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ihres Antheils an bemfelbm eben schneller gewesen, als die beiden anderen ; Behörden. WaS demnächst die Form tec Entlassung des Staatsministers Hofmann betrifft, so ist ste diejenige, welche er selbst aus, roie mir glauben, sachlichen und triftigen Gründen gewünscht hat. Wir sehen auch in ihr nichts Ueberraschendes, ebenso wenig wie in der ganzen Thatsache, daß em Minister aus einer ministeriellen Stellung in eine andere, ohne sein Zuthun oacant ge­wordene , übergeht.

Die soeben getroffene Entscheidung über das Kölner Dombaufest ist nicht ohne politische Bedeutung. Es ist der Geburtstag Friedrich Wilhelms IV. gewählt worden, gewiß eine durchaus paffende Wahl. Hat er sich doch um das Meisterwerk gothischer Baukunst die höchsten Verdienste erworben. Aber es wird nicht, wie es dem romantischen Sinn Friedrich Wilhelms IV. ent­sprochen hätte, auch um den Preis einer Demüthigung des Staates, der abge­setzte Erzbischof das Hochamt celebriren. Es wird kein Siegesfest des Ultra- montanismus über die Hohenzollern sein, sondern ein Fest zu Ehren der deutschen Nation, die mit dem Erwachen ihrer Emhettsbestrebungen auch den Drang in sich fühlte, das erhabene Gotteshaus der Vorväter im Geiste deS ursprünglichen Planes zu vollenden, ohne nach dem Bekenntniß zu fragen, nach welchem darin Gott gedient werden soll.

Telegraphische Depeschen.

Wagner'- telegr. Correfpondenz-Bureau.

Berlin, 2. Septbr. Zur Feier des Sedantages sanden heute in allen Gymnasien und Schulen der Hauptstadt Festakte statt. Um 1 Uhr ertönte vom Balkon des Rathhauses Festmusik. Die Stadt ist allenthalben mit Flag» gen, die Schaufenster mit den Büsten des Kaisers und des Kronprinzen ge­schmückt. Die meisten Fabriken und viele Geschäfte sind geschloffen, die Straßen von der festlich bewegten Menge belebt. Für den Nachmittag und Abend sind in allen öffentlichen Localen und vielen Privatkreisen besondere Festlichkeiten veranstaltet.

Stuttgart, 2. Septbr. Die 10jährige Feier der Schlacht bei Sedan wurde hier festlich begangen. Die Stadt ist allgemein beflaggt. Gestern Abend hielt Hofcaplan Braun am Kriegerdenkmal auf dem Friedhof eine Rede, zu welcher sich viele Tausende, die Generalität an der Spitze, eingefunden hatten. Sodann wurden Feuer auf den Bergen angezündet. Heute fand Fest-Gottesdienst statt. Die Schulen feiern. Abends wird ein Banket abgehalten.

Karlsruhe, 2. Septbr. DerBad. Landesztg." zufolge sprach sich der Abg. v. Bennigsen, welcher auf der Rückreise aus der Schweiz bet dem Abg. Kiefer in Freiburg zufällig auch mit den Abgg. Böttcher (Waldeck), Bolza und Büsing zusammentraf, anläßlich dieser Begegnung dahin aus, daß er die Secession als gefahrvoll für die liberale Partei betrachte. Bennigsen bezeichnete ferner das Gerücht von Unterhandlungen mit ihm wegen Annahme eines hohen Reichsamtes als Erfindung; ebenso unrichtig sei die Meldung der Voff. Ztg.", daß er (Bennigsen) vorübergehend von der parlamentarischen Wirksamkeit zurücktreten wolle; er sei im Gegentheil entschloffen, die Partei zu kräftigen im Reichstage wie im Landtage.

London, 2. Septbr. DerStandard" meldet aus Ehamqn, es ver­laute, Ayub habe um die Erlaubniß nachgesucht, unbehelligt vorrücken zu kön­nen. Man glaubt, er beabsichtige nach Kabul zu marschiren.

