monenthums von der Auswanderung nach den Unionsflaateu abmahnen, da die Union entschlossen sei, der Polygame auf's Schärfste entgegenzutreten. — Die Sterblichkeit am gelben Fieber in Memphis betrug 29 während der letzten Woche.
Lille, 11. August. Das Journal „Petit Nord" veröffentlicht ein Schreiben der Wähler Jules Simones an denselben, worin um Aufklärung über Simon's Haltung bei Berathung des Art. 7 des Ferry'schen Unterrichtsgesetzes ersucht wird. In der vom „Petit Nord" veröffentlichten Antwort Stmon'ö erklärt dieser: Nachdem er 40 Jahre besonders für Freiheit des Denkens, Lehrens und Schreibens eingetreten, könne er jetzt nicht gegen diese Freiheit stimmen. Er stimmte für 9 Artikel des bezeichneten Gesetzentwurfs mit unerheblichen Aenderungen, welche in Wirklichkeit Verbefferungeu seien. Diese 9 Artikel schließen sämmtlich Abänderungen des Gesetzes von 1875 ein, seien sämmtlich von der republikanischen Partei beantragt und von Waddington und Bardoux nach und nach vorgeschlagen.
Berlin, H. August. Die „Germania" veröffentlicht den Wahlaufruf der Centrumsfraktion.
Berlin, 12. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." bringt ein Schreiben aus der Provinz, welches gegenüber einer anderen in einer früheren Rümmer desselben Blattes veröffentlichten den Rücktritt von Bennigsen's besprechenden Correspondenz aus der Provinz in Bennigsen und dem rechten Flügel der National-Liberalen einschließlich der ausgetretenen Mitglieder den wahren berechtigt.n Vertreter einer der größten Fraktionen des genannten deutschen Volkes erblickt, auf deren Mitwirkung in Regierung und Gesetzgebung nicht verzichtet und welche nicht in die Opposition gedrängt werden könne. Wenn man aus dem Personalbestände der früheren national-liberalen Fraktion diejenigen aussondere, die in irgend welcher fruchtbaren Beziehung zum praktischen Leben ständen, werde man eine Anzahl von Männern und an deren Spitze von Bennigsen finden, mit denen die weiter rechts stehenden Politiker im Interesse der Gesammtheit die Fühlung nicht verlieren sollten. Die Mehrzahl dieser Männer, auch ausschließlich nach dem Maßstabe ihres Conservatlsmus gemeffen, seien, wenn sie nicht mehr im Irrgarten Lasker-Forckenbeck'scher Fraktwnsstatistik befangen seien, im besten Sinne des Wortes conservative Politiker, mehr als die meisten unserer höheren Beamten, ja, als viele der im Laufe der letzten Jahre zurückgetretenen Minister. Mit dem Residuum der nationalliberalen Fraktion, das nach Aussonderung der staatsmännischen und praktischen Elemente übrig bleibe, dürfe man Bennigsen und die ihm Näherstehenden nicht in einen Topf werfen, auch wenn er sich dem gegen ihn geübten Fraktionszwange nicht anders als durch seinen Rücktritt zu entziehen vermöge. Die conservativen Correspondenten der „Nordd. Allg. Ztg." müßten verhindern, daß gesunde Glieder am deutschen Körper wie Bennigsen und seine Gesinnungsgenossen nicht mit unter die kranken einbegriffen, Lebendige nicht zu den Todten geworfen würden.
Rom, 11. August, Abends. Die katholischen Blätter veröffentlichen eine umfangreiche Encyclica des Papstes an den gesammten Episkopat über das in den katholischen Seminarien und Schulen für den Unterricht in der Philosophie anzunehmer.de System. Der Papst bezeichnet als solches die Philosophie des heiligen Thomas von Aquino, indem er dieselbe belobt und ihren Einfluß auf die Gesellschaft, die Künste und Physik erörtert.
