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5.10.1878
 
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Wirtschaft vor

Wien, 2. October. Meldungen derPolit. Correfp." Razusa. Sämmt-

Er erhielt einige besondere Missionen

In München wird I,-

mit außerordentlichen Vollmachten ernannt wer«

geben.

Frankiur infong der Doch' '!:btn sich jedoch j btn Berichten j litsigm Platze M P-tg. Einige Kc

6020) H eiilorsenden Kind l')8. 459. 460. XII./29.31 Ga nchPeppler

angeblich v reu wirb diese ctumple bieri itt die Genehn ^richte Eikläru! vtz lediglich nad 'i genehmigt ut

Gießen, bei

Telegraphische Depeschen.

Wagner'» telegr. Torrespandenz - Bnrea«.

Aerste i.inmenben Din

Vormiti men eine Pa 'M Achten-S!

wohl auskommen. JL. , . , .

nimmt ohne hinreichendes Betriebs-Capital kostspielige Veränderungen in der

Lokal-Nottz.

Gießen, 4. October. Der Schwurgerichtshof oerurtheilte gestern den G«q Gunderloch von Rendel, wegen Verbrechrns wider die Sittlichkeit, abzüglich der erltttcra Untersuchungshaft, in eine Gefängntßstrofe von 4 Monaten; A

Ebenso wurde Karl Kromm von Schotten wegen Diebstahls, in eine ®efangi'r strafe von 5 Monaten condemnirt.

Präsident v. Forckenbeck telegraphirte in oergm» den hiesigen Stadtverordneten - Vorsteher -Ltraß- Oberbürgermeister von Berlin annehme.

Meldung derPolit. Corresp." aus Konstanti- der Pforte das Scheitern seiner Pacifications- Es geht das Gerücht, Mishat Pascha solle zum

Pesth, 3. October. Beim Empfang einer Deputation der am letzt« Sonntag gehaltenen Volksversammlung, welche die Resolution für Zurücksieh^l der Truppen aus Bosnien überreichte, erklärte Ministerpräsident v. Tisza: Qr betrachte die Resolution nicht als Kundgebung der hauptstädtischen Bürgerschaft, von welcher die Deputation kein Mandat erhalten habe. Die Sache selbst ® langend, wolle er für jetzt nur bemerken, daß von verfasiungswidrigem So:- gehen keine Rede sein könne. Uebrigens nahe sich nun der Zeitpunkt, u) Gelegenheit sei, am competentesten Orte über das Geschehene Rechenschaft

eines Staats im Staate, sondern auch für die von ihr gegängelten Maffen ein geselliges und gesellschaftliches Leben, geschieden von dem der übrigen Gesellschaft. Allein ob diese Sonderbündelei gerade im Krtegervereinswesen gut angebracht ist, dürste doch selbst vor ihrem Parteistandpunkte ziemlich zweifelhaft aussehen. Bisher haben sich die Kriegervereine im Allgemeinen alle Politik vom Leibe gehalten. Sie beschäftigen sich weder mit Tagesfragen, noch leisten sie irgend einer Partei HeereSfolge. Nur der Gegensatz zur Socialdemokratie, den der von dieser betriebene Klassenkampf uns Allen auszwingt, ist auch in den Krieger­vereinen lebendig und scheut sich nicht, in ihnen, je noch Gelegenheit, einen kräftigen Ausdruck anzunehmen. Wollen ultramontane Heißsporne und Nimmer satts den deutschen Kampfgenosienschaften daneben noch einen zweiten durch­greifenden Gegensatz aufdringen? Das müßte doch fast unvermeidlich die Folge sein, wenn sie ihrerseits damit begönnen in den von ihnen abhängigen oder zu beeinflussenden Vereinen. Sie haben da ein Schwert ergriffen und geschwungen, das allzu zweischneidig ist, um unerfahrenen oder leichtsinnigen Händen überlasten werben zu dürfen.

Berlin. Betreffs der volkswirthschaftlichen Gruppen im Reichstage meldet dieNat.-Ztg." neuerdings, daß nicht nur die freie volkswirthschaft

Bermisckte».

