Ausgabe 
17.12.1878
 
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Die Provisionen für Nachnahmen von Transportkosten zu den BahnhSfen zu beseitigen daß die Rcllqelder der babnieittq angenommenen Fuhrleute provisionSfrei nachgenommen und'nur für die Rollacbühren, welche von anüeren Personen nackgenommen würden, berechnet werden

Der Unterschied zwischen solchen Personen und den Bahnrollfuhrleuten bestehe insbesondere

Die Artikel Bettfedern und Wolle in festverschnürten Ballen, sowie gebrauchte in ae- brauchten Emballagen eingeschloffene, leer zurückebenbe Cigarrenkistchen, al« zu gebrauchten Emballagen gehörig, aus den sperrigen Gütern auszuscheiden.

daß Wolle nach dem Tarif bereits nur dann zu den sperrigen Gütern gerechnet würde wenn sie ungepreßt oder in losen Bündeln zur Aufgabe gelange,

ba§ es bezüglich des Artikels Bettfedern den Betheiligten überlasten bleiben muffe einen Antrag durch den Derkehrsausschuß einzubrtngen,

daß die Verwaltungen dagegen den Antrag, gebrauchte, in gebrauchten Emballagen zurück, gebende Cigarrenkistchen als gebrauchte Emballage zu tarifiren, in Erwägung ziehen werde nachdem der Vertreter der Handelskammer Gießen erläutert hatte, daß die Sperrigkeit der Transportkisten gerade durch die Ausfüllung mit Ligarrenkistchen beseitigt werde letztere aber wohl begriffsmäßig nur zu Emballagen gerechnet werden könnten

Zu XIV.

kürzester Zeit vorgelegt. Auch die Vorlage wegen Einverleibung Neu Orsowas wird bald ei folgen. Das Haus nimmt diese Antwort zur Kenntmß.

Pesth, 14. December. Der Äaifer hat den Feldzeugmeister Pytlippooic «tngeladen, nach Pesth zu kommen und in der Burg von Ofen sein Absteige- quartier zu nehmen. Phtltppovic wird heute Abend hier eintreffen.

Schweiz.

Bern, 14. December. Wie derBund" meldet, ließ die Neuenburger Regierung durch zwei nach Chaux de-Fonds entsandte Staatsräthe tue Druckerei derAvantgarde" wegen ausweichender Antworten unter Siegel legen. Diese Maßregel habe allgemeine Billigung gefunden.

DerBund" theilt officlell mit, daß die von mehreren Blättern in den letzten Tagen gebrachte Nrchricht, wonach diplomatische Noten von verschie- denen ausländischen Staaten über das Schweizer Asylrecht etngelaufen seien, durchaus unrichtig sei. Bisher sei keine solche Note eingegangen, noch habe der Bundesrath Grund, eine solche Note von irgend einer Seite zu erwarten.

AranLreich.

Paris, 14. December. Eine Anzahl Bonapartisten hat den 10. Decem­ber, an welchem vor 30 Jahren Louis Napoleon mit 6 Millionen Stimmen zum Präsidenten der Republik erwählt wurde, durch ein Banket gefeiert, auf welchem es an imperialistischen Reden nicht gefehlt hat. DieRepublique francatse" verspottet diese Feier in ziemlich drastischen Ausdrücken, sie sag! unter Anderem:

Als im Jahre 1830 Thiers Berichterstatter des Budgets war und das Budget zum erstens Male einen Ueberschußs von einer Milliarde nachwies, sagte der verstorbene Staatsmann, der das Wachsen der Ausgaben voraussah: Meine Herren, sagen Sie dieser Milliarde Lebewohl, Sie sehen sie niemals wieder! Wir können daffelbe den Bonapartisten und ihrem ganzen Anhänge rathen:Sagen Sie den 6 Millionen Stimmen des 10. December 1848 Lebewohl, Sie sehen sie niemals wieder!"

Der Seiger der bonaparttsttschen Organe über diesen wohlverdienten Spott ist kein geringer, zumal sie eben nicht bestreiten können, daß ihr Siern immer mehr im Sinken ist.

Paris, 14. December. Das amtliche Journal veröffentlicht ein Decret, wodurch die Ein- und Durchfuhr von lebendem Rind- und Schaafoieh aus Deutschland und Luxemburg verboten wird.

England.