Athen, H. August. Die hiesigen Blätter erklären die Nachricht der „Times" über die angebliche Eröffnung der Verhandlungen zwischen Griechenland und der Türket für unbegründet. Das Datum des Beginnes der Con- ferenz fei noch nicht festgestellt. Die Pforte habe den Vertretern der Mächte mitgesheilt, daß die griechische Frage den Wünschen der Mächte entsprechend ihre Lösung finden würde.
Die neue Ernte.
Die Berichte über den Ausfall der heurigen Ernte lauten von Tag zu Tag günstiger. Selbst in solchen Gegenden, wo man in Folge des anhaltenden Regens im Monat Juli das Schlimmste befürchten zu müssen glaubte, ist die Ernte von Roggen und Gerste überraschend gut ausgefallen, was namentlich von einem großen Tyeil Süddeutschlands gilt, wo man heute schon die Roggenernte als eine gute Mittelernte bezeichnen kann. Auch die Aussichten auf die Weizen- und Spelzernte werden täglich besser und die Klagen über das Darniederlicgen der Halme sind ganz verstummt. Weizen und Spelz, welche in der Entwickelung bedenklich zurückgeblieben waren, haben das Versäumte rasch nnchgeholt, so daß der Schnitt im Laufe dieser und der nächsten Woche in ganz Süddeutschland wird beginnen können. Bleibt dik Witterung bis dahin günstig, so werden auch diese zwei für Süddeutschland wichtigsten Getreidesorten ein sehr befriedigendes Resultat ergeben.
In Norddeutschland, wo die regnerische Witterung viel weniger als anderwärts zu Besorgnissen Veranlassung gab, haben sich die Aussichten in Folge der günstigen Witterung ebenfalls günstig gestaltet. Die Ernte von Roggen, welcher im Norden als Brodfrucht vorherrscht, hat im Laufe der vorigen Woche begonnen und fällt über alles Erwarten gut aus; es ist nur zu bedauern, daß das Resultat in den nordöstlichen Provinzen durch neuerdings eingetretenes Regenwetter beeinträchtigt wird.
Was Frankreich betrifft, so lauten die neuesten Nachrichten ebenfalls wesentlich günstiger. Namentlich in den nördlichen Departements, wo die Saaten sich bereits in einem sehr bedenklichen Zustande befanden, haben die kräftigen Sonnenstrahlen noch in letzter Stunde manchen Schaden wieder gut gemacht und die gesunkenen Hoffnungen wenigstens theilweise wieder aufgerichtet Für viele Gegenden Frankreichs kam aber doch das gute Wetter zu spät, so daß im großen Ganzen die ELnte unter einer Mittel- crnte bleiben wird.
Selbst von England, Irland und Scandinavien, wo die Aussichten noch vor vierzehn Tagen geradezu trostlos waren und wo man eine förmliche Mißernte befürchtete, kommen nun bessere Berichte, welche zwar immer noch einen sehr bedeutenden Ausfall außer Zweifel stellen, aber doch die früheren pessimistischen Anschauungen modificiren. Am schlimmsten von allen europäischen Ländern scheint Heuer Ungarn weggekommen zu sein. Die früheren allzu sanguinischen Hoffnungen sind furchtbar enttäuscht morden und die neuesten Nachrichten lauten, besonders was Weizen betrifft, geradezu verzweifelt, so daß die Ernte in Ungarn als eine entschieden „schlechte" bezeichnet werden muß.
Obgleich amerikanische Ernteberichte, besonders vor Beginn der Ernte, mit größter Vorsicht aufzunehmen sind, so müssen wir doch die Thatsache constatiren, daß man in den Vereinigten Staaten selbst auf eine gute Mittelernte rechnet und demgemäß dem kauflustigen Europa die zu erwartende Ernte zu Preisen uir Verfügung stellt, welche in Anbetracht des außerordentlichen großen Bedarfs, welchen England und zum Theil Frankreich zu decken haben, immerhin als mäßig bezeichnet werden müssen, besonders nachdem das Resultat der ungarischen Ernte nun auch in Amerika bekannt ist. Unter solchen Umständen hat auch in New-I)ork das Getreide-Geschäft auf Lieferung nach Europa früher als sonst begonnen und speciell England hat, im September- October lieferbar, ganz colossale Quantitäten gekauft
Ebenso haben die russischen Stapelplätze, namentlich Petersburg, Odessa und Nicolajesf, wo fortwährend große Zufuhren von altem Getreide aus dem Innern Rußlands eintreffen, die Kauflust ver westeuropäischen Märkte benutzt und beträchtliche Quantitäten von Roggen und Weizen verkauft, wovon ein großer Theil dazu bestimmt ist, in Süddeutschland und der Schweiz als Ersatz für das mangelnde ungarische Getreide zu dienen.
