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9000 Mann Russen.
London, 25. Februar. Die Morzenblätter besprechen die russischen Friedensbedingungen, soweit man dieselben kennen will, und bezeichnen dieselben । als sehr hart, wie die Aussichten überhaupt als sehr trübe. „Times" äußert: ' Dw Friedenshoffnungen beruhen auf Rußlands Mäßigung ; wenn letztere Macht die Wünsche anderer Großmächte berücksichtige, werde ein neuer Krieg vermieden werden, der leicht die türkischen Grenzen überschreiten könnte.
Petersburg, 25. Februar. Abends. Fürst Gortschakoff, welcher in der Nacht vom Freitag zu Sonnabend von heftigen Magenkrämpfen befallen wurde und sehr litt, befindet sich heute wieder etwas besser, hütet jedoch noch wegen Schwäche das Bett- Prinz Peter von Oldenburg ist am Sonntag zur Beglückwünschung des neuvermählten erbgroßherzoglichen Paares nach Oldenburg abgereist.
* Wien, 25. Februar. Was heute über die Friedensbedingungen verlautet, hat hier den allerschlimmsten Eindruck gemacht. In officiellen Kreisen . gesteht man freimüthig, Derartiges niemals gehört zu haben. Die Abgrenzung Bulgariens, deffen längere Occupatton, die Ueberlaffung eines Hafens an Montenegro, Serbiens Vergrößerung gegen Bosnien hin wird Oesterreich auf s Aeußerste bekämpfen. Mehrere Punkte der Friedensbedingungen erscheinen geradezu Oesterreich provocirend. Die allgemeine Situation wird als düster betrachtet, es stehen wichtige Beratbungen bevor.
Konstantinopel, 24. Februar. Die hiesige „Agence Havas" meldet: Die Friedensbedingungen sind geordnet. Der betreffende Präliminarvertrag wird heute in San Stefano unterzeichnet. Nach der Unterzeichnung wird der Großfürst Nckolauö dem Sultan einen Besuch abstatten. Der Friede wird „Friede von Konstantinopel" heißen.
Stuttgart, 25. Februar Der „Staats-Anz." meldet: Der Präsident des Staatsministeriums, v. Mittnacht, ist aus Berlin für einige Zeit hierher zurückgekehrt.
Dresden, 24. Februar. Der Verwaltungsrath der Sächsischen Bank beschloß, der auf den 18. März eingerufenen Generalversammlung die Verthei- lung einer Dividende von 53/4 pCt. vorgeschlagen.
Versailles, 25. Februar, Abends. Senat und Deputtrtenkammer genehmigten die provisorische Bewilligung eines weiteren Zwölftels des Budgets.
Rom, 25. Februar, Abends. Die „Agenzta Stefani" meldet: Alle Fragen die zwischen der römischen Curie und den mit dieser in Beziehungen stehenden Regierungen schweben, werden wieder ausgenommen, um denselben jede etwa Platz gegriffene Feindseligkeit zu benehmen. Das ganze Personal des päpstlichen Hofes wird gewechselt. Die Intransigenten machen große Anstrengungen, um die Bestätigung Simeoni^ als Staatssecretär zu erwirken. — Die Königin empfängt morgen die Gemahlinnen der Botschafter.
Die Friedenspräliminarien und die Waffenstillstandsbedingungen.
Die officiellen russischen Blätter veröffentlichen das Protokoll der Frtedensprä- limlnarten und die Waffmfiillftandebedingungen, wie sie am 19. (31.) Januar ds. Js in Adrianopel unterzeichnet worden waren, urb schicken denselben folgende Bemerkungen voran:
In Folge der erschwerten Couimuntcation sind diese Dokumente erst vorgestern, Freitag den 3. Februar, Seiner Majestät dem Kaiser zugegangen.
Es dürfte nicht ohne Nutzen sein, auf einige Daten htnzuweisen, um den Gang der Verhandlungen zu erläutern, der durch die Nolhwendtgkeit der Verlegung des Haupl- quartters und die Zerstörung der Telegraphenlinten in dem kaum vom Feind gesäuberten Land sich verzögerte.
Als am 18. (30.) Januar die türkischen Bevollmächtigten auf ihre Bitte um definitive Instruktionen, um welche sie schon von Kasanltk aus nachgcsucht, von der Pforte keine Antwort erhalten hatten, baten sie um die Erlaubnitz, durch die Linie unserer Vorposten einen Expressen nach Konstantinopel senden zu dürfen. Diese Erlaubnitz wurde ihnen zu Theil, gleichzeitig aber forderte man sie auf, spätestens am 21. Januar (2. Februar) eine Antwort zu geben. Als die Bevollmächtigten am 18. (30.) Januar aus Konstantinopel ein vom 12. (24.) Januar datirtes Telegramm erhielten, baten sie um eine Unterredung mit Sr. kaiserlichen Hoheit dem Großfürsten Obercommandiren- den. Sie erklärten darauf, datz die Türket, da sie keine Mittel weiter habe, um Widerstand zu leisten, etnwilltge, alle unsere Bedingungen zu unterzeichnen. Gleichzeitig
sprachen sie den lebhaften Wunsch nach einer schnellen Entscheidung aus, welche die Etnnellung der Feindseligkeiten gestatten würde.