London, 14. December. Ausführlichere Meldung über die Sitzung des Unterhauses. Im Laufe der Debatte wies Hartington die Idee zurück, daß das Parlament keine Ansicht mehr aussprechen dürfe, wenn der Krieg einmal begonnen habe. Die Ereigniffe hätten bewiesen, daß Northbrook Recht und Salisbury Unrecht gehabt hibe. Es sei die Zett gekommen, wo die Beziehun­gen Englands zu dem Emir von Afghanistan einer Revision unterzogen werden müßten, aber von vier Wegen, welche der Regierung offen stmden, habe fie den schlechtesten gewählt, nämlich, der, wie er fürchte, zu einer militärischen Be­setzung von ganz Afghanistan oder wenigstens eines Theiles desselben führe. Die Idee einer Invasion Rußlands sei eine lächerliche. Durch die Bestrafung des Emirs würden die Jntriguen Rußlands nicht verhindert werden. Keine permanente militärische Occupition Afghanistans gegen den Willen der Ein­wohner sei zu sanctioniren. Hartington griff den Vicekönig von Indien, Lord Lytton, auf's Heftigste an und verlangte deffen Abberufung. Diese sei abe, nicht zu erreichen, so lange die jetzige Regierung bestehe. Das Land habe genug von dieser Politik und hoffe, daß bald über dieselbe entschieven werden würde Northcote sprach sein Bedauern über die gegen Lytton gerichteten Angriffe aus die deffen Autorität nur schaden könnten. Seine (Northcote's) Politik fei durch die Umstände hervorgerufen. Er fürchte nicht das Mißfallen des Landes, weil er die Jntereffen und Sicherheit des Reiches wohl erwogen habe. Hieraus wurde über die Resolution Whttbread's zur Abstimmung geschritten und dieselbe mit 328 gegen 227 Stimmen abgelehnt. Die Majorität für die Regierung betrug 101 Stimmen.

Italien.

Rußland.

Petersburg, 14. December. Die Nachricht, daß Rußland E nspruch erhoben habe gegen eine unter englischer Garantie zu contrahirende türkisch. Anleihe, wird in bestunterrichteten Kreisen als unbegründet bezeichnet.

Türkei.

Konstantinopel, 15. December. Nachrichten aus Philippopel vom

Bezüglich der nachstehenden Anträge erklären die Vertreter der Eisenbahnen: Zu X.

Aenverung der Bestimmung deS sub B III des Reformtarifs:

ohne Erhöhung der Frachtpreise werden die Elsenbahnverwaltungen folgende Güter in bebcrft gebauten Wagen beforbern, sofern solche auf ber Abgangsstation verfügbar sind, dahin, daß ber Nachsatzsofern k." wegbleibt,

daß «ach ministerieller Anordnung auf ben Preußischen Staatsbahnen dem Anträge bereit« thatiachlich entsprochen wurde; es könne die diesbezügliche Anordnung für den Verkehr der Staalsbahnen auch ohne besondere Publication zur Zeit als bindend betrachtet werden

Don der Gencraltarifconferenz sei der Antrag abgelehnt worben und e« müffe den Interessenten überlaffen werben, benselben bei bem Verkehrsausschusse event. von Neuem einzubringen. Zu XI

$err Georgi berichtet über bi* Verhanblungen ber Conferenz in Frankfurt a. M. au« hervorzuheben ist, baß bie Anträge:

von ber Constituirung eines AusichuffeS abzusehen,

bie Kompetenz ber Eisenbahnconferenzen bahin festzustellen, baß bieselben vor Einführung aller wichtigen Aenberungen im Eisenbahnverkehrswesen, insbesonbere vor ieber Ab anbciung ber bestehenden Frachttarife thunlichst gehört werben,

bie Eisenbahnverwaltungen möchten ben an ber Conferenz beteiligten Handelskammern und Vereinen bie beabsichtigten wesentlichen Fahrplanänberungen mittheilen,

bie Bahnen werben ähnlich wie bei bem Personenveekehr thunlichst auch für die Vieh.

transporte ineinander greifende Fahrpläne aufstellen, y

angenommen wurden.

9fom, 14. December. Der König hatte zwei längere Besprechungen mit Catroli. Nach einigen Journalen hat sich Cairoli auf die Frage des Königs, ob er die Bildung eines neuen Cabinets übernehmen wolle, Bedenkzeit erbeten.Offervatore Romano" undVoce della Verita" veröffentlichen eine vermuthltch officiöse Note, wonach die Nachricht von dem Seitens der Centrun s-Deputirten im Berliner Abgeordnetenhause eingebrachten Anfrage be­treffs der religiösen Orden chon den Katholiken ,mit wahrhafter Befriedigung ausgenommen wäre.

