Bekannten, zu den jetzigen Courfen ihrer Actien nicht zu kaufen, da sie . außer ftdem Verbäilnch zum Werth der Papiere stünden. ।
Berlin, 12. Januar. Die „Diesd- Ztg." bemerkt: Von vorzüglich ; unterrichteter Seite.wird uns geschrieben: Die Mtttheilung oou einer bestän- ? big wachsenden Zersplitterung der socialdemokratischm Partn ist bekanntlich > von den in Leipzig wohnenden socialisttschen Abgg. Bebel, Freyraq, Fritzsche, l Hasenelever, Liebknecht und Puttrich als eine Erdichtung bezeichnet worden. , Nichtsdestoweniger bin ich in der Lage, Ihre Mittheilung vollmh Mich zu be. stätige». Es existirt nicht nur ein Zerwürsniß zwischen den Leipziger Parteiführern und Herrn Most in London — auch die alten Streitigkeiten zwischen früheren Laffaüeanern und den Anhängern des Eisenacher A bciteroereins sind neuerdings wieder aufgetaucht und haben die socialistische Parte: in vielen Orten, jo in Berlin, Hamburg und in den Jndustrtebeztrken Rheinland-Westfalen- in zwei sich scharf befehdende Lager getheilt. Die Lasialleaner stehen unter der Führung deS schon während der vorletzten Reichs.ags-Sesfion aus der socialdemokratischen Partei ausgestoßenen Reichstags-Abgeordneten Hiffel- mann und die von demselben in Hamburg herausgegebene „Deutsche Zeitung" gilt als Organ derselben. In Hamburg hat man allerdings den Versuch gemacht, eine Einigung zwischen Herrn Haffelmann und den anderen Führern der Partei herbeizusühren, sowie ersteren zu veranlaffen, seine Zeitung elngehen zu lasten, resp. dieselbe mit der Hamburger „Gertchtszeitung", welche in der früheren Druckerei der Hamburger Genossenschaft gedruckt wird und an welcher die Herren Blos, Auer rc. beschäftigt sind, zu verschmelzen, jedoch ohne Erfolg. Als Parteiorgane können die genannten Zeitungen, sowie der in Leipzig erscheinende „Reichsbürger" selbstverständlich nur in dem Sinne gelten, daß sie \ Mn Socialdemokraten gelesen werden — osficielle Parteipublicationen sind in » denselben natürlich nicht möglich. Es sei noch erwähnt, daß der nou den \ socialdemokratischen Reichstags-Abgeordneten im Züricher „Socialdemokeat" ? veröffentlichte Rechenschaftsbericht von dem Führer der Laffalleaner, ReichS- tags-Abgeordneten Haffelmann, nicht mit unterzeichnet worden ist.
IsrarrKreich.
Paris, 10. Januar. Dem „Figaro" wird aus Ca> ries bestätigt, daß das Befinden der Kaiserin von Rußland den schlimmsten Besorgntffen Raum gibt. Beide Lungen der Kranken sind ziemlich schwer angegriffen. Man hat in ihrem Zimmer zwei Apparate aufgestellt, um ihrer beklommenen Respira- tion das nöthige Maß Oxygen zu liefern. Hartnäckiger Husten legt der Hoven Frau seit zwei Tagen die strengste Einsamkeit aus; selbst ihre Ehrendamen werden nicht zu ihr gelaffen und Fürst Orloff weilte zwei Tage in Cannes, ohne seine Souveränin sehen zu können. Sei es eine üble Ahnung oder sonstige Sehnsucht, die Kaiserin verlangt nur immer, sobald als möglich nach Rußland zurückzukehren. Man würde, schon zu ihrer Beruhigung, gern diesem Wunsche willfahren; aber die Aerzte wollen es nicht auf sich nehmen, die Kaiserin in ihrem gegenwärtigen Zustande eine so weite Reise anrreten zu lassen. Man will lieber eine Befferung abwarten, dann aber auch sogleich einen