Ausgabe 
7.5.1879
 
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so bedingt der rein geschäftliche Charakter der Ausstellungen es doch, daß i nicht besonders für dieje angesertigte Schaustücke, sondern ausschließlich Gegen- stände der regelmäßigen Product'vn, welche als Proben für Liefern -gen drenen können, dorthin gesandt werden. Wenn schließlich es in der Natur vermache liegt, daß die Beschickung auf diejenigen Industrien sich beschränken muß, we che für den Gebrauch in Australien geeignete Maaren fabriciren und auf diesem neutralen Markt der Concurrenz Englands und Nordamerikas gewachsen sind, so werden einige Notizen darüber nicht unerwünscht sein, welche Erzeugnisse der heimischen Industrie, abgesehen von den bereits in directen Beziehungen ru Australien stehenden Zweigen derselben, nach dem Unheil sachkundiger Männer dort auf Absatz rechnen könnten: Geschnitzte Möbel, namentlich von Eichenholz für Speisezimmer und thunlichst dem englischen Geschmack angepaßt: Tbeeserotce Taffen, Destertteller und dergl von sehr gutem, feinem Porzellan, deconrt und bemalt. In geringerem Grade ganze Tlschservice, der Concurrenz der englischen Erzeugniste wegen. Gaskronen, -Leuchter und -Lampen für Speisezimmer. Axen und andere Theile von Eisenbahn-Fahrzeugen, welche in dem Lande nicht fabricirt werden, nach denen aber bei der stetigen Erweite­rung de« Bahnnetzes starke Nachfrage ist. Sehr halibare Re.seutenstlim von Leder Bier, Wein. Gute Ferngläser, namentlich doppelte. Bedruckte Baum- wollgewebe zum Gebrauch der Bewohner der «L-üdsee- Inseln, im Preise von 2i/t Penny an für den Mrd aufwärts. Sehr gute Oeldrucke.

Berlin, 3. Mai. Rußland hat sich barem gefunden, daß es bis zum 3, August die türkischen Provinzen geräumt haben muß. Kaiser Alexander hat den Wunsch ausgesprochen, daß die orientalische Frage für diesmal als abgeschlossen zu betrachten sei. In diesem Sinne hat er friedliche Anweisun­gen nach Bulgarien ertheilt. Die Mächte sind in der Hauptsache einig in der Ausführung des Berliner Friedens und man besorgt für jetzt keine weiteren Schwierigkeiten. Das 4. und 9. russische Armee-Corps haben Ordre erhalten, heute mit der Räumung Ostrumeliens zu beginnen. Ende nächster Woche werden drei Regimenter auf acht Dampfern eingeschlfft werden. Die Ver­handlungen des deutschen Reichskanzlers mit der römischen Curie dauern fort, aber in langem Pausen und ohne recht vom Fleck zu kommen. Die Friedens­liebe des Vaticans ist bis jetzt nur platonisch. Die Unterhandlungen werden übrigens in freundlichster Weise geführt. Fürst Bismarck scheint keine große Eile zu haben, sie zu Ende zu bringen, da es dem Centrum gegenüber für ihn wünschenswerth ist, daß die Ultramontanen noch von ihm zu hoffen haben. UebrigenS liegt eine verbürgte Aeußerung des Fürsten Bismarck vor, wonach eT den sog. constitutionellen Garantien an sich nicht abgeneigt sei, indessen verlange, daß die National-Liberalen bestimmte annehmbare Vorschläge machen. 1_ Die Verhandlungen wegen der Königin Marte von Hannover waren schon im Gange, als Herr Windlhorst. Meppen eine Audienz beim Reichskanzler nachsuchte. Der Herzog von Altenburg hat einen förmlichen Antrag bei der preußischen Regierung gestellt. der Königin Marie ihr Witthum auszuzahlen. Die Regierung ging um so eher darauf ein, als der Herzog von Cumberland aeaen seine Mutter und seine Schwestern nicht freigebig ist und vielleicht nicht sein kann. Die Königin Marie erhält 180,000 und die Töchter je 30,000 Mk. jährlich.

