nimmt ihren Fortgang.
am
Maßrea-ln nothwendig gewesen.
Wien, 16. Septbr. Kaiserin Augusta übersandte dem osterreichtich'« patriotischen Hülfsverein 1000 Mk. als Ehrenmitglied dieses Vereins. - Gr's Schuwaivff ist über Parts nach London abgereist.
Wien, 16. September. Meldungen der „Polit. Corr. Konstantin»? l. 16. d. Die Psorte beabsichligt. Chesket Pascha an Stelle Mehemed Ali s
Konstantinopel. Mehemed Ali Pascha, unser Landsmann, der in , seiner Jugend nach der Türkei verschlagen wurde, hat sein Leben für den Herr scher gelassen, in dessen Diensten er sich einen ruhmreichen Namen erwarb. D r Sohn des Musikanten Deiroit in Magdeburg, der vom Hause fortl'es' , u »ut See iu gehen, war durch eine seltsame Fuguug von G ucksumstäuden zu boben Ehren"und Ansehen gelangt. Ais er in Konstantinopel vom Bord der Brig Ikf, auf welcher er sich als Schiffsjunge -ngagirt halte, erregte er die Aufmerksamkeit Ali Pascha's, der während seines gebens ihm ein treuer ®on- ner blieb. Dank dem Emfluffe dieses berühmten Staatsmannes erlangt- Karl Detroit, der sich zum Islam bekannte, ein Offieierspatent in der damals um> geformten Armee des Sultans. Nachdem er auf der^Kriegsakademie in Stam^ bul sich wiffenschastlich fortgebildet hatte, zeichnete er sich im Krunknege derartig aus, daß « verhäl.nchmäßtg sehr rasch avanrirt. »ei Ausbruch der Unruhen in Bosnien und der Herzegowina befand er sich bereits an der spitze eines Armee-CorPs!"°Obwohl es ihm nicht vergönnt war ,° glänzende Lorbeeren ww Osman Pascha zu erringen, gelang es ihm doch, durch geschickte Manvo r und schneidiges Vorgehen von allen türkischen Feldherren tm letzten Kriege a meisten sich hervorzuthun. Abdul Hamid, der großes Vertrauen m Mehemed Alt setzte sandte ihn zum Congreffe nach Berlin, wo er trotz der Abneigung, t H man Anfangs legen ihn als Renegaten hegte, sich bald di- Achtung stiner Collegen erwarb. In seinem Aeußern machte er ganz den Eindruck e »cs D- t- schen Sein blondes Haar und seine blauen Augen conlrasttrten seltsamzu den orientalischen Zügen seiner Begleiter, Nach Schluß des C°ngreff°s b-fucht- er feine Heimathsstadt, die er seit seiner Flucht nicht wieder gesehen hatte. Bei der Rückkehr nach Konstantinopel ertheiite ihm der Su tan weitere schwte- rige Missionen, in deren Ausführung er dem wilden Fanatismus bei Nachsol- fl"r ^^Konstantinopel, 15. Septbr. Der britische Botschafter Layard hatte gestern Adtenz beim Sultan. Es wird vielfach versichert, baß England die Ansprüche Griechenlands nicht unterstützen werde; die anderen Machte würden nur ifolirte Schritte bei der Psorte thun Der engllscheEntwuff betreff Reformen in der asiatischen Türkei wird, wie es heißt. Seitens der Pforte als irenta praktisch angesehen. Die englischen und französischen Commrsiäre, welche zur Reorganisation der Finanzen berufen werden, sollen Mitglieder des projec- ttrten obersten Finanzconseils werden. Midhat Pascha wird wahrscheinlich vor. erst zum Gouverneur von Kreta ernannt werden. __
Italien.
co-w 4K Der Könia und die Königin haben Mantua ver-
WL.SL-M.WW nv?. Müls, sich in keinerlei Mission, welche den Verdacht d-r französischen Re- gierun^ erweck«!'könnte, nach Tunis'begeben habe; bi-s» Verdacht se, in Folge der aufrichtigen Aufklärungen der italienischen Regierung zerstreut worden.
Türkei.
