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Frankfurt sich richtenden Verkehr eine Berührung von Friedberg unnöthig und auch nicht dienlich sei.

Hierauf wurde weiter beschlossen, daß jur Aufbringung der zu den Vorarbeiten nöthigen Summen, nachdem der Betrag derselben festgestellt sei, die direct und indirect beteiligten Gemeinden aufgefordert werden jo Uten.

Schließlich gab die Versammlung in ihrer größten Mehrzahl ihrem Bedauern über die Seitens der Majorität der zweiten Kammer erfolgte Ablehnung des Ver­kaufs des hessischen Anthe'.ls an der Main-Weser-Bahn Ausdruck, weil dieselbe der Meinung war, daß mit der Verkaufssumme dem Lande die Mittel geboten gewesen wären, die Ausführung des namentlich für Oberhessen nothwendigen Secundärbahn- Netzes zu unterstützen, wobei man von der Ansicht auSging, daß die dem Oberhessischen Verkehrsbedürfniß wegen ihrer falschen Richtung wenig entsprechenden beiden Ober- hessischen Bahnen nur durch Einfügung eines zweckmäßigen Seeundärbahn-Netzes, unb mit diesem verbunden, nutzbarer gemacht werden lönnten. Man faßte dabei die Er­bauung einer Secundärbahn von Alsfeld nach Hersfeld, einer solchen von Schlitz nach Salzschlirf, ferner einer solchen von Gedern nach Stockheim, von Schotten über Nidda unter Mitbenutzung der Oberhessischen Bahn nach Stockheim und dann von Stockheim über Altenstadt nach Assenheim in's Auge.

durch seiner Hand gebissen und zwar von Hinten, ohne dabei zu bellen. Da dies ein gegen die Oewobnbctt der Hunde verwirrter Lhatbestand ist und ich mir verpflichtet halte, W möge das Königliche Amt dabei sein Auskommen finden. Der Schulze Sch.'

Gingesandt.

Aus Oberhessen, 13. November. Am 11. d M. trat zu Hungen zum ersten Male das Comite für Erbauung einer Secundärbahn von der Station Mücke der Gießen-Fuldaer Bahn nach Friedberg, resp. Nieder-Wöllstadt zusammen. Den ersten Geaenstand der Verhandlungen bildete die Berathung der an Großherzogliche Staats- reaierung sowie die beiden Kammern der Stände zu richtenden Eingaben, die im Ent­würfe vorlagen. Nach eingehender Besprechung wurden die Entwürfe angenommen und der Vorsitzende des Comites, Graf zu Solms-Laubach, beauftragt, die Em- aaben Namens desselben an die betreffenden Adressen abgehen zu lassen. Dieselben gipfeln in dem Ersuchen an die Großherzogliche Staatsregierung:

Dem Anträge des Freiherrn von Nordeck zur Rabenau Folge geben unb danach möglichst bald einen Gesetzentwurf wegen Erbauung und Sub- ventionirung von Secundärbahnen im Großherzogthum den beiden Kammern der Stände vorlegen zu wollen"

und gleichmäßig in demjenigen an beide Kammern der Landstände:

nicht nur genanntem Anträge Folge geben, sondern auch speciell Grotzherzog- liche Staatsregierung um alsbaldige Ausarbeitung unb Vorlage eines Ge­setzentwurfes wegen Erbauung und Subventionirung von Secunbärbahnen "im Großherzogthum ersuchen zu wollen."

Bevor bann weiter in der Besprechung wegen Ausbringung ber zum Zwecke ber Concessionserwirkung notbroenbigen Specialvermessung crforberliefe en Mittel eingetreten wurde einigte sich die Majorität der Versammlung hinsichtlich der vorzuschlagenden Bahnrichtung dahin, daß dieselbe von der StationMücke" der Gießen-Fuldaer Bahn ausgehend - unter möglichst ständiger Benutzung der Staats- und besseren Vicinalstraßen die Orte Flensungen, Stockhausen, Freienseen, Laubach Ruppertsburg mit Friedrichshütte, V'llingen, Hungen, Inheiden, Utphe, Berfftadt, Echzell Gettenau, Bingenheim, Reichelsheim, Dornajsenheim, Offenheim, Fauerbach berühren und m Fried­berg in die Main-Weser-Bahn einmünden solle, letzteres jedoch unter der Voraus­setzung, daß eine solche Einmündung nicht zu schwierig und kostspielig sich gestalte. Die Minorität ber Versammlung sprach sich im Interesse bes größeren Verkehrs bahin aus baß man von Reichelsheim nach Assenheim unb von da nach Nieber-Wollstabt bauen solle ba von Assenheim, einer Station ber Friebberg-Hanauer Bahn, immerhin