Entschluß faßen. Im günstigsten Falle wird man nicht vor fünf oder sechs Wochen an die Abreise denken können. Fürst Orloff, der auf Befehl des Kaisers nach Cannes ging, um zuzuseheu, ob die Reise sich bewerkstelligen ließe, wird nur kurze Zett dort bleiben, aber nächstens wtederkommen. O^ gleich persönlich für einen möglichst schnellen Aufbruch, will der Fürst doch, Io lange die Kaiserin nicht ausdrücklich bestehlt, den Äerzten durchaus freie Hand zu lassen. Der Herzog von Edtnburg kehrt heute nach England zurück; mit feiner Gemahlin befinden sich bet der Kaiserin deren beide jüngsten Södne, die Großfürsten Sergius und Paul Man erwartet auch den Großfürsten Nikolaus, einen Bruder des Kaisers, die Kaiserin selbst hat ihn aber, da sie ihn jetzt nicht empfangen kann, bitten laffen, seinen Besuch vor der Hand aufzugeben. Denselben Wunsch ließ sie dem Fürsten Orloff äußern; aber der Botschafter durste ihn nicht berücksichtigen, da der Czar selbst ihm befohlen hatte, sich nach Cannes zu begeben.
Telegraphische Depeschen.
Wagner'« telegr. Correspondenr - Bnr-an.
Berlin, 13. Januar. Abgeordnetenhaus. Erste Berathung der Gesetzentwürfe betreffend d>c Verwaltungsreform Die Discufsion über die Gesetzentwürfe mit Ausnahme desjenigen über die Kreisvertretung im Kreise Herzogthum Vauenbuig wird verbunden. 16 Redner sind gegen, 10 für die Vorlagen eingeschrieben.
v. Bennigsen anerkennt Namens seiner volitischen Freunde, daß die Vorlagen den unfertigen Zuständen in der Verwaltung ein Ende machen wollen und erklärt die Bereitwilligkeit seiner Partei, zur Durchführung des Reformwerks ihre Milwirkung zu leihen. Redner geht aus die Entwicklung der Verwaltungygesetzgebung ein. Bei dem Entwürfe betreffend die Organisation der allgemeinen Landesverwaltuug spricht er sich gegen die Uebergangsbestimmungen aus, wonach das Gesetz mit gewissen spe- ciellen Maßgaben auch für Posen, für die neuen und die westlichen Provinzen zur Anwendung kommen soll. Redner bemängelt ferner die Vertheilung der Geschäfte zwischen den Regterungs-Collegien und dem Oberpräsidium sowie die Zusammenlegung der hannoverschen Landdrosteien zu Regierungsbezirken und empftehlt schließlich die Verweisung der Vorlagen an eine Eommissiou von 21 Mitgliedern
Rauchhaupr betont die Vorzüge der Entwürfe, ihre Klarheit und systematische Durcharbeitung, kritisirt die bestehende Gesetzgebung bemängelt den Dualismus von Zweckmäßigkeit und Rechtmäßigkeit in den liberalen Verwaltungsgesetzen, bringt seinerseits auf Vereinfachung des Behördenorganismus und äußert verschiedene Wünsche bezüglich der Verfassung und des Verfahrens der Verwaltungsgerichte. Meyer (Arns- roalbe) erklärt sich gegen bie Vorlagen, unterzieht die Kreisordnung und d'c anderen Selbftoerwaltungsgesetze einer eingehenden Kritik und führt aus, dieselben hätten eine Verwirrung erzeugt, an der auch die gegenwärtigen Vorlagen nicht viel bessern würden. Er empfiehlt Verweisung an eure Commission von 28 Mitgliedern. Liebermann erklärt sich für die Gesetzentwürfe, Heeremann dagegen. Derselbe verlangt volle Selbstverwaltung, namentlich unbedingt freie Wahl der Amtmänner und Bürgermeister auch für die Katholiken. Die Diskussion wrrd hierauf bis morgen vertagt.