Rom, 14. December. Der König hat mit einigen Politikern über die noch immer schwierige parlamentarische Lage conferirt. Gestern Abend ver­sammelten sich die Führer der Rechten, um sich über ihre Haltung in's Ein­vernehmen zu setzen. Cairoli versammelte die Führer der Linken, um zu sehen, ob eine Vereinbarung möglich sei. Die Idee, ein Cabinet aus den Elemente,, aller Fracttonen zu bilden, stößt aus Schwierigkeiten. In der Kammer zeigte Cairoli an, daß der Köaig die Demission des Cabinets angenommen habe. Daffelbe werde bis zur Bildung des neuen Cabinets die Geschäfte fort- sühren. Die Kammer vertagte sich hierauf.

Rom, 14. December, Abends. Cairoli verzichtete auf die Bildung eines neuen Cabinets, nachdem Anzeichen einer neuen Coalition mehrerer Frac- tionen der Kammer gegen ihn zu Tage getreten waren. Derselbe bezeichnete dem König den Kammer-Präsidenten Farini als den geeignetsten zur Bildung des Cabinets, dieser aber lehnte ab. Der König conferirte sodann mit den Führern der verschiedenen Kammer-Fiactionen und beauftragte in Folge dieser Conferenzen de Pretis mit der CabmetSbildung, welcher darauf mit verschiede nen politischen Persönlichkeiten Unterredung pflog und wahrscheinlich noch heute dem König mittheilen wird, ob er annimmt.

' L o k a l-R o t 1 z.

- * Gießen, 16. December. Bon (Seiten der Stadt beauftragt bat fSerr üdf^nen Lorbeerkcanz mit weißen BlÜthen und einer dcbleife tnben Aut «*?*? welcher beute n.ch Darmstadt geschickt werden sollte,

trau/rnd,n -7°bt*® Mfm" g°lh°ef"<tlcn ffior,e: °°n der

n-t-n N-chmMag "finbet eine -ußeror-eniliche Sitzung ber Stabte trorb.

Statt » 'E L-tletbsabrene an e>e. K° itgt. votz-tt u iferen @to6(>trioa

etatt. .ZBir Soffen bi.selbe morgen tm Werttaut wittdkll-n zu können 1 8

r ?ür£uf °us-nerkmm, ba§ bet bem fttrfen Schneefall bie Hätser- ÄfbÄn '^sab^keb«n iL L ' Stratzenreintgung, eor .H-N Häusern ober fd>e b«,T,-^®/V*l'lTenaü!Ünf.?.n !U entsprechen, thetlen mir bie Nimm ber auS- febebenben SIKlHUecer be. ^anbelätanimer mit (86 ftnb bteS bieHerren W L,-brich, O" 's» -o. ji o cd undJJi. Hornberger.

~ er!leal H"rn aus London wurde der hiesigen Rudergesell chaft ein übetUeftrt.3Um ®efd,ef überwiesen. Dasselbe wird sogar franco Bahnhof (Hießen zu Gießkn'°^u^°?m 7 D,»us ben Beehand-ungen der Großherzog,scheu Haube,stummer NiPräsident berichtet über die Eingänge, welche theils den Acten, der Caffe und der Bibliothek überwiesen, theils zur Girculation bestimmt werden.

Hvik Endige Ausschuß der Verkehrsintereffenten der Eisenbahntarif Commission in Berlin /r KT,^ICtobC!!r too0m 211 November mit, daß in der Sitzung vom 13 /14. November sammtliche Ausschusses der Verkehrsintereffenten folgenden Antrag gestellt haben:

b.ie ^s?Enwärtigen Tarifsätze der einheitlichen Stückgutclafle schon an sich als genügend hoch bemessen erscheinen, o d

2) ?,Q^<.,abrT cinc Anzahl der wichtigsten Productionszweige nicht im Stande sein wird, die hierfür gegen früher so bedeutend erhöhten Sätze zu tragen,

