England
— Betreffs der von der „Germania" veröffentlichten angeblich authenti-
sch-n Auszüge aus dem Proteste "des Herzugs v. Cumberland erf°hr?die „Nord' Kürze.^L^^
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Der Kronprinz kam Mittags nach der Abreise des Kaisers per Extrqi nach Berlin, fuhr dtrect nach dem Lehrter Bahnhof und reiste um 1 Uhr - dem Courierzug nach Hannover zur Besichtigung der dortigen Ausstellung. $
mation in deutscher Übersetzung veröffentlichen.
Arankreich.
Paris, 26. Juli. Die Arbeitseinstellung in Anzin nimmt langsam ab. Gambetta's „R^publique" gibt heute ihr Urtheil über den Strike ab, und zwar ein recht realistisches; sie sagt: „Wir zweifeln das Recht der Arbeiter, gemeinsam die Arbeit einzustellen, nicht an, so lange sie nicht durch lausende Contracte gebunden sind. Die Ausübung dieses Rechtes können wir aber nur dann für zweckmäßig halten, wenn die Lage derart ist, daß die Arbeiter ihre Arbeitgeber wirklich durch zugefügte Entbehrungen zur Unterwerfung zwingen können. Das ist in Anzin nicht der Fall, darum halten wir den Strike für verfehlt. Da übrigens die Arbeitseinstellungen im Allgemeinen zweischneidige Waffen sind, möchten wir wünschen, daß die Arbeiter sich über deren Bedeutung belehren ließen und daß sie dieselben nicht ohne vorherige öffentliche Erörterung der
Hesterreich.
Wien, 27. Juli. Die österreichisch-ungarische Occupations-Armee überschreitet in der Stärke von 94,000 Mann heute, den 27. Juli, Abends, an vier Punkten die türkischen, resp. die bosnisch-herzegowinischen Grenzen. Die Occupation geschieht im vollsten Einvernehmen mit der Türkei. Einige Einzelsragen harren trotzdem noch der formellen Regelung zwischen Oesterreich-Ungarn und der Türkei. Am Sonntag (28. Juli) wird Phtlippovtc die vorbereitete
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Proclamation an die Bewohner der zu occuplrrnden Gebiete erlasien. Darin des die Stellung der Juden in Serbien beschränkenden Berfaffungsartikel i heißt es unter Anderem: Oesterreich-Ungarn besetzt die Provinzen im Namen gab auch die Autorisation zum Bau der Eisenbahnen Belgrad-NischSalon! des Sultans; betont ynrd, die Occupation sei eine Friedensmffsion und ver- und Belgrad-Nisch-Konstantinopel, welches binnen 3 Jahren zu vollenden tw folge den Zweck, alle Einwohner zu beschützen, ihnen Freiheit zu bringen, ihr genehmigte darauf den Abschluß eines Handelsvertrages mit Ocherreich u Eigenthum zu sichern und ihren Glauben unangetastet zu lasten. Am Montag, stimmte der Regulirung des eisernen Thoxes zu. Hiernach wurde die Skups den 29. Juli, Abends, dürfte die „Poltt. Corresp." den Wortlaut der Procla- tina vorgestern durch den Fürsten geschlosten.
...... “ ' Wien, 29. Juli. Die „Montags-Revue" veröffentlicht den Corpsbesk
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bare Einsetzung einer griechisch-türkischen Commission. Bezüglich der (Sie: recttfication verlautet, Griechenland verzichte nicht auf die Einbeziehung t Janina in das abzutretende Gebiet. — Belgrad. Die Skupschttna hat die g Serbien bezüglichen Artikel des Berliner Vertrages angenommen, mit der & forderung an die Regierung, ehestens auf gänzliche Abschaffung der Capitulatm hinzuwirken. Ferner stimmte dieselbe dem Regierungsantrage wegen Aufhebu des die Stellung der Juden in Serbien beschränkenden Verfastung^artikel <
Nothstände anfingen."