Glück und die noch größere Freude. Ihnen anzuzeigen, daß Sie frei sind." Die Excellenz hatte also fünf Tage sitzen und mit den Fingern essen müssen und wurde nun so mir nichts dir nichts wieder laufen gelassen, ohne ein einziges Mal verhört worden zu sein. DieOrganische Chemie" wurde indessen zurückbehalten Als Professor Faminzin in seiner Wohnung wieder anlangte, fand er daselbst seinen Bruder, den Musikus, schon vor; diesem war es natürlich weit schlechter gegangen, dmn er erfreute sich nicht so hoher Protection und war keine Excellenz Der Musikus Faminzin hatte sich gleich am ersten Tage splitternackt ausziehen müssen und war m diesem Zustande untersucht worden. Der Professor fuhr sofort zu seinem Chef, dem Vorsteher der Akademie der Künste und Wisfenschaften, Grafen Lütke, der wußte gar nicht, daß einer feiner Professoren fünf Tage lang eingesperrt worden war, und Faminzin, der durch dieses Verfahren der Polizei aufs Höchste erbittert wurde, machte sich auf zum Groß­fürsten Konstantin Nikolaiewitsch, seinem speciellen Gönner und hohen Protector; er erzählte der Kaiser!. Hoheit, wie es ihm ergangen sei, aber Konstantin zuckte die Achseln und entgegnete:Es sind halt schlimme Zeiten, wir müssen uns fügen." Der Groß­fürst vermag heute eben auch nicht mehr als alle andere Menschen. Wir haben den Belagerungszustand und was für einen!(Köln. Ztg)

Telegraphische Depeschen.

Wagner'« telegr. «Korrespondenz- Bureau.

Be-lin 5. Mai. Reichstag- Fortsetzung der ersten Berathung der Zoll- und Steuer-Vorlagen. Richter lHagen) knüpft an die am Freitag gehaltene Rede des Fürsten Bismarck, sowie an Reichensperger's Rede an, untersucht die Ursachen des wirthschaftlichen Verblutungs-Processes und erinnert hierbei an die Wirkungen der großen europäischen Kriege. Redner meint, daß die Schutzzollbewegung überall nach großen Kriegen Platz gegriffen habe, und erörtert die Folgen der Zollreform hinsichtlich der deutschen Export-Fähigkeit. Seit Aufhebung der Elsenzölle habe die deutsche Elsen- production mächtig zugenommen. Die Eisenzölle seien nur im Interesse der Groß- Elseninduftrie, nicht aber in dem der Klein-Eisenindustrie. Ebenso feien die Wünsche der Weberindustrie geteilt. Im Allgemeinen werde Die Exportfähigkelt der Haus­industrie durch Vertheuerung der Halbfabrikate gefährdet, auch die Erwerbsfähigkeit des weiblichen Geschlechts bedroht Man möge nicht die Interessen der Großindustrie künst­lich fördern, indem man das Handwerk verkümmern lasse Auch die Arbeiter-Be­völkerung werde durch die Vertheuerung der unentbehrlichen Lebensrnittel in Folge der Schutzzölle empfindlich geschädigt. Die Erhöhung der Kornzölle komme nur der Grund­rente zu Gute, nicht den Pächtern. Die Grundeigenthümer aber müßten das Risiko tragen. Im Fortgänge seiner Rede fritifirt Richter (Hagen) den Petroleumzoll, kommt auf die vom Reichskanzler verheißenen Steuererleichterungen zurück und bezeichnet es als verdienstvoll vom FinanzmiNister Hobrecht, daß er die Verheißungen des Reichs­kanzlers desavouirt und rectificirt habe. Präsident v. Forckenbeck bezeichnet diese Dar­stellung als unzulässig. Richter untersucht ferner die muthmaßlichm Erträge der neuen Zölle und Steuern, fordert getrennte Berathung der Finanzzölle und Schutzzölle und vorherige Prüfung der Schutzzölle, um zu ermitteln, ob die Finanzölle noch nöthig feien. Seine Partei fei nicht gegen eine Steuerreform, verhalte sich aber negativ gegen den ganzen vorgelegten Plan, fei einstimmig gegen die Erhöhung der Tabak- und der Brau- fteuer, gegen den Petroleumzoll und den Zoll auf Getreide, Vieh und andere unent­behrliche Lebensrnittel. Seine Partei verwerfe auch die Vorlagen aus dem Gesichts­punkte der Machtfrage, die gestellt sei gegenüber dem Reichstage und den Einzelstaaten. Flnanzminister Hobrecht kommt auf seine Rede vom Sonnabend zuruck und betont, die jetzt gemachten Vorlagen seien zunächst bestimmt, dem actuellen Bedürfnisse zu ge­nügen, Darüber hinaus sei nichts gefordert-

