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Italien.

Die Gesundheit des Ministerpräsidenten Cairoli

länaert worden ist.

Mailand, 15. Noobr. Der deutsche Kronprinz und Gemahlin sind nach Pegli zurückgekehrt.

erfahre von gutunterrichteter Seite, daß unlängst während eines ziemlich häu- figen Briefwechsels zwischen dem deutschen und russischen Kaiser der Kaiser Wilhelm den Czaren in eurem besonderen Privatschrerbm versicherte, weder er noch sein Sohn würden jemals Krieg gegen Rußland führen und bie Zett würde lehren, tote Beide der ganzen russischen Nation günstig gesinnt seien. Zu gleicher Z it wurde der Czar in herzlicher und dringlicher Weise eingela­den, Berlin auf der Reise nach Cannes zu besuchen. Die Antwort lautete, der Czar selber könne nicht kommen, aber der Großfürst-Thronfolger würde den Kaiser Wilhelm besuchen.

Petersburg, 15. November. DasJournal de St. Petersburg" reproductrt die Nachricht derTilsiter Ztg." über die Dampferfahrten auf dem N-emen und sagt: Wir haben schon vor mehr als einem Monat con- statirt, daß die durch die russischen Localbehörden ergriffenen Maßregeln redressirt worden sind. Wir glauben daher, daß die Behauptung derTilsit. Ztg." aus einem Mißverständniß beruht.

Aus Tschtkislar vom Heutigen wird gemeldet: General Tergukaffoff befindet sich hier. General Gartschm ist erkrankt und begibt sich nach Tiflis. Unter den Truppen ist der Scorbut ausgebrochen. Kirgisen-Kibitken, sowie ein Thetl des Winter-Proviantes sind ringet offen.

Spanien.

Madrid, 12. Novbr. Die Botschaft, mit welcher den spanischen Cortes die Absicht des Königs, sich wieder zu vermählen, angezeigt wurde, hat folgenden Wortlaut:Se. Maj der König befiehlt mir, auf Grund des Art. 56 der Verfassung zur Kenniniß der Cortes zu bringen, daß er nach * reiflichem Nachdenken über das, was am meisten zum Heile der Monarchie gereiche, und gleichzeitig geleitet durch die Stimme seines Herzens, beschloffen hat, sich mit Ihrer kaiserl. und königl. Hoheit der Frau Erzherzogin von Oesterreich, Maria Christina, zu vermählen. Die Cortes des Königreichs, tue fortwährend Beweise von Anhänglichkeit an den Thron und glühender Liebe zum Könige gegeben haben, werden ohne Zweifel bei dieser Gelegenheit die Hoffnung Sr. Majestät theilen, daß diese Verbindung zur Verewigung der Dynastie, zur Consoltdtrung des, Repräsentativsystems, zur Befestigung des öffentlichen Friedens, zur Wohlfahrt, zur Größe des Vaterlandes und zum Glücke des erhabenen Fürsten, der heute Spaniens Schicksal leitet, gerei­chen werde." Der Congreß beschloß, die Botschaft an die Sectiomn zu über­geben, damit dieselben einen Ausschuß ernennen.

Madrid, 15. Novbr. Nach hier eingegangenen Nachrichten haben auf den canar-.jchen Inseln bedeutende Ueberschwemmungen stattgefunden, wodurch iehr beträchtlicher Schaden verursacht ist.

Nußland.

Petersburg, 12. Novbr. DenDaily News" wird gemeldet: Ich

Nom, 15. Novbr. Die Gesundheit des Ministerpräsidenten Cairoli hat sich gebeffert. Derselbe präsidirte bereits wieder im Mtnisterrathe. Die Nachrichten auswärtiger Blätter über Veränderungen im Ministerium werden von unterrichteter -Leite für vollkommen unbegründet erklärt. Die Risorma" meldet, daß mittelst einer Declaration vom 11 Novbr. der Han­delsvertrag zwischen Italien und England bis zum 31. December 1880 oer-

Telegraphische Depeschen.