Berlin, 13. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg " fd^eibt: Die letzten Unruhen auf den Samoa-Inseln, worüber eine in verschiedenen Blättern wiedergegebene Korrespondenz aus San Francisco berichtete, beschränkten sich auf eine kleine Plänkelei Ende September. Einem größeren Zusammenstöße war dadurch vl>rgebeugt, daß die Vertreter der fremden Mächte, besonders die Commnndanten des deutschen Kriegsschiffes „Albatroß" und des amerikanischen Kriegsschiffes „Lackawanna" dem Versuche der Parteien, den durch die Muni- cipal-Convention vom 2. Septbr. neutraltsirten Apia-District zu Kriegszwecken zu benutzen, entschiedenst entgegentraten. Berichte von Ende Novbr. melden von keinen '.reuen Kämpfen, daher ist anzunebmen, daß die frühere Regierung sich der vom König MalMoa angerufenen Entscheidung Deutschlands, Englands und Amerikas unterwerfe. Der im letzten Sommer ohne Kampf wieder zur Herrschaft gelangte Maltetoa richtete Ende August Schreiben an den deut
schen Kaiser, die Königin von Großbritannien und den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, worin er dieselben ersuchte, seiner Regierung in dem Beströen, geordnete Zustände h zustellm, gemeinsam beizustehen, da das Land ohne äußere Hülfe nicht zur Rahe kommen werde. Die drei Mächte einigten sich auf den dreffe.tigen Vorschlag, Malietva als König von Samoa anzuerkennen, ihn durch ihre Vertreter bei A ffrechtertzaltu g der Ruhe und Ordnung wirksam zu unterstützen und über Die zweckmäßige Organistrung des Samoa'schen Staatswesens sich weiter unter einander zu verständigen. Der vor Jahresfrist abgefcb1 offene Vermag mit Samoa verlieh Deutschland das Rech' , gegen jede Bevorzugung einer anderen Nakron Seitens der Samoaner Einspruch zu erheben; der Vertrag bot aber keine ausreichende Sicherheit gegen B^inlrächt-gungen deutscher Interessen durch Anarchie und die erwaiqen Folgen derselben Dies: Sicherheit kann nun nach erzielter Verstänvigunz der drei qe-a .ntm Mächte über die gemeinsame Anerkennung und Unterstützung Molietoa's als verbürgt bezeichnet werden.
London, 13. Januar. D?r Prinz von Wales und Lord Salisbury haben sich zum Besuch des Lord Beaconsfield nach Hughenden begeb m. — Der wegen des Attentats in der katholischen Kirche St. Peter verhaftete Alexander Schoffa ist auö Mailand gebürtig.
— Rach einer in St. John (Neu-Braunschweig) gestern publicirten Privatdtpefche aus Callao hat die chilenische Regierung die Guanooerschiffun- gen von dei> Lobosinselu verboten und die Ladungsplätze zerstören laffen. Die noch nicht beladenen Schiffe gehen wahrscheinlich nach anderen Plätzen, um Guano aufz'-suchm.
Wiesbaden, 14. Jan. Herzog Friedrich Christian August von Schleswig-Holstein-Augustenburg ist heute früh hier plötzlich am Herzschlag gestorben.__________________________
Lokales.
Gießen, 14. Dcccmber. Wäbrend der Woche vom 4. bis 10. Januar ereigneten sich in diesiger Stadt im Ganzen 8 Todesfälle Ein von auswärts hierhergebrachtes Kind von 2 Jahren erlag der Diphleritis, 2 Personen starben an Schlagfluß, 2 an Lungenschwlnosucht, eine an organischer Herzkrankheit, eine an Gehirnerweichung, eine an Schlagfluß. G.