London, 2. Septbr. Amtlich. General Roberts empfing das Recht­fertigungs-Schreiben Ayub Khan's, worin derselbe anführt, er sei zum Kampfe gezwungen worden. General Roberts antwortete mit der Forderung der Her­ausgabe der Gefangenen und bedingungsloser Unterwerfung. Ayub Khan be­festigte sein Lager. Die Partei Musa Khan's nöthigt denselben, weiter­zukämpfen.

New-Uork, 2. Septbr. Präsident Hayes hielt eine Rede, in welcher er erklärte: Die anhaltende schnelle Abnahme der Staatsschuld und Anhäufung gemünzten Geldes seit Wiederaufnahme der Baarzahlungen dürften wohl als Ermuthigung zur Ergreifung von Maßregeln dienen, welche noch nöthig seien, um die Umlaufsmittel auf einen vollkommen gesunden Stand zu bringen.

Augsburg, 2. Septbr. Der deutsche Kronprinz mit der Generalität, hierunter General v. d. Tann, ist um 53/4 Uhr hier eingetroffen. Auf dem Perron des Bahnhofes waren die Spitzen der Civil- und Militärbehörden aufgestellt. Der Kronprinz begrüßte mit herzlichem Händedruck den Prinzen Ludwig von Bayern und unterhielt sich lange mit demselben und sodann mit dem Bürgermeister Fischer. Der Kronprinz fuhr hierauf in einem königlichen Wagen an der Seite des Prinzen Ludwig unter lebhaften Hockrufen der dicht­gedrängten Menschenmenge durch die festlich beflaggten Straßen nach seinem Absteigequartier, dem HotelZu den drei Mohren", gefolgt von der Generalität und den Gemeindebehörden.

Ragufa, 1. Septbr. Albanesischen Meldungen zufolge sind weitere 1400 Mann reguläre Truppen in Skutari eingetroffen. Riza Pascha hat von seiner Regierung den strengen Befehl erhalten, die Uebergabe der an Monte­negro abzutretenden Gebiete vorzuberetten. Die Liga sandte Freiwillige nach Dulcigno. Dieselben trafen in Retova ein und sollen die Grenze von Colenza bis Koderkol vertheidigen.

Madrid, 2. Septbr. Die Brücke über den Ebro bei Logrono ist in dem Augenblicke eingestürzt, als ein Bataillon Infanterie dieselbe passirte. Ein Hauptmann, drei Lieutenant und 64 Soldaten find ertrunken.

Lokales.

Gießen, 3. September. Am 1. und 2 September hatte der Aliceverein für Frauen' bildUNg und Erwerb in der Schule auf dem Asterweg eine Ausstellung der im veflossencn Sommersemkster von den Schülerinnen angefertigten Hanvarbeiten arrangirt. Am ersteren Tage fand auch die Prüfung der Schülerinnen, namentlich der Handarbeitlehrerinnen statt. Vor der­selben hielt Herr Professor Bratuscheck eine kurze Ansprache, vorauf Fräulein Müller die Prüfung im Handarbeitunterricht und Herr Architekt Hug im Rechnen und Buckführen vor- nabm. Die Schülerinnen bewiesen durch ihre Antworten und Erläuterungen, daß sie recht wohl den Unterricht benutzt und ihre Zeit zum gründlichen Lernen verwendet hatten. Bildete die Prüfung wohl nur den theoretischen Tbetl der Schule, so zeigten die gefertigten Arbeiten den überzahlreich sich eingefundenen Besuchern, daß zum Theil sehr schöne und sogar ausge­zeichnete Arbeiten in der ziemlich knapp bemessenen Zett gefertigt waren. Es ist das Bestreben des Vorstandes des Alice-Vereins und namentlich dasjenige der Lehrerin Frl. Müller nur rühmend hervorzuheben, den die Schule besuchenden Schülerinnen für ihren ferneren Lebenslauf Kenntnisse beizubringen, welcher sie als zukünftigen Frau und Mutter wcht wohl entbehren können. Es ist aber auch dies das beste Andenken, welches sie der Gründerin der Sckule, der Hochseligen Großherzogin Alice widmen können.

