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Verwischtes

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Die Ladung soll aus unter Zuziehung von fehlerhaft construirt Sachverständigen ein

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Die Afrikanische Gesellschaft in Deutschland hat behufs Bericht­erstattung über ihre bisherige Thät'gkeil, sowie über die künftigen Pläne des Vorstandes und zur Vornahme der statutenmähig vorgeschriebenen Neuwahl, bezw. Wiederwahl des Ausschusses und Vorstandes für den 7. August d. I. eine allgemeine Versammlung ihrer Mitglieder angescht. Auf der Tagesordnung für diese Sitzung stehen folgende Gegenstände: a) Wahl des Vorstandes, b) Bericht über die ThäNgkeit der Gesellschaft, c) Bericht über den Bestand der Gesellschaft und über die Kassenführung, d) Belicht über weitere Pläne des Vorstandes, e) Anträge aus der Versammlung, f) Wahl des Ausschusses-

Bierbrauers Pöschel. Q m v o _ .

Beschwerde des Jacob Meßner dahler wegen Benutzung des Vorgartens des Ludwig Schmitt'schen Hauses als Werkstatteplatz.

Kaufvertrag mit Johannes Jsterlings Erben.

Die Reparatur des Wehrs bet der Obermühle.

Die Anschaffung eines zweiten Schneeschlittens.

Kostendecreturen.

Anschaffungen für die höhere Mädchenschule.

Die K.einkinder,chule betreffend.

Die Grund- und Hypothekenbücher.

Vernichtung von Zinscoupons.

Den Ausbau der nach dem neuen Universitäts Gebäude führenden Straßen.

Trottoirpflasterung in der Ludwigsstraße.

Desgleichen in der Btsmarckftraße.

ländes.

17 Gesuch des Kunstgärtnrrs Karl Deines um Erlaubniß zur Ausfüllung eines Neber- gangs in der verlängerten Ästerwegstraße.

Anlagen in der Stadlbach betreffend.

Die Anlegung eines Hühnerstalls auf der Böschung des Schoorgrabens Seitens des

Desgleichen in der Schillerstraße.

Gesuch des Georg Brönner um Bauerlaubniß.

Gesuch des Karl Wigandt um Erlaubniß zur Vornahme von Bauveränderungen und zur Anlegung einer Einfriedigung.

11. Gesuch des I. P. Sann dahier um Erlaubniß zur Errichtung einer Einfriedigung.

12. Gesuch der Brüder Heinrich und Jacob Keßler um Erlaubniß zur Anlegung einer

Einfriedigung.

13. Gesuch des Philipp Wilhelm um Erlaubniß zur Herstellung einer Einfriedigung.

14. Gesuch des Jacob Helfenbein um Erlaubniß zur Erbauung einer Trinkhalle.

15. Gesuch des Oeconomrn Christian Wagner um Erlaubniß zur Abtragung zweier städtischen Raine.

16. Gesuch des Profeffors Dr. Birnbaum um käufliche Ueberlaffung städtischen Ge»

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Lokales.

Gießen, 3. August. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag, den 3. August 1880, Nachmittag- 4 Uhr, im alten NealschuU

Frankfurt, 31. Juli. Der Polizeipräsident erläßt folgende Bekanntmachung: Die amtlichen Feststellungen in Betreff des auf dem Turnsestplatze am 28. ds. Mts. Abends statt­gehabten beklagenswerthen Unglücks sind noch nicht zum Abschlüsse gelangt. Als Resultat der seitherigen Ermittelungen kann nur mitgethetlt werden, daß der Feuerwerker Dunges aus Cob- lenz welcher sich, am rechten Arm verwundet, jetzt im Heiligen-Getst Hospital besindet zu dem hier abzubrcnnendcn Feuerwerk unter anderem Material auch einen neuen, vor seinem hiesigen Gebrauch von Dünges noch nicht Probirten Mörser benutzt hat. Dieser neue Mörser ist explodtrt. Der eiserne Cylinder vieles Mörsers war 40 Centimeter hoch, hatte 25 Cent,- meter Durchmesser und 9 Millimeter Eisenstärke. Das Eisen des Cylinders ist sog. Walzeisen.