Glesien, 17. Sevtem^r." T ° s'e« °r d n u n ft fü?die Siadtoerordnetm-Sitzu-I
Donnerstag den 19. Tepte»ber 1878, Nachmittags 4 Nhr r
1. Enquete über den TabokSbau rc. - i^79.
2. Die Versteigerung der Holzhauer» und Waldkultur-Löhne für daS ^Zahr
3. Die Straßenbeleuchtung betr.
4. Baugesuch der JeremiaS FriebelS Wittwe.
5. Die Kletnktnderschule betr.
7. D°tt Erkrankung des Karl August Christian Kaiser von Birftein.
mi geblich 160 000 unter Waffen stehenden Albanesen Kenntniß haben welche den Einflüsien der „Liga von Prizrend" gehorchen. - In Folge der Vorstellung-r der Mächte über die gefahrvolle Lage, in welche die durch die Kurden bedrohten armenischen Districte Erzerums nach dem Abzug der Rusten gerathen würden, beschloß der Großvezir, einen außerordentlichen Commtstar dahm zu entsenden — Laut den neuesten Nachrichten aus Datum scheint es, als ob die Lachen voller Auswanderung aus dem dortigen Bezirk begriffen waren. Die Pi hofft, daß die Mächte bezüglich des griechischen Mediationsgesirches kein n Collectivschritt thun, sondern nur separat vorgeben werden. — Mit dem. a Ende September bestimmten Rückzug der Rusten wird angeblich auch die bri st-y Flotte sich aus den Dardanellen zurückztehen. — Die französischen CommtstM für Ostrumelien und Bulgarien sind gestern in Konstantinopel eingetro^n.
Athen, 15. d. Die Ernennung Achmed Mukhtar Paschas zum Gener.^ Gouverneur von Kreta machte auf die griechische Jnselbevölkerung den sch ech sten Eindruck. Die Sphakioten und die Mehrzahl der kretensischen Znsurgea tenführer richteten an die auf Kreta refidirenden Consuln em Memorandum, ui welchem sie die entschiedenste Weigerung bekunden, mit Mukhtar zu verhande. — Die Sendungen türkischer Truppen und von Waffen- und Munitwns^ räihen nach Epirus und Theffalien dauern fort; letztere läßt tote türkische gierung unter die mohamedanische B-völkerung dieser Provmzen v-rth-Ueu. Bukarest. Die Räumung der Dobrudscha Seitens der russischen ZWe=
unbcqrimbet. Die Gefahren, eie aus einer etwaigen geheimen Agitation drohten, stelle man> sich Äg geboten und'ptädM.
fur ^"Nbet'erwähnte ^zunächst der Beschränkungen der s°-tald-makattsch-n Wahtagitatwn wies sodann die Unterstellungen zurück, welche die «ttentute Mit der lorinldemokrutnchen «g t-u°n in Zusammenhang gebrach, hätten. Ob denn »»-Unersuchungen gegen d,ebe,den »uentater Anhalte für jene Unterstellungen ergeben hatten? Er.fordere die Regierung f, P ^aT ver Untersuchungen zu veröffentlichen. Redner erwähnt einer Depesche, wo i g 13 . '
Nobilinq habe sich zur socialdemokratischen Partei bekannt; diese Depesche,we ch f officiellen Ursprung zurückzuführen wäre, sei falsch, sehnliche tendenziöse Fälschung nJ^ ii.ihmeten fpipn von officieüet Seite Zahlreich vorgekommen. Redner erinnerte an die i s beleid?gungsprocesse und wurde hierbei wegen einer Aeußerung über di« Ienchtlicken Entscheidungen girnfiticnten rectlricirt Hierauf versuchte derselbe die herrschenden Ansichten Uber die
, Socialdemokratie zu corrigiren und verwies auf die angeblichen Annaherungsversuc^ der '
' an Socialdemokcaten von 1863 bis in di- Gegenwart Heute seien also alle Bestrebungen^ meinaefahrlich, die man früher protegirt habe. Das Gesetz greife tief in das Pri g h ein. ^„Mit diesem Gcietz machen Sic jede wissenschaftliche Forschung eme l-de k
