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1.2.1880 Erstes Blatt
 
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Auszug aus -en Kirchenbüchern -er Stadt Gieße». Evangelische Gemeinde.

Getraute.

, Dm 28 Januar. @eot9 Peppler, Untetoffijiet im II Mroßh. Heff. Jnfanterie-Re- giment Nr. 116 dahier, bt8 verst. Ackermann« zu Croß-Linden Ludwig Peppler I. ebel. Sob» unb Anna Elisabeth Ziegler, des Ackermann« Daniel Ziegler zu Waßmuthshausen ehel. Lachter.

Getaufte.

. . Den 25. Januar. Dem Weißbinder Ronrab Dipfer ein Sohn, Ernst Frtebrich Christian, geb. den 22. November.

Lande gewünscht werde, ferner v. Bockum-Dolffs, Löwe-Calbe, Mallinkrodt rc- etngetreten. Bon Uithetlen aus neuester Zeit ist besonders erwähvenswerih daß, wie die Protokolle über die Ende 1878 in der Etsen-Enquetr-Commission stattgehabtcn Vernehmungen der Sachverständigen ergeben, die vernommenen Sachverständigen, als sie über die allgemeinen Gcünde des Rückganges unserer Industrie befragt wurden, fast einstimmig ganz entschieden ungünstig über die Wirkung der dreijährigen Dienstzeit aus die Entwickelung unserer Industrie sich ausgesprochen haben, indem ste z. 33. anführten, daß die Arbeiter jetzt gerade zu der Zeit, wo ste anfangen, Tüchtiges zu leisten, zum Militär ein­gezogen werden, und daß sie während der dreijährigen Dienstzeit Alles ver- gessen und darum nach der Rückkehr in den bürgerlichen Beruf lange Zeit gebrauchen, um die früher« technische Fertigkeit wiercr zu erlangen Wenn man etwa den Einwand erheben wollte, daß zwei Jahre zur militärischen Ausbildung nicht genügten, so würde man dem gegenüber darauf Hinweisen können, daß selbst in militärischen Kreisen zugegeben wird, daß, wenn jetzt beim Einjährtg.Freiwtlligen die eigentliche Abrichtung zum Soldaten im Einzel- Exercitium und in der Truppe ein halbes Jahr dauere, es sehr möglich sei, die Dreijährigen während einer zweijährigen Dienstzeit vollständig auszubilden, natürlich mit Ausnahme einer Anzahl Unbeholfener, die aber auch nach drei- und vierjähriger Dienstzeit bleiben, was ste sind. Bekanntlich hat sich vor einigen Jahren auch der Major von der Goltz vom großen Generalstabe ent­schieden für die zweijährige Dienstzeit erklärt.

Der Minister Maybach hat an sämmtliche Staatsbahn-Directionen folgende Verfügung erlassen:Im Hinblick auf die aus den herrschenden Witterungsvcrhällnissen möglicherweise hervorgehenden Gefahren durch Eisgang und Uebcrschwemmung beauftrage ich die Königliche Dtrection, den aus solchen Anlässen etwa an sie ergehenden Requisitionen der Behörden um Gewährung von Hülfe, so weit letztere in ihrer Macht liegt, bereitwilltgst und ohne Ver­zug nach Möglichkeit zu entsprechen. Ich darf erwarten, daß die Königliche Dtrection da, wo es sich um die Abwendung oder Verminderung öffentlicher Gefahren handelt, nicht Anstand nehmen wird, auf eigene Verantwortung auch außerhalb ihrer eigentlichen Kompetenz liegende Maßregeln zu ergreifen, falls dies der Sachlage entsprechend zu dem angegebenen Zweck nothwendig erscheint. Meine nachträgliche Genehmigung, welche eventuell durch periodisch zu erstat- tende Berichte nachzusuchen ist, werde ich derartigen durch die Umstände gebo- tenen Maßnahmen nicht versagen."