Gießen, 14. Januar Wie wir hören, soll im Laufe dieses Jahres eine NemNurnrne- rirung der Hauser in unserer Stadt vorgenommen werden. Wir begrüßen dies-n Schritt mit Freuden, wird doch damit einem so sehr fühlbaren Mangel, namentlich in der Außenstadt, abgeholfen. Betrachtet man z. B. die Rummerirung der Häu,er mit </10 und Vioo i« der Gegend der Alicenstraße, Gartfeld, Grünbergerstraße u f. w., so ist es zu verwundern, daß ein Fremder irgend ein gesuchtes Gebäude findet. Die Nummertrung soll nach dem Muster von Darmstadt und Frankfurt gescheben, wo auf der einen Seite der Straße die geraden Zahlen, auf der anderen Die ungeraden angebracht sind Freilich ist mit dieser Neuerung, welche aber absolut baldigst gescheben muß, ein Kostenpunkt verbunden, .der aber bet dem hohen Werthe dieser Angelegenheit nicht hinderlich fein dürfte. Es betrifft dieses die Neuanlegung resp Umschreibung der Brandkatafter. Wir hegen das Vertrauen zu den Vertretern der Stadt, daß sie, wie gewohnt, einer dem Gesammiwohle der Stadt förderlichen Sache freundlich entgegenkommen. Ein anderer Grund zur Hinausschiebung der Nummerirung existirt unseres Erachtens nicht mehr, da mit der Feststellung des Bauplanes der Stadt und der Taufe der neuen Straßen das letzte eigentliche Hinderniß beseitigt wurde. — Es wird, wenn bie Nummerirung vollendet ist, auch eine neue Auflage unseres Adreßbuches erscheinen, welches um so nothwendiger ist, als z B. durch die Einführung der Justizorganisation eine Maste Beamten bierhergezogen sind, deren Wo-nung zu wissen, gar Vielen von Vortheil sein dürfte, abgesehen davon, daß eine Stadt wie Gießen mit jo regem Handel und Verkehr unbedingt ein solches Hülfsbuch baden muß. Eine neue Auflage des Adreßbuchs vor Einsü>runq der Neunummerirung Äer Wohngebäude nochmals erscheinen zu lasten, dürfte aber keinen Werth haben. Dieses den vielfach An- fragenden Aiir gefälligen Nachricht
— Wie wir vernehmen amrngirt das Eomitä der vorjährigen Wohlthätigkeits Vor- stellung im Laufe der nächsten Woche, im hiesigen Clubfaale an zwei Abenden zwei versch'ebene Aufführungen, deren Erlös fpeciell für hiesige Arme, sowie für die Roth- leidenden in Oberhefseii verwandt werden soll. — Von ganzem Herzen wünschen wir diesem so lobeswerthen Unternehmen den besten Erfolg, der wohl, unterstützt durch den anerkannten Wohlthätigkeitsfinn der hiesigen Einwohner nicht ausdleidt und für den uns die umsichtigen und bewährten Leistungen des Comitös im vergangenen Jahre theilweise bürgen dürften. — Rach uns weiter zugehenden Mittheilungen sind die Proben und Vorbereitungen für die theatralischen und gesanglichen Leistungen in vollem Gange und hat Acir Capellmeister Krause mit seiner Capelle zu diesem Zweck in bereitwilligster Weise seine Mitwirkung zugcsagt. Detailirte Programme hoffen wir in einer unserer nächsten Nummern brtng-n zu können.
— Das gestrige Eoncert der Tyroler Sänger-Gesellschaft L- Rainer im Saale des Cafe Leib war ubeivoll besucht. Die Sänger ernteten für ihre Vorträge lebhaften Beifall.