Seine kaiserliche Hoheit der Obercommandirende ernannte sofort Militärbevoll- mächtigte, welche den Auftrag erhielten, mit den türkischen Bevollmächtigten die Details dcr Demarkationslinie und vie WaffenfttllstandSbedingungrn zu ftipulircn. An demselben Tage begannen die Unterhandlungen Über das Protokoll der Friedenspräliminarien und bezüglich der Waffenstillstandsbedtngungen und am 19. (31.) Januar um 6 Uhr Abends wurden die beiden Dokumente mit den Unterschriften versehen, welche ihnen endgültige Kraft verleihen. Sofort ergingen Befehle wegen Einstellung der Feindseligkeiten auf der ganzen Linie. General Skobeleff, dessen Detachement Konstantinopel am nächsten war, erhielt den Befehl noch an demselben Abend.
Es wurde den türkischen Bevollmächtigten nicht leicht, die Dokumente zu unterzeichnen. Sie begriffen, datz in der Lage, in welche die Türket durch den Krieg versetzt worden, ihr als einzige Rettung nur noch der Friede verblieb.
Als der greise Namyk Pascha die Feder ergriff, um seinen Namen zu unterzeichnen, konnte er sich der Thränen nicht erwehren, und als Se. kaiserl. Hoheit der Großfürst ihm mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß fortan freundschaftliche Beziehungen zwischen Rußland und der Türkei walten würden, die Hand reichte, drückte Namyk Pascha lange diese ehrliche Hand, ohne die Kraft -u haben, auch nur ein Wort zu sprechen.
Die Zukunft wird lehren, daß die Verwirklichung dieser Hoffnung dem wahren Nutzen sowohl der Türket als auch Rußlands und Europas entsprechen wird.
Die Dokumente selbst lauten:
I.
Anläßlich des bevorstehenden Abschlusses des Waffenstillstandes zwischen den beiden sich bekriegenden Armeen, der russischen und der ottomanischen, erschienen Ihr« Excellenzen Server Pascha, Minister der auswärtigen Angelegenheiten der hohen Pforte, jnb Namyk Pascha, Minister des Hofes Seiner Majestät bes Sultans, mit Vollmach- len von der trotzen Pforte versehen, in dem Hauptquartier Seiner kaiserlichen Hoheit oes Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch, Obercommanbirenden ber russichen Armee; die von Seiner kaiserlichen Hoheit bem Großfürsten im Namen Seiner Majestät o€§ Kaisers von Rußland vorgelegten Friebensbebingungen werben nach erfolgter Annahme fettens ber türkischen Bevollmächtigten unter gegenseitiger Zustimmung in fol- genser Fassung festgestellt.
1) Bulgarien wirb in ben Grenzen, welche von ber Majorität ber bulgarischen Bevölkerung bestimmt werben und in keinem Falle enger sein dürfen,^ als die auf der Konstantinopeler Conferenz bezeichneten, zu einem autonomen, tributären Fürstrnthum mit nationaler, christlicher Regierung, mit einheimischer Miliz erhoben. Die ottomanische Armee wird sich nicht mehr dort befinden.
2) Die Unabhängigkeit Montenegros wird anerkannt. Eine Erweiterung seines - Territoriums dem Zuwachs entsprechend, den das Waffenglück in seine Hände gegeben, [ wird ihm zugesprochen. Die definitiven Grenzen werden in der Folge fixtrt.
. 3) Die Unabhängigkeit Rumäniens und Serbiens wird anerkannt.
wird eine hinlängliche Terrttorialentschädtgung zugestanden, letzterem eine Rektifikation
der Grenzen. .. _ _
4) Bosnien und der Herzegowina wird eine autonome Verwaltung mit ausreichenden Garantien gewährt. Analoge Reformen werden auch in den Übrigen christlichen Provinzen der europäischen Türket etngeführt. , Ä , oe _ .
5) Die Pforte übernimmt die Verpflichtung, Rußland für die Kriegskosten und die Verluste zu entschädigen, denen es sich auSsetzen mutzte. Der ModuS dieser Ent- chädigung, ob in Geld, durch Territorialabtretungen oder in irgend einer andern Werse, wird in der Folge fest gestellt. Seine Majestät der Sultan wird sich mit seiner Majestät dem Kaiser von Rußland über die Wahrung der Rechte und Interessen Rüglands in den Meerengen des Bosporus und der Dardanellen zu verständigen Haven.