Aus Bayern, 29. Januar. Die Landes-Jndustrie., Gewerbe, und Kunstausstellung In Nürnberg Im Jahre 1882 erscheint nunmehr als nach allen Setten gesichert. Se. Maj. der König hat auf die Bitte des Landes-Comitös das Protektorat übernommen und durch Handschreiben seine besten Wünsche für das Gedeihen des Unternehmen« ausgesprochen, auch 25,000 jl bestimmt zur Erleichterung der Aussteller aus der Reihe des kleineren Betriebes. Auch die Zeichnungen zum Garanttesonb ergeben ein erfreuliches Resultat; in Nürn- b-rg allein sind bereits 450,000 dl. gezeichnet. - Wie aus Herrenchiemsee berichtet wird, ist der Bau des Königsschloffes nach dem Versailler Vorbiide rasch vorwärts geschritten. Der Trakt, in den der Thronsaai kommt «st vollendet. Der Umfang der Baulichkeiten entspricht nach den Bauplänen 'dem Areal der König!. Residenz in München. Die Kosten sollen sich auf etwa 30,000,000 dl. belaufen und wird der Bau noch ungefähr eine Zeit von 12 Jahren erfordern.

Stuttgart, 30. Januar. Der Abgeordnetenkammer sind von zwei Seiten Anträge zugegangen, wonach die Regierung ersucht werden soll im Bundesrathe auf Herabsetzung der Gerichtskosten hinzuwirken.

Bern, 30. Jan. Gestern fand zwischen Abgeordneten des Bundesraths der österreichischen Regierung und der Dircctionen der Nordostbahn, der Central-' bahn, der vereinigten Schweizerbahnen, Jurabahnen und Westbahnen eine Kon­ferenz über die zukünftigen Tarifverhältniffe im Verkehr der Arlbergbahn mit den Schweizer Bahnen statt. In der nur allgemein gehaltenen Uebereinkunft da Details jetzt noch nicht festgesetzt werden konnten, wurde Oesterreich die Zusicherung ertheilt, daß die Arlbergbahn jeweilen bei jeder Verkehrsart auf gleiche Linie wie die meistgegünstigten ausländischen Bahnen gestellt werden solle. Alle Delegirten unterzeichneten, mit Ausnahme desjenigen der Nordost- bahn, welcher die Entscheidung der Gesellschafisbehörden vorbehielt.

Odeffa, 30. Januar. Das Urtheil des Kriegsgerichtes in Sachen der bekannten Entwendung großer Summen aus dem Chersoner Rentamt ist nun­mehr offictell publicirt. Vier Personen sind der Theilnahme an einer gesetz­widrigen Gesellschaft, eine davon, Helene Rossikoff, außerdem des Diebstahls im Rentamt, die sechs übrigen Angeklagten der Mithülfe für schuldig erkannt. Drei Angeklagte sind zu 15jähriger Zwangsarbeit, die Urheberin, Helene Rossikoff, zu unbefristeter Zwangsarbeit, weitere vier zu Gefängniß einer au Dienstentlassung verurtheilt und 2 freigesprochen. Der Generalgouverneur bestätigte das Urtheil.

London, 30. Januar, Abends. Die Postverwaltung erklärte die Be- förderung der Post durch Dampfer der Orientlink zwischen England und Australien gemäß Parlamentsakte für obligatorisch. Die betreffenden Damvfer befördern daher die Post.

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, .Die größte Nähmaschine der Welt ist soeben von derKinacr Man«- iinChU^tAn^i?i^PafCrtlfl 0e£CÖt Horden. Jedermann weiß, wie die gewöhnliche Haus- und Schneidermaschmen tn Betreff der Größe und des Gewichts rc. beswaffen sind und f-A ätschen diesen und der oben erwähnten wird ersichtlich wenn man

s.ch das Gewicht derselben, welches mehr als 4000 Kilo bettägi mraegenwärtw^ io bnfj 6666 gewöhnlicher Zmimersußboden nicht die erforderliche Tragfähigkeit und'die b,e Durchlatzweite für dieselbe haben dürfte In gewisser Ansicht ist die Maschine neu entworseni ffe verbindet austervrdcntlicb? rr««

