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London, 15. Nov. In Sachen der SchiffePrinzeß Alice" undBywell Castle" hat endlich die Jury nach einer Berathung, welche die ganze Nacht dauerte, ihr Urthetl abgegeben. Es geht dahin: der Zusammenstoß sei unabsichtlich ge- wesen,Bywell Castle" habe nicht Vorsicht genug angewandt beim Anhalten und Wenden,Prinzeß Alice" habe zu dem Unglück beigetragen durch N'cht- anhalten der Maschiyen. Die Jury empfiehlt serner dringend strengere Regeln für den Verkehr von Dampfschiffen auf der Themse. Hinzugesügt wird,Prin­zeß Alice" sei freilich seetüchtig gewesen, aber nicht in geeigneter Weise bemannt und habe mehr Passagiere an Bord gehabt, als die Vorsicht erlaube. Der Gerichtshof in Edinburgh wird entscheiden, ob die Directoren der City of Glasgow Bank gegen Bürgschaft auf freiem Fuß zu lasten seien oder nicht. Die Zeichnungen in Glasgow für den Fonds der Acttonäre belaufen sich auf 134,102 L.

laucht die Prinzessin von Battenberg, Se. Erlaucht Gras von Erbach-Schönberg mit Durchlauchtigster Gemahlin.

Ein zahlloses Publikum erfüllte alle Plätze und Straßen, durch welche der Zug sich bewegte, und gab zu erkennen, wie groß die Theilnahme der hre- stgen Bevölkerung an dem schweren Unglück ist, das dir Gcoßherzogliche Famrlie

tuirenden Landtags.

Berlin, 20. November. Das Herrenhaus berieth in seiner heutigen Sitzung über die geschäftliche Behandlung der eingegangenen Gesetzentwürfe. Nächste Sitzung Donnerstag 12 Uhr.

Berlin, 20. November. Abgeordnetenhaus. Eingeaangen sind die Uebcrstcht über die Einnahmen und Ausgaben pro 1877/78 und der Rechenschaftsbericht üder die weitere Ausführung des Gesetzes betreffend die Consolidatton preußischer Staatsanleihen. Auf Antraa v. Windthorft wurde das bisherige Präsidium durch ilcclamatton wieder» gewählt. P> äsident v. Bennigsen suchte für den Vorstand die Ermächtigung nach, in* Hinblick auf die erschütternden Ereignisse, welche Se. Maj. den Kaiser und das ganze Land getroffen, dem Kaiser im Namen deS Abgeordnetenhauses die Allen gemeinsamen Gefühle der Tbeilnahme, des Schmerzes und der Dankbarkeit auszusprechen. Diese Ermächtigung wurde ertheilt.

Finanzmtiitster Hodrecht legte den Staatshaushaltsetat pro 1879/80 vor, sowie einen Gesetzentwurf betr. die Ergänzung der Einnahmen. In Anknüpfung an den Hinweis der Thronrede auf das Budget gab der Minister folgende Darlegung: Der Überschuß des Vorjahres beziffere sich auf 5,400,000 JL Die G'sammtetnnahme habe 657,500,000 JL betragen. Redner detaillirte die Meyr- und Minoer-Elnnahmen bei den einzelnen Positionen. Der gedachte Ueberschutz komme dem laufenden Etat nicht zu Statten, da der Reichshaushalt bedeutende Summen für den Matrtkula beitrag erfordert habe. Der laufende Etat habe fast gar keine außerordentliche Einnahmen, dagegen vielfache Mehrausgaben, welche durch Ersparnisse nicht zu decken wären. Die ordentlichen Einnahmen betrügen 642.575,308, die Ausgaben im Ordtnartum 652,641,614, sodaß das Deficit im Ordtnartum 10,076.308 JL betrage. Die Förderung der auf bat vorjährige Extra-Ordtnartum angewiesenen Bautm erfordere 48Vs Mtllio ren, die Ge- sammlsamme deS Extra-Ordtnartums betrage 64,683,692. Der Mtn'ster erwähnte so« dann der bevorstehenden Aenderunqen des Etats durch die beschlossene R-ssittiruig der Domänen und Forsten vom Ministerium der Landwtrthschaft und die Ablöiung

Mörder hat gestern und heute mehrere Verhöre bestanden und angegeben, er haste nicht den Köniz Humbert besonders, sondern die Könige überhaupt. Er habe sich viel mit Journal-L sen beschäftigt. Der Mörder hat eine Wunde um eine Contusion. Sein Testament wurde in Vieste beschlagnahmt.

