Ausgabe 
3.10.1878
 
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zum außerordentlichen Gesandten am rumäm-

einem an sämmtliche Actionäre desC<6dit der Gouverneur dieser Bank, Christofle, die

von wo aus an­

feilgeboten in .v. - , .

Z oeifel lassen. Der erste Kunde, welcher die Pflicht hätte, stch zu melden, ist die Polizei. Nicht jeder Verbrecher macht es der Polizei so bequem- s"'""

ein Lager gebildet werden solle. Hieraus gehe hervor, daß der Viceköntg Erhaltung des Friedens nicht hoffe. General Chamberlain sei in Stmla gekommen._____________________________________________

Telegraphische Depeschen.

Wagner'- telegr. Torresps»de»r'^«rea«.

Berlin, 1. October. Die Commission für das Soctalistengesetz begann heute die zweite Lesung der SocialistenTesetzvorlage. Don den Commissionsmitgliedern war Stauffenberg beur­laubt. Seitens des Bundesrathes waren Minister v. Eulenburg und die Minister der Mittel­staaten anwesend. Fürst Bismarck war nicht erschienen. Bei der Berathung des § 1 erklärte Minister v. Eulenburg, daß die Regierungen die aus der ersten Lesung hervorgegangene Fassung des Gesekes int Allgemeinen für annehmbar hielten. Dieselben wünschten aber, daß in § 1 statt deS WortesUmsturz" der AusdruckUntergrabung" wiederhergestellt und ferner, daß der bean­tragte Zusatz:in einer den öffentlichen Frieden und die Eintracht der Bevölkerungs-Classen gefährdenden Weise" wieder gestrichen werde. Die Beschlüsse der Commission in Betreff der

Lokal-Notiz.

Gießen, 2. October. Der Jahresbericht Großh. Handelskammer zu Gießen soeben erschienen. Wesentlich Interessantes bietet er für diesesmal nicht und lau.'v die einzelnen Berichte gleichwie im vorigen Jahre, noch immer traurig und luiiftrttp den tragen schleppenden Geschäftsgang. Der Bericht beginnt in seiner Einleitung:

Wiederum haben wir über die Lage deS Handels und der Industrie einen zu erstatten, welcher sich dem vorjährigen n'cht nur in seiner Ungunst anreiht, lonoern eine fortwährende Verschlimmerung der Verhältnisse zu verzeichnen hat. Aus den met'.ev Gebieten konnte sich die Thatigkeit nur schleppend erhalten, da allgemein eine Stagnaro- eingetreten war, welche die bereits vorhandene Kaufunlust nur steigern und damit_> Absatzquellen mehr oder weniger dem Versiegen nahe bringen mußte. Nur die grov-v Anstrengungen konnten es ermöglichen, trotz dieser Calamttät den Betrieb sortzmez und den Arbeitern einigermaßen lohnende Beschäftigung zu geben. .

Um die Ursachen des Niedergangs der wirthschastllchen Lage zu ergründen un­seren Beseitigung anzustreben, werden sowohl von den gesetzgebenden Factorcn wie a von den Interessenten die größten Anstrengungen gemacht. Wenn auch die ue production, welche die überaus günstigen ersten Perioden dieses JahrzebntS veram-ii hatte, bei abnehmender ConsumtionSkcaft ihren nachtheiltgen Einfluß üben lnutzre, ist dieser doch gewiß auch durch eine unrichtige HandelSpoltttk noch weiter oerscharit worden.

Wien, 1. Octbr. Die des Grusen Hoyos-Sprtnzenstetn schen Hose.

Paris, 1. Octbr. In

Vermischte-.

(Eine Mahnung an Eltern.) vr.Tfchamer in Graz hat beobachtet durch Experimente verschiedener Art, zum Theil an sich selber, unwiderleglich dargethai, daß die schwarzen Punkte und die schmutzig graugrünen, abwtschbaren Belege auf cen Orangen-und Aepfelschalen nichts als eine Act Pilze sind, die genossen, in der Luftroir: sich vermehren und dann Keuchhusten veranlassen. ES ist daher das Schalen er Aepfel durchaus gerechtfertigt; zum Mindesten ist eS geboten, daß die Kinder, welyr die Aepfelfchale gerne mitgenießen, angehalten werden, sie vorher säuberlich abzuretb»