Dr. A. Peter mann. DieWeser Ztg." schreibt: Der Tod be8 Dr. A. mann ist, wie jetzt öffentlich wird, nicht durch Schlaganfall, sondern durch eigenen Entschluß h?rk geführt. Der berühmte Geograph hat durch Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht. E' ' sich nachweislich schon langer mit dem schrecklichen Gedanken getragen. Es scheint zur fi^en Ide< 5 * ihm geworden zu sein, daß er diesem, in seiner Familie mehrfach wtedergekehrten Verhängnisse $ entgehen könne. Vater, Bruder und zwei Vettern waren demselben Schicksal verfallen.

werden.

Wie weit die Begriffe darüber, was denn eigentlich den Anspruch auf Berlin, 3. October. Ehre begründet, zuweilen verwirrt sind, ist kaum zu glauben. Der Handwer- gener Nacht von Breslau an kergeselle, der gerade in seinem Handwerk keine Arbeit finden kann, dem aber mann# d^ß er die Wahl zum eine andere leicht zu verrichtende Handarbeit angeboten wird, weist diese ver- Wien, 3. October, ächtlich zurück und bettelt und strolcht lieber herum,* als daß er eine feinem»pel. Mukhtar Pascha hat Berufe fremde Arbeit verrichtet; er ist ja fein Taglöhner 1 Eine Wittwe mit Mission auf Kreta angezeigt, unversorgten Töchtern aus denhöheren Ständen" nimmt eher in mehr ober (Aeneralgouverneur von Kreta weniger verschämter Weise das Mitleid Anderer in Anspruch, als daß die ^en, Der Sultan eröffnete dem britischen Botschafter bei der letzten Audienz Töchter in Dienst gehen. Sie haben zwar sonst nichts gelernt, als sticken und |n schonendfter Weise, daß er das englische Reformproject für Asien nicht gt»

ein wenig Clavier klimpern, sie hielten es früher ja überhaupt für unnütz, anehmigen könne; der Großvezir werde dagegen in kürzester Frist dem Botschafter

Broderwerb zu denken; aber jetzt in Dienst gehen? Nein, das wäre ja eine (ga^dib) ein Elaborat über die betr. Reformen behufs Mittheilung nach Lon- Schaube. Lieber auf vornehme Weise betteln. dou unterbreiten. Dem Führer des Aufstanbes im Kozan-Dagh. Ach net

Das sinb Beispiele, ohne Uebertreibung nach bem Leben gezeichnet. Wir Pascha, gelang es zu entkommen, nachbem er bereits seit mehreren Tigen uon

wieberholeu: es sind bas einzelne Fälle und nicht überall ist es ganz so foeu Truppen Izzet Paschas eingeschloffen war.

schlimm. Aber Anklänge daran sind vielfach vorhanden, das Herausstreben __ DieNeue Fr. Pr." meldet: Das österreichische Ministerium habe sich über die eigenen Kräfte, die vollständige Verkennung deffen, was Ehre giebt, gefiern die kaiserl. Entscheidung über das am 3. Juli eingereichte Demissionsgesuch bas sinb Krankheiten unserer Zeit, allgemeiner verbreitet, als man aus erbeten, mit ber Motivirung, baß bas Cabinet das Bubget zur Vorlegung an ben ersten Blick meinen möchte.Laßt uns bester werben, gleich wird'S ^cn Reichsrath vorzubereiten habe, jeboch ben Stanbpunkt Andrasty's bezüglich beffer sein." . der Deckung der für die Occupation Bosniens erforderlichen Eredite nicht

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tiotz seiner Intelligenz, trotz seines Fleißes nicht vorwärts kommt, und wenn er eines Tages sein Gut verlasten muß, dann klagt er gewiß die traurige Lage ber Landwirthschast an, für welche der Staat gar nichts thue.- -- r v x m c . t

