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Freitag, den I. Februar
1878.
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Anzeige- Mb Amtsblatt für bk« Kreis Gießt«.
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Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerlohn.
Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Amtlicher Theit.
Gießen, am 28. Januar 1878.
Betreffend: Die Instruction zur Dienstsührung der Gemeinde-Einnehmer. ,
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Grofiberzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Eine Ihnen demnächst zugehende Berichtigung zu Nr. 49 des vorjährigen Regierungsblattes wollen Sie dem betreffenden Bande zwischen Seite 458 und 459 beifügen lassen, und gleichzeitig auf Seite 457 die Aufschrift „Brennholz' in „Bau- und Nutzholz" ändern.
Dr. Bookman n.
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versucht, um Griechenland vom Kriege abzuhalten. Northcote bemerkte dem nächst bezüglich der Haliung der Regierung in letzter Zeit, daß Derby in seiner Depesche vom 13. December die ernstliche Hoffnung ausgesprochen habe, daß eine zeitweilige Besetzung Konstantinopels und der Dardanellen vermieden werde, da sonst England die volle Freiheit des Handelns in Anspruch nehmen würde. Rußland habe am 16. December zwar eine freundliche aber ausweichende Antwort ertheilt, in welcher es anscheinend andeuten wollte, daß die russische Politik erfordern könnte, gegen Konstantinopel vorzurücken. Als aber am 12. Januar die Ruffen über Adrianopel auf Gallipoli vorrückten, machte England vorstellig, daß jede Operation, welche darauf abztele, die Dardanellen unter die Controle Rußlands zu stellen, als ein Hinderniß für Erreichung der Bedingungen für eine endgültige Regelung der Dardanellenfrage angesehen werden würde. Zugleich wurde von Rußland die Versicherung verlangt, nicht auf Gallipoli vorrücken zu wollen. Fürst Gortschakoff antwortete am 15. Januar: Rußland beabsichtige nicht auf Gallipoli vorzurücken, wenn nicht türkische Truppen dort concentrirt würden. Gortschakoff verlangte seinerseits Die Versicherung Englands, Gallipoli nicht besetzen zu wollen. Allein die Ruffen rückten immer vor und als Suleiman Pascha sich in der Richtung von Gallipoli zurückzog, beschloß die Regierung, die Flotte in die Dardanellen zu senden. Der Sultan sandte einen Ferman, worin die Zulassung einer Flotte gestattet wurde. Sobald es aber hieß, daß die Pforte bereit sei, die Friedensgrundlagen anzunehmen und daß die Dardanellenfrage nicht allein durch Rußland und die Türkei, sondern, durch eine Conferenz geregelt werden solle, wurde die Flotte contremandirt. Die Expedition der Flotte war nur eine temporäre Maßregel; dieselbe hänge nicht mit der Creditforderung zusammen. Die Frage sei, ob England mit der Stärke einer einigen Nation zur Conferenz gehen solle. Man könne nicht Frieden fordern, wenn man fortwährend verbreite, England fürchte sich in den Krieg zu gehen. Der Credit brauche nicht verwendet zu werden; er solle die Regierung nur in den Stand setzen, auf der Conferenz mit der Macht ausgerüstet zu sein, Englands Recht wirksam zu machen. Wenn das Haus das Vertrauen in die Regierung versage, muffe letztere die Entscheidung hinnehmen, es sei dann aber unmöglich, so wichtige Dinge zu behandeln, wie solche der Conferenz unterbreitet werden sollten. Die Regierung verlange Vertrauen, sie versichere, daß ein solcher Schritt der wirksamste Schutz des Friedens sein würde. Ein hervorragender Ausländer habe über die vorliegende Frage gesagt, es werde Niemand gehört werden, es sei denn, daß er stark sei.
Der Marquis of Hartington wünscht die Debatte auf Donnerstag vertagt zu sehen, da es sich um ein Vertrauensvotum handle.
Brigth erklärt, er begreife nicht, weshalb England aus die Conferenz mit Kanonen und Revolver gehen solle.
Gladstone fragt an, ob das Gerücht, wonach die Einsetzung eines russischen Prinzen in Bulgarien beabsichtigt sei, aus Konstantinopel stamme.
Nachdem noch einige Mitglieder gesprochen hatten, erklärte Schatzkanzler Northcote: Admiral Hornby hatte den Befehl erhalten, nach Konstantinopel zu gehen, den Wafferweg offen zu halten, britische Unterthanen und britisches
Gießen, den 30. Januar 1878.
Das Großhcrzvglichc Ki cis - Gesundheitsamt Gießen
an die Großherzoqlichen Bürgermeistereien des Jmpfbezirks Gießen.
