ßngland
bescheinigen.
Ziußland
Graf Münster äußerte sein Bedauern darüber, daß
Paffe dauert der Artilleriekampf fort.
Aegypten
Aachener un
6. d. nach einem Kampf mit 6 den Russen besetzt. — Bei der unbedeutende Scharmützel statt, bete zurück.
Trajans-Paffes und gegen Teke. von Nizams und Artillerie besetzt gefunden, ken und 48 Schützen kamen dabei durch die Kälte um.
irgend welcher Macht sich hinzugeben.
London, 9. Januar. Dec deutsche Botschafter Graf Münster empfing gestern eine Deputation von hier arbeitenden deutschen Maurern, welche mehrere
wurden geschloffen. Kronprinz Humbert wurde zum Könige von Italien pro- clamirt und bestätigte die Minister in ihren Stellungen.
ühren.
Petersburg, 9. Januar. Die „Agence Raffe" bezeichnet als wahrscheinlich, daß jetzt ausnahmslos alle Cabinete der Pforte gerathen haben, birect mit Rußland zu verhandeln und keinerlei Hoffnungen auf materiellen Beist ind
Pascha, Commandant von Widdin, benachrichtigte die Führer der anrückenden rumänischen und serbischen Corps, daß er die F stung bis auf den letzten Mann vertheidigen und dann einem russischen General übergeben werde.
Berlin, 9. Januar. Die „Prov. Corresp." schreibt: Die Schritte behufs eines vorläufigen Waffenstillstandes dürften nur unter der Voraussetzung erfolgreich sein, wenn dieselben zugleich die Bürgschaften eines demnächstigen annehmbaren Friedensschlnffes gewährten. Die neuerlich staitgehabten vertrau- licheii Erörterungen würden immer mehr als günstige Vorzeichen für eine baldige friedliche Wendung gedeutet.
Nom, 9. Januar. Der König empfing heute Nachmittag den Priester, welche ihm die Srerbesacramente spendete, in sehr ruhiger Stimmung. Er ließ den Kronprinzen und seine Gemahlin rufen, mit denen er einige Minuten sprach. Einige Momente darauf nahm der FrieselanSschlag zu. Der König ließ sodann seine Umgebung berufen und richtete sodann an Jeden einige Worte.
Handel und Verkehr. Limburg, 9. Jan. (Fruchtbericht.) Rother Weizen JL 19.40, Korn JL 13.26,
Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr. Eorrefpondenz-Bureau.
Berlin, 9. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt die Zeitungsmeldung, daß Staatsminister Hofmann um seine Entlastung gebeten oder zu bitten beabsichtigte, nach ihren Informationen für jeder tatsächlichen Begründung entbehrend.
Rom, 9. Januar. Nach dem heute früh ausgezebenen Bulletin hat fich der Zustand des Königs während der Nacht verschlimmert. Die Athembe- schwerden und Pulsunregelmäßigkeit nehmen zu. Man beobachtet den Beginn eines Frieselausschlags.
— Der deutsche Kaiser, die Kaiser von Oesterreich und Rußland, wie die meisten anderen regierenden Häupter, auch das deutsche Kronprinzenpaar und viele andere Fürstlichkeiten haben telegraphische Anfragen über das Befinden des Königs hierher gerichtet. Auch der Papst drückte den Wunsch aus, über den Zustand des Königs unterrichtet zu werden. Die Mitglieder des diplomatischen Corps beeilten sich gestern im Qutrinal-Palaft bezügliche Erkundigungen einzuziehen. Prinz Amadeus und der Prinz von Cartgnan werden hier erwartet ; voraussichtlich treffen auch die Königin von Portugal und Prinzessin Clotilde demnächst ein. Von zahlreichen Municipal- und anderen Behörden gehen Telegramme mit Wünschen für die baldige Genesung des Königs ein.
— Der König ist heute Nachmittag 2*/2 Uhr, mit den Tröstungen der Religion versehen, verschieden.
