Ausgabe 
3.6.1881
 
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Dtöcese Trier zu erledigen, ur.d man glaube, daß diese Verhandlungen zu einem stillschweigenden Uebereir kommen sühren würden, ähnlich wie bei der Ernennung eines Coadjutors für den Bischof von Straßburg.

Sechs fremde Socialisten wurden heute bei ihrer Ankunft verhaftet und werden morgen vor das Zuchtpolizeigertcht gestellt werden.

Marseille, 31. Mat. Das hiesige Zuchtpolizeigericht hat heute gegen die wegen des Meetings zu Gunsten der russischen Nihilisten Jeffe Helfmann cm 15. d. Mts. zur Untersuchung gezogenen P.rsonen fein Unheil gefällt und Sustni zu dre monatlichem Gefängntß, sowie 100 Frcs. Geldbuße, Paula Mtrck zu einmonatltchem Gefängntß unv von drei anderen Angeklagten den einen zu zweimonatlichem, den zweiten zu dreiwöchentlichem und den dritten zu achttägigem Gisängniß verurtheilt.

England.

London, 31. Mai- Die amtlicheGazette" veröffentlicht eine Cabi- netsordre vom 18. ds., durch welche Cypern für neutral erklärt wird im Falle von Feindseligkeiten zwischen Staaten, mit denen England Frieden hat.

telegraphische Depeschen.

Wolff's telegr. E»rrespo»Ve«i-V»nau.

Berlin, 1. Juni. Reichstag. Staaissecretär v. Bötticher gab in der heutigen Sitzung bei Fortsetzung der Berathung des Unfallversicherungs-Gesetzes die Erklärung ab, die Regierung erstrebe in erster Linie die Reichsanstall, die auch die billigste Methode zur Versicherung sei, sie werde eventuell aber auch Versicherungsanstalten der Einzelstaaten im Sinne der Commissionsbeschlüffe acceptiren. Der Reichstag nahm sodann den § 2a in der Fassung der Com­mission mit 145 gegen 106 Stimmen an, nachdem der Antrag Richter mit 130 gegen 109 Stimmen abgelehnt war, und lehnte dem Beschluffe der Com­mission entsprechend, den § 3 cb. Die §§ 411 wurden unter Ablehnung aller Amendements durchweg nach den Anträgen der Commission angenommen. Die Berathung dauerte von 10 Uhr Vormittags bis halb 6 Uhr Nachmittags. Fortsetzung morgen.

Die Commission für die im Nachtragsetat geforderten Posten für den deutschen VolkSwtrthschastsrath hat sich mit 8 gegen 6 Stimmen für die Be- willtgung derselben ausgesprochen und mündliche Berichterstattung über ihre Verhandlungen beschloffen.

DieNordd- Allg. Ztg." schreibt, der Reichskanzler habe vorgestern den Besuch des Fürsten Gortschakoff, deS französischen Botschafters in Peters­burg, General Chanzy, und des Grafen St. Vallter und gestern den Besuch Göscher/s empfangen Die Begegnungen hätten früher getroffenen Verabre­dungen entsprochen und Fürst Bismarck habe deshalb ungeachtet seints leiden­den Zustandes die mit den hier durchreisenden Staatsmännern in Aussicht ge­nommenen Unterredungen gehabt.

DieProv.-Cvrresp." bringt einen Artikel über den Erfolg des Reichskanzlers in der Hamburger Zollanschlußsrage, welcher folgendermaßen schließt: DaS bisher erreichte Ergebniß dient keinen Partetzwecken, sondern der deutschen Sache. Daß es erreicht wurde gegen den Willen und mit dem Widerstand der Fortschrittspartei, wtro den Erfolg ebensowenig beeinträchtigen, wie auch der Mangel an Zustimmung und Unterstützung Seitens der Fort­schrittspartei das Reich und seine Verfaffung in keiner Weise beeinträchtigt hat. Die Hamburger Frage wird hoffentlich Manchem die Augen über den Charakter der Fortschrittspartei öffnen, einer Partei, die sich den großen und idealen nationalen Aufgaben stets widersetzt und Alles auf bittet, um die Er- reichung dieser Ziele zu verhindern; gleichzeitig hat die Hamburger Frage von Neuem die Ohnmacht der Fortschrittspartei zur Erreichung ihrer verderblichen Bestrebungen dargethan.