Noch haben wir zu erwähnen, daß die Ernteberichte aus den unteren Donauländern, namentlich aus Rumänien und Bessarabien sehr günstig lauten. Wenn sich dies bestätigt, so würde der Ausfall, den Ungarn erleidet, ausgeglichen und Oesterreich in die Lage versetzt, feinen normalen Bedarf aus diesen Ländern billiger ru decken, als dies gegenwärtig aus Ungarn möglich ist. (Fr. Ztg.)
Lokales.
(Hießen, 12. August. Vom herrlichsten prächtigsten Wetter begünstigt, feierten wir gestern unser schönes Jugenofest. Von 12 Uhr an bewegten sich die festlich gekleideten Mädchen und Knaben nach der Neuen Anlage, wo der große Zug, an welchem ea. 2000 Kinder Theil nahmen, sich formirte. Zuerst das Tambour- und Pfeifer-Corps unter Führung eines Tambour- Majors, welcher kaum größer als sein Stab war. Hinter dem Tambour-Corps gingen die Kleinsten der Kleinen, Mädchen im Alter von '»—8 Jahren. Man muß die lieben freundlichen Gesichtchen gesehen haben, um beurtheilen zu können, mit welchem Stolz und Freude sie zum Jugendfeste, einem speciell Gießener Feste, zogen. An diese Kleinen schloß sich das erste Musikcorps, hinter welchem die Männer gingen, denen wir es zu verdanken haben, daß wir in diesem Jahre wiederum ein fröhliches Jugendfest feiern konnten und welche die Mühen und Arbeiten mit Freude und Hingebung hinnahmen. Ihnen hier den Dank auszusprechen, sei unsere erste Pflicht. An das Fest-Comitee reihten sich nun die verschiedenen Züge der Jugend. Voran die Mädchen, mit Schärpen geschmückt, ein jedes mit einem grünen Blattkranze auf dem Kopfe. Hinter den Mädchen marschirte das zweite Musikcorps, an welches sich die Knaben anschlosien. In langem Zuge bewegten sich nun die Kleinen durch die im Programm bestimmten Straßen der Stadt nach dem Festplatz im Philosophenwald, dem Schauplatz schon so mancher fröhlicher Kinderfeste, wo es auch den älteren Kindern und den Eltern vergönnt ist, sich sowohl au dem Spiel der Kleinen selbst mit zu erfreuen, als auch in sonstiger Beziehung Jugendfest mit zu feiern. Nach Aufstellung des Zuges um die Rednerbühne sang die muntere Schaar das Lied: „Tretet in die Runde" unter der Begleitung der Musikcapelle. Herr Dr. Buchner als Festredner bestieg nunmehr die Rednerbühne und hielt foigende Ansprache: Zum 11. Male haben wir uns heute versammelt, um das frohe Jugendfest zu begehen. Es ist ein erfreuliches Zeichen, daß seither bei jeder Wiederholung des Festes die Bethciligung gewachsen ist. Nie war in den Vorjahren eine so große Anzahl von Knaben und Mädchen am Feste betheiligt, als diesmal. Nicht die Einrichtung, wobl aber die Bedeutung des Festes hat sich im Laufe der Jahre geändert. In früheren Jahrzehnten war es ein einfaches Spiel fest, einen neuen Charakter aber nahm es im letzten Jahrzehnt an; durch die Erinnerung an die große Zett vor 9 Jahren ist cs ein Jubel- und Dankfest geworden. Wer nicht noch gar zu jung ist, erinnert sich an die dumpfe Schwüle und an die bange Sorge kurz vor und nach der frevelhaften französischen Kriegserklärung am 19. Juli 1>*70. Darauf folgte unendlicher Siegcsjubel nach den Schlachten von Wörth, Weißenburg und' Spichern. Mit unaufhaltsamer Gewalt drangen die zum erste nmale geeinigten deutschen Heere unter der ein hei tltchen Führung des Königs