Konstantinopel, 9. Januar. Die Allknüpfung von Unterhandlungen über einen Waffenstillstand ist beschlossene Sache, nachdem die Zustimmung des Sultans erfolgt ist; bezügliche Instructionen ergehen an die Armee Comman- danten. Der Entschluß ist gefaßt worden, nachdem auf ein letztes Telegramm des Ministers des Aeußern, Server Pascha, an den Botschafter in London, Musurns, durch welches diesem der Auftrag ertheilt wurde, er möge Derby ersuchen, mit Rußland die Bedingungen eines Waffenstillstandes zu vereinbaren, Derby geantwortet hatte, Rußland werde jedes derartige Verlangen Englands ablehnen; England könne der Pforte nur zu directen Verhandlungen mit Ruß land rathen. — Die Pourparlers zwischen England und Rußland bezüglich der spätereii Arrangements dauern fort.
Wien, 9. Januar. Die „Preffe" meldet aus Sistowa: Mehemed
chieden habe. Der Kriegsminifter, Reuf Pascha, schickt sich an, nach dem russischen Hauptquartier abzurelsen, um die diesbezügliche Unterhandlung zu
Petersburg, 8. Januar. Ein osficielles Telegramm aus Bogot vom 7. d. berichtet über die Verfolgung der aus Slatinitza gegen Kosnitza zurück gezogenen Türken und über die am 4. d., Abends, sowie in der Nacht zum 6. d. bei 22 Grad Kälte ausgeführte Recognoscirung gegen den Abhang des Der Paßabhang ward stark befestigt und Zwei russische Osficiere, 12 Kosa- Beschwerden vorbrachten.
____ . Achmedli wurde am Die deutschen Maurer sich hätten bestimmen laffen, in London Arbeit zu nehmen Tabors?Türken und Kisla ohne Kampf von und erklärte, er werde in Deutschland vor weiterem Zuzug warnen laffen. — Armee des Thronfolgers fanden am 6. d. nur Midhat Pascha ist hier eingetroffen.
In Sofia ließen die Türken 1500 Verwun- Konstantinopel, 9. Januar. In der gestrigen Sitzung der Deputirten- kammer erklärte der Minister des Auswärtigen, Server Pascha, am Schluß
Vermischte-.
Mainz, 6 Jan. Bekanntlich findet am 13. und 14. l. Mts. in unserer Stadt die Feier des 50 jährigen Dienstjubiläums des dahier wohnenden dermaligen Prälaten des Großherzogthums Hessen und hiesigen ersten evangelischen Pfarrers Dr. theol. j? a r l Schmitt statt. Bet der allgemeinen Beliebhett des Gottlob noch sehr rüstigen Jubilars dürfte mit Zuversicht einer sehr regen Betheiltgung aus dem ganzen Lande an dem seltenen Fest zu erwarten stehen und glaube ich mir detzhalb die Dankbarkeit vieler Leser zu erwerben, wenn ich das in Aussicht genommene Programm Ihnen nachstehend zur Veröffentlichung mittheile. Sonntag den 13. Januar, Vormittags 9 Uhr: Choralmusik vor der Wohnung des Herrn Jubilars. Um 10 Uhr: FestgotteSdienft, in welchem der Jubilar die Predigt hält. Nach Beendigung des Vormittagsgottesdienstes Gratulation der Behörden nach einer noch näher mitzuthetlenden Ordnung in der Wohnung des Jubilars. Nachmittags 5 Uhr: Festgottesdienst und Feftpredigt durch Herrn Pfarrer Büttel. Montag den 14. Januar. Vormittags halb 12 Uhr: Gratu'ation der rheinhessischen Geistlichkeit und auswärtiger Deputationen in der evangelischen Kirche, mit gottesdienstlicher Feier durch Herrn Pfarrer Dr. Steinmetz und Gesang eingeleitet. Nachmittags 1 Uhr: Festmahl, für welches die Einzetchnunqsliften in den Buchhandlungen der Herren V. von Zabern und I. Diemer für die Theilnehmer auS der Stadt Mainz bis Freitag den 11. Januar offengelegt sind. Das Couvert kostet ohne Wein (einschließlich aller Kosten) U Sin den kirchlichen Feierlichkeiten wirken mit: Herr Capellneifter Lux und Mitglieder der .Liedertafel" und des Vereins „Lie- oerkranz" unter Leitung des Herrn Capellmeisters Rupp; außerdem ist dem^Feftcomtts von Herrn Oberst Ehrhardt die Musikcapelle des 3. Großh. Hess Infanterie-Regiment Nr. 117 unter Leitung des Herrn Capellmeisters Fischer bereitwilllgst zur Verfügung gestellt worden. (Die Universität Gießen wird dem Jubilar eineVotiotafel Üder- reichen. D. R)
Cairo, 8. Januar. General Grant ist hier angekommen.