struction mit ^deutender Stärke der einzelnen Theile und ist für Arbeiten der schwersten ^aumwa^en^n^r-.'ist dieselbe spec.ell für die ^brikatchn derG^dy'schen baumwollenen Trerbnemen, ernes Artikels, der in neuerer Heit als billia^r und zweck aebrach? w^rd % ^r$*ber; andere Treibriemensorten mit Erfolg an den Markt b«fen Xrdbnemen verwendete Material ist von ganz besonderer Festigkeit und Zähigkeit und wird in verschiedenen Lagen zusammenaenäbt die bei den schwersten Riemen, wenn fertig, die Stärke bis zu einem ^ll erreichen iim SS ^nbcr^fdhmR n bet ^offlagen zu ermöglichen, werden dieselben durch be­

sonders schwere, neun Zoll Durchmesser und acht Fuß Länge haltende Fübrunaswalren geleitet, welche gleichzeitig das Ausstrecken und gleichmäßige Pressen bewirken Die Ma chme, welche natürlich durch Dampf getrieben wird, ift fo con^uirt bafe fie mit ^n)rClr.9l^n' ^sp- Schiffchen, arbeiten kann, welche letztere durch besondere ^o^lchtung, behufs Erneuerung der Spulen von unten herausgezoaen werden können Ä ft1' äU6tV liegenden Stoffschichten zu berühren, während die Nadeln durch auto- bcn)a^rt werden. Die Walzen, durch welche nu6^h?m hnt Si} ff? rfA-roe^enf bur$ excentnsche und Kammräder bewegt und iegulirt: Mditere^ AZffl fO0e,nann c oberschichtige Radführung, die bei Bearbeitung

fft^ Jo Verwendung kommt. Der Stich kann, wie bei der gewöhnlichen

Beliebendes ArbeNs^regulitt werd^ di-Führungswalzen ebenfalls nad,

.Diese Colossal-Maschine ist, wie man uns mittheilt, durch Patent aeschübt nnh N/id??nnR^-?b^utet. von der Singer Manufacturing Company iGeneral-Agentur G. lannnn0? 'N Hamburg) für eine englische Firma geliefert, die augenblicklich Über 100.000 Fuß dieser Baumwollriemen in Bestellung hat. Letztere werden in der Breite M 55 A55 §^meter (5 Fuß engl.) hergestellt. Ein großer Thell dieser B -

ftellung ist für Rechnung der Hamburger Firma I Levy tunior hif hen 9rrr»in Ä%atEfCr 3?iCmCn fÜr D6utsch-an°b, Oesterreich-Un/arnL der Schwe^?w

Auszug aus den Slandesamtsregistern -es Standesamts Gießen Vom 24. bis 30. Januar 1880.

Aufgebote.

» 4;, 3ka»Uer'n2L ffüfer 3°^"" Becker von Tret« a. b. 8ba. mit Margarethe «e<6er Sotbier be« verst. Ackermann« Johanne« Zecher V. von Staufenberg. 28. Taglöhner Johann Slbam Maltmann von Boden mit Katharine Brück, geb. Schwarz Wittwe de« Taalöbn»« Ludwig Brück von Mendorf a. Lba. ?29. Kaufmann Robe^H^a« von Willingen N Jo §anna Johannette Eiff, Tochter des verst. Schneidermeisters Heinrich Eiff von Gießen.

_ Eheschließungen.

Januar. 28. Der Unteroffizier im II. Großh. Hess. Infanterie - Rcaiment Nr 11« Züg?er^Wal°much«h1Üstw''' Elisabeth Ziegler, Tochter be« Ackermann« Daniel

Geborene.

2auuar 24. Auguste Bertha Gertrude, Tochter des Lokomotivführers August Johann a ?! 4, £ ^nn° Wilhelmine, außerehelich von auswärts 26. Dem Secttonß-Jngenteur Cb^ 261 Dem Fruchthändler Isaac Goldschmidt eine Tochter

Sefkorbene.

u O 1?annUar' n- Johannes, 14 Jahre alt, Sohn des Eisenbahnarbeiters Jakob Seipp von Leihgestern. 25 Katharine Karoline Elisabeth, 1 Monat alt, Tochter des Schneiders Johann Fischer. 27. Dem Fruchthändler Isaac Goldschmidt eine Tochter, 1 Tag alt 27.