W ilh elm in Frankreich ein. Die furchtbaren Kämpfe um Metz, der erschütternde Schlag von Sedan, bei dem der früher mächtigste Thron in den Staub stürzte, die Einnahme der französischen Festungen Straßburg und Metz, die bis dahin als uneinnehmbar gegolten hatten, zuletzt die Unterwerfung der größten Stadt und Festung des Erdtheils Europa — der vielen kleinen gar nicht zu gedenken — die Wiedererrichtung des deutschen Kaiserthrones gerade in der französischen Stadt, von welcher früher für Deutschland die größten Drangsale ausgegangen waren, die Wiedergewinnung zweier herrlichen Provinzen, die durch französische Bosheit und deutsche Schwachheit früher verloren gegangen waren, alle diese welterschütternden Ereigniffe ziehen heute wieder an unserem Geiste vorüber. Wir erinnern uns mit freudigstem Dank der großen Thaten unserer deutschen Heere und ihrer Führer. Mit Wchmuth gedenken wir auch Derer, die Gesundheit und Leben dem Vaterlande zum Opfer gebracht haben. Wir gedenken mit freudigem Stolz des großen Mannes, dem es gelang, Die bis dahin getrennten deutschen Staaten zu einem großen und mächtigen Ganzen zu vereinigen. Durch ihn ist das deutsche Kaiserreich in größerer Macht und Einheit wiedercrstanden, als cs jemals im Laufe der Geschichte besesien. Wir gedenken mit ehrfurchtsvollem Dank unseres greifen Heldenkaisers, der selbst an der Spitze der Heere mit den von ihm gewählten Räthen Die ganze schwere Zett mit durchkämpfte. Kaiser Wilhelm ist der mächtige Fels, auf welchem das Deutsche Reich in innerer Einigkeit und äußerer Macht errichtet ist. Er ist für uns alle und namentlich für die Jugend das leuchtende Vorbild innigster Vaterlandsliebe und treuester Pflichterfüllung. Darum stimmen gewiß auch alle freudigen Herzens in den Ruf mit ein: St. Majestät Kaiser Wilhelm lebe Hoch! Hoch' Hoch!
Nach dieser mit Begeisterung aufgenommenen Rede spielte die Musikkapelle die Nationalhymne. Nunmehr rückten die einzelnen Züge zu den für sie bestimmten Spielplätzen und erfreuten sich hier auf das Beste. Während des Nachmittags spielte die Musik und gab sich überhaupt nunmehr Alt und Jung der allgemeinen Festfreude hin, welche auch nicht einen einzigen Mißton aufzuweisen hatte. Speisen und Getränke in den mannigfachsten Restaurationen waren gut und reichlich vorgesehen, so daß auch der Körper sein Theil bekommen konnte. Nach der gegen 7 Uhr erfolgten Preisvertheilung ordnete sich nunmehr wieder die jugendliche Schaar zum Rückmärsche, welcher um 7 Uhr vom Walde aus angetreten wurde Vor der Turnhalle löste sich der Zug auf und wurden die Kleinen, die seither unter der schützenden Obhut ihrer Zugführer und -Führerinnnen gestanden, von den harrenden Eltern in Empfang genommen. Es endigte unser Jugendfest so schön und herrlich wie nur zu wünschen war, begünstigt von einem Wetter, wie es nach den vorhergehenden trüben Tagen nicht zu erwarten gewesen. Wir dürfen dieses Fest wiederum getrost als ein würdiges und schönes, Gießen zu Ehre gereichend, in den Annalen nnlcrer Vaterstadt verzeichnen. Nochmals aber Dank allen den Männern, welche mit Liebe und Aufopferung sich dem schönen Feste widmeten und wodurch es nur möglich war, daß das 14. Jugendfest Jeden, auch den Anspruchsvollsten in hohem Maße befriedigte.
