seinen Beistand an. Die Truppen stnd allseitig schon auf dem Marsche.
das ihr des die um
Die deutsche Kaiserin besuchte heute Kaiserin von Rußland in Jugenheim. Der Herzog v. Württemberg tele-
benahm. Sie war einstweilen in einigen hölzernen Häusern untergebracht, bi- ein paffendes Gebäude, wofür der Platz bereits gewählt war, aufgeführt (eia würde. Sie bestand aus dem Major Eavagnari, dem Secretär Jenkyns, dem Dr. Kelly, dem Lieutenant Hamilton, 50 Fußsoldaten und 26 berittenen Guidrn. Die Aufrührer wurden am 3. d. erst durch wohlgezieltes heftiges
Leben theuer verkaufend, sämmtlich getödtet. Neun Guiden, die zur Zeit Angriffes fouragirten, entflohen nach dem Shuttergarden-Paß und sollen einzig Ueberlebenden sein. Der Emir Jakub, selber hart bedrängt, bat britische Hülfe. Badehah Khan, nördlich vom Paffe, bot den Engländern
graphirt aus Cajnica, 10. ds., Abends: Die Colonne des Generalmajors Klllic traf 71/2 Uhr früh vor Plevlje ein und durchzog Die Stadt mit klingen' dem Spiele. Zum Empfange der Truppen war ein türkisches Bataillon vor der Stadt aufgestellt. Die Truppen bezogen ein Lager theils bei Avetovina theils im Norden von Plevje und brachten dann ein begeistertes Hoch Dem Kaiser aus. Die christliche Bevölkerung zeigt sich durch den Emmarsch beglückt.
Münster, 10. Septbr., Abends. Der „Westphäl. Merkur" veröffentlicht den vom 8. d. datirten Bescheid des Cultusministers v. Puttkamer auf die Eingabe des westphälischen Clerus betreffs des Schulwesens; der Minister hält an den Princtpten Falk's^ fest und drückt die Hoffnung auf spätere Mitwirkung der Kirche bet den Schulangelegenhetten aus.
Danzig, 10. Septbr. Dem Seitens deS westpreußischen Provinzial- Verbandcs veranstalteten Festdiner im Ariushofe, an dem 300 Gäste tvcilnab- mcn, wohnten der Kaiser, sämmtliche Prinzen, sowie der Großherzog und Erb« großherzog von Mecklenburg-Schwerin bei Landesdirector Dr. Wehr brachte den Toast auf den Kaiser aus. Heute Abend findet da- von der Provinz und Stadt gegebene Fell im FranztSkanerklostcr statt.
Telegraphische Depeschen.
Wagner's telegr. •rrrefptnicni-©nremu
Königsberg, 10. Septbr. Der Kaiser ist heute früh 7y2 Uhr nach Danzig abgereist.
Berlin, 10. Septbr. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Alle Mit- thetlungen der Preffe, namentlich englischer und französischer Zeitungen, über angebliche Beziehungen zwischen dem neuernannten Nuntius in München, Ron- cetti, und dem Reichskanzler entbehren nach unseren Informationen der that- sächlichen Begründung. So viel wir wissen, ist in den entscheidenden Kreisen deutscherseits kein Anzeichen geschweige eine Mittheilung bekannt, wonach Ron- cettt gleich seinem Vorgänger zu Unterhandlungen mit der Reichsregierung von der Curie überhaupt Auftrag oder Ermächtigung erhalten hätte.
Berlin, 10. Septbr. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge ist das Project einer Weltausstellung in Berlin an irgend einer amtlichen Stelle noch nicht hcrangetreten.
Danzig, 10. Septbr. Der Kaiser ist heute nach 11 Uhr Vormittags mittelst Extrazuges von Königsberg hier eingetroffen, auf dem Bahnhofe von den Spitzen der Militär- und Civilbehörtzxn empfangen. Unter Glockengeläute, Kanonendonner und dem brausenden Jubel der Bevölkerung hielt Se. Majestät Seinen Einzug in die prächtig geschmückte Stadt und nahm im Gouvernementshaus Logis. Der Kronprinz, sowie die übrige Begleitung von Königsberg begleiteten den Kaiser. Um 1 Uhr fuhren die hohen Herrschaften mit Extrazug nach Neufahrwaffer, bestiegen daselbst das Avisoschiff „Grille" und nahmen die Parade über die Panzerflotte auf der Rhede ab. Die Rückkehr von dort erfolgte bald nach 3 Uhr. Um 5 Uhr findet das von der Provinz Westpreußen im Artushof veranstaltete Festdiner statt.