Monate alt, Sohn^des Kaufmanns Samuel Elsoffer. 27. Karl Ludwig, 1 Jadr J Ayrers Ernst Keiner II. 28 Der Oeconomie-Handwerker in der 5 Escavron

U 1 Dragoner-Regiments <Garde-Dragoner) Nr. 23 Otto Walther, 22 Jahre

alt, von Dber-»idderSheim. 30. Elise Kauß, geb. Roll, 29 Jahre alt, Ehefrau des Schrckner- meisterß Konrad Karl ^auß. 3V. Metzgermetster Baltbasar Schmidt, 64 Jahre alt.

Landest

Den Herrn

PreiSwe acht vergoldet, Wangen in Vockrnheim.

Verwischtes.

Wie ''ne entfprechenbe -usbeffe^ng erfahren

7 3" ^b°ch würbe" o^^teÄ^'ei" L wieder ein Treiben a^^Ä^' a6X'Ä" 2°-» ^'-n 'n v»g°ngener Woche ceffe« am Ämibgericht'e 'be^n"Au«aan^mi? K^nn'"'f1 g-g-nwärijg Gegenstand eine« Pro- erwartet wird Das Nfprd ! Spannung von dem pferdehandelnden Publikum

auf^Rückgängigkell be«dHanbel«^ae"llaa/^.s- n^jsi o^ieber "°n d-r Stelle, weßhalb der Kauf" Pferd liehe 40 Centner Ti,, U.b ^fiiend macht, der Verkäufer habe gesagt, da«

davon fei keine R ewes^ er h nur aesaa^°usti°t, d.ß va« Pferd übersah iehe

spannen. 9 ' ' ^ave nur gesagt, man könne das Pferd vor 40 Centn»

sich -unschön unsere L? daran, VLL« Lfg7' b'st«n. s° machen

in die Höhe »u bringen So haben bi, fflnh.iGA, E f f da« Aeußerste tebucirten Löhne reit« eine Preiserhöhung von 25 pM eiMreten^aN.nIn'" unb ^ußmacher be:

unserer sämmtiicheü /abLe'z'ehf^t'er'^"die^'Lhälln^n'

Handel und Verkehr.

ne u Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd je 0 95

p» Stück 4-12 H, Käsematte p«Stück

V\l o^ n nn 2 ®njen 1 Liter 25 L, Tauben da« Paar .74 0.90, Hühner per Swck 1.200.00, Hahnen per Stuck JL 1.50-0.00 Enten per Stück ^2 qon ooEu L ;

5«7a0^' Kartoffeln per 100Kilo 68.30,' Weißkraut 100^t M 7-9 ' «wiebeln v^L^ ^d 18 Ochsenfleisch Pst. ^h-Ä LdL

l8- ® -5" Wto »- 50 4, Hammelfleisch 50-60 SLeinefleisch A Truthähnen per Stuck M 7.50. Gänieeier per Stück 11 Enteneier p7r Stick 9 H

Lokales.

31. Januar. Gestern Morgen, nachdem die Bergleute an der Wafferleitung im Gießener Stadtwald von ihrer Arbeit zum Mittaqsessen ainaen fanden 6- ihre Kajüte (Bretterhaus) in hellen Flammen stehend. Es ist

handenen Uhren und Kleidungsstücken nicht eine Spur mehr zu finden war, daß hier ein Dieb stahl und Brandstiftung vorliegt. Die Bergleute versichern, daß nach dem Frühstück der Dk-n

_ , ~ af demGse be« Echoorgraben« hinter bet Schule am O«walb«berg brachen gestern Rachmittag zwei Mädchen, welche bork bie Schule besuchen, ein =>n «or,, T" 2 ' ett6munS maten bie Kinber der Befahr auSgesetzt, unter da« Gewölbe und'dadurch dem flcherm Tode entgegengetrieben zu werden. Auf ihr Hilferufen sprang ein hiesiger Bürger nn £

w-! L?^Sie benutzten mit Raffintrtheit die Abwesenheit deS Ladeninhabers und wenn d^ I sie nach irgend einem Gegenstand, der nicht im Laden zu haben war am ÄRe * b,'be ^stch'-«. «ne tüchtige Tracht a pLeriori wör«

DieVolksküche" vertheilte heute 1017 halbe Portionen. Verkauft wurd-« »2. 925 Portionen erhielten Arme, Kinder und HandwerkSburfL ' ^en,On