Paris, 27. Juli. In allen Gruben der Compagnie d'Antche ist die Arbeit wieder im Gange, in den Gruben Gayant und Dentche fuhren fast alle Arbeiter heute wieder ein. Die Lage der Gruben der Compagnie d'Anzin hat sich etwas gebestert; dagegen wird gefürchtet, daß in Denain, wo bis jetzt gearbeitet wurde, morgen die Arbeitseinstellung erklärt wird. Zwei Banden von etwa 200 mit Stöcken bewaffneten Strikern wurden gestern durch Truppen zersprengt. In der Grube Abscoa der Compagnie d'Anztn haben von 1800 Arbeitern 600 die Arbeit wieder ausgenommen.
des Feldzeugmeisters Phtlippovtc, worin derselbe sagt: Der Kaiser habe : Einklänge mit sämmtlichen Großmächten Europas und mit Zustimmung fr Pforte beschlossen, dem unheilvollen Zustande der Nachbarländer durch Beseßu Bosniens und der Herzegowina in entschiedener Weise ein Ende zu mach« „Nicht Eroberungslust, sondern die unabwetsliche Sorge für die eigene Wo» fahrt gebietet uns, die Reichsgrenzen zu überschreiten. Euer stets freudig Gehorsam für die Befehle Sr. Maj. des Kaisers und eure musterhafte Disc plin bieten mir sichere Gewähr für Einhaltung des in der Proclamation: die Bewohner Bosniens und der Herzegowina gegebenen Versprechens." Schlnj lich wiederholt der Feldzeugmeister: „Nicht zu einem Siegeszuge, zu hm Arbeit führe ich euch, verrichtet im Dienste der Civilisation und der Humaniläi
London, 29. Juli. Marquis Lorne ist zum General-Gouverneur r: Canada an stelle des Earl Dufferin ernannt. — „Times" erfährt, die Psoi habe die englischen Reformpläne für Kleinasien günstig ausgenommen; die a. Englands Oberaufsicht entspringenden Rathschläge würden künftighin regenermi den Einfluß auf das ottomanische Reich ausüben. — Aus Belgrad meldet bafltH Blatt: Leschjanin gehe als ständiger serbischer Gesandter nach Petersburg.
Berlin, 29. Juli. Se. Maj. der Kaiser ist heute Mittag 12i/2 Ui mit der Großherzogin und der Prinzessin Victoria von Baden von Stali: Großbeeren nach Teplitz abgeretst, woselbst die Ankunft Abends 7V2 Uhr« folgt. In Bodenbach wird während eines halbstündigen Aufenthaltes t Diner eingenommen.
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------------,-------- — v...v .»..hvu u.. viuuvui. tvm- , .. Gießen, 30. Juli. Die Uebelthäter, welche vorige Woche bei Meder-Cleea d so empfing der Kaiser auch den Präsidenten des evangelischen Oberkirchenrathes. Schullehrer mißhandelten, sind ermittelt und sitzt einer derselben bereits ° — SHHWFÄ hnr hnn ......tnx ^to,ter zu Metzlar.
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Kirche in Deutschland gereichen." Wahrscheinlich begibt sich der Nuntius Allg. Ztg/' von zuverlässiger Seite, daß bei einigen deutschen Regierungen, aui Masella nun doch nach Kissingen. — Am Mittwoch ist im Reichskanzleramt unter bet dem Senat einer freien Stadt ein Schreiben ves Herzogs v. Cumberla, dem Vorsitz des Unterstaatssecretärs für Elsaß-Lothringen, Herzog, die Enquete- eingelaufen fei, welches mit dem Eingang des von der „Germania" veröffentlich Commission für die Leinen- und Baumwollen-Jndustrie zusammengetreten; die- Textes bis zu den Worten: Herzog von Braunschweig und Lüneburg, überei selbe besteht außer den Abgeordneten aus folgenden Mitgliedern : Regierungs- stimme, aber die darauf folgende längere Auseinandersetzung über die Hoffnung, rath Dr. Stüve, Regierungsrath Hegelmeier, sächsischen Geh. Regierungsrath und Ansichten des Herzogs nicht enthalte. Ob der Senat der betreffenden frei Böttcher, Geh. Commerzienrath Heirnendahl-Crefeld, Commerzienrath Dr. Websky- Stadt und auswärtige Mächte diese Ausetnandersetzung erhalten haben, we Wüstewaltersdorf, dem Director der Actien-Baumwollenspinnerei am Stadtbach, die „Nordd. Allg. Ztg." nicht, bezweifelt es aber, und hält die Veröffentlichu, Theodor Haßler in Augsburg, Fabrikant Jean Schlumberger in Gebweiler und der „Germania" für das, was man in England einen Wahlpuff nenne.