Bundes-Commissar TieDemann tritt der Ansicht entgegen, daß die Vorlagen nur darauf berechnet seien, dem großen Grundbesitzer zu dienen und die anderen Klaffen der Bevölkerung schädigten. Der leitende Gedanke der Vorlage stutze sich darauf die minder begüterten und arbeitenden Klassen zu entlasten. Richter möge einmal das Armenbudget, namentlich Rheinlands und Westfalens in's Auge fassen, um zu ei kennen, daß der kleine Mann und der Bauer am meisten leide; ihm zu Helsen, sei die Ausgabe der Regierung. Die Zahl der Subhastationen bäuerlicher Güter Redner fuhrt Zahlen an habe sich unglaublich gesteigert. Dem gegenüber sei Hülse für die Landwirthschast geboten- Die russischen Eisenbahnen, welche den Aoriireichthum Rußlands inAus­land schaffen, vermitteln ja auch den Verkehr mit dem Spessart und doch herrsche dort Hungersnoth. Man könne sich mit keinen Gründen der Nothwendigkeit verschließen, dem Landbau zu Hülfe zu kommen. Redner widerlegt ferner die einzelnen Wu^ suhrungm^Rich^ gegen verschiedene Ausführungen Richter'« und verweist

gegenüber- dem letzteren, der den Hauptgewinn dem Export zuschreibe, aus Adam Smith, der die Bedeutsamkeit des inneren Verkehrs hervorgehoben habe. Wie sei die sociale Entwickelung in dem freihändlerischen England? Hungern und frieren dort nicht die Arbeiter am meisten? Ist dort nicht die Zahl der ländlichen Besitzer äußerst zu ammeu- geschmolren? Gerade dem Handwerke und der Kleinindustne solle durch die Reform der Markt eröffnet werden. Die Rede Delbrück's sei das glänzendste Zeugniß für den Tarif. Für die Eile, womit man vorgegangen, seien Diejenigen verantwortlich, welche Enqueten verhindert hätten. Das Steuerbewilligungsrecht Der Parlamente werde m keiner Weise durch den Tarif geschädigt- - Fürst Bismarck tritt ein. - Oechselhauslcr gibt einen historischen lleberblicf über die bisherige zollpolitische Entwickelung und spricht längere Seit in vermittelndem Sinne, bleibt jedoch auf der Journalistentribune völlig unver­ständlich- Die Fortsetzung der Debatte wird auf Dienstag 10 Uhr vertagt-

Konstantinopel, 5. Mat. (Semral Obrutscheff ist mit einem eigenhändigen Schreiben de« Kaiser« von Rußland an den Dultan l)ier einge­troffen ; man vermuthet, daß dieses Schreiben sich auf die Verhältniffe Ostru» meliens beziehe. _ , , , , , , , .

Wien, 5. Mai. Abgeordnetenhaus. Moskowitz bringt folgende von Motken begleitete Interpellation ein: Welche Schritte sind von der Regie­rung eingeleitet, um bei der deutschen Regierung die schleunigste Aufhebung des Verbots der Ein- und Durchfuhr vor aus Oesterreich-Ungarn stammen­dem frischem F'eisch zu erwirken? und, falls die Regierung bereits Schritte eingeleitet hat, welchen Erfolg hatten dieselben? In der Mottvirung wird die Gefährdung des Fleischexportes nach Frankreich und England, sowie die Schädigung der österreichischen Landwirthschast hervorgehoben.