Da ist ein junaer Handwerksmeister. Er Hai sich eben eist etablirt und lich- nach der Einnahme von Kiobuk und der Besehunz von Koijinr- auf

beschLfliat >wei Gesellen und zwei Lehrlinge. Wenn er mit arbeitete, könnte montenegrinisches G-bitt geflohenen Insurgenten wurden da,elbst entwaffnet und er bald vorwärts kommen. Aber in di- schmutzige Werkstatt sich zu stellen internet. Alle Anführer der ch-malizrn herzezowmuchen I isurgenten, b:e nein, das hat er nicht nöthig ; sein College, der freilich 20 Gesellen beschäftigt, thellweise rm montenegrrmschn, «olde und He-r-sverband- stch-n kchrter> vor. tbut eb i- auch nich?, also braucht et'ü gewiß ebenso wenig. Erleitet" also gestern auf h-rz-gowtnrsch-s Geb.et zurück^ Der Fürst von Montenegro b-sahl das Geschäft, d. h. er schreibt die Rechnungen aus und geht dannauf Kund- Allen, sich am 6. d. nut ihren in «n Bataillon fotmictM Schaaren in Lilek schäft", nämlich in's Wirthshaus. Und dabei raisonnirt er auf di- Gesellen,-inzustnd-n, wo der schwi-g-roat-r des Fürsten diese ben ven ka.s-rnch-n d7e alle Jahre schlechter werden, und auf di- L-Hrling-, die gar nichts mehr Militär-Antoritat-n formell übergeben soll. Zvornik, 1. d.: D,e Einwohner taugen: wie ist es doch damals b-ff-r gewesen, als er lernte! Daß freilich Srebrenicas verweigert-n dem Jnsuigeni-n.CH-f Mufiija den Durchzug durch damals der Meister deu ganzen Tag in der Werstait stand, seinen Leuten mit die Stadt. Eine Deputation der Einwoh ierschaft von Srebrenica erschien am tmem guten Beispiel voranging und selbst jedes Stück Arbeit prüfte, das aus 29. septbr. in Zwornik. Dieselbe zeigte dem Truppen Divisionär die Unter- der Werkstatt aina das bat er veraeflen. werfuna an und bat um Schutz und die Besetzung ver Staat.

Und wie sieht's mit der Wahl des Berufs für die Kinder aus! Die Wien, 2. October. DasTelezr.-Coiresp. Bureau" meldet aas Roa, Knaben müffen studiren oder doch mindestens Kaufmann werden, die Mädchen, vom Heutigen: Der Nuntius Jacobini, welcher Rom v-rli-ß, begab Lch ntcht wenn sie überhaupt zur Arbeit angehalten werden, Lehrerinnenwerden. Anders direct aus seinen Posten nach Wien.

geht's nicht, man ist's ja den Kindern schuldig. Ob di- Kinder auch wirklich und wird über Genf und München nach Wien reisen, dl- Käbiakeiten haben so daß sie sich später im Kampf- um das Dasein auf cobini eine Ult-rr-dung mit Masella haben und demselben Iastruction-n °es jenen Stellen behaupten können, ob sie an anderm Platze nicht viel bester auf- Cardinal-StaatSsecretärs Nina in Betreff der Lerhandlungen mit D-utschlau gehoben wären, das steht erst in zweiter Linie. Daß es verdorbene und unter- überbringen. Die J istructionen, welche Jacobtni fuc die Verhandlungen mit gegangene Studirte und Kaufleute mehr giebt, als tüchtige Handwerker, daß Rutzlanb wegen der Kirche in Polen erhielt sind le,ne endgültigen. Der En «in Mädchen als tüchtige Schneiderin mehr gesucht und bester bezahlt wird, folg dieser Verhandlungen wird von der Aufnahme abhäng-n welche sei»-Von als mittelmäßige Lehrerin - das kommt nicht m Betracht. Der Handwerker, schläg- zur Gewinnung eines Ausgangspunktes ur d'eselben finden werden, den sein Gewerbe recht gut nährt, läßt seinen Sohn b-leibe nicht sein Hand- Die gedachten Vorschläge zi-l-n darauf hin, baldaiöglichst für Die zahlreichen werk lernen, dieser sollmehr" werden als er, und so muß er d-nn trotz vacanten bischöflichen Stuhle und Seelsorg-posten Vorsorge zu treffen. - Mm,, mittelmäßiger Begabung studiren. Der Andrang zu den sog. höheren Berufs- st-rprasitent Cawoli wurde m,t der interim,st.schen Leitung des Handels- und arten brinat es wiederum mit sich, daß diese verhältnißmäßig schlecht bezahlt Ackerbau-Mwistertums betraut. Derselbe wird heute hierher zuruckkehren. werden, und er verschuldet es, daß dem Gewerbe zahlreiche Kräfte verloren gehen, während demselben von Jahr zu Jahr niedrigere Schichten zugeführt

deuten doch die Richtung an, in der wir st-uem, und in milderer Form tritt (schutzzöllnerische) Vereinigung von allen Jnt-rp-llation-n, sp-ciell von Anträgen ras U-bel vielfach aus # über ven östeireichstchen Handelsvertrag und den autonomen Zolltarif wahrend