Amerika.
Washington, 8. Januar. Das Cabinet beschloß, sobald es die Umstände zuließen, den Schatzsecretär zu neuen Zeichnungen auf die 4proc. Anleihe auffordern zu lassen.
Rio de Janeiro, 7. Januar. Ein neues Ministerium, welches aus Liberalen besteht, ist an's Ruder gekommen; daffelbe besteht aus folgenden Mitgliedern; Silveira Sinimbu, Präsidium und öffentliche Arbeiten; Herval, Krieg; Leonicio, Inneres; Lasayette, Auswärtiges; Villabella, Marine; Andrade Pinto, Finanzen.
London, 8. Januar, Abends. Lord Beaconsfield ließ durch ein Konstantinopel. 9- Januar. Die Journale bestätigen, daß die Schreiben feines Secretärs an den Vorsitzenden des antirussischen Meetings von Pforte einen Waffenstillstand nachgesucht, für welchen sie sich im Princip ent. Trafalgar-Square den Empfang der von letzterem erlaffenen Denkschrift einfach <r'-- ™ *—
seiner Rede: Wir machten Anstrengungen, Europa für unsere Sache zu in-
Turket. teressiren, die Anstrengungen sind leider unfruchtbar gewesen. Wir stad ifolirt,
Januar. Die Deputirtenkammer nahm am haben keine Hoffnungen aus europäische Allianzen und verhandeln über einen betr. die Waffenstillstand, welcher zum Frieden führt, sobald der Waffenstillstand ab-
T h e at er.
Ein Fallissement ober Ein geadelter Kaufmann, welches prächtige Stück Freitag hier gegeben wird, ist eine der besten Arbeiten des berühmten Lustspielbichters Görner. Einfach in seiner Zusammensetzung, packend in seiner Natürlichkeit, urkomisch in seinen heiteren Situationen und fesselnd in seiner Lösung ist dieses Stück Gemeingut der deutschen Nation geworoen. Wir begrüßen seine Aufführung von ganzem Herzen als eine wirklich gute Bereicherung deS Repertoires und wünschen nur, daß dieses vorzügliche, lebenswahre Stück auch hier der Kassamagnet fein möge, der et überall für ein gebildetes Publikum war. —?—
Konstantinopel, 8. _
Montag einstimmig einen Antrag der Deputirten für Smyrna an, betr. die Waffenstillstand, welcher zum Frieden fuhrt. -Lrobald der Waffenstillstand ab- Nothwendigkeit der Herstellung .eines Einvernehmens zwischen Regierung und geschloffen ist, wird derselbe den Kammern zur Genehmigung mitgetheilt werden. Kammer über Maßregeln zur Landesvertheidigung. Ferner berieth die Kammer — Die Kammer erklärte sich durch die Auseinandersetzung m der Minister, in erster Lesung einen Gesetzentwurf über die Bildung eines vom Ministerium namentlich durch die Darlegung der Politik L-erver Pascha's befriedigt, unabhängigen Rechnungshofes zur Revision des Budgets der verschiedenen Paris, 9. Januar. Bei Uebernahme des Vorsitzes im linken Centrum Departements und Controlle über Rechnungen. hielt Lson Renault eine Rede, in der er sagte: Die Republik wird den Ver-
Konstantinopel, 8. Januar. In der heutigen geheimen Sitzung der tretern Frankreichs im Auslande vorschreiben, zu erklären, daß Frankreich unab- Kammer werden die Minister die Interpellationen beantworten. — Die Ruffen hängig ist von den ultramontanen Doctrinen, daß es dem Geiste der Eroberung griffen am Freitag Solentk an, wurden jedoch zurückgewiesen. — Am Schipka- abhold und socialistischen Umtrieben feindlich ist. Das Ministerium muß Paffe dauert der Artilleriekampf fort. darüber wachen, daß die Armee niemals ihrer Aufgabe, das Vaterland und die
Gesetze zu vertheidigen, entfremdet werde. Wir müssen beweisen, daß die Republik fähig ist, dem Lande Frieden und Wohlstand zu.verschaffen.