Stuttgart, 5. Mai. DerSchwäb. Merkur" meldet: Am 12. Mai findet tm königlichen Schloß Hierselbst die Vermählung deS Prinzen Georg, Herzogs von Leuchtenberg, mit der Prinzessin Therese, Tochter des Prinzen Peter von Oldenburg, statt. .

London, 5. Mai, Abends. Unterhaus. Norihcote erklärt auf Anfra- gen ßrntinaton'8 und Forst-r'S: Die Real-rung wünsche bie P-c>fic>rung von Südafnka zu fördern und sandte am 10. April Instructionen an Bärtle Freie k-ine Annection vorzunehmen, aber Maßregeln zu treffen zur L-icherung der enallchen Colonien gegen die von den Zulu« drohende Btt-Hr.

Wafbinaton, 5. Mai. Die Demokraten brachten im Repräsentau- tenbause einen besonderen Gesetzentwurf ein, wonach bet Vornahme der Präsi­dentenwahl die Anwesenheit von Bundestruppen an den Wahlorten verboten *Cm London, 5. Ma«, Abends. Oberhaus. Auf Befragen Granvilles antwortete Salisbury in halbstü.diger Rede; er g^bt «ne U-b-rsicht ubrr das bereits behufs «usführnng de« Berliner Vertrags geschehene. Die Räumung Ostrumeliens soll am 3. Mat ansangen und am 3. August aushören, er g aube, dieselbe habe schon Begonnen. Waddingtons Antrag, betreffend die Mediatto in der griechischen Frage, sei von allen Mächten angenommen. __