Wien, 1. Juni. Das Abgeordnetenhaus nehm nach kurzer Debatte den Gesetzentwurf, brtr. den deutschen Handelsvertrag und den Veredelungs- verk.hr, an, nachdem der Handelsminister erklärt hatte, die Regierung halte es für ausgeschloffen, daß eine Recocation des Gesetzes über den Appreturoerkehr eintreten könne._______________________________________________________________________

Lokales.

Gieren, 2. Juni. Gestern Abend hielt Herr Rcisepredigcr Deggau auS Karlsruhe tm Saale des Einhorn" den angrkündtqtcn Vortrag über die sociale Bedeutung des Christen- thums. Etwa 70 bis 80 Zuhörer hattrn sich ungefunben und werden c8 nicht bereut haben, dem geistvoll frischen, von edler Wärme durchwebten Dortrage ihr Ohr geliehen zu haben' Nachdem der Redner etwaigen Mtßverständntsien des Lhema8 vorgebeugt und die Verwechselung von ..social" undsocialistisch", ,,Christenthum" undKtrchenlhum" abgewiesen, führte er zu nächst an der Hand des Neuen Testamenrs, besonders der Bergpredigt, sodann der Geschichte der Kirche, aus, daß das Ehiistenthum eine sociale Bedeutung habe, daß cs feine Lache blos der Privatfrömmigkeit und der persönlichen Erbauung, sondern seinem Wesen nach auf Gemein­schaft angelegt sei und den Trieb habe, alle GemeinschaftSverhältnisie der Menschen sittlich läuternd und reinigend zu durchdringen, die Sittlichkeit zur festen Sitte bildend. Don dieser Bafts aus suchte er dann in kurzen Zügen die Frage zu beantworten, welche loetalen Wirkungen wir heute von dem Christenthum erwarten und hoffen. Er betonte wiederholt, daß hier nur von der sauerteigartigen geistigen Wirkung des Chrlstenthums, keineswegs aber von politischen Zwangsmaßregeln die Rede sein könne. Für die Familie, für Ehe, Klnderzuchl, Herrschaft und Dienstboten, Herren und Arbeiter, für die Schule, für bas öffentliche Berufsleben, für die Presse seien die heilsamen Siltlichkerts- und Zucktgedanken deS Cbristrnthums durch lebendiges Zeugniß wieder zur Geltung zu bringen. Das sei wesentliche Aufgabe der inneren Mission, für deren segensreiche Wirksamkeit Redner sich zuletzt auf Manner, wie der kürzlich verstorbene Dr. Werbern in Hamburg, dessen großartige Thätigkelt für die Rettung verwahrloster Kinder, für die Reorganisation dir Gefängnisse u. j. w. berufen konnte. 8.

Die Hundssperre dürfte, vorausgesetzt, daß kein neuer Fall von Tollwutb constatirt wirb, doch erst mit Ablauf deS MonatS Juni ihr Ende erreichen. Hart wird die Bestimmung des ReicbsgesetzeS empfunden, wonach die Thiere mit Maulkorb und an der Leine geführt, sich im Freien bewegen dürfen. NicktS dürfte vielleicht bei heißem Wetter die Tollwulh fördern und die Hunde x> rrüdt machen als eine solche Behandlung. Wenn man vieliach dir Bcmer- kung bört, die Brhörde möge mebr Rücksicht nehmen so wollen wir darauf aufmerksam machen, daß es gar nicht in der Hand der Behörden liegt Aendrrungrn und Erlcichterungen in diesem Ersetze zu treffen. Das ReichS'euckenGesetz schreibt strikte vor, was zu thun und zu laffen sei und cie Behörde kann bei bestem Willen keine Ausnahmen zulaffen.

Von vielen Seiten wird neuerdings über die Unmasie von Katzen geklagt, welche in Garten und Feld umherstreichen und der jungen Brut nockstellen. Schreiber tieieS hat ver- schiedentlich mit zusehen müffen w,e diese Doge!räuber ganze Nester voll junge Vögel auSnuble n und mit den Thiercken spielten, alS hätten sie Mäuse vor sich. (Siebt cs kein erlaubtes Mittel dieses Raubzeug zu vertilgen? Man klagt über die Abnahme unserer Singvögel und mit Rccht. Aber man duldet auch die ärgsten Feinde unserer kleinen Lieblinge. Wir möchten gerne den Rath eines RechtSqelebrten erbitten, ob man eine im Feld und Garten umherstreifende Kaße, welche den Vögeln nachstellt, unschädlich machen darf? Nutzen bringt ein solches verwildertes Thier tm Hause doch nicht, denn es fleht fest: eine Katze, welche sich einmal das Streifen in Feld und Garten angewöhnt hat, fängt tm Hauke ferne Mäuse mehr. Dieses Raubzeug zu vermindern, müßk im Interesse der Vozelwelt gestattet fein

Die Schutzmannschaft hielt heute Nacht eine Razzia nach verdächtigem Gesindel ab. Die Ausbeute war jedoch nicht sehr lohnend. Nur ein weiblicher Strichfalter wurde aufgr- funben und aufgehoben.