Gießen, 3. September. Die 10jährige Feier des Sedantages, jenes denk­würdigen 2. September 1870, welcher den Grundstein zur Wiedererrichtung unseres

großen deutschen Vaterlandes legte, wurde in unserer Stadt nicht so ganz gefeiert, als man es hätte wünschen sollen. Während in Darmstadt, Offenbach, Worms, Marburg, Friedberg, Grünberg u. s. w. u. s. w. die städt. Behörden sich mehr oder minder be- theiligten, die Bureaus der Behörden geschlossen blieben, die Zeitungen z. Th- nicht erschienen, überhaupt der Tag seiner würdig gefeiert wurde, verspürte man von alledem nicht viel bei uns. Einzelne Häuser hatten ihren Fahnenschmuck angelegt und die Stadtverordneten hielten eine Sitzung ab Nur der Kr iegerv erein ließ es sich nicht nehmen, den ewig denkwürdigen Tag festlich zu begehen Am Gottesdienst des Vor­mittags, bei welchem Herr Pfarrer Dr. Naumann warme Worte zu den Herzen der Zuhörer sprach, beteiligte sich eine große Zahl der Mitglieder, während bei der Feier auf dem Friedhöfe wohl keines der Vereinsmitglieder fehlte, es sei denn krank oder verhindert gewesen. Punkt 6 Uhr wurde von der Realschule nach dem Friedhof, zu den Gräbern der für das Vaterland Gestorbenen hinmarschirt, um hier den treuen Tobten den Kranz der Anerkennung und Verehrung zu weihen- Die beiden Krieger­denkmale, das deutsche sowohl als auch dasjenige der hier ihren Wunden erlegenen Franzosen waren mit Guirlanden und Blumenstöcken sinnig geschmückt. Herr Pfarrer Dr. Naumann hielt hier eine Rede, von welcher wir es uns nicht versagen können, sie unseren Lesern in nächster Nr. wiederzugeben.

Während^ des Abspielens des 2. Chorals wurde an jedes der beiden Krieger­denkmale von Seiten des Kriegervereins ein Kranz geheftet, an das deutsche mit einer schwarz-weiß-rothen Schleife, an das französische mit einer weißen Schleife. Als die stille Feier, welcher eine unzählige Menschenmenge beiwohnte, beendet war, ging es nach Wenzel's Garten, um beim fröhlichen Banket und unter Absingung von Vaterlands- Liedern hier die Lebenden und die Gegenwart, Kaiser und Reich zu feiern. Eingeleitet wurde hier die Feier durch eine Rede des Herrn Jung, welcher ein kräftiges Hoch auf Kaiser und Reich ausbrachte, während Herr Meyer in einer Ansprache unseren allverehrten Großherzog als damaligen Führer der Hess. Division feierte und ihm ein Hoch ausbrachte, welches die Versammlung stürmisch begleitete. Es folgten nun diverse Reden und Toaste, welche wiederzugeben wohl der uns bemessene Raum nicht erlaubt. Bis zum frühen Morgen waren die Theilnehmer des Bankets froh und fröh­lich zusammen und alle schieden mit dem Bewußtsein, einer würdigen Feier beigewohnt zu haben.

Verwischte-.

Aus Rheinhessen, 30. August. Je länger die jetzige schöne Witterung anhält, je mehr die Aussichten auf einen qualitativ guten Herbst sich steigern, um so trauriger werden die Mienen Derer, deren Weinberge nichts tragen. So sind nebeneinander Weinberge zu sehen, von denen der eine auch rem gar keine, der andere sehr viele Trauben zeigt. Im Kreiß Oppenheim haben einzelne Landleute bereits damit begonnen, die erfrorenen Obstbäume zu entfernen.