Telegraphische Depeschen.

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Darmstadt, 20. November. Die Besserung im Befinden des Großher- zozs, sowie der Prinzessin Irene, macht langsame Fortschritts

Darmstadt, 21. November. Das Befinden Sr. König!. Hoheit des Großherzogs ist tn fortschreitender Besserung begriffen. Der Erbzroßherzoz hatte gestern kurz andauerndes Fieber, Heiserkeit ist vermehrt, dagegen keinen Husten und Akhmungsbeschwerden. Bei Prinzessin Irene zeigten fich noch einige diphteritische Häute. Das Befinden ist jedoch bester.

Darmstadt, 21. November. Se. Kömgl. Hoheit ernannten den Grafen v. Görz-Schlitz zum ersten Präsidenten der ersten Kammer des sich heute resti»

Italien.

Neapel, 19. November. Der König hat gestern Abend eine Depu­tation des Parlaments empfangen und derselben die hohe Befriedigung über die Beweise der Zuneigung der Bevölkerung gegen ihn und sein Haus ausgedrückt. Vor dem Palast drängte sich den ganzen Tag eine große Volksmenge unter patriotischen Kundgebungen. Ebenso fanden in Palermo während de« ganzen Tages patriotische Demonstrationen mit Hochrufen aus den König und den Rufen:Tod den Mördern! Nieder mit den Socialisten!" statt. Das Be­finden des Königs ist sehr befriedigend. Die Wunde Cairolis ist 4 Centimeter lang. Man hofft, derselbe werde morgen das Bett verlosten können. Bet dem Einzuge hatte sich der König die Begleitung von Polizei-Agenten verbeten, weil er mit der Bevölkerung tn unmittelbarer Berührung bleiben wollte. Der

Vertraaes widersprächen.

Neapel, 20. November. Gestern Abend sand eine große Ovation Ml dem kölngl. Palais statt, an welchem über 80,000 Personen thetlnahmen; btt König, die Königin und der Herzog von Aosta erschienen auf dem Brlkon uni dankten. Heute wird der Geburtstag der Königin feierlich begangen. Caüoii hütet noch das Bett; man glaubt, er werde dasselbe tn 2 bis 3 Tagen ren »asten können. Poffamante, der nunmehr tn das Gertchtsgefängniß abgefchrl ist, beharrt dabet, daß er keinen Mitschuldigen habe und trägt gegen das richt ein cyntsches Wesen zur Schau. Unter den hier Verhafteten befindet ist ein gewister Ctrcarese, welcher am Morgen des Tages, an welchem der Kcuz eintraf, äußerte: wir werden heute oder morgen eine Regentschaft haben. 06 König bat dem Erzbischof von Neapel das Exequatur ertheilt.

Wien, 20. November. Meldungen derPoltt. Corresp." Aus Sw» stantinopel, 19. d. In Folge der stetigen Zunahme des Ausstandes tn Mu- tonten hat der SeraSkier telegraphisch den Commandanten des 3. Armee-Ccrfi tn Monastir, Chefket Pascha, angewiesen, unverzüglich und energisch die ratlonen gegen die Insurgenten zu beginnen^und sich behufs combintrten W gehens mit dem Corps-Commandanten tn Salontchi, Salih Pascha, zn i# stä'^Aus Bukarest von heute: Der neuernannte italienische Gesandte giN ist von seiner Regierung angewiesen, seine Creditive nicht eher zu überreich«, als bis er von der rumänischen Regierung die formelle Zusicherung erhaim habe, daß die Frage der Juden-Emanctpation in kürzester Frist ihre Lösung finden werde. Der britische Vertreter gab der rumänischen Reglenez zu verstehen, seine Regierung muffe den Abschluß einer neuen Convention M schen Rumänien und Rußland nicht nur lebhaft bedauern, sondern auch au

betroffen.