— Eine höchst komische Scene spielte sich gestern in einer Restauration, wo fast nur Wein getrunken wird, ab. Ein Butterhändler aus W., im Gewände eines Bauersmannes, trat in das Local und verlangte ein Glas Wein. Obgleich sein Geldbeutel gut gespickt, wurde ihm jedoch der Wein verweigert mit dem Bemerken daß hier nur bester gekleidete Gäste verkehrten. Der Butterhäedler, hierüber sehr erbost, leistete ohne ein weiteres Wort zu sagen, dem Ver- I langen des Wirtbes Folge und verließ das Local. Nach Verlauf von einer halben Stunde kehrte er jedoch mit mehreren in hiesiger Stadt wohnenden Freunden wieder unv zwar diesmal [ in einen fog. Kaisermanrel gekleidet und den Cylinber auf dem Kopfe, welche Kleidungsstücke | er von enem Freunde geliehen hatte. Der Wirth erkannte den vorher abgewiesenen Gast nicht mehr, dieser aber mit seinen Freunden zechte fest drauf los. Als die Gesellschaft nun ein ziem-. liches Quantum vertilgt, fragte der maskirte Butterhändler nach der Zeche. Dieselbe betrug nahezu 50 JL Hierauf nahm der Händler seine Angströhre ab, zog den Kaisermantel aus und im blauen Kittel vor dem verdutzten Wirthc stcbend, bezahlte er die geforderte Summe. Er . machte dem Wirthe, der ihm vorher das Loeal verwies, in bescheidener Weise Vorhalt unv ! fragte ihn schließlich, ob ein solcher Bauer, wie er, wiederkehren dürfe was ihm von Seiten ; des Wirthes nunmehr herzlich bejaht wurde. L.
— Das Recurrenssicber ist nunmehr auch in Kastel constatirt worden. Wie man bet I „Germania" schreibt, sind daselbst mehrere Erkrankungen am Recurrenssicber beobachtet worden, i Die Erkrankten waren meist polnische Arbeiter und ungarische Mausfallhändler. Auch in Darmstadt sind dem „D. T. A " zufolge zwei Diakonnisstnnen am R-currensfieber erkrankt, i Der „Darmst Ztg." wird von hier berichtet, daß man sogar den Fall ins Auge faste, daß das Hofgertchtsgebäude nicht mehr ausrelche. Schöne Aussichten!
— Ein von Düsseldorf aus verfolgter Einbrecher wurde heute Morgen von der Schutzmannschaft hi ct ermittelt und verhaftet.
— Vor einigen Tagen fanden Fischer in der Näbe der Pulvermühle eine Anzahl Briete im Eis eingefroren Dieselben waren bei dem letzten Eisgang hi-r angetr.cben worden. Der Poststemvel wies auf einen Ort tn der Nähe von Marburg hin. Wie die Briefe in das Master gekommen sind, wird wohl eine einzuleitende Untersuchung ergeben. Dieselben sind an das Landrathsamt Biedenkopf abgeltefert worden.
— Unsere Leser machen wir auf die im heutigen ^amtlienblatte beginnende Abhandluna des Herrn Professor Br a tusch eck über „Die Berliner Volksküchen und die Volksküche t« Gießen" besonders aufmerk'am.
— Für die „Volksküche" gingen noch ein; Durch Beruhenlassen eines Strafantrages wegen Sachbeschädigung 8 «X, Med. Rath Dr. Kehrer 10 Summa 18 Jt, mit den früher quittirten 1989 JL 38 H nunmehr 2007 38 — Indem wir unsere Sammlung hier
mit schließen (unser uns gestecktes Ziel von 2000 «M, haben wir erreicht), danken wir nochmals allen freundlichen Gebern herzlich.
— Die „Volksküche" vertheilte heute 936 Portionen. Verkauft wurden hiervon 105, oie übrigen 831 Portionen erhielten Arme. Kinder und Handwerksburschen.
Vevmisctztes.
Mainz, 9. Januar. Die Inhaber der Firma Baruch v. Schönfeld in Worms, welche fl wegen der in ihrer Mühle flattpefunbenen Kestelexplosion, die den Tod mehrerer Arbeiter zur B Folge hatte, von dem hiesigen Landaerichte zu namhaften Freiheitsstrafen verurtheilt wurden, | wurden durch ein gestern erlassenes Urtheil der Reichsgerichts in Leipzig sreigesprochcn.
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