10 Loth Pulver und 5 Pfund Leuchtkugeln bestanden haben. Es wird, Sachverständigen, Gegenstand der Untersuchung sein, ob der Mörser etwa oder schadhaft war; ebenso wird erst noch der Vernehmung von sicheres Urtheil darüber möglich sein, wodurch die Explosion veranlaßt

Die Gesellschaft kann im Allgemeinen mit Befriedigung auf die ersten beiden Jahre ihrer Thäligkeit zurückblicken. Sie hat bereits fünf Expeditionen zur Erforschung des dunkeln Conlinents ausgerüstet. Von diesen ist die unter Leitung von Gerh. Rohlfs und Dr. Stecker durch die Sahara nach der Oasc Kufara unternommene bereits beendigt. Ihre Ergebnisse sind duich die Mittheilungen der Gesellschaft, sowie durch öffentliche Vorträge von Gerh. Rohlfs dem größeren Publikum bekannt geworden.

Die zweite Forschungsreise hat Dr. Buchner von Loanda aus gegen das Congo- Becken zu unternommen. Die letzten Briefe dieses Reisendm datiren aus Kimbundo. Seitdem sind birecte Nachrichten von ihm nicht eingetroffen, jedoch war schon vor längerer Zeit durch Händler aus dem Innern an der Westküste Afrikas das Gerücht gelangt, daß Dr. Buchner nicht nur die Residenz des Muata Aamvo bereits erreicht, sondern dieselbe in der Richtung nach Osten zu bereits wieder verlassen habe. Sollte dieses Gerücht begründet sein, so steht zu hoffen, daß der unternehmungslustige Reisende in einigen Monaten in Niangwe anlangen und somit neben Cameron und Stanley der dritte Weiße fein wird, welche den mittleren Theil des Continents durchzogm hat. Die wissenschaftlichen und practischen Ergebnisse dieser Reise würden bei den bekannten Fähigkeiten des Reisenden und bei seiner speciellen Vorbereitung für dieses Unternehmen außerordentliche sein.

Der zweite zur Zeit in Afrika befindliche Reisende ist Dr. Lenz, welcher sich das altberühmte und doch kaum gekannte Tnnbuctu als Ziel seiner Reise gewählt hat. Die ausführlichen Berichte desselben sind in dem neuesten Hefte derMittheilungen" der Gesellschaft abgedruckt. Die letzten derselben datiren aus Fumel Hossun, wo Dr. Lenz im Anfänge des April eingetroffen war. Er beabsichtigte von dort den Weg nach Tenduf einzuschlagen, welches der Sammelpunkt für die nach Timbuctu ziehenden Karawanen ist. Von dort glaubte er sein Ziel Ende Mai erreichen zu können.

Eine größere, aus vier Personen bestehende Expedition hat den Auftrag erhalten, von der Ostküste gegen den Tanganika-See vorzudringen und in Manjara eine dauernde Station zu begründen. Die letzten Nachrichten der Reisenden meldeten, daß sie in Zanzibar mit der Vervollständigung ihrer Ausrüstung beschäftigt waren und im An­fänge dieses Monats in's Innere aufzubrechen beabsichtigten. Die Mitglieder der Expedition sind: Hauptmann a. D. von Schoeler, Dr. Böhm und Dr. Kayser, denen sich auf eigene Kosten P. Reichard aus Kaiserslautern angeschlofsen hat.

Endlich hat die Gesellschaft den durch frühere Reisen in Afrika bereits vortheil- haft bekannten Herrn E. K. Fiegel zur Erforschung des Quellengebiets des Binue neuerdings ausgesandt.

Die Voischlüge, welche der Vorstand der allgemeinen Versammlung machen wird, werden sich, wie verlautet, auf zwei neue Unternehmungen beschränken. Einmal sollen Gerh. Rohlfs und Dr. Stecker mit einer Expedition nach Abessinien betraut werden, wobei Rohlfs zugleich als Ueberbringer eines Briefes Sr- Maj. des Kaisers an den Negus Johannes fungiren würde. Außerdem beabsichtigt der Vorstand eine zweite dauernde Station im Westen Afrikas und zwar in der Residenz des Muata Aamoo zu gründen. Zur Leitung dieses Unternehmens find der als Reisender bereits rühmlichst bekannte Dr. Pogge und Lieut. Wißmann ausersehen.