Wagner's telegr. Corr espondenz - Bureau.

Berlin, 16 Novbr. Der Großsürst-Thronfolger von Rußland und Gemahlin sind heute Vormittag 9*/» Uhr hier eingetroffen, auf dem Bahn­hofe vom Botschafter v. Oubril, dem Stadtcommandantcn und Polizei-Präsi- denren empfangen worden und im königlichen Wagen nach dem russischen Bot- jchafts-Hoiel gefahren. Der Großfürst hatte jeden osficiellen Empfang verbeten und empfängt auch die zum Ehrendienst befohlenen Personen erst im Boisckafts-Hotel.

Der Großfürst-Thronfolger von Rußland und Gemahlin erhielten gegen 12 Uh' den Besuch des Kaisers, der hier anwesenden Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hauses und des Prinzen August von Württem- berg. Der Kaiser irug russische Uniform. Das großfürstliche Paar stattete hierauf dem Kaiser und den anderen hohen Herrschaften seine Gegenbesuche ab. Der G> obfürst trug den Sch varzcn Adler-Orden und die Uniform semes preußischer: Ulanen-Regiments. Um 5 Uhr findet bei dem Kaiser Diner statt, an welchem die Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hauses, das Groß- fürstenpa.-r mit Gefolge, der russische Botschafter, der dänische Gesanore, der Vicepräsident des Staaisministeriums, Graf Stolberg, und der Botschafter in Petersburg, v. Schweinitz, theilnehmen.

Petersburg, 16. Noobr. DieAgence ruffe" bezeichnet die Zettungs- Meldung, daß der türkisch? Kriegsminister Osman Pascha sich nach Lwadta begeben Hobe, um über einen Allianzvertrag zu unterhandelt;, als unbegründet und beme-kt weiter, es liege offenbar eine Verwechselung mit dem Brigade- General Osman vor, welcher sich nach Petersburg begebe, um an Commissions- Berathungen wegen Regelung dec Unterhaltskosten für die türkischen Kriegsge- sangenen theilzunehmen.

Berlin, 16. Novbr. Im Lause des heutigen Nachmittags fuhr der russische Großfürst-Thronfolger bet dem türkischen, dem französischen, dem ! östcrreichilchen und dem englischen Botschafter, sowie bei dem General-Feldma-- I schall Grafen Moltke vor. Der Kaiser, das Großfürstenpaar und die hier anwesenden preußischen Prinzen wohnten heute der Vorstellung in der

Rom, 16. November. Der Unterrichts-Minister Perez hat seine D->mission eingerncht und verweigert deren Zurücknahme trotz der Vor­stellung seiner Collegen. Die Annahme der Demission Seitens deS Königs wird noch bezweifelt.

Anwesenheit des Kaisers, der Erzherzoge, der Minister, der Präsidenten der österreichisch-urigarischen Parlamente des diplomatischen Corps und des Ge­sandten Spaniens als außerordentlichen Vertreters des Königs Alfons und des Cardinals Kutschker statt.

Schweiz.

Bern, 12. Novbr. Vergangene Woche ist man bei Bohrung des Ricktsiollens am Gotthard-Tunnel auf der Nordseite wieder einmal au, weiches Terrain gestoßen, welches Unterholzung nothwendig machte. Im Ganzen sind jetzt noch 613 Meter zu durchbohren.

Irankreich.

PariS, 15. Novbr. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Dekret, durch welches vas Verbot der Kartoffel-Einsuhr aus Deutschland ausgehoben wird; für Kartoffelkraut, Blätter und -Stengel bleibt das Verbot bestehen. ,

Der Minister des Innern legte dem Staatsrathe Gesetzentwürfe vor über Bestätigung der bürgerlichen Persönlichkeit der Diöcesen und Beschrän­kung ihrer Desugniffe bezüglich des kirchlichen Einkommens der faßWw \ Etablissements hauptsächlich auf die Anlage von Schulen und Wohlthätigkeits- Anstalten; ferner über die inneren Verhältniffe der Bekenner der Augsburgi- schen Confession, welche durch neuere gesetzliche Bestimmungen reorganistrt waren; endlich einen Gesetzentwurf, wonach die Rechnungslegung über Kir­cheneinkünste den Präfektur-Räthm unterstellt werden soll.

