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Telegraphische Depeschen.

Geländes.

6. Gesuch wegen Verpachtung städtischen Geländes.

7. Die Viehmärkte.

8. Frauenoerein für Frauenbildung und Erwerb.

9. Voranschlag der evangelischen Kirche pro 1879.

10. Voranschlag der Armencasse und der Plocktschen Stiftung pro 1879.

11. Die Straßenbeleuchtung.

12. Straßenauffüllung an dem neuen Justizgebäude.

13. Verbesserung deS WegS im alten Feld.

14. Pflasterung der Trottoirs der BiSmarckstraße-

von der in der Commission beschlosienen Gültigkeitsdauer des Socialistengesetzes von zwei und einem halben Jahre unter keinen Umständen abwendig machen zu lasten, selbst dann nicht, wenn die Regierung das Zustandekommen des Gesetzes überhaupt von einer Abänderung dieses Beschlustes abhängig erklären sollte. Dergleichen muthvolle Aeußerungen haben wir freilich, so lange es sich nicht um die entscheidende dritte Lesung handelt, von der national-liberalen Fraktion schon öfter vernommen, ohne daß sie gehindert hätten, daß schließlich doch der Wille der Regierung in Erfüllung ging. In diesem Falle aber scheint man wirklich mit voller Zuversicht auf die Aufrechthaltung der dritthalbjährigen Geltungsdauer zu vertrauen, da man angeblich in Erfahrung gebracht hat, daß die Regierung ihr letztes Wort in dieser Frage noch nicht gesprochen, vielmehr sich sehr wahrscheinlich noch entschließen werde, aus dieser Terminfrage keine entscheidende Cabinetsfrage zu machen, vorausgesetzt, daß keine weiteren Ab­schwächungen an dem Gesetze vorgenommen werden. Wie schon gesagt, will die Mehrheit der national-liberalen Fraktion die Commissions-Beschlüste zweiter Lesung als ein untrennbares Ganze betrachtet wisten, und diese Auffassung würde selbstverständlich, wenn die Regierung nur in der Frage der Geltungsdauer nachgtebt, einer Verständigung keine weitere Hindernisse in den Weg legen. Denn an einer Einigung über die zu constituirende Control - Instanz, wird in national-liberalen Kreisen nicht der mindeste Zweifel mehr gehegt.

Berlin, 5. Octbr. Privatnachrtchten über das Befinden des Kaisers lauten durchaus erfreulich. Die Zunahme der Kräfte zeigt sich in gesteigertem Maße und die Bewegung des Kaisers ist frei und ungehemmt. Eine weitere Nachkur des Monarchen in Wiesbaden, von welcher vielfach die Rede war, ist von einer Berathung der Aerzte abhängig, welche demnächst in Baden erfolgen sollte. Ueber den Zeitpunkt der Rückkehr nach Berlin ist noch keine Bestim mung getroffen, und es erhält sich die Annahme, daß dieselbe etwa mit dem Zusammentritt des Landtags erfolgen dürste. (Siehe jedoch Dep. Die Red.)

Posen, 6. October. Wie aus Warschau gemeldet wird, nimmt die Rinderpest in Kongreßpolen große Dimensionen an. In Moczydlo (Kreis War­schau) ist die Seuche ausgebrochen. Eine Pocken-Epidemie ist in der Guber- ntalstadt Radom heftig ausgebrochen, auch in Warschau ist die Krankheit stark zunehmend.

Steßen, 8. October. Tagesordnung für die Stadtverordneten -SttzMS Donnerstag den 10. October 1878, Stach»ittagS 4 Ubrr

1. Offerte derJ. JfterltngS Wtttwe wegen Ankauf threSHauscS durch die Statt

Lokal - Notiz.

Gießen, 8. October. Wegen Verdachts des Straßenraubs wurde ein frühem Dienstmann am Sonntag verhaftet.