London, 10. Septbr. Die Verbindung zwischen Kabul und den englischen Feldposten ist durch Afghanen vollständig unterbrochen. Der Aufstand hat größere Dimensionen angenommen, als man ursprünglich vermuthet. Die gegenwärtigen Streitkräfte des Generals Roberts dürften zur Unterdrückung des Aufstandes unzureichend sein.
London, 10. Septbr. Der Staatssecretär für Indien, Eranbrook ist
Der Cabinetsrath ist noch nicht berufen, nahmen fv d bisher nicht angekündigt.
Darmstadt, 10. Septbr., Abends, auf der Durchreise nach Baden-Baden die
Wien, 10. Septbr. Officiell.
Deutschland.
m. Darmstadt, 10. Sept. Der von der zweiten Kammer der Stände zur Vorberathung des Gesetzentwurfs in Betreff der allgemeinen Bauordnung gewählte besondere Ausschuß wird Dienstag den 16. September zusammentreten.
Berlin, 8. Septbr. Die Vorlagen wegen Erwerbung der Köln-Mtn- dener und Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahnen durch den Staat sind in dem Ministerium für die öffentlichen Arbeiten so wett gefördert, daß es eben nur noch der Zustimmung der Interessenten bedarf, um sie zum Abschlüsse zu bringen, so daß der betr. Decernent für diese Angelegenheiten jetzt die langvertagte Urlaubsreife antreten konnte. In Regierungskretsen sieht man übrigens die Erwerbung der beiden genannten Bahnen bereits als eine abgeschlossene Sache an. Weniger zuversichtlich ist man bezüglich der Anhalttschen Bahn, da man hier auf ziemlich heftigen Widerstand der Actionäre vorbereitet ist.
Berlin, 9. Septbr. Ueber die innere politische Lage hört die „Nordd. Allg. Ztg." : Der Minister des Innern werde auch an dem Empfange des Kaisers in Danzig thetlnehmen und gegen das Ende dieser Woche, voraussichtlich am 14. d. M. nach Berlin zurückkehren. Die Vorarbeiten für die Fortführung der Verwaltungsreform hätten den Minister auch während des Urlaubs beschäftigt. Derselbe habe die vorige Woche den persönlichen Vortrag des Geh. Reg.-Raths v. Brauchitsch entgegengenommen. Die Grundzüge der beabsichtigten Organisation bildeten schon einige Zeit den Gegenstand seines schriftlichen Meinungsaustausches innerhalb des Ministeriums und würden demnächst zurjzmündltchen Erörterung gelangen. Nach der Rückkehr des Ministers Hofmann am 13. d. und der Rückkunft des Grafen Stolberg am 15. d. Mts. würden die Mtnisterial - Sitzungen wieder beginnen. Der Finanzmtntster v. Bitter werde in 10 bis 12 Tagen zurückkehren.
England.
London, 8. Septbr. Dem im Zululande gefallenen Prinzen Napoleon soll in Chtselhurst, nahe bei dem Hause, das er mit seinen Eltern bewohnte, ein Denkmal gesetzt werden. Es hat sich zu diesem Zwecke ein ansehnlicher Ausschuß, mit Lord Sidney an der Spitze, gebildet. Die Einzel- zeichnungen sollen den Betrag von zwei Guineen nicht übersteigen. Kaiserin Eugente beharrt, wie verlautet, auf ihrem Vorsatz, sich in ein Kloster zurück- zuziehen, und Rouher soll lediglich, um sie davon zurückzuhalten, nach England gekommen sein.