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Gießen, 9. Januar. Der Schwurgertchtshof dieser Provinz verurtheilte am 7. d. Mts.:
a) den Heinrich Dönges von Hain-Grün^au, wegen Hehlerei in eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren, an welcher jedoch 3 Monate Untersuchungshaft in Abzug kommen;
b) den Isaac Mat von Langenberghetm, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit, in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr.
Sodann wurden gestern:
1. Johannes Bönsel VIII. von Lanzenhain, wegen Erpressung bezw. Bedrohung, in eine Gefängnißstraße von 1 Jahr 6 Monate 6 Tage — an welcher jedoch 4 Monate erlittene Untersuchungshaft in Aufrechnung kommen — und
2. Johannes Ziegenhain von Dirlammen, wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt in eine Gefän^nitzstrafe von 4 Wochen condemnttt.
Gießen, 10. Jan. Gestern verurtheilte der Schwurgertchtshof den Johann Conrad Chrtstian Schmiege! von Butzbach, wegen Urkundenfälschung, Diebstahls, Betrugs und versuchten Betrugs, tn eine Gesammt-Zuchthausstrafe von 4 Jahren, sowie tn eine Geldbuße von 500 JL, welche im Falle der Uneinbringlichkeit in weitere zwei Monate Zuchthausstrafe umzuwandeln ist; erklärte denselben zugleich der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren für verlustig und erkannte auf Zulässigkeit der Polizei-Aussicht. „ „
Gießen, 16- Januar. Bekanntlich soll im Lause dieses Jahres ein größeres Sängerfest des Lahnthal-Sängerbundes tn unseren Mauern abgehalten werden. An diesem Gesangsfeft werden sich auch die vier hiesigen Gesangvereine Ltederkr anz, Bürgergesellschaft, Harmonie und Bauer'scher Gesangverein betheiltgen. Der Gesangverein Sängerkranz lehnte eine Betheiltgung, weil mit seinen Satzungen nicht vereinbar, ab. Der provisorische Ausschuß berief nun auf gestern Abend auf den Lahnstein eine Anzahl hiesiger Einwohner zur Constttuirung eines größeren AuSschuffes. Die Versammlung war auf 8 Uhr berufen und um 9 Uhr leitete Herr B. Sch wan die Verhandlung mit einigen Worten ein und man trat zur Wahl eines BÜreaus, bestehend aus I. u. II. Vorsitzenden und zweier Schriftführer. Bestimmt wurden die Herren Ph. Uhl als I. und Lehrer C. Franz als II. Vorsitzender sowie die Herren E. Wetter und I. Euler zu Schriftführer, sodann wurde ein vorläufiges engeres Comite gewählt, welches eines demnächst abzuhaltenden größeren Ausschußsitzung bestimmtere Vorschläge und Vorlagen betr. der einzelnen Ausschüsse rc. zu machen hätte. Zu diesem engeren Ausschuß wurden !die Herren Ph. Uhl, C. Franz, E. Wetter, I. Euler, H. Wagner, W. Löber, B. Schwan, C. Brück, L. Georgi, Pros. Dr. Perls, Gg. Noll und F. Hoffmann designtrt.
Ewigk Augenblicke bnauf staib der König. D>e Nachricht, welche sich aiöbald ytmourg, 9. yan. ^ruwioeriqr.) »totptr Weizen m verbreitete, verursachte eine allgemeine und große Bewegung. Die KauflädenI Gerste M 11.30, Hafer 7.15. (Durchschnitts-Preis pro Malter.)
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