Berlin, 29. August. Mit dem 1. October d. I. sollen strenge Verordnungen über die Anwendung von Bierdruck-Apparaten (sogenannten Bierpresstonen) in officiellen Schank- localen in Kraft treten. Danach muß die Entnahme der Luft aus dem Freien in hinreichender Entfernung von allen Bevürfnißanstalten rc. erfolgen, ferner zwischen Luftpumpe und Winds kessel eine Filtrireinrichtung angebracht sein, der Zufluß des Bieres nach dem Windkessel ver­mieden werden, der letztere eine Reinigungsöffnung enthalten, die Röhrenleitung aus reinstem Zinn bestehen und mit einer Glasröhre versehen und für Regulirung des Luftdrucks, sowie für stete Reinlichkeit des Apparats gesorgt sein. Der Gebrauch der sogenannten Bierspritze ist unzulässig. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmung wird mit Geldstrafe bis 3u Jt bestraft.

Frankfurt, 31. August. Die Regierung des Staates Chili soll bereit sein, die brüder Sacks von St. Jago aus an die Justizbehörden des deutschen Reichs auszuliefern und soll die Auslieferung in den nächsten Tagen beantragt werden

Minden, 30. August Bei der heutigen Schein-Erstürmung des Fort B., welcher Prinz Albrecht anwohnte, wurde der Pionier-Hauptmann Hannisch vom hiesigen Corps in Folge zu später Entladung einer Mine in die Luft gesprengt und so schwer verletzt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Hauptmann H. ist unverheirathet und auch elternlos- (Derselbe ist inzwischen gestorben.)

Der Hildesheimer erste Staatsanwalt erläßt folgende Aufforderung:Der wegen Betrugs am 11. und 12. Mai ds. Js. von der Strafkammer des Königlichen Landgerichts Tübingen zu einer Gefängnißstrafe von IV2 Jahren verurtheilte Ferdinand Schuhmacher, der unter dem Namen Dr. Ferdinand Schuhmacher aus Hannover, Cellerftraße 11, Hllfe gegen alle möglichen Leiden durck eine SchriftNarurheilmekhobe" angeboten und im hiesigen Hotel d'Angleterrc regelmäßige Sprechstunden abgehalten, scheint auch hier eine große Anzahl von Personen in Behandlung genommen zu haben. Es ergeht daher an Alle, welche von dem Schuhmacher durch den Verkauf wirkungsloser Mittel betrogen sind, die Aufforderung, sich bei der Staatsanwaltschaft oder der Polizeibehörde hierselbft zu melden und dabei die etwa noch in ihrem Besitze befindlichen Medikamente zum Zwecke der Untersuchung einzuliefern."

sJug-ndliche Taugenichtse.j Wie bereits gemeldet, verendeten zu Münster in den ersten Tagen des vorigen Monats rasch hintereinander einige 10 Thiere des zoologischen GartenS, darunter zwei prachtvolle Schwäne, sämmtlicke Enten, der Fischreiher rc., in Folge von Ver­giftung. Jetzt hat sich herausgestellt, daß ein paar Knaben den Thieren mit Phosphor ver. gifietes Brod vorgewoifen hatten. Die wohlhabenden Eltern der jungen Taugenichtse haben sich erboten, vollständigen Schadenersatz zu leisten, weßhalb der Proceß niedergeschlagen wurde. Hoffentlich haben es die betreffenden Väter aber nicht unierlaffen, den Burschen einen ordent­lichen Denkzettel zu verabfolgen.

sWas der Sultan eigentlich abtreten wlll.s Der WienerFigaro" ist in der Lage die Gangart, in welcher sich neuestens die orientalische Frage entwickelt, durch folgende, bei ihm am 20. August cingclangte Privattelegramme zu illustriren:Konstantinopel, 10 Uhr 30 Min. Vormittags. Heute hat die Pforte beschloffen, das Sem-Gebiet an Montenegro ab- zutreten Konstantinopel, 11 Uhr Vormittags. Nicht das Sem-Gebiet, sondern Dulcigno wird abgetreten. Konstantinopel, 11 Uhr 40 Min. Es hat doch seine Richtigkeit mit der Abtretung des Sem Gebieies. Konstantinopel, 12 Uhr 2>» Min. Alle bisherigen Nachrichten sind falsch. Tusi wird abgetreten. Konstantinopel, 12 Uhr 50 Min. Soeben verlautet, daß Gusinje und Plava abgetreten werden. Konstantinopet, 1 Uhr 40 Min. Der Sultan will von keiner Abtretung etwas wissen Alle gegenteiligen Nachrichten beruhen auf Mystifikation. Konstantinopel, 4 Uhr 30 Min. Soeben findet ein Ministerrath unter dem Vorsitz des Sultans statt. Es wird beschlossen, die aus dem Serail des Großherrn entflohene Dame den Montenegrinern abzutreten. Da dieselbe auch auf den Namen Dulcinea hört, so gab das Ver anlaffung zu dem Gerüchte, daß Dulcigno abgetreten wird. Der Sultan ist in bester Laune, die Botschafter fluchen."