Exeter, 9. Septbr. Schatzkanzler Northcote wohnte gestern hier einem Meeting von conservativen Arbeitern bei und stellte seinen Sohn als künftigen Parlaments-Candidaten vor. Bei Besprechung der Regierungspolttik hob Northcote hervor: England nehme, nachdem es den Muth gehabt, rund herauszusagen, was es im Nothfalle thun wolle und könne, eine viel wichtigere Stellung als jemals im Rathe Europas ein. Ueber das Schicksal Cavagnari's und der englischen Gesandtschaft in Kabul äußerte sich Northcote voll warmer Theilnahme und Trauer; dieselben seien ein Opfer frenetischer Wuth, g^gen welche sie stch muthtg »ertheidigten; es war dies der eines Engländers würdige Entschluß. Der Tod Cavagnari's sei ein Verlust für die Nation. Der Emir verlangte Englands Hülfe. Die britischen Truppen seien zweifellos schon in der Nähe Kabuls, wo sie die Ruhe Herstellen würden. Ein Urtheil über die Ereignisse in Kabul abzugeben, erscheine verfrüht, es seien weitere Nachrichten abzuwarten. Schließlich deutete Northcote auf die destructioe Politik irländischer Parlamentsglieder in der letzten Session hin und betonte die Nothwendigkeit, allen Versuchen, die Union der britannischen Inseln zu erschüttern, festen Widerstand entgegenzusetzen.
Asten.
— Die englische Gesandtschaft war in Kabul kaum eingetroffen, als auch schon daö gewöhnliche Volk sich unzufrieden und herausfordernd gegen sie
5904) §
Ir°9 tiUig
geben; dieses prüft und entscheidet dann nach Lage der Akten. Die Beschwerde ist schriftlich oder zu gerichtlichem Protokoll anzubringen. Die Beschwerde hat keine aufschiebende Kraft, d. h. es wird inzwischen vollzogen, was das Gericht angeordnet hat, weil sonst Querulanten das Verfahren Hinhalten könnten. Wird die Beschwerde für begründet erachtet, so wird das Geschehene redressirt. Im Allgemeinen ist die Beschwerde nicht an eine Frist gebunden. In wenigen Fällen bestimmt das Gesetz „sofortige" Beschwerde; wo diese vor- geschrieben ist, muß sie binnen Wochenfrist angebracht werden.
Das Rechtsmittel der Berufung (früher: Appellation) ist jetzt beschränkter als früher. Während sie bisher gegen alle Erkenntnisse erster Instanz, mit Ausnahme der Schwurgerichte, stattsand, ist sie jetzt nur noch gegen die Urthelle der Schöffengerichte zulässig, natürlich auch gegen die der Amtsrichter, welche ohne Zuziehung der Schöffen erlassen sind. Die Berufung muß binnen einer Woche (früher 10 Tage) bei dem erkennenden Gericht angemeldet werden (schriftlich oder zu Protokoll); ste kann in einer zweiten Woche begründet werden. War der Angeklagte bet Publication des Urtheils nicht anwesend, so datirt die Frist erst vom Tage der Zustellung. Das Gericht giebt die Akten an die Staatsanwaltschaft. Hat diese die Berufung eingelegt, so fordert es Gegenerklärung des Angeklagten und giebt dann die Akten an die Staatsanwaltschaft des Berufungsgerichts, welche sie diesem übermittelt. Das Berufungsgericht ist die Strafkammer des Landgerichts. In der Berusungs' Instanz können neue Thatsachen und neue Beweismittel angeführt werden; es findet eine nochmalige vollständige Hauptverhandlung statt.
Der Beurtheilung zweiter Instanz unterliegt die Sache nur insoweit, als das Urtheil erster Instanz angefochten ist. Das Gericht ist, insoweit das Urtheil angefochten ist, auch nicht im Geringsten an die Feststellungen des ersten Richters gebunden. Wird die Berufung unbegründet gefunden, so wird sie zurückgewtesen; erachtet sie das Gericht zweiter Instanz für begründet, so hebt es das erste Urtheil auf und erkennt anderweitig in der Sache selbst. Die Berufung wird zurückgewiesen, wenn sie vom Angeklagten ausging und dieser in der Hauptverhandlung weder selbst erscheint, noch vertreten ist. Fehlt der Angeklagte, wenn der Staatsanwalt appellirt hat, so kann in seiner Abwesenheit verhandelt vder auch seine Vorführung (event- Verhaftung) beschlossen werden. Die Berufung hat ausschiebende Kraft. ES darf also kein Urtheil erster Instanz vollstreckt werden, ehe die Frist zur Berufung verstrichen, das Urtbeil also rechtskräftig ist, oder die Berufung durchgesührt und das Urtheil zweiter Instanz rechtskräftig ist.