Gießen, 2. Jun«. Wir cerweisen betreffs der Psingstfeiertage auf die in unserem heutigen Blatte erschienene Bekanntmachung der allgemeinen deutschen Patent- und Muster­schutz-Ausstellung. Bei der großen Reichhaltigkeit der gewählten Concertprograo.me darf wohl mit Sicherheit auf zahlreichen Besuch der Eonce'te sowohl, als auch der in ihrer Vollendung

1 einzig schönen Ausstellung mit ihren von der Meisterhand unseres weltbekannten Gartendirectora ' Siesmayer entworfenen Gartenanlagen gerechnet werden.

Ein Korbmacher, welcher gqlern Abend vor dem Neustädter Thor groben Unfug 1 verübte und sich den Anordnungen eines Schutzmanns widersetzte, mußte verhaftet werden.

Die Heinzelmännchen trieben heute Nacht, nach längerer Pause, wieder einmal in den Straß.n der Stadt ihr Wesen. Zweien derselben schien die Arbeit eines Maurer-Hano

1 langers besonders zu behagen, denn eine Schutzmann Patrouille traf sie gerade an, als sie m ; der Bachgasse rc. Gerüststangen und Leitern quer über Die Straße legten. EineS derselbin, welchcs seinen Namen und Karte verweigerte, mußte für diese Nacht freies Quartier auf der I Wache nehmen. Außer diesen zweien werden eine größere Anzahl anderer unruhiger Geister, i welche in den Straßen tollisirten, einen Mahnzettel hierauf erhalten.

In der Wagengaffe wurde heute Nacht eine freiliegende Kellerthüre demolnt. Die Schutzleute deckten, um Unglück zu verhüten, dieselbe nothdürftig zu.

Diverse Handelsleute, welche heute Morgen Kälber auf ungeeigneten Fuhrwerken nach der Stadt »erbrachten, resp. mehr in den Wagen legtcn, alS zulässig ist, wurden zur Anzeige gebracht.

Mehrere Fleisch-Defraudanten, welche für das F.iertagSfleisch daS Octroi ipaxen wollten, wurden heute Morgen erwischt und müffen nun erhöhtes Octroi bezahlen-

Verwischtes.

Darmstadt. Der Bildhauer Böhm in London ist mit der Herstellung einer prall r- vollcn Gruppe aus weißem Marmor, die verstorbene Großherzogin Alice und deren Tochlcr darstellend, beschäftigt. Die Fürstin und deren Tochter liegen schlummernd auf einem Rude» lager, das Kind vom linken Arm der Mutter umschlungen. Das Sculpturwerk, welches Aehn lichkeit mit dem jüngst im Mausoleum in Frogmore eerlchteten Denkmal der verewigten Fürst.n hat, ist für S. K H. den Großherzog bestimmt und wird nach seiner Vollendung nach Darm­stadt gesandt werden.

Frankfurt a. TL, 27. Mai. Am Mittwoch Morgen war auf dem AuSstellungSplatz das Gerücht verbreitet, die deutsche Kaiserin und andere hohe Herrschaften würden zum Besuche eintreffen. Das Comite sammelte und befrackte sich, Ordonnanzen flogen zu den Kunstgärtmrn hin und her, bald war eine geschmackvolle Flora. Dank des großen Blumenoorra lhs und fertiger Arbeiten in den Läden anangut. Ein Portier wurde mit der Weisung voc dem Tcmpel aufgefleflt, bevor nicht die Herrschaften die Blumen bewundert, jeden plebejischen Fuß ferne zu halten. Stunde auf Stunde verrann, cd fuhren auch Herrfchaftswagen vor, aber die erwartete hohe Herrschaft wollte nicht eintreffen. Unter Den Besuchern kam auch eine Dame und ein Herr zur Schwelle Floia's, und wurde ihnen bedeutet, baß, Da hohe H rrschaftin er wartet würden, das Publikum vorerst nicht eintreten dürfe. Beide sahen sich fragend unD lächelnd an, worauf sie sich entfernten. Wenige Augenblicke darauf kamen zwei Herren und fragten ob die Herrschaften schon die Ausstellung verlaffen, worauf sie die Antwort erhielten: y(S8 war nur ein Paar Da, Die hab ich nicht hineingelaffen, weil noch Die Herrschaften kommen. Da unten geht es noch." Beide Herren schauten sich um unD riefen:Unglück.icher, daS sind ! ja die Herrschaften, I. M. Die Königin von Sachsen." Der arme Mann war vor Schreck n sprachlos. Das Comite griff nun mit allen Bieren aus, die Sache wieder gut zu machen, Doch cs war zu spät, man nahm das Incognito zu streng.