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 15. November. «Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete st nach Qualität der Centner X 2.50 3.40, Stroh X 2.302.80. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. X 0.90, 2. Qual X 0.80, im Detail 1. Qual. X 1.2000, 2. Qual. X 1 1000. Eier das Hundert deutsche X 6.40 bis 8.20, ttal. X <>.00. Ganze Erbien das Psd. 2832 geschälte Erbsen 30 - 36 H, Bohnen 2428 Linsen 3450 H Weißkraut das Stück 100 Stück 610 X, Rothkraut,

1 Stück 10-20 H Kohlrabi H, Kohlkraut ^10 H, Blumenkohl 1 Stück 2070 Wirsing 612^,, Kartoffeln 100 Kilo X 6 8, Zwiebeln 25 Bund - X. Merrettige 100Stück 14 Xi 1 Stück Ochsenflency per Pfund 65 70 Rindfleisch 6000 Kuh­fleisch 60-00 Kalbfleisch 50 55 Stier- und Farrenfleisch Hammelfleisch

4565 Schweinefleisch 6070 ein Hahn X 0.701.30, ein Huhn X 1 1 60, eine Ente X 1.50-2.40, eine Gans ^5-8, eine Taube, 4050 H. Aepfel l00St. X.

8 Eine practische Hausfrau schreibt:Ich habe bas mehrfach in den Zeitungen empfohlene Buch: Wort an alle Hausfrauen" mit Interesse gelesen und bin

dadurch auf Einrichtungen verfallen, welche meinem Haushalte nach verschiedenen Richtungen hin zu Gute kommen rc." - Indem wir dies Urtheil hier abdrucken, machen wir darauf aufmerksam, daß die Firma: Th. Hohenleitner m Leipzig und Basel das fragliche Buch gegen Briefmarke gratis und franko versendet.

Versteigerungen.

Dienstag den 16. December,

Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Bureau Großh. Ortsgerichts bahier, die dem Pumpenmacher Friedrich Weber von Gießen zustehende Hofraithe Flur40,41°/io, Hofraithe links der Chaussee, meistbietend versteigert werden. Bei er­reichter Taxation wird die Genehmigung sofort ertheilt.

Gießen, 4. November 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

7244_____Müller_________

Montag den 1. December,

Vormittags 10 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Grund­stücke des Heinrich Weber Flur. Mtt.

II./137Vio 882 Grabgarten in den mittelsten Schießgärten,

H./137Vto 394 daselbst meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 20. Oktober 1879. Großherzoglichcs Ortsgericht.

6874) Müller.

Bekanntmachung.

Mittwoch den 19. Novbr.,

Vormittags 10 Uhr, tderben im hiesigen Pfanblokal folgende Gegenstände:

1 Sopha,

1 Secretar,

1 Schrank mit Spiegelscheiben,

1 Nähmaschine,

2 runde Tische,

1 Sopha,

1 viereckter Spiegel öffentlich meistbietend versteigert.

Gießen, den 10. November 18/9.

7504) Geißler Gerichtsvollzieher.

Versteigerung.

Mittwoch den IS. lfd. M., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in der Hofraithe des Karl Müller in Nieder-Ohmen, als zu dessen Concursmasse gehörig versteigert werden:

2 Pferde, ' 2 Kühe,

1 Mutterschwein mit 6 Ferkel,

2 Schweine (Dicke),

9 Stück Hühner, circa 100 Ctr. Heu, , 30 Ctr. Grummet, 25 Fuder Hafer, 10 Geiste,

7 Korn,

4 Waizen,

eine Parthie Stroh, eine Parthie Dickwurz, Kraut und

Kohlraben.

Grünberg, den 11. November 1879. Der Maffeverwalter:

7400) Karl, Sparkasserechner.

Akt gemeiner Anzeiger. Bekanntmachung»

Die Nealschul- und städtischen Schulgelder pro III. Quartal er. können innerhalb 8 Tagen an den Zahl­tagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Nealschul- und Stadtkaffe bezahlt werden.

Gießen, den 13. November 1879.