--Gestern wurden verschiedene Damen kaltaeftellt; eine derselbm von Ne in

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Merlin, 7. October. Der Reichstag erledigte heute die auf der Tagesordnung stehenden mündlichen Berichte der Abtheilungen und der Wahlprüfungs-Commission durchweg dm von

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Landsitze zurück Es heißt, die Minister würden vor dem Lordmajors-Baekffi nicht wieder nach London kommen.

Konstantinopel, 7. October. Die Pforte soll ein Rundschreiben cl ihre Vertreter bei den auswärtigen Regierungen zu erlassen beabsichtigen, woul sie gegen das inhumane Verfahren der Oesterreicher gegenüber den bosnische ' Mohamedanern, welches mit der angeblich pacificatorischen Mission Oesterreih? ! in Widerspruch stehe, protestiren und von den Mächten verlangen würde, deil sie die Wiederholung dieses Verfahrens verhindern. Gleichzeitig würde b-'t Pforte von Oesterreich fordern, daß es den Vormarsch seiner Truppen bis Eintreffen der Antwort der Mächte einstelle.

Berlin, 7. October. DerReichsanzeiger" bemerkt den vielfache, Hoffnungen und Befürchtungen, welche hinsichtlich der Eisen-Enquete in öffer.. lichen Blättern hervortreten, gegenüber, daß die Enquete-Commission überhauu nur den Auftrag hat, die Lage der Eisenindustrie ^bjectiv durch Vernehmurg von Sachverständigen festzustellen, dagegen nicht befugt ist, subjective Urteile abzugeben und Vorschläge bezüglich der Zollgesetzgebung zu machen.

London, 7. October. Eine Meldung des Reuter'schen Bureaus au| Stmla vom heutigen bezweifelt die Richtigkeit der Nachricht indischer Zeitungm von der bereits erfolgten Besetzung Ali-Musjids durch die Engländer.

Kopenhagen, 7. October. Der Reichstag wurde heute vom Conseil. Präsidenten eröffnet. Das Budget wird dem Folkethtng morgen vorgelegt.

Wien, 7. October. Meldungen derPolit. Corr." Konstantinop:!. Nachdem der Sultan bei seiner Weigerung beharrte, die Ermächtigung zum Abschluß der Convention mit Oesterreich zu ertheilen, ist letztere als endgültig aufgegeben zu betrachten. Nichtsdestoweniger ist es Thatsache, daß man in dm Kreisen der Pforte fortsährt, das größte Gewicht auf die Erhaltung des besten Einvernehmens und der ungetrübtesten Beziehungen zu Oesterreich zu legen. - Die Pforte ernannte Thair Pascha zum Delegirten für die bulgarische ur.b Dachja Pascha für die serbische Grenzfeststellungs-Commission. Letztere Ernennung scheint erst erfolgt zu sein, nachdem der Fürst von Serbien telegraphisch beim L-ultan unter dem Ausdruck seines aufrichtigen Wunsches wegen Wiederher- ftellung freundschaftlicher Beziehungen bezügliche Vorstellungen gemacht hatte. Die türkisch-persische Grenzregulirungs-Commission ist vorgestern zusammenge- treten. Feridun Bey wurde zum General-Consul in Pesth ernannt. Aus Belgrad. Senator Christic ist zum Mintsterresidenten bet der Pforte ernannt. Angeblich auf den Rath Rußlands beschloß der Fürst, bei der Neubildung des Cabinets conservative Elemente in dasselbe einzubeziehen.

Berlin, 8. October. Der Reichskanzler hatte während seiner gestrigen Anwesenheit im Reichstage in einem Conferenzzimmer eine Unterredung mit btui Abg. v. Bennigsen.

Köln, 7. October, Abends. DieKöln. Zig." meldet aus SBien: Karatheodori Pascha übergab heute dem Auswärtigen Amte das Rundschreiben der Pforte, worin dieselbe den Wunsch aussprtcht, mit Oesterreich in freund' schaftlichen Beziehungen zu bleiben, aber unter Hinweis auf das Verfahren der österreichischen Truppen in den occuptrten Provinzen den Abschluß einer Con« venttou ablehnt.

