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1878.

Dienstag, den 30. Juli

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montag».

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar! 50 Pf.

Gießen, am 26. Juli 1878.

Ntdaclion-birreaur Gartenstraße B 165. kxpeditionSburealrr Schulstraße B. 18.

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° viertMhrlich 2 Mar! 20 Pf mit Bringerlohn.

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lot, dem Volke, unb zu dem wir das Vertrauen haben, daß sein Wirken dazu leitrogcn wird, die wunden Stellen, die unserem öffentlichen Leben geschlagen wrden sind, zu heilen. Darum bleibe Keiner daheim i Gebt Eure Stimmen ab nach Eurer inneren Ueberzeugung, wählt einen Mann von zrwer- lässigem und selbständigem Charakter, der sein Vaterland liebt und ein Herz hat für das Wohl des Volkes!

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hotte es sind, welche die Nbwebr nöthig machen und gegen welche daher diese Abwebr ru richten ist. Es ist überdies im Voraus gewiß, daß Einschränkungen wirksamer Art, wie sie zur Bewältigung der Socialdemvkratie unerläßlich sind^ aus dem Boden des Allen gemeinsamen Rechts vom Reichstage weder jetzt, noch später zugestanden werden würden. Um die socialdemokratffche Bewegung zu­nächst zum Stillstand zu bringen, bedarf es für ttne Zett lang der vollständi­gen Beseitigung der täglichen Agitation in der Preffe und in den Vereinen. Wie wenig die bestehenden Gesetz- selbst be, strenger Anwendung gegenüber der Socialdemokratie vermögen, daS hat sich gerade in den letzten Wochen sur ,eden Beobachter der socialdemokratischen Preffe gezeigt. Inmitten des erschütternden Eindrucks der beiden Attentate wird die gesammte sich daran knüpfende öffent­liche Bewegung von den socialdemokratischen Blättern nur zum Anlaß des frechsten Hohns genommen. Was Hilst es, wenn einzelne der bösartigen Artikel nach Verlaus einiger Wochen vcrurthetlt und wenn ein dafür bezahlter Sitz- Redacteur auf kurze Zeit eingesperrt wird - während inzwischen das verderb- liche Gift ungehindert überall hin verbreitet worden ist und in Tausenden von Lesern gewirkt hat. Dieser Wirkung kann nur durch ein Zuschutten der Quellen, aus denen das Gift fließt, vorgebeugt werden: die Schule des Verbrechens

* mu6 eben geschloffen, die verwerfliche Agitation unterdrückt werden. Die Wähler ' also, welche die Regierung bet Erfüllung ihrer Aufgabe für das Wohl der bur- gerlichen Gesellschaft unterstützen wollen, mögen sich nicht durch ^S°meine aus-

! weichende Erklärungen über eine gewiffe Bereitwilligkeit der Wahlcandidattn beruhigen laffen, sondern nur solchen Candidaten ihre Stimme geben, welche durch ihr bisheriges Verhalten, durch ihre Gesamuttstellung zur Regierung oder durch ausdrückliche bündige Zusagen die Bürgschaft gewähren, oaß sie die v m-rr hpn imb wirksamen Unter-

Gießen

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m ~ H laefaat Italien solle sich in Albanien oder sonst einem Punkte des Adriati-

In der letzten Stunde. O 8-n Meeres eine Compenscttton suchen. DiePost" erklärt autoristrt zu sem,

Der Gang zur Wahlurne ist diesmal, davon legt schon dre Schärfe des anfle61^e Anerbietung Bismarck's in Abrede zu stellen. - In Ober-

Mkampfcs das beste Zeugniß ab, wichtiger denn je. Von allen Setten istiSchlesien tauchte der Coloradokäfer in erschreckender Anzahl, namentlich^bei -ei ickwankende Staatsbürger umbuhlt worden und em geistiger Kampf, zwischen, ^krahütte, auf. Gestern wurde wieder eine christlich - foctale Versammlung Bartet und Partei, wie zwischen Volk und Regierung hat ihn umwogt, inwelche unter Anderem die Börse des Hochverraths und btt Juden mlchem er endlich Farbe zu bekennen und Stellung zu nehmen geuöth.gt war,kp Paterlands-Verraths bei Jena und Auerstedt angeklagt hatte. - Te: neu Wln man ihm nicht in so bewegter Zeit Ehre und Character absprechen sollte. (fl P^is gegründete katholisch- Bank ernannte den -h°"^lgen österr icht

rathllnaen-Elk Wahlen am 30. Juli sind sür die Zukunst unseres Staates, wie sur uns Süobahn-Director Bontour zu ihrem Präsidenten, während der frühere

9 M von höchster Wichtigkeit; es ist eine Pflicht für Alle, Gouverneur der Bank von Frankreich, v. Plocuc, vom Dtrectortum zurucktrat.

Wl zu nehmen und aus innigster Ueberzeugung dem Manne ihrer Wahl diel Flugblatt:200 Millionen neuer Steuern , wurde gesternnut

stimme -u geben. Nichts fälscht mehr die öffentliche Meinung, als der In- t 3 I .a

iffagMfett, MnenttSmus und es ist geradezu eine Schande, darauf zu verzichten, an seinem w Berlin, 24. Juli. Di- heutige Nummer des Armee-Verordiiungs-

»eickeidenen Tbeil jenen Antheil an dem öffentlichen Leben und an oer Fort- ^^tes" enthält folgende Ordre des Kronprinzen, datirt vom 20. d. Mts..