Da ist ein Landwirth, der über ein Capital von 30,000 Mk. verfügt; der g-g-nwäctigen Session abzusteh-n-nischloffen fei, fondern auch di- fc-,HLad nut einer kleinen Besitzung, bei Fleiß und bescheidenen Ansrüchen, könnte er l-rische Grupp: pch zur Zeit nU Dcgani,at>ons- oder Uzitatioasfcagen ntch: Aber er kaust sich eine Besitzung im Werth- von 200,000 Mk., beschäftigen . sondern vor Alleut den Ausfall der refp. &iqude abwart-n wolle, üch-nd-s Betriebs-Capital kostspielige Veränderungen in der Berlin, 2. October. Der BerlinerActionar beginnt die Mittheiluag Xbinpiman uui. lebt wohl auch, als ob sein Gut schon völlig bezahlt wäre, der vier Fragebogen, betr. die Retchs Enquele der Eisen-Jndustrie, und meldet. Ec fiBMtef in Schulden, die Erndte muß er, um die dringendsten Verbindlich- daß am Montag die Verhandlungen der Regwrnng mit der Dicection der leiten decken zu können, ohne Benutzung der Conjuncturen voraus verkaufen, Köln-Mindener-Eisenbahn wegen Abtretung der Strecken Koln-Gießen und Ober- dte hohen Wechselzinsen zehren ihn auf und doch wundert er sich, daß er hausen-Arnhcim begonnen haben.

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Athen, 3. October. Hobart Pascha ist nach Konstantinopel abgereist, Berlin. Die überall verbreiteten Kriegervereine streben bekanntlich nach nachbem er hier brei Tage verweilt unb eine Unterredung mit bem König w einem nationalen Einheitsbanb, bas sich ihnen jetzt durch ben bazu bevollmäch- habt hatte _ .

tigten General z. D. v. Glümer zu Freiburg im Breisgau in bem Protectorai London, 3. October. Am ^onnabenb stöbet em ^btnetsraty in des Kaiser barbtetet. Diese Form der Zusammenfaffung erscheint bet Verbänden Discussion der afghanischen <zrage statt. 3n Hinblick auf die Mogltchiii ehemaliger Kampfgenoffen ebenso angemeffen wie ihr Streben nach einer gewiffen eines Winterseldzuges wird die Absendung von Bettzeug und warmen Untforntiii Centraltsation natürlich. Wachsen sie doch aus dem deutschen Heere hervor, für die indischen Truppen angeordnet. DerAdvertiser erfahrt, Aber in einigen Vereinen am Rheine, die von ultramontanem Geiste angehaucht Regierung habe die Befehlshaber der ostindischen Flottenstation instruirt, etlity sind, sträubt man sich gegen die Verbindung. Als Vorwand dient, daß Herr Schiffe nach dem persischen Golf zu entsenden. -Daily News hört, dir v. Glümer nicht rücksichtsvoll genug vorgegangen sei und vor seinen öffentlichen Operationen gegen Afghanistan würden wahrscheinlich bi6 zum 1. Decemim Schritten nicht erst bei allen einzelnen Vereinen oder noch so kleinen Vereins, verschoben werden. « v o ,, a .

verbänden angefragt habe. Diese Beschwerde hat zu wenig Substanz in siche New-Orleans, 3. October. In Folge des neuerdings eingetretni um für ernstlich gemeint genommen werden zu können. Hinter ihr muß bi» warmen Wetters breitet iich bas gelbe Fieber in ben Landdistricten aus ^r. vorgefaßte Abneigung stecken, sich einem so geschaffenen Gesammtoerbanbe anzu- nimmt^uch ^n den ^täbten tojeber ja». _ , ,

schließen. Nun kennen wir zwar bie socialen Absonderungs-Tenbenzen unserer Ultramontanen: ihre katholischen Casinos, Gesellenbünbe, aparten kaufmännischen Vereinen u. s. f. Sie wollen nicht allein für ihre Kirche bie vornehme Stellung