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bekannt, wo es eingeschlagen hat und zwar 1) in das Militärlazareth in der Münstergasse; 2) 4n das Läurwerk des Bahnwärters am Neuthor; 3) in ein neugebautes Haus in Weisenau' Lesien Wände zertrümmert wurden; 4) und 5) zweimal in das Läutwerk der Station Bischofs­heim; 6) in Hechtsheim; 7) in Bodenbeim und 8) im Gartenfeld. Außerdem wurde die Tc- lcgraphcnleitung der Station Sachsenhausen durch den Blitz gestört und die große Trauerweide <rm Bischofsheimer Bahnhof medergeworken Bei Heidesheim hat der Wolkenbruch die Felder überschwemmt und in der Gegend von Groß-Gerau ging das Wetter. mit Hagel nieder, der Hunderte von Vögeln erschlug. Von Beschädigungen des Eisenbahnkörpers verlautet, soweit «s die Strecken der Ludwigsbahn angeht, bis jetzt nichts, obgleich die Fluth des furchtbaren -Regens sonst viel Verwüstung angerichtet hat. In Mainz hörte man die Sturmglocken von -Weisenau läuten- Das Unwetter hat sich indesien nur strichweise entladen. Von Ingelheim Lis Bingen fiel kein Tropfen. Interessant sind in dieser Beziehung auch die Berichte des Per­sonals des Baseler Nacht Schnellzuges, der heute früh 5 Uhr 46 Minuten hier eintraf. Von Basel bin Schlcttstadt herrschte schönes ruhiges Wetter. Von dort ab bis Straßburg tobten die Gewitter. Unterhalb Straßburg begann die Rnhe wieder bis Ludwigshafen, wo der Zug dann bei Oggersheim wieder in die Gewitterregion kam. Wie viele Gewitter ftch über unserer Gegend zusammengezogen hatten, ist schwer zu sagen, da selbst beim Wetterleuchten es schon unmöglich war, die unaufhörlichen Blitze zu zählen. Man erinnert sich indesien nicht, ein ähn Uches Wetter in unseren Gegenden erlebt zu haben und selbst in den Tropengegenden können nur gleiche, aber nicht stärkere derartige Wetter vorkommen. lNachträgltch erfahren wir, daß ein am Blockhause an der Straße von Kastel nach Hochheim, Kostheim gegenüber, ausgestellter -Posten vom Blitz erschlagen sei, ein Schlag traf ferner ein Haus in der Hohl, zwei gingen an den Blitzableitern des Domes und Stephanthurmes nieder. Zusammen elf bis jetzt bekannte Fälle. Hagel fiel auch im Gartcnfelde.)'

Osnabrück, 6. August Wie verlautet, haben hiesige größere Cigarren-Fabrikanten beschlossen, keine Preissteigerung in Folge der erhöhten Steuern, auch keinen relativen Wechsel in der Qualität eintreten, sondern später, wenn der Vorrath vergriffen, die Cigarren ungefähr um so viel kleiner machen zu lasien, als die Steuer pro Stück beträgt. Das wäre allerdings die einfachste Manier, die Preissteigerung wenig fühlbar werden zu lasien.

V o m R h e i n e. Die allgemeine Lamentation wegen der Ernte, welche man noch hören konnte vor 12 Tagen, ist verstummt; Alles ist froh und heiter, die Felder wimmeln von Men­schen, um die vollen Aehren zu schneiden und einzuheimsen.Seit vielen Jahren," so hört man,haben wir keine so günstige Ernte gehabt", denn dieses Jahr giebt Gerste, Roggen und Weizen gleich gut aus. Es war aber höchste Zett, denn seit drei Jahren Mißwachs, Hagel­schlag und Ucberschwemmung. Wie die Frucht, so die Handelsgewächse Hanf, Kraut, Tabak, nur schade, daß viele Bauern, weil sie nicht wußten, wie sie daran waren, dieses Jahr nur -wenig Tabak pflanzten. Obst giebt es auch bei uns nicht viel und dennoch sieht man hie und da Aepfel- und Birnbäume, die sehr voll hangen- Mit den Reben sind wir gegen voriges Jahr um etwa 3 Wochen zurück, und wenn das Wetter außer im August, der die Trauben sieden und im September, der sie braten soll, nicht auch noch wenigstens eine Hälfte des Oktobers anhaltend gut ist, dann giebt es einen niriosen Wein.

Das eben erschienene Heft der Zeitschrift des Hannover'schen Architekten- und In­genieur-Vereins, eines der hervorragendsten Fachjournale, bringt eine Besprechung der von den -Profesioren Simons und Sonne über die Darmstädter Brunnenanlage verfaßten Broschüre. Lum Schluffe des betreffenden Referates heißt es daselbst:

Wir schließen diese Mitthelungen mit der Bemerkung, daß in der vorliegenden Broschüre «in trauriges Bild eommunaler Selbstverwaltung entrollt wird. Eine vielgliedrige Wasserver­sorgungs-Commission, in der sich kein einziger Fachmann befindet, entscheidet über die wichtigsten technischen Fragen. Sie hält das Ergebniß des Versuchsbrunnens im Eichwäldchen für sehr günstig und auf ihren Vorschlag beschließt die Stadtverordneten - Versammlung, der gleichfalls

sandel und Verkehr.