Gießen, 12. Aug. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung Donnerstag den 14. August, Nachmittags 4 Uhr.
1) Die Quellwasserleitung betr.
2 Die Untersuchung der öffentlichen Brunnen.
3) Die Straßenbeleuchtung betr.
4) Die innere Ausstattung der höheren Mädchenschule.
5) Die Vermiethung der Kellerräume in der neuen höheren Mädchenschule.
6) Klage gegen den Ortsnrmenoerband Dresden, betreffend die Verpflegung des Karl Richard Frank von Dresden.
7) Klage gegen den Landarmenverband Gießen, betreffend die Verpflegung des Färbergesellen Wilhelm Alberts aus Barmen.
8) Die Annahme eines Wiesenwärters.
9) Gesuch des Bauunternehmers Heinrich Adami dahier um Bauerlaubniß.
10) Gesuch der Brüder Heinrich und Jacob Keßler von Annerod um Bauerlaubniß.
11) Gesuch des Daniel Weller V. von Heuchelheim um Erlaubniß zur Erbauung eines Nebengebäudes.
12) Die Erbauung einer neuen Kaserne.
13) Die Erbauung eines Schlachthauses.
14) Gesuch des Braumeisters Adolf Möller um Erlaub niß zur Anlegung eines Abflußrohrs unter dem Leihgesternerweg
15) Gesuch des Levi Löwenstein um Ueberlassung städtischen Geländes.
16) Gesuch des Restaurateurs Balthasar Lenz um Bauerlaubniß.
17) Kosten-Decreturen.
— (Schwurgerichtsverhandlungen am 11 August.) In der Vormittagssitzung wurde die Ehefrau des Johannes Schmidt IV. von Ober - Ohmen wegen Meineids in eine Zucht- Hausstrafe von 1 Jahr 2 Monaten verurtheilt. — In der Nachmittags-Sitzung erhielt Wilhelm Stürz von Büdingen wegen Diebstahl 3 Monate und 2 Wochen Gefängniß.
— Ein etwas überlauter Herr, ein Hofschauspieler aus Hannover, mußte heute Nacht, als alles Zureden nichts half, wegen grober Ruhestörung und thätlicher Beleidigung eines Schutzmanns den unpoctischen Aufenthalt im bekannten Hotel der Sandgasie in Anspruch nehmen.
Vermischtes.
Mainz, 6. August, lieber das Unwetter in der Nacht vom 5. aus 6. ds. schreibt ein Berichterstatter des „Mainzer Taglatt": „Ein Unwetter von phänomenaler Heftigkeit entlud sich in vergangener Nackt über unserer Gegend. Kurz nach 9 Uhr begann lebhaftes Wetterleuchten über etwa ein Drittel des Horizonts von Nordwest über Nord bis Südost. Die ent- f-rnten Gewitter schienen sich verzogen zu haben, als kurz nach Mitternacht ein wolkenbruch- artiger Regen mit Blitzen und Donner herabströmte. Auch dies ließ nach einiger Zeit nach, bis gegen 1 Uhr das Hauptwetter losbrack. Blitz auf Blitz und Schlag auf Schlag folgten sich unter heftigstem Regen derart, daß der Himmel kaum einige Sekunden unbeleuchtet blieb. In etwa 20 Minuten kamen dreizehn Entladungen, die auf Einschlagen in Mainz oder nächster Umgebung schließen kaffen. Nackdem das Wetter in dicker Weise sich ausgetobt hatte, begann eine'dritte, aber schwächere Auflage noch später. Bis jetzt sind acht Stellen in unserer Nähe