Der Stadtrentmeister.

7480) Enders.

Um die theure Rückfracht nach Italien zu ersparen, bin ich gesonnen den Rest meiner

JTorcntiner und pieörafanta= Marmorwaren,

bestehend in Tausend nerschiedenen Formen in Blumen­vasen, Kannen, Tafelaufsätzen, Frucht - und Visr'tenkartenfchalen, Galanterie-Gegenstanden für Salon und Zimmer,

Dienstag h. 18. Jioo., Nachm *|ä2 Ähr, in unserem Geschäftslokale, im Hause des

Herrn Dr. Dornseiff in der Schulstraße, auf dem Versteigerungswege zu veräußern und bitte um recht zahl­reichen Zuspruch. (7481

Giwseppe Lazzeri aus Florenz.

Vostrsbildungsvcrein in Gießen.

7361) Dienstag den 18. d. Mts, Abends 8l/2 Uhr, findet im Cafe Ebel (Balzer) die ordentliche Generalversammlung des hies. Lolksbllduugsvereins statt.

Gegenstände der Tagesordnung sind:

1) Bericht über die Vereinsihäligkeit im verflossenen Jahr.

2) Rechnungslegung.

3) Ergänzungswahl des Ausschußes.

4) Berichterstattung über die am 26. vor. Mts. in Frankfurt a. M. abgehaltene außerordentliche Generalversammlung des Verbandes mittelrheinischer Bildungsvereine.

Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein

Gießen, den 10. November 1879.__Der Borstand.

Flaschenbier-Verkauf.

Loh'sches Lagerbier, Exportbirr aus der Aciien-Brauerci liefert in allen Quantitäten in'S HauS .

( . Muller, 7503) vis-a-vis demPrinz Carl.

Harzer

KümmelHandkäse empfehlen (7499

I. A ®ufd> Söhne.

Tannen « Buchen- Brennholz empfiehlt (7203

N. Katzeiisteiu.

Mittwoch den IS. Novbr.,

Vormittags 11 Uhr, werben im hiesigen Pfanblokal zwei voll- ftönbige Betten öffentlich meiftbietenb ver­steigert.

Gießen, ben 10. November 1879. 7505) Geißler, Gerichtsvollzieher.

Verkauf

vou eisernen Pumpentheilen.

Montag den 24. November soll in hiesigem Rathhause eine große Partie zurückgelegter gußeiserner Pumpen­rohre , Pumpentheile, Pumpensäulen u ib verschiedenes Schmiedeeisen, un­gefähr 30 Centner, meistbietend ver­steigert werden. Der Anfang ist Morgens 10 Uhr.

Villingen, den 15. November 1879.

Großh. Bürgermeisterei Villingen. 7495)g immer.

Aeikgeöotenes.

7466) Zwei nufebaumpolirte Kinder- bettlädchen, fast neu, billigst zu verkaufen. ___________Schloßgasse Nr. 6 1. jStocf.

6338) Heute treffen frisches geräucherte

Kieler Fellbücklioge

wieder ein.

J. A. Husch Sohne.

7492) Täglich frische, ausgeweibete

Schellfisch^ Cabliau, Dorsch^ Mündern (sog. Seezungen)

per Pfb. 28 in Postkiften ä 10 Pfb.

(Brutto für Netto', bei 3 Kisten Pfb. 25 zollfrei unb franko gegen Postnachnahme. Verpackung, Kochrecepte unb Preislisten gratis.

A. D. Mohr, Ottenfen b. Hamburg.

Frima

ital. Maronen

empffeblt (7446

Gg. Will). Meidig

Russen- u. Mäusekartoffel ä Ctr. X 4.50. weiße unb gelbe Kohlrabi ä 2..

schönes Kraut ä Stück. . . ..8. 7432) Friedricfe CoN, Neustabt 201.

7468) Ein noch sehr gut erhaltener Reise-Pelz ist billig zu verkaufen bei

I. Becker, Asterweg 125.

Wild.

Hasen unb Rehbraten finb zu jeher Zeit auf Bestellung zu haben

7507) ________Wilbhänbler Ebel. _

7367) Ein Äcker am Rodberg, 1 unb 3/< Morgen haltenb, zu uerfauien.

Näheres bei___________A. Bey fuß.

7482) Ein Hofthor, welches sich zu einem Scheuernthor eignet, zu verkaufen bei Ludwig Pfaff.