Darmstadt, 19. November. Während früher die feierliche Eröffnung des neuen Landtags im Restdenzschloffe durch den Großherzog tn Aussicht ge- nommen war, wird jetzt in Folge der Erkrankung des Letzteren lediglich eme Eröffnung im Sitzungssaals der zweiten Kammer durch den Ministerpräsidenten Frhrn. v. Starck stattfinden. Unter den den Ständen sofort zugehenden Vor­lagen nennt man jetzt auch bestimmt einen kleinen Gesetzentwurf, betr. eine Abände. rung der landständischen Geschäfts-Ordnung behufs schleunigerer Behandlung des Staatsbudgets, wie ein solcher schon auf dem vorigen Landtag angeregt, aber nicht zu Stande gekommen war. (Fr. Journ.)

Berlin, 18. November. Die von Berliner und auswärtigen Zeitun­gen verbreitete Nachricht, von den zuständigen Bundesraths-Ausschüffen seien be­reits Grundzüge zur Einführung des Tabaksmonopols festgestellt worden, ist absolut falsch. Der Bundesrath erwartet Vorschläge der Tabaks-Enquete- Commisfion. M

Berlin, 19. November. Herrenhaus. Präsident Herzog v. Ratlbor eröffnete die Sitzung mit den Worten: Nach gewohnter guter Sitte haben wir unsere Berathungen stets mit der Bekundung unserer Hingabe und Treue gegen den Kaiser und König begonnen. Heute haben wir besondere Veranlassung dazu. Durch Gottes gnädige Fügung ist unser Landesvater bei zwei frevel­haften Unthaten wenigstens dem Aeußersten entgangen. Tiefe Beschämung und ernste Trauer wird für immer jedes preußische Patriotenherz erfüllen, daß diese Unthaten tn der Hauptstadt vorkommen und gegen einen Monarchen geübt wer­den konnten, welcher der ruhmreichen Geschichte Preußens neue Blätter htnzuge- fügt, Deutschland geeinigt hat und erwarten durfte, daß als schönster Dank, als theuerstes Kleinod sein Leben von Seiten seiner Unterthanen mit ängstlicher Sorgfalt behütet, mit unverbrüchlicher Treue bewahrt werde. Diese schwarzen Thaten werden wir, wie wir auch darnach ringen, aus unserer Geschichte nie­mals tilgen können; aber sie sollen auch Zeugniß geben, daß die Bewegung, welche jene in Preußen unerhörten Frevelthaten erzeugten, das tief verletzte patriotische Gefühl mit flammenheiliger Begeisterung für König und Vaterland hoch emportrieb. So wollen auch wir Zeugniß davon geben. Ich bitte L>ie, einzustimmen in den Rus: Se. Maj. der Kaiser und König lebe hoch! Die Versammlung stimmte begeistert ein. .......... ..... ........--------- , . .

Es folate hierauf die Präsidentenwahl unter Leitung des Vice-Präsidenten der Handels- und Gewerbe-llbthetlung vom Handelsmlntstertum. Mtnderetnnahmkn ».««<«.wf-«'*jsjyfi

3um ersten Viceprästdenten wurde in engerer Wahl Gras Arnim-Bottzenburg ufit) ybe§ Staatsschatz;«. Mehrausgaben entstünden namentlich durch die Staats-

mit 41 gegen 32 Stimmen, welche v. Bernuth erhält, gewählt; zum zweiten btc MatrtkuUrbetträge, die Kosten für die Lanbaendarm:rie und zur Abwehr

