Oesterreich.
Arankreich.
Paris, 25. Juli. Di- Kellner der Duval'schen Bouillon-Anstalt aus
fcem B°u.-v°rd Montmartre haben heute di. Arbe7 mit Humor' erstellt! von ^lan7W AZAA
Berlin, 26. Juli. Die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt, daß die Havarie- Commission in Kiel die Mannschaften am Ruder des Schiffs „Königs Wilhelm" fretgesprochen hat. Seitens der Admiralität wird nunmehr auf Grund der Voruntersuchungen gegen den Geschwader-Chef, den Commandanten und die bethetligten Officiere die förmliche Anklage erhoben. Das Kriegsgericht wird, da ein Admiral dabei bethetligt und sämmtltche anderen Admirale entweder als Sachverständige oder als Beisitzer functioniren, in den drei obersten Klaffen voraussichtlich durch Generale gebildet werden, während Seitens der Marine nur die Klaffe der Capitäne zur See vertreten sein wird. — Das genannte Blatt meldet ferner: Die Frage wegen der Vollziehung des Urtheils gegen Hödel ist gegenwärtig Gegenstand der Berichterstattung deslStaatsmtnisteriums an den Kronprinzen.
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Schließlich sprach Beaconsfield sehr scharf gegen Gladstone, weil dieser die fy* üentton vom 4. Juni eine Thorheit genannt habe. — Außer Beaconsfield na!' men auch Salisbury und Northcote das Wort.
Darmstadt, 28. Juli, Abends 10 Uhr 42 Min. Der Großherzog #
Madrid, 27. Juli. Der König beschäftigt fick mehr als je tnü h Staatsgeschäften. Sein Gesundheitszustand ist vortrefflich. Der König 15 Vorbereitungen zu den Manövern der im Norden befindlichen Truppen, weit er commandiren wird, treffen und wird bei dieser Gelegenheit die ProvW Arragonien, Navarra und Casttlten besuchen. Gegen Ende October rvtrb König nach Madrid zurückkehren, um die Kammern zu eröffnen.
telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Torrespon-euz-Brrreart.
, London, 28. Juli. Dem gestrigen Banket zu Ehren Beaconsfield und Sallsbury s im Carlton-Club wohnten etwa 500 Parlamentsmitglied
— Die Reise des Kaisers nach Teplitz findet deshalb statt, weil sich rheumatische Beschwerden bei demselben eingestellt haben. Von Teplitz dürfte sich der Kaiser gegen Ende August nach Gastein und. von dort gegen Ausgang September nach Mainau begeben, von wo die Rückkehr nach B.erlin vorläufig auf die zweite Hälfte des October festgesetzt ist. Bis dahin wird bestem Vernehmen nach der Kronprinz jedenfalls als Stellvertreter fungiren.
Berlin, 26. Juli. Die neue „innere Mission" der Prediger Stöcker und Todt gleicht jener bedenklichen Sorte von Heiden-Misston, welche schon zufrieden ist, wenn der bekehrte Wilde christliche Gebete plappert und kirchliche Ceremonien mitmacht, sich aber um solche Kleinigkeiten, wie Vielweiberei, Menschenfreffen und dergleichen, vorläufig nicht viel kümmert. Mit den volks- wirthschaftlichen Trugschlüssen und Verirrungen der Soctaldemokratie es aufzunehmen, fehlt es jenen nur theologisch gebildeten Männern an jeder Fähigkeit. Für den Staat aber ist der christlich-soctale Agitator, der die Arbeiter in ihrer von den socialdemokratischen Demagogen eingesogenen Verachtung aller staatlichen und gesellschaftlichen Autorität bestärkt, um kein Haar harmloser als der ursprüngliche atheistische Verführer. Deßhaib wird das von der Regierung vorbereitete Gesetz gegen socialdemokratische Umtriebe schwerlich umhin können, auch den Herren Stöcker, Todt und Genoffen das angemaßte Handwerk zu legen, zu welchem sie weder erzogen noch berufen sind. Vor der Hand werden die Wähler am 30. Juli ihrem Größenwahn eine fühlbare Lectton ertheilen müffen. Die „Christlich-Socialen" fühlen sich bereits so, daß sie an Orten Candtdaten ausstellen, wo man sie bis jetzt glücklicherweise höchstens erst durch die Zeitungen kennt oder wo Herr Hofpredtger Stöcker in seinem unaufhaltsamen Drange, überall den Apostel seiner Weisheit zu spielen, sogar von den ihm kirchlich nächststehenden Kreisen mit Protest zurückgewiesen worden ist. Daß derartige Candidaturen, bemerkt die „Nat.-Lib. Corr." beim allgemeinen Stimmrecht auch nicht den Schatten einer Aussicht auf Erfolg darbieten, verhehlt sich natürlich nicht einmal die hohe Einbildung ihrer Urheber. Es kommt ihnen also lediglich darauf an, allerorten nur erst Fuß zu faffen und von überall her Stimmen für die Wahlstatistik zu sammeln. Es soll nach vollzogener Retchs- tagswahl gesagt werden können: „Die christlich-sociale Partei verfügt in ganz Deutschland bereits über so viel Tausende von Stimmen!" In Ermangelung von Reichstagssitzen nimmt man einstweilen mit einer gewissen Anzahl von Wahlkreisen, in denen man es doch wenigstens zu irgendwelchen Minderheiten gebracht hat, vorlieb. Auch dies hat die christlich-sociale Secte ihrer Vorläuferin und Geistesschwester, der Soctaldemokratie, abgelernt. Der ruhige Bürger mag daraus wieder erkennen, wie wichtig es ist, am Wahltage nicht zu fehlen, damit seine Stimme mit in die Wagschale falle gegen die Musterung des socialdemo- kratischen Umsturzheeres beider Flügel, des „christlichen" und des „anttchrtstltchen".