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1. Frostschaden an den Obstbäumen.

Die Holzversteigerung vom 22. März d. I.

Gießen, 3. August. Im Monat Juli wurden von der Schutzmannschaft Anzeigen er­stattet: We-en schädlicher Ausdünstung 9, sonstige Sanitätspolizei 1. Sicherheitspolizei: Bettler 97, Trunkenheit 4, Ruhestörung 100, Diebstahl 26, Betrug und Unterschlagung 1, Berstoß gegen das Meldewesen 9, sonstige Sicherheitspolizei 35. Ferner nn Jnteres.e der Sittenpolizei wegen Thierquälerei 4, gegen Prostitunte 9, wegen Störung der Sonntags feier:7t Concubtnat 2, wegen Uebertretung der Feierabcndstunde 30. Gewerbepolizei', wegen falscher Maaße und Gewichte 30, Droschkenordnung 1, Dicnstmannsoronung 1, sonstige Gewerbe­polizei 4. Straßenpolizei: wegen unterlassener Straßenreinigung 14, Fahrordnung 2 sonstige Straßenpolizei 20. Baupolizei 4, Feuerpolizei 3, Steuerdefrauvalion 7, Octror 1. Arretirt wurden: 96 Bettler, 12 Obdachlose, 4 Scandalsüchtige, 8 Betrunkene, 1 Prostituirte, wegen Diebstahl 13, sonstige Verhaftungen 8, auf Requisition 17, Schulkinder 3 Ferner hatte die Schutzmannschast nachfolgende Besorgungen auszuführen: Sie hatte b2 Ladungen zu bestellen, 236 Briefe auszutragcn, 4316 Steuerzellei zu befördern, ferner noch 20 Hospitalzettel zu besorgen und 220 Militär-Ordres zu insinuiren. An Jmpfpstichnge wurden 1 und außer- dem noch sonstige 5 Meldungen besorgt. Umfragen bei sammtlichen Goldarbeitern, Uhr- machern und Händlern wurden 8 gehalten; außerdem hatten 24 Vernehmungen bei Gericht zu erfolgen. Nachdem noch 79 Verfügungen, 23 Ermittelungen, 3o Ausschretben und Trans- portpapt-r- zu befolgen waren, Schließt der Bericht mit 10 Vorführungen im perftofjenen Monat. _________________________________ . ... -

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Es ist richtig, daß ein Stück Eisen in das Dach des Hauses Bornheimer Landstraße Nr. 61 in graber Richtung etwa 500 Schutte von der Explosionsstelle eingeschlagen hat und daß das Fräulein Söhnlein in einer Entfernung von circa 120 Schritten von vieler ' Stelle getödtet worden ist. Da auch die andercn unglücklichen Opfer der Explosion mehr oder

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Hanau, 27. . ÜLgendiebach ist durch ungBt Kestel zum SB w der Katastrophe, \ kessel noch einige unvc '-Hnilerrung und der sr 'Pein war gar keiner r jiutrocknrn, wodurch i .«nhrizling gelangte. Co3 und es trat nun Mir drsondnS groß ntfy. Durchreißen fon einer größeren Anzahl aller obwaltenden Wh