Kaufmann von Jakubowski in Hamburg; nach dem Beschluffe des Bundesraths Wien29. Juli. Meldungen der „Polit. Corr." Konstantinop! soll die Enquete sich auf die gejammte deutsche Baumwollen-Jndustrie, also 29. d. Der Sultan soll die Ratification des Berliner Vertrages gestern vo Spinnerei, Weberei und Druckerei, sowie auf die Leinen-Industrie erstrecken zogen haben. In den Minister-Conferenzen vom 26. und 27. wurden nt und namentlich die veränderte Sachlage Lerückstchtigen, welche durch den An- Instructionen für Karatheodori Paschaberathen und festgestellt; dieselben düch schluß Elsaß-Lothringens an das deutsche Zollgebiet geschaffen worden ist. Die ihm gestern telegraphisch zugegangen sein. Bezüglich ver griechischen Frage i Commission wird sich zunächst mit der Ausstellung eines Programms für die absichtigt die Pforte demnächst ein Memorandum an die Mächte zu rfchh Enquete beschäftigen. _ (Frkstr. Journ.) worin das auf dem Berliner Congreß vorgetragene Expose des griechisch
Biedenkopf, 27. Juli. In unserem kleinen Städtchen (kaum 2800 Ministers D-lyannis beantwortet und widerlegt werden soll. — Für gestt Einwohner) haben sich 2 08 5 Bewohner an der Wilhelms-Spende betheiligt. war türkischerseits die Räumung Varnas bestimmt; Meldungen über den Vv zug stehen noch aus. — Athen. Die griechische Regierung verlangt im Hinb! auf die Ausschreitungen türkischer Soldaten in den Grenzprovinzeu die unmitti
London. In der Türkei scheint man, wozu die gemachten traurigen w. aup|«uunH.
Erfahrungen allerdings fast berechtigen, ziemlich besorgt zu sein, daß noch andere Hannover wird der Kronprinz in der nächsten Nacht 1 Uhr die Reise ir Staaten mit Einverleibungs - Ansprüchen an sie herantreten dürften. Die in Hamburg antreten.
Frankreich herrschende „patriotische Beklemmung" scheint die Besorgniß wachzu- Wien, 29. Juli. Die „Presse" meldet: Erzherzog Johann Salon.' rufen, daß Frankreich, eingedenk seiner Expedition von 1859, die Hände nach roar der erste, der das bosnische Territorium betrat; er pflanzte sogleich k Syrien ausstrecken möchte. Der „Stambul" bringt einen Artikel, in welchem österreichische Fahne auf, welchen Act die Truppen mit Hurrah begrüßten. $ er auf diese Möglichkeit hinweist, unseres Erachtens mit Unrecht, denn selbst Erzherzog telegraphirte über diese feierliche Scene sofort an den Kaiser. D wenn maßgebende französische Kreise, was wir bezweifeln, solche Pläne hätten, Hauptcorps unter Philippovic wird sich erst morgen von Brod aus in t so würde doch England, das jetzt in Cypern festen Fuß gefaßt hat, sich hiermit wegung setzen. Widerstand hat' sich bisher nicht gezeigt.