Speter 27. Mai. DaS schon so oft gerügte Feueranfachen mit Petroleum hat gestern wieder ein Unglück angerichtet Der Bediente des Premierlieutenants Funk, Martin Stück- grad, wollte gestern Mittag halb 12 Uhr das H.rdfeuer zu lebhafterem Brennen bringen und schüttete zu diesem Zwecke Petroleum hinein. Die Flamme ichlug zurück und erfaßte tm Nu Die Kleider des Stückgrad, der lichterloh brennend sofort Hülfe rufend in den Hof eilte, wo von der Straße Herkommende ihm einen baltegenoen Teppich überwarfen und so das Feuer erstickten. Siückgrad halte jedoch schon so bedeutende Brandwunden erlitten, daß er in das Spital ver­bracht werden mußte

fAltc 8eute] DasAmtsblatt" von Lausanne erzählt folgende hübsche Anekdote. In einem der besuchtesten Cafe 8 der Stadt kamen eines Tag's vier alte Häuter zusammen, am einen Liter guten Lavaux mit einander zu trinken.Der Jüngste schenkt ein!" sagte einer der Gäste, als die Flasche erschien.Ich bm's nicht, ich habe 82 Jahre auf dem Rücken!" Ich noch weniger", entgegnet |ctn Nachbar,ich habe 94";Ich auch nicht, ich zähle 84." Und ich v3", rief der Vierte. Unter allgemeinem Halloh Der Drei Freunde unD Der Gaste mußte Derjenige einschenkcn, Der geglaubt hatte, vermöge seines Alterö von 82 Jahren von Dem Amte des MunDichenken enthoben zu sein.Es ist schon lange her", sagte er lachend,Das ich in einer Gesellschaft Der Jüngste gewesen bin."

DerNürnb. Pr." wird aus Erlangen folgende kaum glaubliche Mittheilung gemacht: In voriger Woche wurde in der HetzlcserwalDung der Gendarm Raithel von Neun- kirchcn am Brand erschossen aufgefunden. Nach den drei SchußwunDen im Unterleib zu schließen, dürfte ein Mord als unzweifelhaft anzunehmen Hin. Entgegen den Vorschriften über bas Verfahren bei Auffindung von Leichen wurde an Ort und Stelle gar keine OoDuktton vorgcnommcn, sondern die Leiche des Gend.rrmen, welcher den Feldzug 1870/71 mitgernachl hatte, aufgeladen unD, man höre unD staune um 18 JL an Die hiesige Anatomie verkaufi.' So hat Denn der höchst wahrscheinlich im Dienste Der Gerechtigkeit gefallene Gendarm mchl einmal em anständiges Begräbniß erhalten. Daß eine Gemeindeverwaltung oDer cm Bürger­meister (wer Die Leiche verkauft hat, habe ich aktcnmäßig nicht erfahren) jemals eine Leiche als FunDgegenstand verkauft hat, dürfte wohl noch nie vorgekommen sein. Die hiesige Gendarmerie wollte eine Sammlung unter sich veranstalten, um die Leiche auSzulösen und sie ordentlich bestatten zu laffen, aber sie wurde, alS einmal gekauft, nicht herausgegeben.

jEin Veteran von Leipzig.s In Lugos starb dieser Tage Der 105 Jahre alte Moses Ciortan, Der als FädnDnch im 16. Infanterie Regiment den Felozug gegen Napoleon I. mit; j gemacht, mit den Murten in Pans eingezogen und in Der Leipziger Schlacht mitgekämp t ' hat. Der Veteran batte vor neun Wochen feine Frau verloren; er war nie krank gewesen ' und entschlummerte sanft.