Control-Jnstanz würden von dm ^Regierungen im Princip angenommen, dieselben wünschten aber eine Modifikation dahin, daß die 5 vorn Bundesrath aus den obersten Gerichtshöfen des Reichs und der Einzelstaaten zu erwählmden Mitglieder auch aus den obersten Verwaltungsgerichte« der Bundesstaaten entnommen werden könnten und daß der Kaiser den Vorsitzenden und den Stellvertreter der Commission ganz nach freier Wahl ernenne. Was den Termin für die Gültig­keit des Gesetzes anbelange, so erscheine eine Frist von 2l/t Jahren viel zu geringe und sei niche aceeptabel. Die Regierungen seien eigentlich gegen jeden bestimmten Termin gewesen und hätte, ihrerseits keinen solchm in das Gesetz htncingebracht. Die Commission setzte die zweite Lesung des § 1 hieraus aus, damit die einzelnen Mitgliedergruppen sich erst untereinander verständige« können. § 1 a (die Genossenschafts-Cassm betreffend) wurde wesentlich nach den Anträgen der Subcommission angenommen. Fortsetzung der Berathung morgen.

Pesth, 1. Octbr.Ellenör" meldet, daß auch bte österreichische und die gemein;ame Regierung den Wunsch hegen, die finanziellen Forderungen für die Occupation möglichst einzuschränken. Es schwebten hierüber Verhandlungen wie bei der Feststellung eines jeden Budgets. Uebrigens sei zu berücksichtigen, daß die überraschend schnelle Bewältigung des bosnischen Aufstandes die Bedürf« nisse hecabmindern werde.

Washington, 1. Octbr. Nach dem Haudelsausweis des Monat- August überstieg die Ausfuhr die Einfuhr um 22,196,220 Doll, und für die ganze Zeit von Januar bis August um 188,501,087 Doll. Die Demo« traten undGreenbackers" in Iowa und Nebraska haben eine gemischte Cm« didatenliste für die Staatswahlen aufgestellt.

Petersburg, 1. Octbr. Die gestern an auswärtigen Börsen circuli« renden Gerüchte von hiesigen Fallissements sind völlig unbegründet.

London, 1. Octbr. Das britische Cabinet hat beschlossen, der indischen

London, 30. Septbr. Nach einem Telegramm derTimes" aus Kalkutta von gestern werden die Vorbereitungen für den Feldzug nach Afgha­nistan auf das Energischste fortgesetzt. lieber Schir Ali's Kriegsmacht sei nichts Genaueres bekannt. Als schwierigsten Umstand sehe man die Möglichkeit an, daß die Grenzstämme, die leicht 100,000 Streiter zu stellen vermögen, eine seiudselige Haltung annehmen könnten. Die indische Regierung werde Simla nicht nach Kalkutta zurückkehren, sondern nach Lahore übersiedeln,

für ihre Haltung und Gesinnung gegen ihn und sein Land zu danken.

Berlin, 2. Octbr. Einige Morgenblätter melden, Herr v. gorefenbed hätte den Stadtbehörden Berlins bereits angezeigt, daß er die Wahl zum Ober« bürgermeister Berlins annehme.

Washington, 1. Octbr. Die Abnahme der Staatsschuld betrug in Laufe des Septembers 3,197,000 Dollars. Ja der Staatskasse befanden sich am 30. September 232,660,000 Doll, in Gold und 1,973,000 Doll. 11 Papiergeld. ,

foncier" gerichteten Briefe lehnt

Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung ab und bemerkt dazu: man solle nicht den Rathschlägen folgen, die dahin gingen, aus demCräsit foncier" eine freie Gesellschaft zu machen, da derselbe, wenn er von der Regie­rungs-Aufsicht befreit würde, die Privilegien, die sein Gedeihen sichern, ver«

Regierung in der afghanischen Frage freie Hand zu lasten. Ein Bataillon Infanterie und 5 Batterien erhielten Marschordre nach Indien.

Wiener Ztg." veröffentlicht die Ernennung

Frankreich.