gemeingefährlich genannt werden. Was ist denn Soc.albemokratie? W'e "wo wo wollen ^>ie die Grenze ziehen?" Redner erörterte schließlich die Consequenzen der Unterdrückung von Zer. tungen,^^Mnister^des^Jnnnn^Graf' Eulenburg, erklärte- Ueber dte ZulaffungberVeroffent- lichung des Materials des Proceffes Nobiling haben d.e Justizbehörden zu entsch«dem „Ich w?tß daß Nobiling aussagre, er habe socialdemokratischen Versammlungen bergewohnt und daran Gefallen gefunden und theile die Grundsätze der socialbemokratischen Partei. Ich bin überzeugt, das Treiben der Socialdemokratie geeignet ist, in verwilderten ^mbthern «E^rrung n Neigung zu staatsgefährlichen Tendenzen zu erregen. Dann stimmt d e ganze Preffe aller Pa teien ausgenommen die der socialdemokratischen, über-m. Die soc^istsiche Pr ff-- hat dw Ait-ntäter erculvirt- sie hat die Gesellschaft dafür verantwortlich gemacht, sie hat den Attentaten ^"Rußland zugestimmt. ausländische Preffe der Partei hat den Unchaten Hödels zug-- auchzt Die Socialisten, ihre Lehren, ihre Tendenzen sind dafür v-rantwortl.ch. dcch solch- Unthaten Vorkommen. Es ist falsch, daß die ®^at6emo^ S
Marr sagt: Unsere Zwecke können nur durch gewaltsamen Umsturz -rreickt werden, ucon cy Aussprüche finoen sich in Bebel s Schriften. Der Staat befindet sich im ®tanb. « Sog und greift zu den Mitteln, zu denen er greifen muß, um den bedrohten Staat und dle gefahr bete Gesellschaft zu schützen Ueber die früheren Verbindungen der Reg^rung mit ®ocl^ bemotratie weiß ich nichts, aber ich betone, baß bie W^T?n n uÄett bieTeX bet Bewegung unb ihre Verbre tung kennen zu lernen. Daß in neuester ^ett waw mmn dÜng-n ermut angeknüpft worden, ist eine Behauptung, die unerwrefen .st und b.e ich aufs ^'^'"Ä^teTleinS^b^ Uebee»ei(Una be.
qliebern. Bcbel's Rebe habe den unwiderleglichsten Beweis geführt daß kem Mittel n sch bleiben dürfe, den Gefahren zu entgehen welche die Soclaldemokatie im « f°lge habe R- Ibetonte die Nothwendigkeit, schon ie^t ^ugnaWn “nTbpnniud^ 5
brechen der Katastrophe abzuwarten, welche bie Mäßigung einzelner «8'taioren und M« licki Behandlungsweise nicht aufhalten würde. Freilich habe man die Sache nickt reWthfl angefangen. Man hätte den Characterde§^Ausnahmegesetzesnicht zu pmon sich. g-^-n di
. Socialdemokraten faffen dürfen, man hat e es m-hr sachlich halten soll n. Es sei d.e Ausga , diesen Reblet gut zu machen. Redner erörterte die Desinitton tm S b untersuchte den Ehararrer
• und Ursprung ^des^Socialismus, und wiederholte: man muffe die Bewegung Einvammen aber mau müsic genau d-finir-n, was man b-kämpf.n und b-f-itig-n wall., was N.cht. D°s»ufh-d.n der^KÜasten ^gegeneinander müße aufhoren. Schließlich trat Redner für -m 3el b£nbS b« Gültigkeit de« G-i-d-s ein und für eine Revision der Instanz, d.e großer- Garantien biete. — Um 3^ Uhr wurde die Sitzung auf morgen 11 Uhr vertagt.
Berlin, 16. Septbr. Fürst Bismarck ist heule Mittag 12^ Ui)t von Gastein hier eingetroffen. Der Herzog v. Connaught ist Nachmtttags 1 Uhr nach England zurückgereist. Bvtfchafker Graf Münster hat sich henke nah Potsdam begeben, von wo derselbe morgen nach London znrnckkehren wird.
Haaä, 16. Septbr. In der Thronrede, mit welcher der Komg heute die Session ver Generalstaaten eröffnete, wird das Verhältniß zu allen au - wärtige» Mächten als das frenndlickste bezeichnet; die Sage der Industrie d s Landes und namentlich der Landwirthschaf, sei befrlevigend. Der Zustand d r Finanzen erheische ernste Maßnahmen behufs Vermehrung der Staaisetnnah. men, welche mit einer Steuerreform Hand in Hand gehen muffe. ®tn neuer Strafgesetzentwurf solle vvrgelegt werden. Die Lage Indiens sei befriedigend, in Nord-Sumatra feien zur Aufrechterhaltung der Autorität außerordentliche
Telegraphische Depeschen.
Wagner'« telegr. «orresp,a»en,-v«re-L.
