich.n Habit, ließen an ihren Hosen unb Wamme«, Arm und Beinen, dick Werg von Flachs mit Faden stark anneben unb knüpfen bap sie heremtraien zotticht unb zerlumpt, wie man die Cacodaemones unb schwarze Höllhund pflegt zu malen Inbrm sie nun nach gehaltenem Tanz bei nächtlicher Weile um 10 Schlag ouf bem obem e>gQl bei bem Licht knicenv cingnber ein Mummtanz brmeen unb mit dem Licht nicht sursichtig umgehen, da gebet vom brennenden Licht daS Werg unversehens an- bald da demSaal -'n großer Tumult und Auflauf, em großer Schreck, Schreyen und Klagen: Kuntz von Delderg gibt bald die Flucht, und nlio vermummt springt er die Schneken em daß cr unversehrt bavon kommt unb von andern nickt angesteckt wird, aber Belllin von Berlickingen und Simon von Neubeck, auck Graf Albert von Hodenlobe verbrenn.n so bart, daß fle Gliche Wocken zu Bett liegen müssen. Graf Georg von Tübungen erlag seinen Wunden' am 22 gebruar, dem Grafen Eberhard von Hohenlohe mußte man alle Finger an beiben Händen Q?l^ne ÜCn Unb Qm b- März ist auch er gestorben." (R. Tagbl. Stutts)

1427) Herr Max Pilger ist beauftragt, die Ausstände des Herrn Apotheker Dr. Loubinqer cinzucasstren und gültig da­rüber zu quittiren, auch Klagen in eigenem Namen darauf zu erheben.

Gießen, im Mär; 1881.

Th. Baist, llechtsanw alt.

Halergnilzfabrikale: als gewalzte, gerissene, gesot­tene, ganzer Kern und Manna« Mehl aus Haferkorn empfiehlt die Dampfgrützmühle von

C. Witteborg,

1165) in Paderborn.

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Aufzüge

(Fahrstühle) für Lagerhäuser und Fa­briken für Hand- und Maschinenbetrieb liefern in bewährter Conftructwn und patenrirtem System (1153

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Geschälte Victoria-Erbsen, Thürinaer kleine Bohnen, Heller-Linsen, von ausgezeichneter Kochart, empfiehlt

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Aeilgeöotenes.

1381) Ein schweres, schwarzes, gutes Zugpferd, 6 Jahre alt, Stute, in der Nähe Güstens zu verkaufen. Näheres frei Jtauf; mann Strack, Bahnhofstraße.__________

Trockenes Brennholz

empfiehlt (215

2. Katzenstein, Holchandlung.

Schwarze Tinte,

per Liter 30 empfiehlt

q am IO. Marz 1881.

O Dabei erfolgt:

8Prämiirung von Faffeln durch den landwirthschaftlichen Bezirks- verein und von Rindern durch die Verloosungscommtsfion.

o Verloofung von Faffeln, Bindern, Schweinen und

q landwirthschaftlichen Geräthen.

Ä Butzbach, den 2. März 1881.

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gemeint fei.* Als nächste Wirkung der Rede erscheint derPresse^ diese: Die Stellung deS Fürsten BtSmarck über alle inneren Conflicte und alle Hof-Jntriguen unnahbar zu erheben; Gambetta hat gesprochen und Bis­marck bleibt darum mehr denn je deutscher Kanzler."

Lokales.