Paris, 30. Septbr. DerMonde" bringt eine seltsame Enthüllung; er schreibt:Sie müssen wisten, daß es in der Colonie Neu-Caledonien zwei Parteien gibt: erstens die Republikaner des Tages, zweitens die Jesuiten. Letz­tere hatten die Kanaks unterrichtet und diese zeigten sich 10 Jahre lang gehor­sam und unterwürfig. Aber jetzt unter der Herrschaft der Republik werden die Jesuiten verhindert zu wirken und haben keine Gewalt mehr. Wir bedauern das sehr. Aber die Republikaner wollten die Kanaks mißhandeln; diese wandten sich an die republikanische Regierung, erhielten aber kein Recht. Dies die Ursache des Ausstandes." Die Jesuiten haben also die Hand im Spiele.

England.

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, fpinp von heute: Fürst Lobanoff ist aus Livrdia zuruckgekehrt und hat tue Verhand« TO «X 7ckn^eGe!eaenbeit"nick7?' Nick lungen mit Savfet Pascha wegen des definitiven Friedensvertrages unoerzügltch benutzt sie die gebotene Gelegenheit>cht? Nicht ^^nommen. ,u^ie $fortc erlangt nicht unerhebliche Modistcationen der finanziellen Forderungen Rußlands. Seit vorgestern finden auf der Pforte ernste Berathungen wegen der von Montenegro urgirten Abtretung Podgoritzas und Spuz' und wegen der bosnischen Conoentionsfrage statt. Die Chancen der Finalisirung der Letzteren wären seit gestern wieder etwas zweifelhafter. Zwischen der Majorität der Commission für Ostrumelien und den russischen Mitgliedern derselben ist eine Differenz eingetreten. Letztere verlangten, die Commisstou solle in Konstantinopel arbeiten, während die Majorität sich ent- der nock schied, an Ort und Stelle zu arbeiten und sich anschickt, nach Phillppopel abzu- Der Rückzug der Rusten dauert fort; dieselben räumten Silivri und

Rodosto. Letzteres wurde bereits von den Türken besetzt. Dagegen blecken die Kheredim Pascha wurde mit dem Großcordon des

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Gießen, 2. Oc Lnirft »es hiesig ;;it Es haben s Lfflit wirb in de wegen des des i P'Mr Brat r -§iine Damen Lc. Allerdings fti H erwerben wolle! ' en für das A [iWben, die sie besi -t: Absichten Hindi Lkincht Theil * k), mit gleicher r) Geduld. Sie sc ) mechanisch nach) jhbig und mit Heb'

Unterweisung l-inbrechung mürb hm daher ans H inhinderungSgründ «nn Sie Anfangs deinen mag. Der i'b um io sicherer i

Grafen Grote unter Haustier und Tagelöhner constatirt und hinzug-fügt, daß 1 Beamte der Welfenparte, Vorschub gethan hätten. In dieser Beziehung wird anaesührt: Im Amte Rotenburg z. B. schwebt augenblicklich eine Vorunter- juchung gegen den Amtsvogt Schmidt in Visselhövede. Der Land-Gensd'arm Bause in Buchholz bei Harburg hat offenkundig für den Welfen Grote agmrl, sowie desgleichen der Landbriefträger Stemmann in Sittensen. Ferner ist der Glaubens-Fanatismus der Bauern mißbraucht worden und man hat die Angabe verbreitet. Grumbrecht sei aus der Landessynode ausgestoßen worden. Grum- brecht selbst hat zwei Verleumdungsklagen gegen di- Verbreiter solcher Nachrichten eingereicht. Em Gemeindevorsteher hat seiner Gemeinde die Wahl mit dem Bedeuten angezeigt:Wer sich nicht -infinde und Grote nicht wähle, habe zur Strafe Arbeit an den Gemeindewegen zu leisten" u. dgl. m. Die Commission wünscht namentlich die Behauptungen: 1) von Wahlagitationen durch Staats­beamte : 2) die Ungesetzlichkeiten durch Wahlvorsteher rc. im Verwaltungswege feüzustellen und beantragt schließlich:Der Reichstag wolle beschließen: 1) die Wahl des Abg. Grafen Grote aus Wiegersen im 17. Wahlkreise der Provinz Hannover zu beanstanden; 2) dem Herrn Reichskanzler unter Mittheilung der Akten zu ersuchen, wegen der vorstehend unter Ziffer 1 und 2 ansgesührren Punkte die geeigneten Ermittelungen im Verwaltungswege, wegen des unter rriffer 3 gedachten Punktes die strafgerichtliche Untersuchung durch die zustän­digen Behörden zu veranlaffen und über das Ergebniß unter Anschluß der betr. Verhandlungen dem Reichstage weitere Mittheilung zu machen."