SU&UhL

Petersburg, 1. Mai. Wie wenig Umstände die russische Polizei selbst mit hohen Herrschaften macht, möge folgendes Beispiel beweisen. Hier in Petersburgsieben die Gebrüder Faminzin, die beide sehr angesehen und bekannt sind, denn der altere ist Professor an der Unwersität mit dem TitelExcellenz" und den jüngeren kennt man weit und breit als tüchtigen Musiker, Compomsten und Musikreferenten., Em Uni­versitätsprofessor ist heute selbstverständlich der Polizei weit verdächtiger als jedes andere Menschenkind, und in der Rächt vom Samstag auf Sonntag vor acht Tagen erschien mit einem Male ein Haufen Bewaffneter m der friedlichen Professorwohnung, 1Z Mann hoch unter Führung eines Polizei-Obersten waren sie ausgezogen. Faminzin wurde aus dem Bette geholt und ihm sehr höflich mitgetheilt, man habe höheren Orts den Befehl erlassen, Die Wohnung zu durchsuchen- «Gut/ sagte Fammzin, »handeln Sie nach Ehrern Befehl!" Nun begann eine Durchsuchung der werthvollen Bibliothek des Professors, während welcher diesem die Haut schauderte. Die Werke wurden auf ben Erdboden geworfen, mit den Füßen darauf herumgetreten und von den Pollzeimenschen nach allen Richtungen hm Durchwühlt. Fammzin wird über ^n Jahr nothig haben, um feine Bibliothek wieder in Stand zu fetzen. Als diese Untersuchung beendet war, wandte sich Der Oberst mit der größten Artigkeit an den Professor und sagte- Excellenz! Ich bedauere unendlich, indessen Sie müssen mich begleiten und ^hr HZr Bruder auch, es ist höherer Befehl."Wenn es höherer Befehl i\t" ent­gegnete ruhig der Gelehrte,dann thun Sie, was Ihres Amtes ist. Die beiden Herren Faminzin, die zusammen dasselbe Haus bewohnten, mußten sich schleunigst ant eiben, wurden dann von den Polizisten in die Mitte genommen und abgeführt. Natürlich glaubten die beiden Brüder nicht anders, als daß sie nach der dritten Abtheilung ver­bracht werden wmden, das war aber leider nicht der Fall, sondern der Zug hielt tm Demidow-Pereulok vor dem Gefängnißthurme, der lediglich zur Aufnahme für nach ©ibiriei verbannte Verbrecher bestimmt ist. Die beiden Herren mußten hier eintreten und wurden danach in Einzelhaft abgeführt. Der Prosesior kam in em dumpfes Mauerloch von vier Schritt Länge zwei Schritt Breite, eine Gefangenenzelle, diewohl noch niemals in anderen Ländern eineExcellenz" bezogen hat, die noch keiner Schuld überführt ist. Die Wände der Zellen waten feucht, das Bett unfauber, und Famm- zin een. bat dringend, man möge ihm doch wenigftens ein trockenes Gesängniß anweifen. Excellenz", erwiderte der immer sehr höfliche Oberst,es thut mir grenzens leio, allein andere Zimmer gibt es nicht mehr, alles ist befetzt." Der Professor brachte die Nacht angekleidet und ohne zu schlafen zu- Am nächsten Vormittag gegen 11 Uhr er­schienen seine Peiniger wieder bei ihm-Bitte, kleiden Sie sich au«," hieß es jetzt, wir müssen mit Ihnen eine genaue Durchsuchung vornehmen." Dagegen proteftirte Faminzin sehr heftig, und zu feinem Glück erschien der Polizei-Oberst, der liebenswürdig wie immer, sehr bedauerte u. s. w., aber durch die energischen Vorstellungen des Pro­fessors sich schließlich doch bestimmen ließ, die körperliche Untersuchung zu untersagen. Alle Gegenstände dagegen, die der Verhaftete bei sich führte, mußte er abliefern unb auch ein BuchOrganische Chemie". Faminzin bat, man möge ihm doch das Buch lassen da er vor langer Weile vergehe. Jedoch vergebens. Das Buch wurde als wichtiger Fund triumphirend von bannen geschleppt- Eine neue Freude erwartete Se. Excellenz beim Diner: Die Suppe wurde ihm mit einem Holzlöffel aufgetragen, den hie Noraänaer des Professors, heißhungerige Sibirianex, schon bedenklich benagt hatten, und zum zweiten Gange, zum Rindfleisch, gab es weder Messer noch Gabel.e>ie haben das Besteck vergessen", erinnerte fanft der Professor.Durchaus nicht, Excellenz , antwortete der dienstbare Geist,den Arrestanten werden keine Messer und Gabeln verabfolgt damit sie sich den Hals nicht abschneibcn ober bie Pulsabern nicht offnen.

Das sind ja recht angenehme Aussichten," bachte bieExcellenz" unb begann bas leckere Mal mit Fingern unb Zähnen. Die Luft in bemZimmer" war so schlecht, baß der Professor bringend bat, man möge ihm gestatten, ein wenig im Arrestantenhofe fpazieren zu geh n Die Bitte wurde gewährt, unb von einem eolbaten mit geladenem Ge­wehr vorn und einem Soldaten mit geladenem Gewehr hinten escortirt, durfte die Professor-Excellenz auch frische Luft schnappe»; das gefiel aber doch dem ganz un­schuldigen Manne nicht und er kehrte nach fünf Minuten wieder in ferne Zelle zuruck. Mm ließ man ihn ruhig unb ohne Nachricht, ja ohne Verhör^ ben ganzen Montag, Dienstag, Mittwoch unb Donnerstag in feinem Lochgesangmß^ Seine wieberbolte Bitte um Rückgabe berOrganischen Chemie ' mürbe immer abgefchlagen. Ain Donnerstag enblich erschien ber artige Ofsicier wieber und sagte:Excellenz, ich habe bas große

Lokales.

Gießen, 6 Mai In ber TabakbesttUtrunqs-Frage ging heute eine detitionan den Reichstag welche von weit über 2000 Arbeitern Gießen« unb besten Umgegend unterzeichn