Berlin, 16. September. Der Reichstag begann heute die erste Lesung des Gesetzentwurf« betr bi- Maßr-g-ln zur «bw-hr der socialbemokratischen Bestrebungen. Vecekanzler Gras Stolberg gab olgenbe Erkiärung ab: Es ist nicht meine Absicht, Ihnen -ine ausfuhrl.che Dar Uauna zu^geben non Pen Ansichten der «erbünbeten Regierungen bezug ich b" s-mckngefahrltchen B.stü?büng?n b-r Socialbemokratie. Ich glaube, baß Jeber b-r ben Dm °n in den
len en Monaten gefolgt ist, vollstänbig im Klaren baruber sein wtrb, welche Stellung zu bte,er
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fielt sinben, bie Stellung ber Bunbesregierungen zu vertreten. Das Eine will 'ch aber nur kurz hier mit voller Bestimmtheit erklären, baß bie Regierungen von ber Nothwenbigkeit burchbrungen sinb, bie Waffen derartig, wie ber Entwurf vorschlägt unb beansprucht, zu erhalten, wenn anders sie in ber Lage sein sollen, ben Gefahren, mit benen bie socialbemokratische Bewegung Staat unb Gesellschaft bedroht, erfolgreich und wirksam entgegenzutreten. Daß die Gefahren bestehen, davon werden Sie mit wenigen Ausnahmen wohl Alle überzeugt sem. Ick mochte hierbet g e im Voraus der Annahme entgegentreten, als ob die Regterungen sich in bet J^usion befan , vaß bie vorgeschlagenen Maßregeln allein ausreichen könnten, ber Bewegung mit Erfolg entgegenzutreten unb bie^Gefahr zu beseitigen; nein, bie schwierigste^Arbeit liegt_auf ?”bfcre"
Gebiete: es wird darauf ankommen und wird eine Pflicht sein fur den Staat wie für fr t Vereinigungen, für öffentliche Corporationen wie für jeden Einzelnen, darauf hinzuwirken^, day Gottesfurcht, Treue, Fleiß, Sparsamkeit, Zuverlässigkeit in Handel und Wanbel gekraftigt werbe (Beifall) — baß die Verführungen der Socialdemokraten auf diese Wesie nicht mehr so festen Boben gewinnen, daß die Truggebilde, welche in diesen verbreiteten Theorien liegen, besel ig werden ; daß dafür gesorgt werde, daß nicht diese Agitationen unter^ irgend einem Schesii- v°n Gesetzlichkeit künftighin betrieben werden können (Beifall). Dwse letztere Thatigkelt ist burcha nothwendig, wenn es gelingen soll, den Bewegungen mit Scharfe und mit Erfolg entgegenzu- trcten. Wenn der Staat solche wirksamen scharfen Mittel in Anwendung bringt, dann Han e er meines Erachtens nicht allein im Interesse seiner Selbsterhalsiing, sondern zugleich im Jnrereste der Bevölkerung selbst, namentlich ver arbeitenden Bevölkerung, die vor allem den Jntriguen vc soctaldemokratischen Bewegung ausgesetzt ist (sehr wahr! Beifall). ^Jch beschranke mich auf diese wenigen Worte, aber eine Bitte möchte ich an Sie richten: wenn Sie davon überzeugt sind obe wenn Sie im Laufe der Verhandlungen die Uederzeugung gewinnen, _ daß es außerordentlicher Maßregeln bevarf, dann bitte ich Sie, gewähren Sie uns scharfe wirksame Waffen, mit halben Maßregeln wird mehr geschadet als genügt. (Beifall rechts.)
Rcickensperger (Olpe) gedachte der ersten Socialisten-Dorlage, welche wegen ihrer unbe stimmten Fassung abgelehnt sei, und ferner des zweiten Attentats, bas die Nothwendigkeit von Abwehrmaßregeln nahegelegt habe. Er unb seine Partei glaubten inbeß nicht, daß durch eine Vorlage wie die heutige Garantien für eine wirksame Unterdrückung der sociasistischen Agitasion gewährt würden, ja nock nicht einmal für eine Verhinderung neuer Attentate. Redner bezeichnete den < i wegen seiner Dehnbarkeit unannehmbar und wendete sich dann gegen einzelne Bestimmungen, namentlich die Vorschriften über Beschlagnahme von Vereinskaffen u. dgl Das Gesetz müsse demorasisirend wirken, indem dadurch den Führern der Socialdemokraten das Recht gegeben werde, ihren Anhängern zu sagen: sie würden nicht _ mehr als Staatsbürger behandelt. Wolle man die Socialdemokratie wirksam bekämpfen, so müsse man zunächst auf die inneren Ursachen ihres Anwachsens zurückgehen. Die Hauptschuld trage die systematische Zerstörung des religiösen Lolksbewußtseins; vor allem thue mithin die Wiederbelebung des Christenthums noth. Er und
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Kerßeiger^ zreitag den 20 von vormittags tie der Gemeinde. "wt itjtnb aus Aepstl Quantitäten, öff schert werden. Tn Anjang ist zur der Straße von M rreis a/Lda, am
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