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Handel und Verkehr.
Frankfurt, 3. October. (Fruchtbericht.) Im Getreidehandel waren noch im Anfang der Woche viele Märkte in größtmöglicher Verstimmung und Geschäftslosigkeit, haben sich jedoch im Verlauf der Nachwoche mehr befestigt, so daß ein mutbiger Ton & den Berichten sich zu erkennen gab, in der Coursbewegung konnte dies jedoch am hiesigen Platze weniger zum Ausdruck gelangen, denn die Umsätze blieben sehr germg- fligig. Einige Kauflust entwickelte sich für hiesigen Landweizen, doch auch hier ist eine
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Verhältnisse dürften auch nicht ohne Einfluß auf die (Jemüthsstimmung geblieben sein. Schon leit Anfang September stand bei Petcrmann der Entschluß, sich das Leben zu nehmen, fest.
— Der Vesuv. In den neapolitanischen Blättern vom 24. September finden wir -ähere Details über den telegraphisch signalisirten Ausbruch des Vesuv. Die Laven haben ihren Wea nach auswärts, wie dies vorauszusehen gewesen war, durch die „das Fenster" benannte Svalte des Kraters von 1872 genommen und stießen gegen das „atrio del cavallo4 ab. Der hi bem Innern des Berges lodernde Feuerbrand i't nicht von allen Punkten Neapels aus sichtbar weil ihn theilweise das Vorgebirge, auf welchem das Observatorium erbaut ist, verbirgt, indem es die Einsicht in jene Spalte verdeckt. Wahrhaft imposant ist das Schauspiel vom Observatorium aus betrachtet, woselbst sich der Professor Palmieri gewissermaßen verschanzt, indem er für alle Fälle einen soliden Damm aufführen läßt. Der neue Eruptionskegel ist ganz unten an der Basis geöffnet und man besorgt, daß et von einem Augenblick zum andern ein; buchen und anstatt feiner irgend ein anderer Schlund sich offnen werde. Inzwischen wird es links von diesem Kegel in einer bereits vorhandenen Oeffnung schon einigermaßen lebendig und ,a ist offenbar ein neuer Kegel in der Bildung begriffen. Von der Intensität der diesmaligen Eruption kann man sich darnach eine Vorstellung machen, daß die ausgebrochenen Laven binnen jwei Tagen den Krater von 1872 ausgefüllt haben, in den man natürlich nicht mehr hinab- steigen kann __________________________________
Literarisches.
DaS Wochenblatt. Eine Chronik für's Haus. Preis pro Quartal 2 Mark. Berlin, iw Grote'schen Verlage. . a m .
Es ist nickt zu leugnen, bc.fc in zahlreichen Familien das Bedürfniß nach einer Wochenschrift exiftirt, die unabhängig von der Illustrations-Neigung des Tages, alle Kräfte nur dem geistigen Inhalt zuwendet und deren Preis dabet ein mäßiger ist.
Eigentbümlich ist es ferner, daß alle Familienblatter an den verschiedensten Nwlaasorten, nur nicht in der Reichshauptstadt erscheinen, während Letztere ihnen einen großen Theil des Lesestoffes und zahlreiche Mitarbeiter liefert. Der Gedanke, dort ein solches zu gründen, ist daher ein sehr berechtigter, und indem die Grote'sche Verlagsbuchhandlung, bekannt durch ihre Bestrebungen für die „Handbibliothek" in „guten und billigen Ausgaben", denselben auf nimmt, liegt darin eine Gewahr für eine solide und tüchtige Haltung des neuen Blattes. Der Inhalt der No. 1 spricht rückstchtlich des Unterholtungs-, wie des Belehrungsstoffes derart an, daß wir unseren Lesern „das Wochenblatt" nur aufs Angelegentlichste empfehlen können.