Es werden unverzüglich im Hauptquartier Seiner kaiserlichen Hoheit des Grotz- fürsten Obercommandirenden zwischen den Bevollmächtigten der beiden Regierungen ote Verhandlungen über die Feststellung der Friedenspräliminarien eröffnet.
Sobald die gegenwärtigen Frtedensgrundlagen und die Waffensttllstandsdc- dingungen unterzeichnet sind, erfolgt die Lruspendtrung der Feindseligkeiten zwtsa.en den kriegführenden Armeen für die ganze Dauer der Friedensunterhandlungen, die rumänische, serbische und montenegrische Armee mit eingeschlossen. Die Obercommai- dtrenden der beiden Armeen in Asien werden unverzüglich davon Kenntuttz gef tzl, damit sie einen Waffenstlllstand abschließen, der gleichermaßen den Feindseligkeiten <»a uiel seht. t
Die kaiserliche ottomanische Regierung wird den ottomanischen Truppen den Befehl geben, sobald der Waffenstillstand unterzeichnet ist, die Festungen Wtddtn, Rust- schuk und Silistria in Europa und die Festung Erzerum in Asten zu raumen. Außerdem werden die russischen Truppen das Recht haben, während ber Unteihanblungen gewisse strategische Punkte militärisch zu besetzen, welche in den Waffenstillstandsde- dtngungen auf beiden Kriegsschauplätzen bezeichnet sind. T
Zur Bekräftigung dessen ist das vorstehende Protokoll in doppelten Exemplaren ausgefertigt und unterzeichnet in Adrianopel am neunzehnten (etnunddreißigstrn) Januar des Jahres eintausend achthundert und achtundsiebenztg. m ,
(Gezeichnet) Nikolai. Server. Namyk.
II.
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Bedingungen de« Waffenstillstand» zwischen den kaiserlich russischen Truppen nebst deren Bundesgenossen und den kaiserlich türkischen Truppen.
In Folge Antrages der hohen Pforte und der von ihren Bevollmächtigten, Ihren Excellevzen Server uno Namyk Pascha, erklärten Zustimmung zur Annahme der von Rußland ausgestellten Grundlagen des Friedens zwischen den kriegführenden Partc'en hat der Obercommandirende der kaiserlich russischen aktiven Armee seine Einwilligung zur Einstellung der Feindseligkeiten gegeben. m n
Für den Abschluß des Waffenstillstandes sind zu Bevollmächtigten von Seiten Seiner kaiserlichen Hoheit des Obercommandirenden designirt: der Stabschef der aktwcn Armee, Generaladjutant General der Infanterie Nepokottschizki und sein Gehülfe, Generalmajor der Suite Lewizki, und von Seiten der Bevollmächtigten der hohen Pforte der Divisionsgeneral vom Generalstab Nedjtb Pascha und der Brigadegeneral
Dstse^Personen haben kraft der ihnen ertheilten Vollmachten folgende Waffen- sttllstandsbedingunaen vereinbart: . .... _ „IWÄWKA,n
1) Der Waffenstillstand wird zwischen der russischen, serbischen und rumänischen bewaffneten Macht einerseits und der türkischen andererseits für die fcanje Friedensunterhandlungen bis zu ihrem glücklichen Abschluß oder ^remAbbruch abgeschlossen. In letzterem Falle ist jede der Parteien verpflichtet, von der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten drei Tage vorher Anzeige zu machen und Tag und Stunde der Eröffnung der Feindseligkeiten anzugeben. Die dreitägige Frist wird von dem Z.n- punkt an gerechnet, an welchem die eine der Parteien der anderen an Stell und O den höheren Befehl hierüber mittheilt. ..