Vieevräsidenten wurde Oberbürgermeister Haffelbach mit 70 von 71 Stimmen her Rinderpest. Die Gesnmmtfumme des Deficits beziffere sich auf 73,750 000. Der das Präsidium die Glückwünsche des Hauses zu seiner Errettung aus Todes- <j:tfenbabnen> Diese Annahme hänge von der Steigerung des Gefammtwablstandeö gesahr und zu seiner Wiedergenesung darzubringen. Nächste Sitzung Mittwoch ab- Die dauernde Beseitigung oes Deficits fordere Stillstand und Beschrärkaig tn Mittaa 12 Uhr. Tagesordnung: Berathung über die geschäftliche Behandlung ien Ausgaben. Redner erinnerte an ote äynliche Finanzlage des Jahres 1868/69 unb k Q an das damals erschienene Promemoria der Flnanzoerwaltung. Seitdem sei eine große

der eing^angenen 8 Vorlagen. c ~ ( r Reihe Steuern und Lasten durch günstigere Verhältnisse aufgehoben und damit ein

ZNÜttchen, 19. November. Se. Majestät der König hat Sr. Königl. üon 35 Millionen jährlich an Einnahmen entstanden. Man habe versucht, btt Hoheit dem Großherzoz von Hessen sein tiefstes Beileid über den dessen Familie Ausfälle durch Vermehrung der Reichseinnahmen zu ersetzen; dieses Z el mässe auch attroffenen herben Schicksalsschlag von Linderhof aus kundgegeben. ferner festgehalten werden, wenn man zu geordneten Finanzoerha tnissen komnen unb

'' y 1 w 5 dem Bedürfnisse, die Communalsteuerverhaitnisse zu reformiren, Rechnung tragen wolle.

(befterttidL Für den nächsten Etat sei besondere Aushülfe zur Ausgleichung durch eine Anleiht

möglich gewesen. Auf der» Tagesordnung der nächsten Sitzung steht die Berathung

Wien, 19. November. DiePoltt. Corresp." meldet aus Konstanti von 4 Vorlagen aus dem JuM»Ministerium. ( J

nopel von heute: Der Ministerrath hat die Grundlage für ein eventuelles Wien, 20. November. DasArmee-Verordnungsblatt veröffentlicht Abkommen mit Griechenland festgesetzt. Hiernach gewährt die Pforte, falls ein kaiserl. Handschreiben vom 18. d. an den Feldzeugmeister Philippovic, wo« Griechenland von der im Berliner Vertrage festgesetzten Grenzlinie absieht, eint durch der Kaiser die beantragte Aufhebung des zweiten Armee Commandos fit« ausgiebige Gebtetsentschädigung in Thessalien. Die Ernennung von türkischen nehmigt und Phtlippovic auf seine Bitte unter dem Ausdruck des wohlverdienten Delegirtcn zu den Verhandlungen mit Griechenland wird erwartet. Zwischen Dankes und vollster Anerkennung auf dem ihm vorbehaltenen Posten des com- türkischen Truppen und bulgarischen Insurgenten hat bet Djuma ein Gefecht mandirenden Generals tn Prag zurückversetzt. Ferner ernannte Der Kaiser drn stattgefundem in welchem viele Insurgenten gefangen wurden. General Herzog von Württemberg zum commandirenden General und Chef btr

ß Landesregierung in Bosnien^ und der Herzegowina und den Feldmarschall-Lieulk'

NraNKrelly. nant Jovanovic zu dessen Stellvertreter^

Paris, 19. November. In der Kammer der Deputaten interpellirte Pesth, 20. November. In der Sitzung der Delegation des österreichischra Cazeaux, Bonapartist, über die Wahlumtriebe der Regierung. Marcöre stellt Reichsrathes meldeten Grocholski und Genossen Interpellationen an den Minwr jede Pression zu Wahlzwecken in Abrede; er sagt: Eine weise Verwaltung war des Auswärtigen an betreffs der Nachricht, daß Rußland von ber Türkei bti das einzige Mittel, die Stimme der Bevölkerung zu erhalten. Die von dem Abschluß eines Specialvertrages verlange und den Zeitpunkt der Räumung bti Minister beantragte einfache Tagesordnung wird angenommen. »ürkischen Gebietes von dieser Abmachung abhängig mache, ferner bezüglich del

Ä s Einreihung zahlreicher russischer Soldaten und Officiere tn die bulgarische Mu..

SNglaNv. welche Vorgänge nach Ansicht der Interpellanten den Bestimmungen des Berluuk

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