Schiffeberlelit. Mttoetheilt vor- dem Agenten deS Norddeutschen Llord $ outham^ton^, *1 "October. Das Postdampfschiff Neckar. Capt. W- Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 21. September von Newyork ab- aegangen war, ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 7 Uhr Morgens die Reise nach Bremen fortgesetzt. Der Neckar überbringt 164 Passagiere unb volle Labung. ______
größere Regsamkeit nicht zu constatiren, da bas bisponible Material wenig umfangreich war unb Verkäufer nur zu höheren Coursen sich zu Abgaben verstehen wollten; guter hi siger Weizen frei hier X 19</a—20, ab unserer Umgegenb X 181/»—Va, fremder umsatzlos. Roggen hat die zum Schluß der Vorwoche innegebabte matte Haltung überwunden unb haben Preise ihren Rückgang etngeholt, feiner Roggen X 15i/2—16, russischer X 13—14, h-erlänbischer X i2i/2—15. In Gerste würbe am offenen Markte sehr wenig gethon. In Hafer beschränkte sich der Umsatz auf einige Partien feinen X 14-1/2, mittel X 13—1/2, geringer «X 12—1/2. Hülsenfrüchte können es bei den hohen Preisen nicht über Detail Geschäft hinaus bringen, unsere Hänbler verhalten sich oanz passiv unb kaufen nur von Hand zu Mund. Kartoffeln noch immer ohne Handel. Man forderte X 4y4 ohne ein geneigtes Ohr zu finden. — Am Mehlmarkt erhält sich gutes Consumgeschäft und Preise zeigen wenig Veränderung, feine Sorten ab und zu etwas billiger käuflich, dagegen hiesiges Brodmehl sehr fest gehalten und für einen Aufschwung sehr empfänglich. Futterstc.ffe konnten sich noch nicht erholen ein positiver Preis-Rückgang ist indessen nicht zu melden, ernstliche Kauflust würde sich ohne Zweifel etwas billiger befriedigen lassen. Reps und Rüböl ruhig. Wir notiren heute:
Mehl Nr. 1 X 39.—. Nr. 2 X 35.—, Nr. 3 X 31—, Nr. 4 x 27.—, Nr. 5 X 21.-. Roggenmehl °/i (Berliner Marke) X 21—, do. n. (Berliner Marke) X 18.—, Wetzen, effect. hiesiger ab Bahnhof hier^L 19.50, ab unserer Umgegend 18.25—18.50, do. fremder je nach Qualität X 19-20.50, Roggen je nach Qualität^ 13—16—, Gerste X 13-18.50, Hafer X 12—14.50, Kohlsamen X 28—29, Erbsen X 19—23 Wicken X 15-16, Linsen X 17-23. Rüböl, detail, X 70. Stimmung fest. Hauptsächlich gefragt war: 1. Qual. Weizen. (Die Preise verstehen sich sämmtltch per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.)
Herborn, (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 3. Octbr. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 401 Ochsen, 389 Kühe und Rinder, 983 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag den 18. November L I., zugleich Flachsmarkt.
Irischbäcker in Gießen.
Sonntag den 6. October. Daniel Rühl, am Rathhaus. Hermann SpieS, Wallthorstraße. Karl Plank, Wolkengasse.
Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zn Gießen. Gottesdienst.
Sonntag den 6. October: Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarrer Schlosser.
(Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 6. bis 12. October besorgt Pfarrvicar Schöner.)
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6020) Heinrich Peppler von Hausen hat mit Zustimmung seiner anwesenden Kinder die Parzellen U/280. 281. 282. 355. HI/78. 3738. 458. 459. 460. 111/239. 240. 96. 97a. 98. 1V./14. 14a Hausener und 1/316, XII./29. 31 Garbcnteicher Gemarkung veräußert. Zu den Kindern des Heinrich Peppler gehört auch die unbekannt, wo abwesende Tochter Henriette, sitzt angeblich verbeiratbet an Michel Stumple und auf Antrag der Int^es- sinten wird diese Henriette Peppler angeblich Ehefrau des Mtchel StUMple hiermit aufgefordert sogewiß binnen drei Monaten von heute an über die Genehmigung des Verkaufs dieser Parcellen bei dem unterfertigten Gerichte Erklärung abzugeben, als sonst für sie ein Curator absentis bestellt uub lediglich nach dessen Anträgen verfügt und der Verkauf der Parcellen gerichtlich genehmigt und bestätigt werden wird.
Gießen, den 28 September 1878.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
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Versteigerungen.
Kommenden Dienstag den 8. October, Vormittags 10 Uhr, werden eine Parthie Flosholz, sowie starkes Fichten-Stangenholz an dem thurm dahier öffentlich versteigert. (6023
Holzversteigerung
im Gießener Stadtwalde.
Montag den 7. Octbr. 1878, von Vormittags 9 Uhr an, joll im Gießener Stadtwalde, in dem Diftrtct Fuchsbau nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Brennholz.
Schetth. Prügl lh. Stockh. Reish. Raumnieter Wellen. Nadel 148 337,2 104 6470
H. Bau-, Werk- und Nutzholz. 900 Kiefern-Stämme mit 213,54 Fest- meter,
49 Kiefern - Stangen mit 4,53 Festmeter,
Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chauffee an der 5. Schneise.
Gießen, am 1. Octbr. 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. -5965) A. Bramm.
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