Die Zuchthausarbeit wird seit Jahren von den freien Arbeitern als . eine sowohl ihrem Wohlstände als der Qualität der von ihnen gefertigten | Waaren höchst nachthctlige Concurrenz bekämpft. Diese Bestrebungen haben zwar nicht zu einer völligen Beseitigung geführt, wohl aber insofern einen Erfolg zu verzeichnen, als man in neuerer Zeit durch eine Vielgestaltigkeit der Betriebszweige in den einzelnen Strafanstalten die schädliche Concurrenz zu mildern bemüht ist. Man sucht die Gefangenen im Gegensatz zur bisherigen Praxis, welche einzelne Industriezweige als zur Gefangenenarbcit geeignete - bevorzugte, mit den mannigfaltigsten Arbeiten zu beschäftigen. Wir erwähnen j aus der großen Anzahl: Cigarren-, Schuhmacher-, Buchbinderarbeiten, Nähen ; und Steppen, Weben, Stricken, Sattler- und Tapisscriearbeiteu, Korbmacherei, \ Gelbgießer- und Klempnerarbetten, Drechsler- und Holzschnitzerarbeiten, Teppich. ; weben, Spinnen, Seiler-, Böttcher- und Druckerarbeiten, Silberpoliren. Von demselben Gedanken geleitet, hat man ferner seit Kurzem in einzelnen Gegen- den eine Anzahl von Gefangenen zur Aufforstung von Urwäldereicn herange­zogen und hierbei bereits gute Erfolge erzielt. Diese Maßregel, welche der Gefangencnarbeit ein der Concurrenz die freien Arbeiter wenig berührendes Gebiet erschließt, vermag zugleich den Jnteresten der Landcscultur in einer sehr ersprießlichen Weise zu dienen.

Eisenach, 31. Juli. sVorn achten deutschen Aerztetag.j Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten ward in die Tagesordnung eingetreten und 1) bezüglich der Stellung der Aerzte zur Gewerbeordnuna beschlossen:

1) Es ist unbedingt festzuhalten an der Freizügigkeit der Aerzte, Freiwilligkeit der ärztlichen Hülfeleistung, Freien Vereinbarung des ärztlichen Honorars. 2) Eine Abänderung der gegenwärtig bestehenden Einreihung derAerzte unter die Gewerben dnung darf nur mit gleichzeitiger Schaffung einer deutschen Aerzteordnung in Frage kommen und eventuell in's Werk gesetzt werden. 3) Die außerordentliche Verbreitung des Geheimmittel-Unwesens, durch welches die öffentliche Wohlfahrt empfindlich geschädigt wird, erheischt strenge Anwendung der bestehenden und Erlaß neuer Bestimmungen, durch welche der Annoncirung und Anvreisung der Geheimmittcl in der Presse rc., so- j wie dem unbeschränkten Verkauf derselben durch die Apotheken gesteuert wird- -! 4) Im Hinblick auf die seit Erlaß der Reichs-Gewerbeordnung zu Tage getretenen ! Mißstände ist es im Interesse des öffentlichen Wohles unerläßlich, daß sowohl i die Amtsärzte und Aerztevereine auf Verfolgung der Curpfuscher dringen, als auch die Behörden allenthalben auf volle und strenge Anwendung der vorhandenen gesetzlichen Bestimmungen halten, an deren Hand ey möglich ist, der Cur- pfuscherei entgegenzutrcten. 5) Die vielfach conftatirte Zunahme der Curpfufcherei unter dem sogenannten niederärztlichen Personale (Chirurgen, Bader, Heilgehülfen und Hebammen), welches vom Staate herangebildet und approbirt ist, macht den Mangel gesetzlicher Bestimmungen sehr fühlbar, welche die Bestrafung der Befug- niß-Uebertretung des nicderärztlichen Personals ermöglichen. 6) Die Ertheilung eines Legitimationsscheines zum Betrieb des Heilgewerbes ist durch die Reichsgewerbeordnung in keiner Weise gerechtfertigt, da die Reichsgewerbeordnung auf d-e Ausübung der Heilkunde nur in den §§ 29. 30, 53, 80 144 Anwendung findet. 7) Eine deutsche Aerzteordnung soll nur unter Mitwirkung der ärztlichen Standesvertretungen erlassen werben. Der Geschästsausschuß wird beauftragt, den Entwurf einer Aerzteordnung zu bearbeiten, welcher dem Aerztetage zur Berathung vorgelegt werden soll. 8: Ver­waltungsbehörden ober Verwaltungsgerichte bürfen nicht die Befugniß erhalten, ben Verlust ber ärztlichen Approbation auszusprechen. - Die Entziehung ber ärztlichen Approbation barf, abgesehen von bem in § 53 ber Reichs-^ewerbeorbnung vorgefehenen Falle, nur auf bem Wege ber Strafgesetzgebung zulässig gemacht werben. Soll dieselbe infolge schwerer Verletzungen der ärztlichen Berufspflichten eintreten, so ist zu­vor ein Gutachten ber zustänbigen ärztlichen Stanbes-Vertretungen einzuholen. Hier­auf erstattete Generalarzt a. D Dr. Hoffmann Carlsruhe einen ausführlichen Bericht über ben gegenwärtigen Stand des ärztlichen Unterstützungskassenwesens in Deutschland und nahm die Versammlung folgende Sätze an: 1) In Hinblick auf die zahlreichen in den meisten Gebieten des deutschen Reiches bestehenden ärztlichen Unter­stützungskassen empfiehlt der Aerztetag den Vereinen dringend, die weitere Ausbreitung und Neubildung dieser localen Bezirks- und Landeskassen und die Ausdehnung ihrer Wirksamkeit auf alle nothleidenden Aerzte und deren Hinterbliebenen. 2) Die Frage ber Grünbung einer Centralunterstützungskasse für nothleidenbe Aerzte unb bereu Hinterbliebenen von Seiten bes Aerztevereins-Bunbes läßt ber Aerztetag vorerst nn- entschieben, bis bie Erfahrung gezeigt hat. ob eine solche centrale Anstalt neben ben Laubes- unb Bezirkskassen noch nöthig ist.