Gießen, 5. März. fSitzung ber Stabtverordneten vom 3. b«. Mts.) Anwesenb: Herr Bürgermeister Bramm, Herren Beigeorbnetcn Keller unb Heß; von Seiten ber Stobt- vcrorbneten bie Herren: Daist, Gail, Grünederg, Haustein, Hornberger, Hoch, Kauf, Lübeking, Äug. Noll, Pfannmüller, Scheel, Schopbach, Vogt, Wenzel unb Wortmann. Behufs Einrichtung einer Bibliothek unb Abhaltung von Leseabenben wirb bem Volksbilbungsverein ber Rathhaussaal auf einen weiteren Abenb über­lassen, besgleichen bem Verein zur Förderung ber Sonntagsfeier, woselbst bie Lehrlinge unter Aufsicht unb Anleitung burch Lesen, Spielen unb Anhöreu von Vorträgen, Singen u. s. w. geeignete Anregung unb Unterhaltung finden unb vor dem für bie Jugenb verberblichen Sitzen im Wirth«haus bewahrt werben sollen. Dem Gesuch bes evang. Dekanats Gieße.: um Ueberlassung bet Hospitalkirche zur Abhaltung einer außerordentlichen Synode wirb ebenfalls fiottgegeben. Einem gestellten Ansinnen um Abänderung de« seitherigen Verfahrens bei den Holzversteigerungen wird nicht stattgegeben, sondern besch'.osicn, bet dem seither eingehaltenen Verfahren es zu belasten. Die Herstellung von Schleußen Abth.-Nr. 9 und 10 in den alten Tischwielen, sowie derjenigen am Utersbrunnen und am Oberlachsgraben werden ge­nehmigt. Für Kosten be« Wasterpumpens bei Ausführung der Ueberwölbungsarbeiten an der Ptpp'schen Schanze wird dem bett. Uebernebmer eine Vergütung non «AL 300 bewilligt. Die Kosten für Herstellung der Turnhalle werden genehmigt. In Betreff der Gradlegung der Wieseck, deren Ausführung die Stadt Gießen übernommen unb der Fisku« die Hälfte ber Kosten beizutragen hat, sinb Seitens des Letzteren Ausstellungen wegen Tragung ocr Kosten gemacht worben. Zur vollständigen Erlebigunq b<« erhobinen Anstanbes würbe deschlosten, daß auf Ersatz von V12 der Gesammtkosten, nämlich für den Transport von Erde aus dem alten Wieseckbett von Seiten der Stadt verzichtet werden soll. Nach der beschlostencn Grad­legung des Bruchgrabens hat sich die hiesige Sctienbrauerei, deren Abfallwasier in den bett. Graben läuft, an die Stadtverordneten-Versammlung mit dem Ersuchen gewendet, Angaben über bie aus Anlaß biefer Arbeit nothwenbig werdende Verlegung eines von bet Brauerei herzust.llenben Einrnündungsgraben« zu machen. Die Versammlung trat bem Beschluste der Baudeputation bei. welche beantragt, der Aetiendrauerei anheimzugeben, ihr Adfallwaster nach Fertigstellung des neuen Bruchgrabenbettes anderswo hinzuleiten, da man ein Recht ber Brauerei, -Ur Ableitung be« Masters des Bruchgrabens sich zu bedienen, nicht anerkenne. Die infolge des Ausbaues ber Lubwigsstraße notbwendigen Kosten zur Herstellung einer steinernen Brücke über ben Bruchgraben im Betrage von «AL 10,000 werden bewilligt. In Betreff der Ver­bindung de« Selterswegs mit der Südanlage hat in Ausführung des Beschlusses ber vorigen Versammlung die Einzeichnung zweier Straßen in den allgemeinen Bauplan ftattgefunden. Die Versammlung genehmigte dieselbe mit der Abänderung, daß die der Löwengaste gegenüber projeettrte Straße in gerader Richtung nach der Südanlage (also ohne Einmündung in die Göthestraße) anzulegen sei, während man sich beider durch den Kasernenhof (Garniionlazareth) projeetirten Straße für Einmündung derselben in die Göthestraße aus sprach. Dem Gesuch des Ioh. Adam Herrmann wegen Verbesterung eines städtischen Wegs rechts von der Krof- borfer Straße wird beigetreten und den folgenden Gesuchen um Bauerlaubniß, resp. Ver­änderungen Genehmigung ertheilt: des Weißbindermeisters Ehr. Petri V. (Neubau an der Löberstraße), Heinr. Ruckstuhl II. (Erbauung eines Hintergebäudes), Fabrikanten Ludwig Georgi (Vornahme von Bauveränderungen), Kaufmanns W. Montanus (desgleichen), Ehefrau des Wilh. Steinbach (Abänderung eine« Bauplans).

Fr. Seibel. affee«