Gießen, 12 August. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd 3L l 05 bis vH 1,15, Hühnereier per Stück 5-5V2 Enteneier, per Stück 6 X Käse per Stück 49 X Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 18 X Linsen, 1 Liter 20 a Tauben, das Paar 70 X Hübner, per Stück vH 1., alte Halmen, per Stück vH 0x5 sunae Hahnen, per Stück 70 X Enten, per Stück vH 1,40, Gänse vH- 4 50, Kartoffeln per 100 Kilo JL 5-6, Zwiebeln, per Gentner vH 8, Milch per Liter 16 u. 18^, Ochsenfleisch 7o A per Pfd., Kuh. und Rindfleisch 5060 X Hammelfleisch 5070 X Schweinefleisch 5860 ? Kalbfleisch 404x X Kirschen per Pfd. 1820 H

Frankfurt, II.Aug. (Fruchtbericht.) Unser heutiger Markt war im Verhältnis au der guten Witterung sehr fest; das Angebot ab auswärts war sehr schwach und nur <u hohen Coursen. Die ungarische Ernte kann als eine Mißernte bezeichnet werden. Raps noch immer vernachlässigt und variirt je nach Qualität von JL 22 24. Am Mehlmarkt herrscht feste Stimmung. Saatroggen feinste Qualität wurde mit 163/4 17^ bezahlt. Wir not ren heutige Preise: Mehl Nr. 1 41, Nr. 2 39, Nr. 3 vH 33, Nr. 4 vH 29 Nr 5

vH. 23. Roggenmehl Berliner Marke) vH. 23 50, do. I (Berliner Marke) Jh 20 50 bis 22, do. 11 (Berliner Marke) vH 16.50-17.50. Weizen effeetiv hiesiger ab Bahnhof hier W. 23.-, ab unserer Umgegend vH. 21 75 22.50, do. fremder je nach Qualität // 22 50 bis 23.50 Roggen, je nach Qualität VH 13.2516.-, Gerste vH 16.-17.50, Hafers 14 75 bis 16.50, Kohlsamen vH. 22.50-24, Erbsen vH 19-27, Wicken vH 14-16, Linsen Vi7 bis 36, Bohnen, weiße vH 19.50, Noggenklete , Weizenkleie, grobe und feine vH _ Rüböl, detail, vH 62. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war:. Dringend offerirt' . (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht 100 Kilo )

Frankfurt 11. August. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Anqetrieben waren ca. 390 Ochsen und Stiere, 230 Kühe, 200 Kalber und 200 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. vH. 6668, 2. Qual. vH 6062, Kühe und Rinder 1 Qual vH. 60-62, 2. Qual. vH. 54-56, Kälber 1 Qual. vH. 52-54, 2. Qual. 485", Hämmel i. Qual. vH «0-62, 2. Qual. vH 48 50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine das Pfund zu X

fein einziger Fachmann angehört, die Ausführung des Wasserwerks mit Filterbrunnen Ein- im letzten Augenblick einberufene Expertise spricht sich in einem ausfühlicken Gutachten aeaen das Proieet aus und macht neue Vorschläge. Der Hauptsache nach thut die Commission und mit ibr Die Gemeindevertretung das gerade Gegentheil von dem, was die Sachverständigen empfohlen hatten. Es wird der oben gedachte eolossale Brunnen erbaut, der fast 100 000 M dte^ A-me^ zu^werfm """ ^"ch verlassen hat, um sich einem Generalunternehmer vollständig in

, , $t a n f f u r t, 11 Augich. Der Mörder Treulieb ist in den Niederlanden am 9. ds verhaftet worden. Der Verbrecher hatte einen Brief aus Utrecht an seinen Bruver nach Stuttgart gerichtet, welcher der Untersuchung auf die Spur half Er hielt sich unter dem Namen Metzger schon geraume Zeit dort auf. Der Verhaftete befindet sich bereits aus dem Transporte hierher und wird wahrscheinlich noch in der heute beginnenden «ssisen-Periove zur Aburtheilung kommen. 9

von dem Äg-nt-n d-S

<5-. -415« IN (liegen.

Newyork, 9. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Rbein Capt. R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 27. Jutt von Bremen und am 29. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Abends wohlbehalten hier angekommen. 7 '

Allgemeiner Anzeiger.

XIV. Jugendfest.

Die Rechnungen über die für das Jugendfest von Mitgliedern Des Comite's angekauften Preise, Bretzeln, Wecke, Würste u. s. w. wolle man bis zum 15. d. M. an diejenigen Herren Eomite-Mit­glieder, welche mit dem Ankauf resp der Bestellung beauftragt ge­wesen sind, alle übrigen Rechnungen für ausgeführte Arbeiten bis $um 18. d- M. an das Comiie-Mitglied Herrn Kaufmann Wetter, Canzleibcrg B 68, gelangen lassen.

5301) Das Fest-Comite.

Urtheile ärztlicher Sommitäten über die

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