Wien, 7. October, Abends. Der päpstliche Nuntius Jacobini ist aus Rom hier eingetroffeu. Karatheodori Pascha reist morgen in Begleitung seines Sekretärs nach Konstantinopel ab. Der Krainer Landtag lehnte den Anttag auf Erlaß einer Adresse an den Kaiser ab; dafür erklärte sich nur die nativ- nale Minorität.

Haag, 7. Octbr., Abends. Der Kriegsminister ist heute gestorben.

Wien, 7. October, Abends. DieWiener Zeitung" veröffentlicht ein kaiserl. Handschreiben vom heutigen an den Fürsten Auersperg, wonach der Kaiser das Entlassungsgesuch des Gesammtministertums für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder unter Anerkennung der eifrigen und treuen Dienste desselben anntmmt; alle Minister werden zugleich beauftragt, bis zur Bildung des neuen Ministeriums ihre Amtsführung fortzusetzen.

Bukarest, 7. October. Die Deputirtenkammer debattirte heute den Berliner Vertrag. Der bessarabische Deputtrte Urechia legte dar, daß die Berufung einer constttuirenden Versammlung nicht nothwendig sei. Er Halle dafür, daß man sich den Congreßbeschlüffen unterwerfen müsse und rathe, bl* Dobrudscha anzunehme». Später werde man zur Beschlußfassung über die Judenfrage eine Constituante berufen müssen. Redner schloß mit bewegten Abschiedsworten an Rumänien. Miscail erklärte: man müsse die Bewohner der Dobrndscha befragen, ob sie der Einverleibung in Rumänien zustimmtm Es sei Pflicht der Regierung, Europa zu beweisen, daß die Judenfrage für Rumänien eine Lebensfrage ist. Gradisteano empfahl, den Antrag des Minister! des Auswärtigen auf Einsetzung einer Commission anzunehmen, welche mit Äcs- arbeitung einer Motion zu beauftragen sei. Die Kammer nahm diesen Anttls I an und wählte die aus 7 Mitgliedern bestehende Commission, deren MajortiL i für die Unterwerfung unter die Bestimmungen des Berliner Vertrages ist.

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2. Ankauf des Hauses der Jeremias Friedels Wtttwe.

3. Tauschvertrag mit Mühlenbesitzer F. Burk.

4. Erweiterung des Friedhofs.

5. Gesuch deSKaufmanns A. Montanus um käuflicheUeberlaffung städtische

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Arankreich.

Paris, 5. October. Für die hiesigen Preßverhältnisse mag eine Notiz, die von einem Eingeweihten über die finanzielle Situation derR^publtque fran^aise" veröffentlicht wird, charakterisirend sein. Der politische Dirigent dieses Journals ist bekanntlich Gambetta, der dasselbe auch gegründet hat. Als das Blatt in ein Actten-Unternehmen umgewandelt wurde, erhielt Gambetta die Hälfte der Actien. Das Journal besitzt ein Hotel, Pferde und Wagen, welche zur Verfügung seines politischen Dtrectors stehen, wie es für ihn ein Landhaus ankauste. Es kann seinen Director auch sonst noch überaus anständig honortren und subventioniren, und doch noch den republikanischen Capitalisten, welche Acttonäre desselben sind, mehr als 10 pCt. Dividende zahlen. Die Actien derRopublique sran-aise" sind unauftreibbar, unbezahlbar. Das Blatt ist in der Lage, seinen Dtrector, ohne den es nicht bestehen würde und von dem es lebt, nahezu wie einen Minister zu unterhalte«.

England.

London, 5. Octbr. Den heutigen Cabinetsrath besprechend, bezeichnet diePall Mall Gazette" die verbreitete Annahme, derselbe werde ein soforti­ges Vorgehen gegen Afghanistan beschließen, für trrthümlich und wiederholt die Versicherung, die Regierung beabsichtige vor dem Frühjahr keine Feindseligkeit. Indessen gewinnt auf Grund heutiger Drahtnachrichten die Erwartung Boden, der Emir werde durch eigenes Vorgehen den Zusammenstoß beschleunigen und durch Aufreizung der angegriffenen Grenzstämme seine Lage verschlimmern. Der Marsch der Engländer bis Kabul ist allerdings vor dem Frühjahr kaum aus­führbar. Unverbürgte Zeitungsnachrichten nennen bereits zum etwaigen Nach­schub nach Indien bestimmte Regimenter.