von Hugcnden zurückgekehrt und hat den Indischen Rath zusammenberufen. Außergewöhnliche militärische Maß-
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Feuer zurückgetrieben, erschienen aber, durch Pöbel verstärkt, nach der Plünderung des Arsenals bald wieder. Der Angriff dauerte unter beiderseitigem namhaftem Verluste den ganzen Tag. Den Afghanen gelang es, gegen Abend Gebäude in Brand zu stecken. Die Insassen stürmten heraus und wurden,
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Der I. deutsche Thierschutz-Congreß zu Gotha.
(Fortsetzung.)
hierauf beantragte Landdrost von Pilgrim-Hildesheim, eine Commission zu erwählen, welche vor der Bcrathung im Plenum die Vivisecttonsfrage durchberathen, und wo möglich sich über einen Compromißantrag einigen solle. Es war nämlich allen Congreßmitgliedern klar, daß in Folge der namentlich von Dresden aus geschürten Agitation die Gemüther in Bezug auf diese Frage etwas sehr erregt seien und deßhalb unter Umständen in der Debatte die Geister etwas sehr hart auf einander platzen möchten. Da aber nun der Congreß zu friedlicher, ernster Thätigkeit zusammeuaetreten war, so sollten alle etwa entstehenden Differenzen vermieden, oder, wo solche vorhanden, möglichst ausgeglichen werden. Es waren deßhalb nach Schluß der Vorversammlung eine Anzahl Eongreßmitglieder zusammengetreten und hatten sich über obigen Antrag geeinigt, welchen zu stellen die Herren v. Pilgrim und Advocat Schanz-Dresden übernommen hatten. Letzterer, ein enragirter Gegner der Vioisection, ergriff hieraus zur Unterstützung seines Antrages das Wort und führte aus, daß die Vivisecttonsfrage, resp. die Frage der Stellung der Thierschutzvereine zu derselben jedenfalls auf diesem Congresse erledigt werden müsse, um endlich eine Richtschnur für die THSttgkeit der Vereine zu schaffen. Er schlug hierauf vor, beregte Commission aus 10 Herren zusammen zu setzen und wurden demgemäß erwählt die Herren: W- Wulff-Schleswig (Referent), Dr. Schüfe r-Darmstadt (Correferent), Veterinärassessor Dr. U l r t ch- Breslau, Schulvorsieher Dr. K ü r t en-Berlin, Gutsbesitzer Beck-Nürnberg, Professor Dr. Zürn-Leipzig, Major a. D. Freiherr v. K 0 ch t i z k y-Dresdcn, Fabrikant R i c g e l m a n n-Hanau, Professor Baue r-Straubing und Advokat S ch a n z-Dresden.
Nach Erledigung dieser Angelegenheit ging man zum 1. Gegenstand der Tagesordnung über, nämlich zur Berathung der Frage:
„Wie ist die Jugend für die Sache des Thierschutzes zu gewinnen?
Referent: Rector B. Topf-Langensalza, — Correferent: Kreis-Schmmfpector
Der Referent, welcher sich dafür ausspricht, daß die Jugend Masse für den Thierschutz gewonnen werden möge, weil dadurch zur Veredelung und Verbesserung der Menschen beigetragen würde, behandelte im ersten Thcil seines gediegenen unv ausführlichen Vortrages die Frage: „Was kann die Schule thun zur Gewinnung der Kinder für den Thierschutz?" Er fühtte aus, daß es so vielfach tn der Hand de-
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Nachmii soll auf dies zur Herstellur dem Rollfort veränschl. zu nebmenben ve
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