Das Ueberhandnehmen unsittlicher Schriften ist seit längerer Zeit Gegenstand wohlberechtigter Beschwerden gewesen. Zur Beseitigung des vor Aller Augen liegenden Uebclstandes ist gleichwohl bisher noch nichts geschehen. Hierauf weist jüngst dieSchl-s. Presie", anknüpfend an einen Artikel in der Schles. Ztg.", mit folgenden zutreffenden Bemerkungen hin: Man kann das Uebel nicht der modernen Gesetzgebung zur Last legen, man kann nicht über Mängel in den Gesetzen klagen. Das Strafgesetzbuch enthält ausreichende Vorschriften, um diesem Unfug entgegenzuarbeiten. Warum werden die bestehen- den Bestimmungen nicht beffer gehandhabt? Schriften und Abbildungen, die einfache Schamlosigkeiten enthalten, ohne eine Spur von Witz oder Anmuth, die das Mäntelchen eines wiffenschaftlichen oder künstlerischen Interesses nicht vornehmen können, werden nicht allein ungestört vertrieben, sondern öffentlich

Spuren zu verfolgen; warum L , _

die Gesetze soll man anklagen, sondern die mangelhafte Handhabung der Ge­setze. Dieses Ucbels, soweit es die O-ffentlichkeit beunruhigt, sollte man doch wahrlich in wenigen Wochen Herr werden können-

Koblenz, 30. Septbr. Die Reise der kaiserlichen Majestäten von Koblenz nach Baden bildete eine ununterbrochene Kette von Kundgebungen treue­ster Anhänglichkeit aller Kreise der Bevölkerung. Der Geburtstag der Kaiserin wird, wie gewöhnlich, ländlich gefeiert; diesmal durch einen Ausflug in das Murgtbal, wo in Gernsbach das Diner stattfindet.

Kassel, 30. Septbr. Die Erkrankung des Grafen Moltke, ,

immer bei seinem Quartiergeber, Herrn Geh. Commerzienrath Henschel, weilt ^den.^ und daselbst auch noch mehrere Tage zu verbleiben gedenkt, war eine nicht ganz -

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crscheinung, di- aber tn Folge der sorgsamen Behandlung d-r Herren General- Konstantinopel, l. October. Savfet Pascha erhielt den Medschidje- stabsarzt Dr. Kukro und Obermedicmalrath Dr. Wild zur Zeit vollstän t g fn brillanten. Der französische Botschafter Fournier wurve beute von gehoben ist. 9Ir i dem Sultan tn längerer Audienz aufs Wohlwollendste empfangen und wurden

Arolsen, 30 Septbr. Bet der^ gesternAbendstattg^ oie verschiedenen schwebenden Fragen hierbei berührt. Gestern hatte der britische

declarirte d-r Fürst die Verlobung seiner Tochter, der Prinzessin Emma, it Botschafter Layard eine Audienz in Betreff der Reformfrage. D-r griechisch! dem hter etngetroffenen Komg der Niederlande. Metropolit von Smyrna ist von einem Griechen aus Rache verwundet worden.

6)c6<ttd(6« Der Cours des Kaimes hat sich gebessert und ist augenblicklich 315 in Folge

, n , des Beschluffes, monatlich Kaimes im Betrage von 50,000 Livres unter der

Pesth, 30. Septbr. Ministerpräsident Ttsza tst heute nach Wien ab- ^ntrole einer Banquiers-Commission einzuberufen.

abgereist und soll die Demission des ungarischen Gesammftnmtsteriums in Die Konstantinopel, 1. Octbr. Der Sultan hat dem britischen Bst« Hände des Kaisers niederlegen wollen. Das ungarische Mckisterium motivirt, r$aftcr ^yard durch Osman Pascha sein Bedauern aussprechen laffen, daß er tote es heißt, seine Demission damit, daß durch die bosnische Unternehmung Stande gewesen sei, die britische Flotte vor ihrer Abreise besuchen zu

seine finanziellen Reorganisations-Projecte in Frage gestellt wurden. können und den Admiral gebeten, den Officieren und Mannschaften der Flotte

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