Berlin, 27. Juli. Se. Maj. der Kaiser reist am Montag Mittag von der Station Großbeeren, wohin er sich zu Wagen begibt, nach Teplitz.
, Stuttgart, 27. Juli. Dem „Schwäb. Merk." wird vom Main geschrieben: Gegenüber den Zweifeln der „Nattonalzettung" halten wir die Mittheilung bezüglich der Heidelberger Minister-Besprechung aufrecht. Es handelte sich bet dieser Zusammenkunft einer größeren Anzahl deutscher Ftnanzminister um vertrauliche Besprechungen über die Finanzlage des Reiches und der größeren Bundesstaaten. Der Tabakssteuerfrage sollte hierdurch nicht vor- gegriffen werden.
^Berlin, 28. Juli. Nach zuverlässiger Auskunft ist es nicht m daß der von der „Germania" veröffentlichte Protest des Prinzen Ernst Au:>' von Hannover an sämmtliche deutsche Fürsten gerichtet war.
^ien, 28. Juli. Die „Wiener Ztg." vernimmt, daß der Kaiser! Ratification des Berliner Vertrags-Instrumentes vollzogen habe.
7-»Vor?üttags gi/? uhx. Dem hiesigen „Telegr. Corresp.-Bureau" l»: bls jetzt kem Telegramm über den etwa erfolgten Einmarsch der Oesterrch in Bosnien vor.
während des Frühstücks saßen die Gäste plötzlich allein vor der unvollend Speisung. In Anzin hat sich die Lage verbessert; in Haleluy traten ' sämmtliche Arbeiter wieder ein; in anderen Gruben arbeiten ungefähr 800 ■ beiter; in Absum suchen die Arbeitverweigerer jnoch mit Waffen und Stöcken Arbeit zu verhindern.
Paris, 26. Juli. Die mit der Leitung der Ausstellung betraute ß Mission setzte heute die Anzahl der zu verleihenden Auszeichnungen auf 150 (5q- preise und 2500 goldene Medaillen fest. — Der „Agence Havas" zus bezeichnet eine amtliche Depesche aus Madrid die Zeitungsangaben über angebliche Krankheit des Königs von Spanien unb4 seine Absicht abzudanken vollständig unrichtig.
Paris, 27. Juli, Abends. Wie die „Agence Havas" erfährt, ist angekündigte Rundschreiben des Ministers Waddington nunmehr festgestellt gelangt demnächst zur Versendung an die Vertreter Frankreichs im Ausla
England.
Loudon, 26. Juli. Oberhaus. Roseberry lenkt die Aufmerksam des Hauses auf das englisch-russische Memorandum und kritistrt das Verba! der Regierung, besonders das Geheimthun derselben. Lord Salisbury be« nete in seiner Erwiderung das seiner Zeit veröffentlichte Resumö des Ms randums als nicht authentisch, weil es einen wesentlichen Punkt entstc nämlich das Eintreten für die militärische Suprematie des Sultans südlich^ Balkans, welche England auf dem Congreffe erlangt habe. Salisbury erfl: die darauf bezüglichen Schriftstücke seien nicht vorgelegt worden, weil dies w. ohne die anderen Schriftstücke, die vertraulichen Inhalts waren, habe gescheh können. England sei außer den bereits mitgetheilten Verpflichtungen keine künftigen Verbindlichkeiten eingegangen. Das Memorandum sehe nur den & oor, daß der Congreß sich nicht habe einigen können und bezeichne die Pun' die keinen Kriegsfall bilden sollten. Englands Freiheit sei dadurch auf b Congreffe unbeschränkt geblieben und habe dasselbe mehrere Zugeständn erreicht. Frankreichs und Deutschlands Einfluß auf dem Congreffe sei bek tend gewesen. England habe Griechenland keine Versprechen gegeben, dien erfüllt gelassen worden seien, und sicherlich keinen Gebietszuwachs versprach! Die Regierung ermuthige nicht die Schwachen zum Angriff gegen die Stark wenn sie nicht bereit sei, dieselben zu unterstützen. Die wahren Freunde @r chenlands seien diejenigen, die ihm rathen, sich auf die Entwickelung feig eigenen Hülfsquellen zu verlassen und keine seine Kräfte übersteigende abentw ltche Politik zu befolgen. Carnarvon, Bath und Granville kritisiren hiern die Regierung. Damit ist der Gegenstand erledigt und erfolgt die Vertan des Hauses.