Ein Duell eigener Art sollte jüngst am Grafenberg bei Düffeldorf stattfinden. Zwei Schüler einer höheren Lehranstalt zu Köln hatten sich tödttick beleidigt, nur Blut sollte die Ehre wieder Herstellen. Anstatt die Sache in Köln abzumachen, bestimmten sie eine Schlucht am Grafenberge bei Düffeldorf zum Schlachtfelde. P stolen In den Taschen, kamen sie wuth- entbrannt in Düsseldorf an, besahen sich auf dem Wege nach dem Grafenberge die Gewerbe­ausstellung und zogen dann in die Schlucht. Dem gestrengen Herrn Vater eines der ritterlichen Knaben war indeß der Abschiedsbrief zu früh in die Hände gekommen, und weil der Junge genau die Stelle bezeichnet hatte, wo man event. seine Leiche finden würde, saß der Vater schon versteckt im Strauch, als die Duellanten ankamen. Er nahm seinen herrlichen Sohn beim Schopfe und prügelte ihn so lange, bis der Junge erklärte, der Ehre sei nun Ge­nüge geleistet

sVorn Tanner-Humbug.j Nach den Mittheilungen amerikanischer Blätter ist das wunderbare Experiment Dr. Tanner's doch nicht ganz nutzlos gewesen, wenigstens nicht für den Geldbeutel des großen Fafters. Tanner hat nam'ich folgendes scköne Sümmchen verdient: durch seine eigene Wette 5000 Dollars, durch die Wette einer Agentie 22,223 Dollars, für den Verkauf seiner Photographie 1500 Dollars, Eintrittsgeld von seinen Besuchern 78,915 Dollars, von vielen Fabrikanten, um ihre Waaren mit seinem Namen zieren zu können 11,102 Dollars, Geschenk von der Universität 3000 Dollars, Geschenk des Staats Ohio 5000 Dollars, vom Hause Liebig u. Comp. 20,000 Dollars, zusammen 137,640 Dollars. Wenn hinter dem Fasten-Virtuosenthum des Dr. Tanner nur der zehnte Theil jenes HumbugS

1 steckt, welcher in diesen Ziffern enthalten ist, dann ist der sattsam bekannte amerikanische Hungerleider ein abaefeimter Schwindler.

Mainz, 28. August. Die Taucherarbeiten, welche seit mehreren Tagen hier auf der Casteler Seite im Rheinstrome betrieben werden, um die nock darin befindlichen Pfeiler der Brücke Karls des Großen zu entfernen, bilven gegenwärtig einen Hauptanziehungspunkt für die Bewohner unserer Stadt. Eigentlich ist cs nicht richtig, daß diese Brückenreste Kar» dem Großen zu^usckrelben, da es geschichtlich nachgewiesen ist, baß die hölzerne Brücke,-welche dieser Kaiser im Jahre 803 hier zu bauen anfing und welche kurz nach ihrer Vollendung im Mai 813 wieder abbrannte, auf den stehen gebliebenen Pfeilern der lange vorher vom Kaiser Trojan über den Rbein geschlagenen Brücke errichtet wurde. Erwägt man, wie oft diele Pfeiler be­reits von ihrer Errichtung an bis zur Regierung Karls des Großen (in einem Zeitraum von

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