Ordnung^ W aU^ unter dem 8./10. August d. I. vertagte Nr. 2 der Tages-

Tarifcommission und der Ausschuß der Verkehrsintereffenten wolle beschließen- ^ E ^mführung einer zweiten ermäßigten Stückgutclaffe ist ein dringendes und unauf­schiebbares Bedurfniß", 1

^l/her Antrag seitens der Eisenbahnverwaltung gegen 4 Stimmen abgelehnt, dagegen folgender Antrag eingebracht worden sei: 0 3 ö

einzusetzen, bestehend aus 3 Mitgliedern des Verkehrsausschusses und 5 Mitgliedern der Tarifcommission mit der Aufgabe:

daß Bedurfniß der Einrichtung einer zweiten Stückgutclaffe und die bei der Anwendung der allgemeinen Wagenladungsclasse sich ergebenden Unzuträglichkeiten zu prüfen und xu eiroagen, in welcher Weise, eventuell dem Bedurfniffe der Einrichtung der I l. Stückgutclaffe abzuhelfen und welche weitere Bestimmungen für die Anwendung Der allgemeinen Wageü- laoungsclaffen zu treffen seien, ö ö

unD einer nächsten gemeinschaftlichen Sitzung desfallsige Vorschläge zu machen

g, . ®erT Verkehrsintereffenten habe sich, nachdem für seinen weitergehenden

Antrag zur Zeit die Majorität tn der Eisenbahntarifcsmmission nicht zu erlangen gewesen, dem Votum der Eisenbahnverwaltungen angeschlossen und seinerseits als Mitglieder dieser Commission die Herren von Wedell-Malchow, Commerzienrath Wollheim und Äeneraldirector Nus s etl Delegirt.

. ,, . M°n b-fch(ießt, zu di-!'n Btrh-nblung-n erst bann Stellung ju nehmen, wenn bk Re- l?er Konferenz am j. d. M. »n Köln, in welcher dieser Gegenstand ebenfalls zur Sprache gebracht wird, vorliegen.

Die Dlrection der Main-Weser-Bahn in Cassel übersandte ein Exemplar der neuen Fracht- brieffornuHare, welches nach dem Beschlüsse des Bundesraths vom 25. Mär» d. % mit d7m 1. Januar 1879 für die E'senbahnen Deutschlands in Kraft tritt. J

Ferner empfingen wir den Nachtrag V zum Local-Güterkarif, Heft II, der Main-Weser- ®ahn vom 1. Juli 1x77, nach welchem nunmehr die für den Artikel Salz rc. gültigen Fracht­sätze vorbehaltlich des jederzeitigen Widerrufs, auch auf den Artikel

fd)tt)efeljaure8 Kali, loie ober in Säcken verpackt, sowie, wenn zum Export bestimmt in Kisten, Fässern ober Körben

Anwenbung finden.

. ^"^mtritt vom 1. December «b für Kalkstein- unb Erzsenbungen in Wagenlabungen von ie 0000 Kg zwischen Lollar unb Wabern Der Ausnahmefrachtsatz von 0,30 Mk. pro 100 Kg. in Geltung. ' r

14. d. infolge wurde Schmidt, welcher zum Finanzdirector Ostrumelieus ernannt war, auf feiner behufs Cuffemnfpccnon unternommenen amiitchen Neft'e in ^em. {agra von der bulgarifchen L-°ötk-ruug gewaltsam zur Emstelluna seiner Kunctionen und zur Rückreise gezwungen.

Amerika.

Washington, 14. December. Der Senat hat mit 35 argen 26 etimtmu das Wahlges ß Evmund's angenommen, wonach eine besondere Me. thode für die^Zahmng der Stimmen bei der Wahl des Umons-P äsidenten in den Unions-Staaten emgeführt wird. Wenn das Votum eines Staates ange- fochten wird, soll die Streitfrage durch diesen Staat geregelt werden. Lammt dkfer zu keiner Entscheidung, jo wird die Sache dem Conareffe »ur Befdluk- fassung vorgelegt. i 0 "

Gehört es zu knoohner der Sta Men zu lassen, Vlenstmäiwer droht

Die WOterun

10000 Kg " reicht werden '

2 daß die Herab eine Wag ben ' $ttfibr8au8|O| tW'tt

3. laf b«8 D-sir von der König

4. daß zur Z-'t ' von Harburg t grtitel aber vc

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5. daß die BtM Schnell- und C bneiis durchge tretenen Staate bereits bestehe. «neS Rctourbl irrigen Auffassi beseitigt werde

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