Die schnellste Eisenbahnfahrt, die je auf einer amerikanischen Bahn vor. ' gekommen, hat om 8. d. M der Sohn des Eisenbahnkönigs Vanderbilt in Begleitung mehrerer j Freunde und hervorragender Eisenbahnbeamten gemacht, indem er auf einem aus Der Lokomotive i und zwei Waggons bestehenden Zuge Die Strecke zwischen Ämherstbury und St. Thomas, eine j Entfernung von 111 Meilen, in 98 Minuten zurücklegte.

sAus Dein Instruktionsbüchlein des Hauptmann« Krtttlich ] Nachfolgende ergötzliche ! Parodie entnehmen wir Der neuesten Nummer der großen Ausgabe deSSchalk".Das Herz ist ein unter Den Ordenödekorativnen verborgener Flnschklumpen. In ihm wohnt" nicht nut Der durch Alkohol belebte Muth Des Soldaten, sondern auch Die angestammte Liebe zum Herr Unteroffqtcr.Der Ha s »st jener im Innern der Halsbinde emporwuchernde Fleischcylinver, welcher aus einem inneren Bedürfniß sozusagen herauögewachsen und zur Ausfüllung besagter Halsbinde bestimmt ist Seine Längenachse trifft in der Verlängerung nach unten auf Den Mittelpunkt ter Erde, nach Oden auf DaS Sternbild De« (Urnen HunDeS. Der Blick des Soldaten kann DeShalb nicht ze.t'g genug nach oben gelenkt werden. Ohne den HalS würde Das Singen Der Wacht am Rhein im Bereiche Der Unmöglichkeit liegen."DaS freudige DckwellkN der Brust beim Anblick eines Vorgesetzten »st zwar al« eine löbliche, ächt patriotische Herzensregung zu betrachten, dock ,st in Reih und Glird, um die Richtungslinie nicht zu ver­schieden jede Uebettreibung möglichst zu vermeiden. Ein Eentimeter Schwellungsraum sei jedoch dem guten Soldaten gern gestattet. Iemehr sich Die Brust einer Vertikalebene nähert, um so brauchbarer ist Der SolDat *Das Gerippe ist em knochiger natürlicher Kleioerstock für die MontHungsiiücke welcher nebenbei die stramme Haltung des Soldaten beim Parademarsch unteritüfcen soll."Die Fußsohlen sind natürliche Lederüberzüge an denjenigen Körperteilen btfi -L-oldatcn, welche dem Mittelpunkte Der Erde am nächsten, dem Polarstern hingegen am entferntesten liegen. Ein Erdbeben ver etzt daher auch zunächst Die Fußsohlen in jene unregel­mäßigen reglementswidrigen Schwingungerr, welche sich allmählig sämmtlichen Körpertheilen des Soldaten mittheilen und ihn au8 der Richtung bringen. Nichts kann daher einen Kompagnic- djef in größere Verlegenheit setzen, als wenn er mit haarscharf gerichteter Kompagnie den rnspicirenden Vorgesetzten erwartet und plötzlich ein Erdbeben eintritt. Bei dem Erdbeben m Sgram war daS vollständige Aufrollen der RichtungSlimen exercirendcr Truppenabtheilungen am Meisten zu beklagen."Die Knie sind halbkugelförmige knorpeliche Charmere, welche die Weisheit der Vorsehung zum Durchdrücken beim Parademarsch bestimmt hat."

In der bekannten Untersuchung gegen die Köche bei badischen Hofküche zu Karlsruhe und gegen zwei Lieferanten Der Hofküche wegen Betrugs hat Da« Reichsgericht 1. etrofi , durch Urtheil vom 7. AprU 1881, ausgesprochen, daß Geschäftsleute, welche behufs Erlangung resp Erhaltung einer guten Kundschaft das Vermögen derselben durch Vorspiegelung fa,chcr Thatsackcn beschädigen, ohne selbst durch den Schwindel einen weiteren Vortheil zu erlangen, als Die Erhaltung der Kundschaft und den dauernden Bezug des geschäftsüblichen Gewinnes aus den künftigen Geschäftsabschlüssen mit der gedachten Kundschaft, und ohne zu beabsichtigen, dadurch einem Dritten einen Dermögensvortheil zu vechhaffcn, dennoch wegen