kaum einverstanden erklären. Teplitz, 29. Juli. Die Stadt prangt in reichem Flaggenschmuck, öoi
London, 27. Huli. Lord Beaconsfield verlas gestern im Oberhause die preußischen Landes- und die deutschen Reichssarben vorwiegen, und ist c nachstehendes schriftliches Gutachten des Hydrographen der Admiralität, Mr. Kränzen und Gutrlanden herrlich betörtet. Der Statthalter von Böhmcn Evans, bezüglich des Hafens von Saturn: „Datum kann nur eine Bucht, nicht heute früh hier durchgereist, um den deutschen Kaiser in Bodenbach zu ' ein Hafen genannt werden. Der Ankergrund für Schiffe beschränkt sich aus Pfangen. Die deutschen Kurgäste haben beschloffen, dem Kaiser eine 21W einen Kreis von etwa 850 Dards im Durchschnitt, aber dieser Raum ist durch 3U überreichen;, dieselbe soll Freude über die bisherigen Fortschritte in b das außerordentlich tiefe Wasser (etwa 45 Faden) des mittleren Theils weiter Genesung ausdrücken und den Wunsch, daß die Heilkraft der hiesigen QM gemindert- Der Ankergrund von einigermaßen brauchbarer Tiefe beschränkt sich ^m Kaiser völlige Genesung bringen und der hier waltende tiefe Frieden,'' so auf das User-Segment des Kreises, und sicher könnten nicht mehr als drei wie das Bewußtsein der den Kaiser auch hier umgebenden Treue, den t< Panzerschiffe dort vor Anker gehen und frei wenden, selbst mit einer beschränk- landesväterlichen Herzen zugefügten Schmerz lindern möge. Am 3. August s> ten Kabellänge und bei gutem Wetter. Bezüglich der Angabe, daß der Hafen Festlichkeit mit Gottesdienst am Friedrich-Wilhelm-Monument, Festessen, 3- 13 Kriegsschiffe und einen Transportdampfer enthalten, so könnte das nur da- mination und Höhenerleuchtung stattfinden.
durch bewerkstelligt worden sein, daß die Schiffe nebeneinander in kurzen Ent- Teplitz, 29. Juli. Der deutsche Kaiser ist Abends 73/4 Uhr, :■ fernungen verankert und daß ihr Stern am Ufer nahe der Stadt, an der West- enthusiastischen Kundgebungen empfangen, hier eingetroffen. Nach Seiner l’
jette der Bucht festgelegt worden. Das sind nicht die Bedingungen eines freien Eunft im Herrenhauje erschien Se. Maj. aus dem Balkon und wurde von t
Ankergrundes und nur mehr Ausnahmeumstände, und selbst dann nur mit Publikum mit unaufhörlichen jubelnden Zurufen begrüßt, wofür der flo"
Unsicherheit könnte ein Geschwader so gebrShgt dort anfern." Die Richtigkeit wiederholt dankte.
dieses Gutachtens wird durch ein von Hobart Pascha in den Blättern ver- Brod, 29. Juli. Heute Morgen hat die Avantgarde des 13. AW
öffentlichtes Schreiben bestätigt. Corps in Gegenwart des Feldzeugmeisters Philippovic und seines ganzen Sic^
—' 11 """ —————— bei Brod die Save Überschritten. Der Uebergang der Truppen vollzog -
Dtpescheu. der größten Präciston binnen 3 Stunden unter lautem Jubel der Sol"
Wagner'- telegr. «orrespondeur-vurea«. ?n und der hiesigen Bevölkerung. Seit 10 Uhr weht auf dem bosnischen^
Berlin, 29. Jul«. Di- „Nordd. All,. Ztg." m-id-t- Se. Maj. der ^Err-ichis»- Flogge.
Kaiser empfing gestern auf Babelsberg särnmtltche hier anwesende Mitglieder Lokal-Notiz.
des Staatsmintstertums und richtete eine längere Ansprache an dieselben: eben- r Gießen, 30. Juli. Die Uebelthäter, welche vorige Woche bei Nieder-Cleea d