Nach einem Berichte ber Impf-Commission, welcher u. A- eine Zusammenstellung der bei bem Jmpsgcschäft zu beobachtenben Vorsichtsmaßregeln empfahl, warb zum Schlüsse ber Antrag bes ärztlichen Bezirksvere ns Würzburg in solgenber Fassung an­genommen : Der Aerztetag wolle beschließen, an bas Reichskanzleramt bie Bitte zu richten, ben Erlaß eines neuen mebicinischen Prüfungsreglements möglichst zu be­schleunigen.

In ben Geschäfts - Ausschuß würben gewählt: Gras-Elberfelb, Brauser- Regensburg, Cohen-Hannoser, Heinze-Leipzig, Hoffmann-Earlsruhe, Pfeifer- Weimar, Rintel-Berlin.

IdegrapljtWFDepeschen.

Wagrier'- telegr.

München, 2. August. Abgeordnetenkammer. Der Präsident drückt fein Bedauern aus über die Veröffentlichung der Huldigungs-Adresie durch die Preffe und bemerkt weiter, dies werde dem Dtrectortum Veranlaffung geben, bei Zulassung zur Journalisten-Trtbüne größere Strenge eintreten zu laffen.- Täffner, welcher als Ersatzmann für den Abg. Leffer einberufen ist, hat abge­lehnt. Die Ermächtigung zur Strafverfolgung der hiesigen Volkszeitung wird abgelehnt. Ministerpräsident v. Lutz verliest eine königliche Botschaft, dattrt Hohenschwangau, 25. Juli, durch welche der Landtag bis auf Weiteres vertagt und die Wiederetnberufung der Steuer-Ausschüffe späterer Verfügung Vorbehalten wird. Die Sitzung wird geschloffen unter Hochs auf den König. Die Reichsrathskammer ist gleichfalls durch königliche Botschaft geschloffen.

London, 2. August. Das Befinden Gladstones war heute Vormittag etwas bester, jedoch hat das Fieber nicht nachgelasten; der Leibarzt der Köni­gin, Sir William Jenner, ist zugezogen.

Paris, 2. August. Von den gestern stattgehabten Generalrathswahlen sind bis jetzt 507 bekannt. Gewählt wurden 357 Republikaner und 124 Con- servatioe, 26 Stichwahlen sind erforderlich. Die Republikaner gewannen 75 Sitze. Unter den Gewählten befinden sich Constans, Cochöry, Magnin, Ferry, Turquet, Falliöres, St. Ballier, Martin, Goblet und Bethmont. Nicht wtedergewählt sind bis jetzt 2 republikanische Senatoren, 2 republikanische Deputtrte und jr 1 conservativer Senator und Deputirter.

Paris, 2. August. Von den Resultaten der Generalrathswahlen sind 618 bekannt; darunter find 417 auf Republikaner und 158 auf Conservative gefallen; 33 Stichwahlen sind erforderlich. Die Republikaner gewannen bisher 95 Sitze. ~