Die kaiserlich russische Regierung wird Montenegro auffordern, die Feindseligkeiten einzuftellen und sich den Bedingungen des Waffenstillstandes »wisihm Ruß and und der Türket anzuschließen: die hohe Pforte ihrerserts wird die Feindseligkeiten g-gen ^OnU2)9®erl2ßaffcnftmftanb tritt in Krast in dem Moment der Unterzeichnung dieser Bedingungen und die Truppen der einen oder der anderen Seite, welche nach Dteiem Termin bk unten angegebene Demarkationslinie überschritten haben, müssen zurück- gehen, wie auch die dabei gemachte Beute wieder auslieserm
3) Die kaiserlich türkischen Truppen raumen außer Widdin, Rustschuk und^Sili stria auch Belgradschik, Rasgrad, Hadschi-Oglu-Bazardschik unb auf dieser Grundlage wird zwischen den kaiserlich russischen, den serbischen und rumänischen puppen einer- seits und den kaiserlich türkischen Truppen andererseits folgende Demarkationslinie fest- gestelll^ie 5Demarfation§ltntc sich hin von Baltfchik und Hadschi Oglu'Baza^fchik in gerader Richtung auf Rasgrad mit einer neutralen Zone von b Kr^mcter Breite vor dieser Lmie: weiter führt die Linie von Rasgrad gerade auf ^^D Huma, o Eski-Dshuma auf Osman-Bazar und Kotel sKazan), welche von den kaiserlich russtsch. Truppen besetzt werden und die neutrale Zone zieht sich auf KUomtter °°n f Linie hin. Die Demarkationslinie geht dann weiter an den Flüßen MedwaN' Den kamtschik und Bogazdere entlang durch das Dorf Oglank.ot und Hadschr D Mesemorta, wobei die neutrale Zone °°nb Werft Brette M beiden S-tten « 5»
liegt, das Schwarze Meer erreicht und sich längs der Küste biS zum See Der o y
Fürst Bismarck erklärte: Zwischen den Bundesregierungen sei über dieses Gesetz noch \ keine Verständigung herbeiqeführt, wohl aber bestehe eine solche zwischen ver preußrschen Regierung ' und dem Reichseisenbahnamte, das Gesetz sei in Vorbereitung. Der Re-chskanzler betonte ferner die Nothwendigkeit ver Aufrechterhaltung des Reichseisenbahnamtes. Schrover^ <Sr»edberg) : äußerte Klagen über die durch die Differentialtarife herbeiaeführten Nachthelle. Fürst Bismarck entgegnete, er halte diese Klagen für gerechtfertigt, constatire aber, daß |einc Macht nicht auS- reiche, bin Uebelständen abzuhelfen. Der Etat des Reichseifenbahnamtes wurde hiernach genehml^t^ etQt beg auswärtigen Amtes beantragte v. Schorlemer die Streichung der Gehaltsiiulaqe von 30,000 Mk. für den Botschafter in London und forderte besondere Abstimmung über ben bezüglichen Etatstitel. v. Bennigsen trat für die Gehaltszulage ein. Fürst Bismarck führte aus daß bei dem theuren Leben in London die Forderung nicht zu hoch gegriffen sei; ble Botschafter anderer Mächte bezögen noch außerordentliche Emolumente, die bei den deutschen nicht üblich seien. In anderen Ländern seien die Parteien darüber einig, die Forderungen für die diplomatische Vertretung unangefochten zu bewilligen. Nachdem v. Schorlemer replicirt hatte, wurde die Position bewilligt. . o c
Frühauf richtete die Frage an die Reichsregierung, ob es nicht möglich fei, noch im Laufe dieser Session dem Reichstage eine Mittheilung über den Stand der Verhandlungen zur Erleichterung des deutsch-russischen Grenzverkehrs zu machen. Fürst Bismarck erwiderte: er halte das im Laufe dieser Session nicht für möglich; Verhandlungen schwebten, aber der Ausgang derselben lasse sich noch nicht absehen. Er warne davor, von politischen Beziehungen Ruckschluffe auf Handels- und Zollverhältnisse zu machen, bei denen die Gesetzgebung der Staaten und manches andere in Betracht komme. Hänel wünschte Aufklärung über die Verwickelung nut Nicaragua. Minister v. Bülow gab eine Darlegung der dortiaen Vorfälle und der diesseits getroffenen Maßnahmen und stellte eine besondere Denkschrift darüber in Aussicht. — Alle Etatspositionen des auswärtigen Amtes werden genehmigt.
Berlin, 25. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt von fllaubwürdigster Seite, daß der nunmehrige Papst Leo XIII. der Candidat des Zeloten Manning gewesen fei. — Die „Nat.-Ztg." meldet: Bei der Conferenz mit dem Fürsten Bismarck am Sonnabend conftatirte v. Bennigsen die Unmöglichkeit, auf dem Boden des Monopols die Steuerreform mit irgend einer Aussicht zu unternehmen. Da auch die in Aussicht genommenen Verfassungs- Garantien anscheinend nicht überwindbaren Schwierigkeiten begegnet, betrachtet man von nationalliberaler Seite die an den Namen v. Bennigsen's geknüpften Combinationen als zur Zeit erledigt.
Konstantinopel, 24. Februar. Nachdem das Hauptquartier des Großfürsten Nikolaus heute früh nach San Stefano verlegt worden ist, sind bte russischen und türkischen Friedensunterhändler gleichfalls daselbst eingetroffen. Der russische Oberst, Fürst Cantacuzeno, ist bereits gestern in Konstantinopel eingetroffen, um die Details bezüglich der Bewegung der russischen Truppen gegen die Hauptstadt und der Besetzung von San Stefano zu regeln. Die Türken ziehen sich gegen Makrikoni zurück. Bei Jutschuk und Tschakjed stehen
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