Muna unseres Staates zu nehmen, welchen uns das Wahlrecht geährt. @c(nc Majestät der Kaiser und König sehen Allerhöchst Sich aus Gesundheit^-

Denn die Pflicht zur Wahl entspringt aus dem Wahlrecht und wer Rücksichtki^veranlaßt, Seine Anwesenheit bei dendt-sjährMn großen.Herbst- ein Recht vergißt oder nicht achtet, der ist -,n Schwächling oder ein Vor- Übungen^-r Truppen zu beschränken, hoffen jedoch, Einon Thetl der Manöver

. drittel am Gemeinwohl seines Volkes, wie an sich selbst, an seiner Zukunst. M Armee-Corps beiwohnen zu können. In Rücksicht hierauf bestimme . . 30. Juli, an diesem Wendepunkt unserer konstitutionellen Ent- (n Veränderung der Ordre vom 15. April d. I., betr. die dlesjahrigkn

i^nicklung gibt es keinen Entschuldigungsgrund sür das Fernbleiben von der £n Truppen-Uebungen: Di- großen Herbst-Uebungen des 15. Armce- Mhl, als etwa schwere Erkrankung. Das Wählen ist unsergute-Recht und k^ps fallen aus und haben an deren Stelle elstägige Divistons-Uebui^n nach ,»nla»°t seine Ausübung l Wir brauchen allerdings Niemanden als uns selbst btg Anhangs II der Verordnungen vom 17. Juni 1870 stattzufinden.

» "ktchenschast über das zu geben, was wir thun. Aber sür unser Gewissenhon b Zutheilung des Stabes und zweier Batterien der rettendenAbtheilung ist ^unsere Stimme nicht gleichgültig. Niemand darf und soll sagen. kg ersten rheinischen Feld-Artillerie-Reglmentti Nr. 8, sowie des»wetten badi-

. ,, h- Was liegt an meiner Stimme? die wird den Ausschlag nieyt geben, - Die ,, FAd-Artillerle-Regiment« Nr. 30, ist Abstand zu nehmen. D.e 16. Div'- -W«hl kann an einer Stimme liegen und überall, wo eine Wahrfchelnlläp L n (^Te Divisions-Uebungen anstatt bei Metz in dem Bezirk des ' ' " ' Rechnung anders denken läßt, liegt doch an einer Stimme so viel, daß' Armee-Corps und die 29. Division elftägige Divisions-Hebungen m dem

tomit durch diese eine Stimme, das ziffermäßige Verhältniß der wahren b(g 14. Armce-Corps ab. ,

" ^ «rlksarsicht klarer gestellt, d°ß die Statistik der Wahl richtiger und getreuer Berlin, 26. Juli. Ueber das Socialistengesetz, wie es die Regierung . . -.nto, daß mit einem Wort dos V o lksb ewußts e tn, aus dem die Volks-! Dringen gedenkt, gibt die 8Du»CtnetnentalE$Il)Din^fa^(5omfronbEn$ ^1116 ..s, fatttoen, jmttetcr den Geist bei Gesetzgebung ableiten soll, besser zum Ausdruck kommt. Erklärung:Die Regierung muß und wird, wie gesagt, von Neu m

. WAm in diesem Sinne, wenn wir nach bestem Gewiffen immer und überall ^k^here Vollmachten zum Verbot socialdemokratlscher Zeitungenc, Vereine und rerven ;um f rwn'tcn, Redlichen und Verständigen, den wir sur den GeeignetstenUNVorsaNiMlungen, sowie zum wirksamen Einschreiten gegen die Agitator n ver- lt Aston halten, das Wohl des Volkes zu vertreten und es mit dem Wob beäL^ g(e fann und wird sich nicht auf etwaige Aendeiungen des Allen. v* oraetii 10 Al Ixodes in Einklang zu bringen, unsere Stimme geben, hat unsere Wahl tw'Lnielnfainen Rechts verweisen lasten; sie hält es nicht für gerecht und nicht mehr »«M vohren sittlichen Werth. Ein Volk, welches sich nicht als Stimmvieh miß-k. uMch, mit den von ihr erstrebten Sich-rheitsmaßregeln auch andere buchen läßt, kann auch einmal schwere Zeiten ertragen, schließlich kehrt ihm.gen zu treffen, als diejenigen, durch welche die bestehend^

Oli6 «jaener Kraft, aus eigenem Vertrauen der Segen wieder, der von uns gewichen gefäbtbet ist; sie glaubt, daß gerade die Bestrebungen der Socialdemo

an sein scheint, es schwinden Roth und Elend und aus dem bescheidenen staais- wlitischen Acte, den wir durch gewistenhafte Ausübung unseres Wahlrechts voll­ziehen erblüht das Richtige und das Gute für die Nation. Es ist schlimm genug, l-ß wir nach 30jähriqer konstitutioneller Schulung, nach einem historisch zwar knrzen, aber für uns langen Verfassungsleben nochmals nnlc aller unserer Kraft eintreten müsten für die Sach- der Ordnung und des Reehts, sur dic Wahrheit und das Gesetz, sür die Förderung unserer friedlichen inneren Ent- r-ickelung. Es ist, als ob düstere Verhängniste, dunkle Gewalten uns nöthigen rollten, als Deutsche, als Bürger einer jungen kräftigen Nation, nochmals Zeugniß abzulegen für unser redliches Streben auf dem politischen Gebiet, ft den alten deutschen Geist der Treue.

Das wollen und werden wir thun, wenn wir am 30. Juli unseren , Ltimmzettel geben. Der Name, den er enthält, sei ein lebendiger Piotest gegen utiüf be ken des Umsturzes der staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung, gegen "" mittelalterliche Ueberhebung der Kirche über den Staat und gegen di- starren

ftidalen Grundsätze, die ihr moderndes Wesen mit dem Schemen derStaats- 1 - 1 v « t.. ... «XX hov STeprtr.'iiiPtl Ml

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nttung" umgeben Wir wollen einen Mann wählen, der Vertrauen zu nns

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