Von den 1400 Millionen Rubel, welche die Türket als Kriegsent­schädigung Rußland schuldet, soll, wie diePall Mall Gazette" schreibt, nur der Betrag von 200 Millionen Rubel in Geld zur Auszahlung kommen. Der Rest von 1200 Millionen soll durch die Gebietsabtretungen der Türkei für be­glichen betrachtet werden. Die russische Regierung verlangt n«n, daß von den zu zahlenden 200 Millionen die Hälfte an die russische Regierung, die andere an russische Kaufleute gezahlt werden soll, welche durch den Krieg Verluste er­litten haben. Außer dieser Kriegsentschädigung verlangt Rußland, daß die Pforte der internationalen Donau-Commission eine halbe Million Francs be- zahlen soll, um mit dieser Summe für die Beseitigung der die Schifffahrt in der Donau bedrohenden Hindernisse sorgen zu können.

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Am J^^TCl^.ber Stkung verweilte Fürst Bismarck kurze Zeit kirchen wegen Diebstahls, eine, welche wegen Obdachlosigkeit beiMutter Grün" log ick!

imh lin, L rm Sitzung Mittwoch. Tagesordnung: Präsidentenwahl und zwei, welche sich unter falschem Namen imRussischen Hof* etnlogttten und unv

und Lesung des Socialistengesetzes. Controle stehend, einen nicht ganz reinen Lebenswandel nebenbei führten.

heute Abend die am Vormittag begonnenen Bcrathungen --Heute Nacht wurden eine liederliche Frauensperson nebst zwei LouSl

lASfmnhofn fte|e m t / wurde beschlossen, die Verhandlungen als verttaultche welche sich sämmtlich unter falschem Namen seit dem 30. v. Mts. imRheinischen Htf rub-h°ndeln DerNattonal-Zettung" zufolge bewegt sich die Fraction im Großen und Ganzen einlogirt hatten, eingeheimst.

auf d.m vod.n d« Commissions-Beschlüsse. - - Auf b?m Ärofborfer Weg ging eS heute Nacht auch ,-hr lebhaft 6®

Toeritn, 7. October. Dem Vernehmen nach begibt sich Se. Majestät Verschiedene Pflüge wurden demolirt und allerhand grober Unfug verübt. Die Thäin der Kaiser von Baden-Baden zu mehrwöchentlichem Aufenthalte nach Wiesbaden seinen jedenfalls gestern beim Anzünden eines BacksteinofenS bethetligt gewesen |i und kehrt erst Mitte November mit Ihrer Majestät der Kaiserin hierher >urück fefn bk! >?lchn Gelegenheit reichlich bit Kehle angeseucht.t wird Definitives indesten ist bisher noch nicht bekannt. am

71 Dcibr. Rach einer Meldung des F.-M.-L. Jovanovic haben die Vertreter der griechisch-orientalischen Gemeinde in Trebinje, ferner die Ver- treter der Ortsgemeinden Zubci, Krusevica, Sutorina und Suma Adressen überreicht, worin sie dem Kaiser ihre Dankbarkeit und Anhänglichkeit versichern.

7. October.Daily News" melden aus Stmla vom 6. d.: Der Emir von Afghanistan hat den Abgesandten (Nustar) des Vicekönigs von Indien bis zum 28. Septbr. zurückgehalten, um den Brief des Vicekönigs zu beantworten. Es gehe das Gerückt, der Emir werde das Verhalten des Com Mandanten von Ali-Musjid der englisch,indischen Mission gegenüber desavoutren, die Annahme irgendwelcher kritischen Bedingungen aber ablehnen.

Der Ministerrath am Sonnabend dauerte 2^ Stunden. Nach Schluß desselben verließen sämmtliche Cabtnets-Mitglteder London und kehrten auf ihre