Paris, 15. Noobr. DieAgence Havas" meldet aus Cannes vom beutiaen Tage: Gestern arretirte die Poltzet ein Individuum, das in die Villa des Dunes" bei der Kaiserin von Rußland eindringen wollte. Aus die Polizeiwache geführt, wurde das Individuum daselbst als ein gewisse- Mever 25 Jahre alt, aus Petersburg gebürtig, recognoscirt. Ein Portrait und Briese in-russischer Sprach- mit der Abrisse der Kaiserin und mehrerer russischer Periönlichketten wurden bet dem Arrestanten vorgesunden, der im Arrestbause In Graffe consignirt wurde.

Paris, 15. Novbr. Anläßlich des an der gestrigen Börse verbreiteten Gerüchtes brschästtgte sich der Ministerrath heute mit den auswärtigen Ange­legenheiten. Der Minister des Auswärtigen, Waddington, erklärte, es lägen ohne Zweifel im Orient Schwierigkeiten vor, die der Lösung harrten, und Gegensätze, die zu versöhnen feien; aber es sei keinerlei Verwickelung zu be­fürchten. Nich-s lasse eine Action der Mächte außerhalb des dtplomat,scheu Terrams befürchten. Das JournalLe National" sagt, Finanzminister Lson Sah habe erklärt, daß die Baisie an der gestrigen Börse tedtgltch von der Speculation herbeigesührt worden sei.

England.

London, 15- Novbr. Meldung desReuter'schen Bureaus" aus Teheran vom 14. ds.: Die Nachricht von der Ermordung der englischen Gesandtschaft zu Kabul traf am 13. Septbr. in Herat ein und wurde von der dortigen Bevölkerung freudig begrüßt. Letztere ist entschloffen, Herat bis auf den letzten Man« zu verthetdtgen. Abu Khan, Gouverneur von Herat, der den Engländern durchaus feindlich gesinnt ist, oertügt über 9300 Mann Infanterie.

Die Nachricht, daß Admiral Hornby angewiesen sei, in 4 Tagen ostwärts zu segeln, ist derTimes" zufolge unbegründet. Ebensowenig habe der Botschafter Layard jemals die ausschließliche Anstellung von Engländern in Kleinasien gefordert. ,

Der ehemalige Minister Forster hielt gestern in Leeds in einer von etroa 700 Personen besuchten liberalen Versammlung eine Siebe, worin er die Politik der Regierung angriff und hervorhob, die jüngste Erklärung Salis­burys über das deutsch-österreichische Bünoniß habe Mangel an Würde und Selbstschätzung gezeigt. Eine Folge hiervon sei Rußlands Erbitterung gegen England. Foister glaubt, daß, wenn die gegenwärtge Regierung im Amte bleibe, der Krieg mit Rußland wahrscheinlich sei. Durch die jüngsten Schritte Englands in Konstantinopel wolle die Regierung nur die Convention betreffs Cyperus annulliren, indem sie von der Bestimmung Nutzen ziehe, welche der Regierung gestatte, von der Convention zurückzutreten, falls die Reformen richt ausgesühri würden.

Vermischte».

'Lick 13 November. Heule suud v-chi-r di- B-erdigunz d-s letzten vee hiesigen Veteranen aus den L-fr-iungskri-gen, de« Sckl°si-rmnsi-r« H°inri» Schnab-i, statt °n am 11. t>. Mts. nach dieivi-rt-tjährig-m schweren Lewen un vollendeten 82. L b-nSi-h.- starb. Ein zahlreiches Geleite von Männern und S-°u-n aus allen Stanoen b-gl-n-t- den allgemetn geachteten und geliebten Greis zu seiner letzten «ub-statt- und de. hiesige Kriegerv-r-in erwies seinem alt°n Älrieadfcmeraben bie legten mtutarl] d)en übten.