Die Jmpflisten für die dießjährige Impfung werden in den nächsten Tagen an Sie gelangen und bemerken wir Ihnen bezüglich der Ausstellung derselben Folgendes. .n ben für Erstimpfung alle in der betreffenden Gemeinde im Jahre 1877 geborenen Kinder , auch solche, welche etwa mit ihren Eltern weggezogen find, eingetragen, Oie bis jetzt gestorbenen aber nicht. Nach vollendetem Eintrag sind alsdann unter C die zugezogenen Jmpspflich- tigen aufzuführen, oder es ist, wenn solche nicht vorhanden, dieß zu bescheinigen. Erst dann ist die Liste mit Namen der aufstellenden Behörde und Datum der dubfertigung^zu^ ^eder-Jmpfung sind unter B diejenigen Schüler aufzunehmen, welche im Laufe dieses Jahres das 12. Lebensjahr erreichen, und zwar haben diese Einträge nach dem Schulverzeichniffe zu geschehen. Die Gestorbenen und Weggezogenen, sowie Kinder, welche nicht in ihrer Heimath, sondern an andern Orten Schulen besuchen, sind in die Listen ihrer Heimathsorte nicht aufzunehmen. Unter C hat dann ebenfalls Eintrag der Zugezogenen zu geschehen, oder Bescheinigung, daß solche nicht vorhanden. Die Unterzeichnung dieser Listen geschieht durch den Schulvorstand.
Bis spätestens 31. März d. I. wollen Sie die Listen an uns einsenden.
Dr. G l a s o r.
England.
London, 28. Januar. Im Unterhause verstand sich der Schatzkanzler zur Vertagung des Geldbewillignngs-Beschluffes bis morgen, gab indessen Erklärungen ab.
Er constatirte, daß die russischen Bedingungen der hiesigen Regierung vom russischen Botschafter nicht osficiell, indessen autoritativ mitgetheilt wor- bCtl ^Ach't Punkte seien es: Bulgarei autonom, Begrenzung jedenfalls nicht knapper, als durch die Conferenz festgesetzt. Türkische Truppen nur qn wenigen bestimmten Punkten. Der russische Kaiser ernennt einen christlichen Gouverneur. Die Stellung der Bulgarei wird analog der bisherigen Rumäniens.
Montenegro vergrößert und unabhängig.
Rumänien unabhängig und Gebietszuwachs.
Serbien unabhängig und Grenzberichtigung. Herzegowina autonom unter genügender Bürgschaft.
Die übrigen christlichen Provinzen werden ähnlich gestellt. Kriegsentschädigung an Rußland in Geld, Land oder anders. Sicherstellung Oer russischen Interessen in der Dardanellenstraße.
Der Schatzkanzler besprach bedauernd den Verzug im Abschluß des Waffenstillstandes. Die Gründe seien ihm unbekannt. Absichtliche Verzögerung sei immerhin nicht unmöglich. Jedenfalls rücken die russischen Truppen vor.
Die Pforte handle gegenwärtig durchaus nicht unter Englands Einfluß. Der Schatzkanzler findet den russischen Kriegsentschädigungs-Paragraphen be deutsam durch seine Unbestimmtheit. Jedenfalls betreffe der Friede europäische Jntereffen. England könne daher keinen Separatvertrag cknerkennen.
Es sei der Regierung bekannt, daß Oesterreich ihre Ansichten theile. Der Schatzkanzler deutete die Gefahr an, daß nach gänzlicher Niederwerfung der Türkei Rußland sich so im Vortheile befinden könnte, daß bei der Schlußcon ferenz seine Stimme allein maßgebend sein würde.
England habe bisher constant die in Derby's Mai-Depesche bezeichnete Politik befolgt, nämlich die der bedingten Neutralität.
Es sei keinerlei Druck auf Griechenland ausgeübt, vielmehr möglichst auf die Beseitigung von Hinderniffen angestrebt worden.
Es sei daher ein europäischer Conseil wegen des Friedens nothwendig. Die Stipulation wegen der Dardanellen sei entweder von großer Tragweite oder besage Nichts. Jedenfalls sei sie für England von größtem Jntereffe. Ein separates Abkommen darüber würde England nicht anerkennen und nicht zulaffen. Wiederholte Erklärungen Oesterreichs zeigten, daß es die daraus bezügliche Ansicht Englands theile. Die Niederwerfung der Türkei muffe aller dings große Veränderungen zur Folge haben. England würde sich aber in unvorthellhafter Stellung befinden, wenn die Mächte nur über den definitiven Frieden befragt werden sollten. Die britische Regierung halte an dem Inhalte der in der Mai-Note Derby's beobachteten Neutralität fest. Sie sei bestrebt, eine Erweiterung des Kampfes zu verhindern. Sie habeGriecherlland nur freundschaftliche Rathschläge ertheilt und weder Druck ausgeubt noch Bestechung