Italien.
Nom, 25. Juli. Der Minister des Innern hat an die Präfecten m Bergamo, Brescia, Verona und Vicenca die telegraphische Anfrage gerichtet, t m den genannten Städten geheime Werbungen versucht worden seien; sämmtli^ Präfecten gaben darauf die beruhigende Erklärung, daß die bezüglichen GerüL durchaus unbegründet seien. — Minister Zanardelli begibt sich nach Tua wird den König nach Mailand begleiten und ihm ein Dekret über umfaflenl Personal-Veränderungen, die sich auf 25 Präfecturen erstrecken sollen, zur Untr schrift vorlegen. — Ministerpräsident Cairolt ist wieder hergestellt und bürf wahrscheinlich ebenfalls nach Mailand gehen.
Spanien.
T8ren, 27. Juli. Die „Polit. Corr." veröffentlicht die Proklamation, welche bet dem bevorstehenden Einrücken in Bosnien und der Herzegowina in den Landessprachen unter der Bevölkerung vertheilt werden wird und die über viele Absichten der Regierung bei der Besetzung die besten Aufschlüsse bietet. Die Proklamation besagt: „Die Truppen des Kaisers von Oesterreich und Königs von Ungarn, im Begriffe die Grenzen zu überschreiten, kommen als Freunde, um den Uebeln ein Ende zu machen, welche lange Jahre nicht nur Bosnien und die Herzegowina, sondern auch die angrenzenden Länder Oesterreich-Ungarns beunruhigen." Die Proklamation betont, daß der Kaiser mit Schmerz die um "etden des Landes vernommen, sowie, daß der Kaiser, nachdem die Landes- ™ , 7'7..—\.......-— —
regierunfl sich unfähig erwiesen, die Ruhe dauernd herzusiellen, nicht länger TrinksMuL^wie^ Erwiderung auf ckc
Zusehen konnte, wie Gewalt und Unfrieden in der Nähe seiner Provin.en hJ k ?? sauf die großen Verdienste Sch
herrschten, wie Roth und Elend an die Grenzen seiner Staaten pochten Der hV a f 9 ®Ol1flrefJelS h>n- Weiterhin vertheich
Kaiser lenkte das Auge Europas auf Eure Lage und im Völkerrath! wuröe [Ln , »8 ? »uA®on8t^;S8joo[I,0'ä^tiatEn hinsichtlich der glich einstimmig beschlosien, daß Oesterreich.Ungarn Euch die langentbehrte Ruhe und ™fr im ^e Griechenland Zurückhaltung empfoch
Wohlfahrt wiedergebe. Der Sultan vertraut Euch dem Schutze seines mäch^ m«'n Theilung ,der Türkei Griechenland nothwendi,- tigen Freundes, des Kaisers und Königs, an. Die Truppen bringen nickt ffri/i w ! Mendes Gebiet erhalten wurde und wer! andererseits, wenn s«lt sondern Frieden; sie werden Jeden schißen, Keinen unterdrücken^ Alle^Landes- E,r"n9 die Fürstenthümer und Griechenland auf sehr kärM
söhne genießen auf Befehl des Kaisers das gliche Recht nach dem Geseß und lmck'®rf°'8 ^6e b-wiesen, daß GM« Schutz für Leben, Glauben und Eigenthum. Die Gesetze Sitten und Ein- and allerdings mehr erhalte, als die Fürstenthümer, die gegen die Türke! ft richtungen werden geschont, die Einkünfte nur für die Bedürfnisie des Landes fehr^ner^L^ |4t~n; Beaconsfield sprach sich fern«
verwendet, die rückständigen Steuern der letzten Jabre nickt einaebobpn wor'hpr C^r -^erkennend über die Haltung des Sultans aus, welcher GriechenlA' Die Truppen sollen tsre Bedürfniff. h £ Ä 7 ^^hnlicher Weise gehandelt habe. D^rch die engl#
schließlich die Bewohner auf, sich vertrauensvoll unter den Schutz der alor- Eonventton seien dte von England in Folge des Berliner Songnffi! reichen Fahnen Oesterreich. Ungarns zu stellen, die Soldaten als Frennä >n Berantwortlichkctten nicht vermehrt, sondern vermindert- 8-
empfangen, der Obrigkeit zu gehorchen, ihre gewohnte Beschäftigung aufmnebmen bl^e6etjCugung, ba6, wenn England E mehr Entschiedenheit gesproh- und sie sollen geschützt sein in den Früchten ihrer Arbeit. 9 der Krimkrteg, noch der letzte Krieg stattgefunden haben wflrlt
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