ryitAübe und deren Nachtheilc für bie öffenliche ©efunbbeit.j Thierarzt Visen; in Arras (.Frankreich) macht darauf aufmerksam, baß im Norben Frankreichssie 8anb»nl^ fdmft rbr Lauvlcrträaniß durch Milch- und Butterverkaus finde, baß aber bas dort übliche Verfahren ein gcsundbcitsschädlickes fei Man läßt dabei eine Kuh neun bis zehn Mal kalben, wahrend der Kleinbauer besser daran tbate, höchstens 3 Kalber von einer Kuh zu nehmen, da diese älsbann im Aller von etwa sieben Jahren noch in voller Kraft sei, das Futter gehörig ru verdauen und zu verarbeiten, gute Milch und beim Masten eine große Menge Fleisch zu liefern. Fünf oder sechs Jahre später dagegen sind die Kühe meist brustkrank und zwar int Verbältnck von 3«)30 pLt., stecken die Nachbarkühe an und verpflanzen den Keim ver Krank- he.t auch auf ihre Kalber. Zu dieser Zeit geben die Kühe eine Milch, welche arm a» Woff, Butter und Milchzucker, aber reich an Wasser und Kalksalzen ist. Eine solche Milch muß sich natürlich ungünst.g für die kleinen Kinder, deren einzige Nahrung sie brlbet, erweisen. Was das Fleisch anbelangt, so ist dasselbe nicht ohne Äefabr für bie, welche es genießen. Es chemt, datz die brustkranken und perlsüchtigen Kühe ein für den Consumemen um so nachtheiligeres Fleisch liefern, je älter sie sind Man sollte in der Landwirthschaft dahin die Zahl

ber alten Kühe zu verringern unb nur junges kräftiges Vieh zu halten, wie dies in den besseren deutschen Lanbwirth'chaften immer mehr geschieht. u

Klassischer Bericht beS Schulzen Sch. zu E. an bas Kgl. 8mt -u Neustadt a. M. Rübenberge, Provinz HannoverAnzeige von einem von Tollwuth occipirten Hunde. - Dieser Nacht bluß der Nachtwächter Jsermann auf seiner Trompete, da^ kam em in der Dunkelheit unverkennbarer Hund von rückwärts herbei und ward der Nachtwächter Jsermann von selbigem

Lokales.

Gisßen, 17. November. Kommenden Sonntag, den 23. b., wirb in Darmstabi baS Denkmal des Abqeorbneten August Metz, des hochverdienten hessischen Dolksmanns, enthüllt werden. Das Comite für das Metz - Denkmal ladet zur Feier der Enthüllung alle Verehrer und Freunde des Verewigten ein. .

Am Sonntag, den 30. dis., gedenkt das Schweb. Sanger-Quartett aus Stockholm, welches bereits im ganzen Europa mit größtem Erfolg concertirte unb eben aur ber Rückreise von Portugal und Spanien nach St. Petersburg begriffen tft, ein einmaliges Concert zu geben. Wir verfehlen nicht, einstweilen hierauf aufmerksam zu macken.

Em Besuch im Geschäftslocal des Herrn Giuseppe Lazzeri, welcher tm Hause bks Herrn Dr. Dornseiff Florentiner Marmorwaaren zu sehr billigen Preisen verkauft, bürste darum sckon zu empfehlen fein, weil man hier für weniges Geld em prachtvolles Weih, nachtsgeschcnk erwerben kann. Auf bie Versteigerung im gebuchten Local machen wir noch ganz 6 f°n Am Samstag Nachmittag entstand im alten Schloß ein Caminbranb, welcher indeß baldigst durch einen lierbeicitirten Kaminfeger gelöscht wurde.

Die Offenbacher Verloosungsliste liegt für Interessenten auf unserer Expedttron jur s ^Heerte Nacht wurde von einem Schutzmanne ein nicht paientlrter Laternenausmacher

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